„Wir können sicher in der 3. Liga mitspielen“

Interview mit dem neuen USC-Trainer Agron Jakupi
Er ist neuer Trainer des Drittliga-Aufsteigers USC Konstanz: Agron Jakupi aus Ravensburg. Der 48-Jährige kennt die 3. Liga ziemlich gut und sieht sein neues Team absolut konkurrenzfähig. Wir haben mit ihm über seine neue Aufgabe und seine Aussichten gesprochen.

Herr Jakupi, Sie sind neuer Trainer des USC Konstanz. Was reizt Sie, bei der neuen Aufgabe den weiten Weg von Ravensburg nach Konstanz auf sich zu nehmen?
Agron Jakupi: Das Gesamtpaket. Ich kenne die Konstanzer schon länger. Wir haben eine sehr junge und hungrige Mannschaft. Außerdem stimmt das Umfeld nahezu perfekt. Der Verein kam mir in vielen Punkten entgegen und hat mir gezeigt, dass er mich möchte. Deshalb ist das für mich eine reizvolle Aufgabe.

Wie sieht das in der Praxis aus?
Agron Jakupi: Ich trainiere mit der Mannschaft zwei Mal die Woche und betreue sie auf den Spieltagen. Mit Philipp Sigmund habe ich einen sehr kompetenten Co-Trainer, der eine dritte Einheit in der Woche als Trainer übernimmt. Dann kommt es regelmäßig vor, dass einige Spieler am Samstagvormittag noch eigenständig eine Extraschicht einlegen.

Der USC Konstanz hat den direkten Wiederaufstieg in die 3. Liga geschafft. Wie gut schätzen Sie das Team ein?
Agron Jakupi: Ich bin sicher, dass wir auf jeden Fall mitspielen können. Die meisten Teams in der 3. Liga sind sehr eng zusammen, da kann fast jeder jeden schlagen.

Wie sehen Ihre Ziele aus?
Agron Jakupi: Natürlich ist der Klassenerhalt zunächst das große Ziel. Wir wollen die Neuzugänge möglichst schnell komplett integrieren. Dann ist es wichtig, wenn es geht, vom ersten Spieltag in den Spielrhythmus zu kommen.

Sie haben den TSV Mimmenhausen in die 3. Liga geführt und waren jetzt eine Saison im Frauenvolleyball aktiv. Wie intensiv haben Sie die 3. Liga verfolgt?
Agron Jakupi: Sehr intensiv. Ich habe mir einige Spiele angesehen. Ich freue mich schon jetzt auf die Derbys gegen Mimmenhausen, Friedrichshafen und Radolfzell. Ich denke, dass noch nie so viele Bodensee-Teams in der 3. Liga gespielt haben.

Worin sehen Sie die Stärken Ihrer Mannschaft?
Agron Jakupi: Ich denke, das ist die Ausgeglichenheit. Technisch gesehen haben wir eine sehr starke und sattelfeste Annahme und mit Sicherheit einen der besten Zuspieler der Liga. Und soweit ich das bis jetzt beurteilen kann, den Willen, an sich zu arbeiten und sich ständig zu verbessern.

Gibt es dann überhaupt Schwächen?
Agron Jakupi: Natürlich nicht (lacht). Sicherlich gibt es die. Jede Mannschaft hat die. Wir arbeiten momentan hart daran, dass wir genau diese Schwächen ablegen werden.

Welche sind das?
Agron Jakupi: Es ist so, wie mit jeder jungen Mannschaft. Meine Aufgabe ist es, die jungen Spieler zu motivieren und ihnen vor allem Selbstvertrauen zu geben, was im Volleyball ganz wichtig ist. Allerdings zählt es erst auf dem Feld, wenn Punkte vergeben werden. Und da weiß man im Vorfeld nie, wie die einzelnen Spieler reagieren. Ich bin aber sicher, dass wir eine gute Rolle in der 3. Liga spielen können.

Die Fragen stellte Reiner Jäckle


Agron Jakupi
Der 48-Jährige lebt in Ravensburg und ist bereits seit vielen Jahren im Volleyball als Trainer aktiv. Als Spieler schlug er unter anderem für den VfB Friedrichshafen auf. 2011 übernahm er als Trainer den TSV Mimmenhausen als Oberliga-Aufsteiger. In nur vier Jahren schaffte er den Sprung bis in die 3. Liga. Nach einer weiteren Saison verließ er den Verein und wechselte vergangenes Jahr als Coach nach Ravensburg und übernahm ein Frauenteam. Seit dieser Saison leitet Agron Jakupi die sportlichen Geschicke der ersten Herrenmannschaft des USC Konstanz.