USC erleidet mit ersatzgeschwächtem Team Auswärtsniederlage in Waldgirmes

TV Waldgirmes – USC Konstanz (25:14, 25:16, 31:33, 25:25) – Mit einem von Verletzungen geplagten Rumpfteam reisten die Konstanzer am Samstag nach Waldgirmes, um den Tabellenzweiten aus Hessen zu ärgern. Für die Verletzten Sigmund, Weber, Kordić und Schlag rückten die zwei Nachwuchsspieler von Wahlert und Büchner in den Kader der ersten Mannschaft nach. Letzterer stand von Beginn weg in der Startformation und wusste mit einem soliden Spiel von Anfang bis Ende zu überzeugen.
Da auch Kriech mit einer Blessur zu kämpfen hatte, war das Trainergespann Zirk/Hornikel gezwungen, den eigentlichen Diagonalangreifer Hammer auf der Außenposition auflaufen zu lassen. Diese ungewohnte Startaufstellung führte immer wieder zu Abstimmungsproblemen in der Annahme und der Feldverteidigung, wodurch der TV Waldgirmes den ersten Satz letztendlich klar mit 25:14 für sich entscheiden konnte. Um das Aufbauspiel der Konstanzer zu beruhigen, spielte Hammer ab dem zweiten Satz wieder auf seiner gewohnten Position und dennoch startete der USC – wie schon oft in dieser Saison – sehr verhalten in den zweiten Satz. Erst ab dem Stand von 13:6 kam das Angriffsspiel der Konzilstädter ins Rollen und es zeichnete sich ein Spiel auf Augenhöhe ab. Dennoch konnten sich die Konstanzer nicht mehr zurückkämpfen, wodurch auch der zweite Satz mit 25:16 an Waldgirmes ging.
Nach einer zehnminütigen Satzpause begann der dritte Durchgang mit leichten Vorteilen für den USC. «Die Pause hat uns gut getan. Wir konnten nochmals einige taktische Anpassungen vornehmen, um mehr Druck auf die Hessen auszuüben», so Zirk. Je länger der Satz andauerte, desto umkämpfter und sehenswerter wurden die Ballwechsel. Kapitän und Zuspieler Nicolas Hornikel zum Satzende: «Es war ein richtiges Hitchcock Finale! Wir haben uns mit viel Herzblut gegen die drohende Niederlage aufgebäumt und nach sechs Matchbällen selbst unsere dritte Möglichkeit zum Satzentscheid genutzt. So macht Volleyball Spaß!»
Im vierten Durchgang ging es ähnlich weiter – Beide Teams waren nun vollends im Spiel angekommen. Vor allem die beiden Diagonalangreifer und späteren MVP’s der jeweiligen Mannschaften zeigten dabei ihr volles Können und brachten die Bälle ein ums andere Mal im gegnerischen Feld unter. Schlussendlich machte aber die Blockleistung des Heimteams den kleinen aber wichtigen Unterschied aus, wodurch Waldgirmes das Spiel am Ende mit 3:1 Sätzen für sich entscheiden konnte.
Zusammenfassend meinte Trainer M. Hornikel: «Nach einer Findungsphase von leider Gottes zwei Sätzen, zeigten wir, dass wir die Gegner auch mit einem Rumpfteam ärgern können! Mit ein wenig mehr Wettkampfglück wäre heute auch mindestens ein Punktgewinn drin gelegen.» Besonders lobende Worte fand Hornikel nach dem Spiel für den zweiten Konstanzer Nachwuchsspieler von Wahlert, der nach seiner Einwechslung auf Anhieb den Tritt ins Spiel fand und mit starken Annahmen und frechen Angriffen zu überzeugen wusste. Nun haben die Konstanzer zwei Wochen Zeit, um sich auf das Bodenseederby gegen den VfB Friedrichshafen vorzubereiten und den einen oder anderen verletzten Spieler bis dahin wieder fit zu bekommen.
USC Konstanz: Hornikel, Kaltenmark, Becker, Hammer, Büchner, von Wahlert, Kriech, Bischof, Kempe, Rodler