USC Konstanz II schrammt ganz knapp an der Pokalsensation vorbei

Am vergangenen Sonntag durfte der USC Konstanz in der heimischen Schänzlehalle den Südbaden-Pokal mit einigen namhaften Mannschaften ausrichten. So waren unter anderem die Zweitligamannschaften des Seenachbarn TSV Mimmenhausen, sowie der FT Freiburg zu Gast. Für den USC Konstanz II war von vornherein klar, dass es gegen dieses starke Teilnehmerfeld «eher unrealistisch wäre dort ins Finale zu kommen» so Trainer Uwe Schneider vor dem Turnier.

Gleich im ersten Spiel gegen den TSV Mimmenhausen, die in Bestbesetzung in das Spiel gegangen waren, wurde den Konstanzern ihre Grenzen aufgezeigt. «Eigentlich haben wir immer bis Mitte des Satzes gut mitgehalten» sagte Schneider nach dem Spiel, «aber am Ende hat sich dann die Qualität einfach durchgesetzt». Bei den verbliebenen Gruppenspielen gegen die unterklassigen Teams aus Haslach (Landesliga) und Bad Säckingen (Verbandsliga) hielt sich der USC Konstanz schadlos.

Als Gruppenzweiter stand man nun also im Halbfinale den ambitionierten Freiburgern aus der zweiten Bundesliga gegenüber. Der Sieger dieser Partie hätte sich für den Regionalpokal qualifiziert und wäre dann nur noch einen Schritt vom DVV-Pokal-Achtelfinale entfernt gewesen. Da es für beide Mannschaften bereits die vierte Begegnung war und die Freiburger am Abend zuvor sogar noch ein Ligaspiel bestreiten mussten, merkte man beiden Mannschaften die Müdigkeit in der Anfangsphase des ersten Satzes an. «Freiburg hat von Beginn an gut aufgeschlagen und uns damit immer wieder in Bedrängnis gebracht» analysierte Spielertrainer Philipp Röhl den ersten Satz. Folgerichtig ging dieser dann auch mit 19:25 verloren. Mit dem Rücken zur Wand begannen nun allerdings die Konstanzer mit vollem Risiko aufzuschlagen und gleichzeitig im Angriff gegen die grossgewachsenen Freiburger immer wieder Lösungen zu finden. So erarbeite sich die Mannschaft um Kapitän Matthias Dittrich eine Sechs-Punkte-Führung, die man letztlich nicht mehr abgab und den Satz mit 25:21 für sich entscheiden konnte.

Die Entscheidung, wer am Regionalpokal teilnehmen darf, musste also im Tie-Break fallen. Die Freiburger Spieler nutzen nun ihre körperliche Überlegenheit aus und fanden mit krachenden Angriffen immer wieder ihr Ziel. Der USC Konstanz hielt zwar tapfer dagegen, doch gegen Ende des Satzes war der Widerstand dann gebrochen und Freiburg entschied den Satz und damit auch das Spiel mit 15:9. «Wir sind wahnsinnig stolz auf die Leistung unserer Mannschaft» zeigten sich Schneider und Röhl nach dem Spiel erfreut, besonders, da die Mannschaft sich «jederzeit an die taktische Marschroute gehalten hat und damit den Zweitligisten ordentlich in Bedrängnis brachte».

Im Finale duellierten sich dann beide Zweitligisten aus Freiburg und Mimmenhausen um den Pokalsieg mit dem besseren Ende für den TSV Mimmenhausen.

Nach dem Pokalhighlight spielt der USC Konstanz in der Regionalliga am Samstag zuhause gegen die TG Bad Waldsee um wichtige Punkte im Abstiegskampf.

USC Konstanz: Reichel, Dittrich, Iberl, Kuritz, Karrer, Ardelt, Berger, Reichert, Petry, Schenk, Röhl