USC Konstanz verliert wichtiges Seederby unglücklich

TV Radolfzell – USC Konstanz 3:2 (31:29; 24:26; 25:15; 18:25; 15:12) – Das Treffen alter Bekannter wurde zu einem Volleyballkrimi sondergleichen. Auf Seiten des TV Radolfzell waren neben dem Trainer auch viele ehemalige Spieler des USC Konstanz beteiligt, unter anderem auch der Brasilianer Rafael Dürr, der noch im vergangenen Jahr in Konstanz spielte. Im ersten Satz war es neben Dürr auch Außenangreifer Waldemar Stier, der den Konstanzern das Leben schwer machte. Die Annahme von Radolfzell stand ungewohnt sicher und somit konnten die Gastgeber sich etwas absetzen. Beim Spielstand von 24:22 gab es die ersten Satzbälle aus Sicht von Radolfzell. Aber der USC bewies wieder mal Moral und kämpfte sich zurück in dieses Spiel. Einige unglückliche Entscheidungen und Spielsituationen später wurde die Aufholjagd der Konstanzer nicht belohnt und der Satz ging mit 31:29 an den TV Radolfzell. Auch im zweiten Satz war es lange ein Kopf an Kopf Rennen um den Satzgewinn, dieses Mal jedoch letztlich mit dem besseren Ende für die Gäste aus Konstanz. Vor allem die Unterstützung auf den Rängen machte das Spiel von der Atmosphäre her zu einem Heimspiel. „Das war schon großartig, wie wir schon wieder unterstützt wurden“, zeigte sich Chef-Trainer Agron Jakupi begeistert, „das hat meine Mannschaft sichtlich stabilisiert“. Im dritten Satz allerdings hat das überhaupt nicht geklappt, viele unnötige Eigenfehler im Angriff und im Aufschlag ließen den Vorsprung von Radolfzell schnell anwachsen und schon nach wenigen Minuten gab es kaum noch Hoffnung auf einen Satzerfolg. „In den vergangenen Wochen haben wir nach so einem Satz meist die Köpfe hängen gelassen und sind dann nicht mehr ins Spiel gekommen“ stellte Jakupi fest. „Das war heute deutlich besser“. Denn im vierten Satz bäumte sich der USC Konstanz noch mal gegen die drohende Niederlage auf und gewann den vierten Satz deutlich mit 25:18. Im Tiebreak verlor der USC Konstanz dann nach einigen Aufschlagfehlern etwas den Mut und man verlor letztlich sehr unglücklich mit 12:15. Damit konnten die Gäste das Kellerduell nicht für sich entscheiden, aber man vergrößerte trotzdem den Abstand auf die Abstiegsränge auf vier Punkte. „Wir hätten uns einen Sieg heute eindeutig verdient gehabt“, war sich Jakupi direkt nach dem Spiel sicher „doch die Radolfzeller haben das letztlich mit ihrer Erfahrung gut über die Bühne gebracht“. Als nächstes steht nun das größte Spiel des Jahres zuhause gegen den TSV Mimmenhausen an. Am 09.12. um 19 Uhr ist Anpfiff in der Schänzlehalle, wo eine Rekordkulisse erwartet wird.
USC Konstanz: Scheller, Petry, Weisigk, Mundt, Engelmann, Kaltenmark, Hammer, Berger, Rodler, J. Weber, L. Weber, Sigmund