USC Konstanz bringt sich um den Lohn der Arbeit

USC Konstanz II – TSV G.A. Stuttgart II 1:3 (25:19;23:25;18:25;15:25) – Die Tabellensituation vor dem Heimspiel des USC Konstanz gegen den TSV G.A. Stuttgart hätte deutlicher fast nicht sein können. Auf der einen Seite die Konstanzer, bisher nur mit einem Sieg nach sechs Partien und auf der anderen Seite die Jungs aus der Landeshauptstadt, die im selben Zeitraum bereits fünf Siege und damit den zweiten Tabellenplatz einfahren konnten. «Wir hatten von Anfang an nichts zu verlieren» erzählte Trainer Uwe Schneider nach dem Spiel und so hätte seine Mannschaft zumindest im ersten Satz dann auch gespielt.

Gegen die überaus erfahrene Truppe aus Stuttgart, die einige Spieler mit Bundesliga-Erfahrung dabei hatte, spielte sich der USC Konstanz im Aufschlag in einen Rausch. Die sonst so sichere Annahme der Stuttgarter hatte damit so ihre Probleme und folgerichtig konnte der USC Konstanz daher den ersten Satz für sich entscheiden. «Das war in der Deutlichkeit schon überraschend, vor allem in Anbetracht unserer Kadersituation», so Schneider weiter. Der USC Konstanz war nämlich ohne Libero in das Duell gegangen, sodass auch aufgrund der Verletztensituation rund um den Mittelblock die beiden Außenangreifer Lukas Hölzl und Philipp Röhl auf die Mitte wechselten und ebenfalls in der Annahme liefern mussten.

Im zweiten Satz stabilisierten sich die Stuttgarter etwas, was vor allem auch am nachlassenden Aufschlagdruck der Konstanzer lag. Beim Stand von 19:24 aus Konstanzer Sicht schien der Satz schon verloren, jedoch Dank einer starken Aufschlagserie von Daniel Berger kämpfte man sich bis zum 23:24 ran. Ein unnötiger Eigenfehler brachte den USC dann jedoch um den Lohn der herausragenden Aufholjagd.

Dass man den Satz nicht mehr holen konnte, war für den USC Konstanz «ein richtiger Tiefschlag», sagte Spielertrainer Philipp Röhl im Anschluss. Davon konnte sich der USC in der Folge nicht mehr erholen und der TSV G.A. Stuttgart gewann die folgenden zwei Sätze ohne Probleme. «Da sind wir einfach noch nicht stabil genug», so Röhl weiter. In der nächsten Woche steht ein Auswärtsspiel bei der Bundesliga-Reserve des SSC Karlsruhe an.