USC-Damen beweisen Klasse

USC Konstanz – Heidelberger TV 3:1 (25:22, 25:18, 23:25, 25:21). Eine hochklassige Partie mit langen Ballwechseln konnten die Zuschauer am vergangenen Samstag in der Schänzlehalle erleben, als die erste Damenmannschaft des USC den Heidelberger TV nach rund 90 Minuten mit 3:1 bezwang. Die körperlich deutlich überlegenen Heidelbergerinnen zeigten eine stabile und kämpferische Leistung und verlangten den Gastgeberinnen einiges ab. Trainerin Alina Lupu konnte bis auf Leonie Stapel, die aufgrund ihres Studiums verhindert war, auf den gesamten Kader zurückgreifen. „Wir sind dieses Mal richtig gut in das Spiel gestartet. Leider konnten wir das Tempo nicht ganz halten. Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Die Mädels haben auch in schwächeren Phasen gut reagiert und sich immer wieder zusammen gerissen.“, fasst die gebürtige Rumänin das Spiel zusammen.

Der Spielverlauf zeigte eben dieses Auf und Ab. 5:0 steht es gleich zu Beginn des ersten Satzes für den USC. Doch Heidelberg schüttelt die anfängliche Unsicherheit schnell ab und bleibt bis 19:18 immer in Schlagdistanz. Dank eines variablen und klugen Spielaufbaus durch Zuspielerin Britta Steffens auf Konstanzer Seite geht der erste Satz trotzdem mit 25:22 an den Tabellenführer. Der zweite Durchgang startet ebenfalls ausgeglichen, die Gäste aus Heidelberg haben Schwierigkeiten mit den starken Aufschlägen der Konstanzerinnen, machen dies jedoch durch clevere und druckvolle Angriffe über die Außenpositionen wett. Vor allem die junge Konstanzerin Johanna Slowik, die an diesem Wochenende in die Startformation gerückt ist, fällt nun immer wieder durch harte Angriffe und starke Blockaktionen über die Mitte auf. Libera Tena Lovric organisiert die Annahme und ermöglicht so ein konzentriertes Spiel in allen Bereichen. Das trägt Früchte – der Satz geht klar mit 25:18 an die Damen vom See.

Nun zeigt sich jedoch, was Trainerin Lupu andeutete: Es schleichen sich leichtsinnige Fehler ein, die langen Ballwechsel der letzten zwei Sätze fordern ihren Tribut. Ein Rückstand von 3:11 ist die Folge. Die Mannschaft um Spielführerin Lina Hummel kämpft sich auf 12:12 ran, führt sogar kurz mit 17:16, muss sich am Ende von Durchgang drei jedoch trotzdem mit 23:25 geschlagen geben. Im vierten Satz zeigen sich die Konzilstädterinnen jedoch wieder gewohnt kämpferisch und positiv und bleiben trotz erneutem Rückstand von 0:5 ruhig und konzentriert. Schon bei 6:6 sind die Teams wieder auf Augenhöhe, bis zum 16:17 bleibt es eine Partie auf Augenhöhe, bevor Außenangreiferin Lena Schuh mit mehreren klugen und variablen Angriffen ihrer Mannschaft den entscheidenden Vorteil zum 25:21 verschafft. „Das Spiel war teilweise auf richtig gutem Niveau. Der hohe Block der Heidelbergerinnen hat uns anfangs vor eine Herausforderung gestellt. Da mussten wir erstmal eine Lösung finden.“, resümiert sie nach dem Spiel. Auch Johanna Slowik, die ihre bisher beste Saisonleistung gezeigt hat, ist zufrieden: „Es war wichtig, dass wir nach dem verlorenen Satz wieder zurück zu unserem Spiel gefunden haben. Wir haben jetzt zwei Wochen Spielpause, die tut uns sicher allen gut.“ Erst am 29.2. müssen die Damen zum vorletzten Auswärtsspiel beim MTV Ludwigsburg wieder ran.

Für den USC spielten: Schuh, Piossek, Hummel, Steffens, Welsch, Zametica, Slowik, Lovric, Ambrosius