USC-Damen entscheiden Geschwisterduell mit 3:0 für sich

USC Konstanz – Tübinger Modell 3:0 (25:17, 26:24, 25:13) – Einen fulminanten 3:0 Sieg konnten die USC-Damen am vergangenen Samstag vor heimischer Kulisse gegen Ligakonkurrenten Tübinger Modell feiern und rücken somit sogar auf Tabellenplatz eins vor.

Trotz gravierender personeller Ausfälle auf Spieler- und Trainerseite ging das Team nach einer guten Trainingswoche optimistisch und konzentriert ins Spiel. Mannschaftsführerin Britta Steffens konnte nach einer Verletzung im letzten Auswärtsspiel nicht eingesetzt werden. Besonderer Druck lastete somit auf Zuspielerin Franka Welsch, die nun ohne Wechselmöglichkeit die Zuspielposition ausfüllen und gleichzeitig im Geschwisterduell gegen ihre Schwester, Leonie Welsch, die für Tübingen auf dem Feld stand, antreten musste. Ein großes Lob sprach nach dem Spiel Kapitänin Lina Hummel für Welsch aus: „Franka hat das bravourös gelöst. Sie hat unglaublich konzentriert gespielt und mit viel Ruhe und Qualität die Pässe verteilt.“ Den krankheitsbedingten Ausfall von Trainerin Alina Lupu kompensierte das Team durch eine personalstarke Vertretung auf der Trainerbank: Marie Bertschinger und das Trainerduo der ersten Herrenmannschaft Timo Messmer und Marcus Hornikel übernahmen das Coaching an diesem Samstag.

Mit starken Aufschlägen (Welsch, Hummel, Ambrosius) gelang gleich zu Beginn ein 7:3 Vorsprung, der bis zum Ende des Satzes weiter auf 19:11 ausgebaut werden konnte. Eine konsequente Umsetzung der Aufschlagtaktik setzte die gegnerische Annahme stark unter Druck, sodass deren großgewachsene Angreiferinnen nicht ins Spiel finden konnten. Mit 25:17 ging der erste Satz deutlich an den USC.

Auch in Satz zwei starteten die Spielerinnen vom See mit großem Vorsprung (5:0) ins Spiel. Nun fanden jedoch auch die Tübingerinnen zu ihrer Form und forderten den Konstanzer Annahme- und Abwehrriegel mit starken Aufschlägen und platzierten Angriffen von der Mittel- und Diagonalposition (Hieber, Otto) bis nahe zum Ausgleich (14:13 und 16:15). Ein weiterer 3-Punkte-Vorsprung konnte erarbeitet, aber nicht gehalten werden und so kämpften beide Mannschaften um einen Sieg in einem knappen zweiten Satz. Den zweiten Satzball zum 26:24 verwandelte letztlich eine stark aufspielende Lina Hummel aus dem Rückraum, die über alle drei Sätze ihre Erfahrung und überlegene Spielstärke mit klugen Lobs, harten Diagonalschlägen und druckvollen Aufschlägen unter Beweis stellte.

Eine gelungene Mannschaftsleistung zeigte das Team auch in Satz drei. Nicht zuletzt durch eine stabile Annahme um Libera Tena Lovrić, die auch immer wieder die wuchtigen Angriffe der Tübingerinnen in spektakulären Abwehraktionen entschärfte, gelang es, über 5:0, 8:1 und 17:5 die Gegnerinnen zu dominieren. Eine konsequente Arbeit der Mittelblockerinnen ermöglichte ein variables Angriffsspiel auf allen Positionen. Den Sack zu machte Lena Schuh mit einem Aufschlagass zum 25:13.

„Es war einfach, das Team heute zu coachen“, fasst Interimstrainerin Bertschinger nach dem Spiel zusammen, „das Scouting auf der Trainerbank half enorm, taktische Entscheidungen zu treffen und alle Spielerinnen haben auf ihrer Position die Vorgaben konsequent umgesetzt.“ Auch die abwesende Lupu ist stolz auf ihr Team: „Die Arbeit der letzten Wochen zahlt sich aus. Es ist toll, dass die Mädels ihre Leistung abrufen konnten.“

Mit Selbstvertrauen können nun die nächsten zwei Trainingswochen bis zum Auswärtsspiel am 26.10.2019 in Dettingen bei Stuttgart angegangen werden. „Es gibt natürlich immer noch viele Baustellen, an denen wir arbeiten müssen“, motiviert Steffens ihr Team zu weiterhin engagierter Trainingsleistung und hofft gleichzeitig, die Spielpause zur Genesung nutzen zu können, um in zwei Wochen das Team wieder vom Feld aus unterstützen zu können.

USC Konstanz: Ambrosius, Hummel, Lovrić, Piossek, Schuh, Slowik, Stapel, Steffens, Welsch, Zametica