USC-Damen starten mit neuem Trainer in die Oberligasaison

Am kommenden Samstag, den 29. September, erwartet die USC-Damen bei der VSG Kleinsteinbach ihr erstes Spiel in der neuen Oberligasaison. Erstmals wird dabei Jens Peter Neuberth das Team als Coach leiten, der zur aktuellen Saison die Mannschaft übernommen hat. Wir haben ihm einige Fragen zu seiner neuen Aufgabe gestellt.

Nachdem klar war, dass das Trainerduo Dinkelacker/Röhl diese Saison für Damen 1 nicht mehr zur Verfügung steht, kamst du für den Verein wie gerufen. Wie hat es dich an den See verschlagen?
Ich habe mich beruflich verändert und bin dafür in die Schweiz gezogen. Ich war gerade auf der Suche nach einer Mannschaft, als Diego Ronconi von Marie Bertschinger (geb. Dinkelacker) angeschrieben wurde, ob er jemanden kenne, der die Damen 1 trainieren könnte. Ab da ging es dann ganz schnell.
Bevor du nach Konstanz kamst, warst du Co-Trainer bei der Herren-Zweitligamannschaft des SSC Karlsruhe. Was reizt dich daran, die erste Damenmannschaft des USC zu trainieren? Ist es eine große Umstellung für dich? 
Ursprünglich komme ich aus dem Frauenvolleyball. So gesehen hält sich die Umstellung in Grenzen. Ich habe im letzten Jahr bei Diego viel gelernt. Und natürlich will man irgendwann einmal das Erlernte eigenverantwortlich anwenden. Mit den USC-Damen hat sich hier eine tolle Gelegenheit ergeben.

Die Saisonvorbereitung ist nahezu abgeschlossen, am Samstag steht das erste Spiel der Saison an. Wie schätzt du das Potential des Teams ein? Was sind die Stärken der Mannschaft, welche Schwächen gibt es?
Wenn ich mir die Spielerinnen und deren Vitae ansehe, dann ist das sicherlich eine Mannschaft, die, wenn alle Spielerinnen gesund sind und zur Verfügung stehen, um den Aufstieg mitspielen kann. Es ist eine gute Mischung zwischen sehr erfahrenen Spielerinnen, die schon in den ersten drei Ligen gespielt haben und jungen Spielerinnen, die letztes Jahr ihre erste Oberligasaison absolviert haben. Die Spielerinnen sind alle sowohl technisch als auch taktisch gut ausgebildet. Das ist schon eine sehr gute Ausgangsposition, an der auch Marie und Philipp einen großen Anteil haben. Die beiden haben die letzten Jahre einen wirklich guten Job gemacht.
Leider hatten wir aber auch einige Abgänge zu verzeichnen und auch verletzungsbedingt sind noch nicht alle Spielerinnen zu 100% fit. Wir haben also noch die ein oder andere personelle Baustelle, an der wir arbeiten müssen.

Die Mannschaft hat in der vergangenen Saison nach dem Aufstieg in die Oberliga mit dem dritten Platz die Relegation nur knapp verpasst. Was ist das Ziel für die nächste Saison? Wie schätzt du die Liga ein?
Wir wollen auf jeden Fall wieder oben mitspielen. Allerdings wird das, gerade mit Blick auf unsere Verletztenliste, kein Selbstläufer.
Vorhersagen zur Stärke der Liga sind immer schwer zu treffen. Vorbereitungsturniere oder Pokalspiele geben nicht zwangsläufig die tatsächliche Spielstärke einer Mannschaft wieder. Ich halte es auch nicht für zielführend, zu sehr auf die anderen Mannschaften zu schauen.
Wir wollen uns in erster Linie auf uns und unser Spiel konzentrieren. Unabhängig vom Gegner.
Wenn wir es schaffen, in jedem Spiel das abzurufen, was wir können, dann sollten wir am Ende auch jeden schlagen können. Egal wer auf der anderen Seite des Netzes steht.