Uni Konstanz wird Deutscher Meister

Die Volleyballer der Uni Konstanz, hauptsächlich Spieler vom USC Konstanz,  sind deutscher Hochschulmeister und dürfen im nächsten Jahr bei der Europameisterschaft antreten. 

Bei der deutschen Hochschulmeisterschaft der Volleyballer in Paderborn ging das Konstanzer Uni-Team leicht geschwächt ins Turnier, da sich zwei Spieler kurz zuvor verletzt hatten. Claudio Kriech ließ sich die Reise aber nicht entgehen und fungierte als Trainer und Motivator von außen.

Im ersten Spiel mussten die Konstanzer gegen Darmstadt ran, das in der Qualifikation den amtierenden deutschen Hochschulmeister Mainz geschlagen hatte. Es lief noch nicht rund, und so kassierte das Bodensee-Team eine klare 0:2-Niederlage und war gegen Bremen und Gastgeber Paderborn unter Druck. Diesem hielt das Team bravourös stand. Gegen Bremen kam das Konstanzer Spiel erst nach dem ersten verlorenen Satz ins Rollen. Mit einem 2:1-Sieg waren die Chancen auf das Halbfinale weiter da.

Die entscheidende Partie um den Einzug ins Halbfinale wurde dann zu einer Nervenprobe. Der erste Satz ging klar mit 25:17 an Konstanz. Dann aber drehte Paderborn auf und führte bereits mit 20:10. Beim Stand von 24:18 hatten die Gastgeber gleich sechs Satzbälle in Folge, doch das Team um Kapitän Philipp Sigmund schaffte das Unmögliche und machte acht Punkte in Folge, gewann das Spiel und stand als Gruppenzweiter im Halbfinale.

Dort wartet das WG Köln, das den ersten Satz relativ klar gewann. Die Konstanzer ließen sich allerdings nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Im zweiten Durchgang wurden dann vor allem die Aufschläge dann druckvoller. Köln kam immer mehr ins Schwimmen, verlor den zweiten Durchgang und hatte im Tie Break ebenfalls Probleme. Mit einem weiteren Sieg stand das Team der Uni Konstanz dann im Finale.

Und da war er wieder – der Gegner aus Spiel Nummer eins, der noch tags zuvor klar gewonnen hatte: WG Darmstadt. Die Konstanzer hatten also noch eine Rechnung offen, und es entwickelte sich eine extrem spannende Partie. Mit 26:24 gingen die favorisierten Darmstädter in Führung. Auch im zweiten Satz waren sie bereits auf der Siegerstraße, bis Konstanz den Druck im Aufschlag erhöhte und doch noch mit 25:21 ausglich.

Der dritte Satz war dann nichts für schwache Nerven. Darmstadt führte mit 19:16, als Max Müller drei Bälle in Folge blockte und Konstanz damit zum 19:19 ausglich. Die Annahme agierte nun sehr sicher und beim 24:23 hatten die Konstanzer tatsächlich den ersten Matchball. Es dauerte aber noch bis zur endgültigen Entscheidung. Im Angriff zeigte Lukas Hölzl Nervenstärke und verwandelte alle Bälle, die er bekam, in Punkte. Beim Stand von 27:26 war es dann Max Müller, der erneut einen Darmstädter Angriff blockte und die deutsche Hochschulmeisterschaft zu Gunsten der Uni Konstanz entschied.

„Wir hatten sicher nicht die besten Einzelspieler, dafür aber das beste Team“, sagte ein überglücklicher Kapitän Philipp Sigmund. Die zu großen Teilen aus Spielern des Drittliga-Aufsteigers USC Konstanz besetzte Mannschaft setzte sich gegen Teams, die teilweise mit Erstliga-Akteuren agierten, durch. Das Finale stand auf einem hochklassigen Niveau und die Konstanzer feierten ihren Triumph ausgiebig. Mit diesem Erfolg hat sich das Konstanzer Uni-Team für die Europameisterschaft der Hochschulen im kommenden Jahr in Italien qualifiziert.

 

Das Konstanzer Team

Philipp Sigmund, Robin Baur, Markus Dürnay, Marvin Scheller, Lukas Hölzl, Marc Mundt, Jonathan Rodler, Philipp Röhl, Bernd Neuffer, Max Müller, Thomas Fürst, Johannes Keckeis.