USC-Damen kämpfen sich zur Meisterschaft

VSG Mannheim DJK/MVC – USC Konstanz 1:3 (25:15, 29:31, 12:25, 17:25). Nach dem Auswärtsspiel am vergangenen Samstag brachen die Spielerinnen des USC in euphorischen Jubel aus und ließen die Sektkorken knallen. Trotz eines verkorksten Starts in das Topspiel gegen den direkten Favoriten aus Mannheim kämpfte sich das Team zurück und gewann am Ende mit 3:1 – damit sind die USC-Damen uneinholbar auf dem ersten Tabellenplatz der Oberliga Baden und können sich schon drei Wochen vor Ende der Saison über die Meisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga freuen.
Der Start ins Spiel verlief aus Konstanzer Sicht alles andere als optimal. Die druckvollen Aufschläge und die gute Block-Feldabwehr der Gegner stellte den USC vor eine ungewohnte Herausforderung, mit der das Team zunächst nicht umgehen konnte. Einige Abstimmungsprobleme und mangelnder Druck im Angriff führten dazu, dass die Mannheimer Punkt für Punkt bejubeln konnten. So waren die USC-Damen zum ersten Mal in der Saison mit einem sehr deutlichen Verlust des ersten Satzes konfrontiert (15:25).
Das wollte das Team jedoch definitiv nicht auf sich sitzen lassen, denn immerhin befand man sich im entscheidenden Spiel um die Meisterschaft und hatte sich schon auf der langen Anreise im Mannschaftsbus stimmungstechnisch voll auf das Spiel eingestellt. Entsprechend schwor Coach Jens Peter Neuberth in der Satzpause das Team darauf ein, deutlich an der Qualität der einzelnen Aktionen zu arbeiten, um mehr ins eigene Spiel hinein zu finden und den Gegner stärker unter Druck setzen zu können. Deutlich konzentrierter gingen die Spielerinnen in den zweiten Satz, der sich zu einem Schlagabtausch auf Augenhöhe entwickelte. Insbesondere in der intensiven und nervenaufreibenden Schlussphase kämpften beide Teams um jeden Ball und die Mannheimerinnen wehrten einige Satzbälle des USC ab, bis beim Stand von 30:29 aus Konstanzer Sicht dann endlich der Befreiungsschlag gelang – Damit stand es ausgeglichen in Sätzen.
Nun stand das Momentum deutlich auf Seite der Konstanzer, die den Schwung direkt mit in den dritten Satz nehmen konnten. Dieser Satz entwickelte sich spiegelbildlich zum ersten Satz: Der USC brachte den Gegner mit druckvollen und platzierten Aufschlägen ein ums andere Mal in Bedrängnis und provozierte dadurch viele Eigenfehler auf Seite der Mannheimerinnen, zudem konnten durch die starke Blockarbeit der Mittelblockerinnen Marie Bertschinger und Eva Dubbins auch einige direkte Blockpunkte gefeiert werden. Beim Gegner lief nun gar nichts mehr rund und der Satz ging mit 25:12 deutlich an den USC. Im vierten Satz ließen die USC-Damen, die nun endgültig den eigenen Rhythmus im Spiel gefunden hatten, nichts mehr anbrennen. Mannheim gab sich nicht auf und kämpfte nach wie vor um jeden Punkt, doch die USC-Damen ließen sich dadurch nicht mehr aus der Ruhe bringen und versenkten viele Angriffe eindrucksvoll im gegnerischen Feld, sodass auch dieser Satz am Ende deutlich zu Gunsten des USC ausging (25:17).
„Wir sind alle überglücklich, dass wir bereits jetzt die Meisterschaft klar machen konnten!“ freute sich Kapitänin Lena Schuh nach dem Spiel. Auch Coach Jens Peter Neuberth war sichtlich zufrieden und jubelte mit seinem Team über den Sieg: „Die Mädels haben heute Nerven und Moral bewiesen und gezeigt, dass sie auch gegen einen starken Gegner bestehen können – auch wenn der Start ins Spiel echt Nerven gekostet hat!“
Am kommenden Wochenende steht für das Team bereits das nächste Heimspiel gegen den TB Bad Krozingen an (Samstag, 9. März 2019, 19:00 in der Pestalozzihalle). Der Anspruch des Teams für die letzten Spiele ist ganz klar, trotz des bereits erreichten Ziels der Meisterschaft die Siegesserie bis zum Ende der Saison aufrecht zu erhalten.
USC Konstanz: Ambrosius, Bertschinger, Dubbins, Hummel, Kornblum, Lovric, Schuh, Slowik, Stapel, Steffens