Stark dezimierte USC-Damen erkämpfen sich auswärts einen Punkt

VSG Kleinsteinbach – USC Konstanz (25:19, 15:25, 25:23, 26:28, 15:13). Dass mit dem Auswärtsspiel gegen die VSG Kleinsteinbach keine leichte Aufgabe auf die USC-Damen wartete, war von Vornherein klar. So reiste das Team mit lediglich acht Spielerinnen und Coach Dinkelacker, die sich nur für den Notfall im Spielberichtsbogen eintragen ließ, zum ersten Auswärtsspiel der Rückrunde.
Den Start in das Spiel verschlief die Mannschaft zunächst und lief den kompletten ersten Satz über einigen Punkten Rückstand hinterher. Trotz einer stabilen Annahme gelang es zu selten, den Ball gegen die abwehrstarken Kleinsteinbacher tot zu machen und entsprechend ging der erste Satz mit 25:19 an die Gastgeber. So lautete die Vorgabe von Dinkelacker für den zweiten Satz, geduldiger zu spielen und die Angriffe cleverer zu verwerten. Gesagt, getan – ein konzentrierter Start in den zweiten Satz sowie eine Aufschlagserie von Außenangreiferin Schuh führte zu einem Vorsprung von 14:6 aus Konstanzer Sicht. Mehr und mehr gelang es, konsequent das eigene Spiel durchzusetzen und auch aus der Abwehr heraus vielfältige Angriffe über alle Positionen in Punkte zu verwandeln.
Beschwingt durch den hohen Satzgewinn im zweiten Satz (25:15), starteten die Konstanzer dann etwas lockerer in den dritten Satz. Doch auch die VSG Kleinsteinbach wollte das Spiel in der eigenen Halle nicht aus der Hand geben und so entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem sich keines der beiden Teams absetzen konnte. Nach einem glücklicheren Ende für die VSG Kleinsteinbach ging der Satz mit 25:23 an die Heimmannschaft und entsprechend stand es 2:1 in Sätzen gegen den USC.
Im vierten Satz führten einige Abstimmungsprobleme in der Annahme zu einem frühen Rückstand. Beim Stand von 1:4 aus Konstanzer Sicht kam es dann zu einem Schock-Moment, als Zuspielerin Britta Steffens mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Spielfeld liegen blieb und wegen starken Knieschmerzen das Spiel nicht mehr fortsetzen konnte. Nun mussten die Konstanzer, aufgrund einer Verletzung von Kapitänin Jana Lorenz nur mit einer Zuspielerin angereist, improvisieren. Dinkelacker, die das Team sonst als Mittelblockerin oder Diagonalangreiferin verstärkt, wechselte sich für Steffens ein, während diese am Spielfeldrand auf ihren Krankentransport wartete. Nach anfänglicher Verwirrung über die Aufstellung schafften es die USC-Damen, sich an die ungewohnte Situation anzupassen. So konnte das Team einen zwischenzeitlichen Rückstand von 6 Punkten wieder aufholen, nicht zuletzt da Dinkelacker die ihr ungewohnte Aufgabe souverän und mit großer Spielübersicht meisterte. Beim Stand von 20:20 ging es in die heiße Endphase des Satzes, die die Konstanzer mit viel Kampfgeist und Emotion schließlich mit 28:26 zu ihren Gunsten beenden konnten.
Nun schien alles möglich und das Team startete schwungvoll in den fünften Satz, in dem erneut ein zwei-Punkte Rückstand nach einer Aufschlagserie von Diagonalangreiferin Stapel in einen Vorsprung von 13:11 verwandelt werden konnte. Aufgrund einiger Unkonzentriertheiten in der Annahme gelang es dem Team jedoch zu Ende des Satzes nicht mehr, richtig Druck im Angriff aufzubauen und somit mussten sich die USC-Damen letztlich mit 13:15 im Tie-Break gegen die Gastgeber geschlagen geben. „Ich bin stolz auf die Mädels, dass sie in dieser schwierigen Situation so stark zusammengespielt haben und um jeden Ball gekämpft haben“, so Dinkelacker nach diesem emotionalen Spiel „das war wirklich eine tolle Mannschaftsleistung.“ Interimskapitänin Schuh ergänzt: „Wenn wir auch in normaler Aufstellung so eine gute Abwehr- und Sicherungsarbeit leisten, können wir noch einiges rausholen.“ Nun gilt es, für die nächsten Spiele den Kader wieder möglichst fit zu bekommen – am kommenden Sonntag, den 21.01.2018, wartet mit dem Derby gegen den SV Bohlingen nämlich bereits das nächste Auswärtsspiel.
Es spielten: Ambrosius, Dinkelacker, Dubbins, Kornblum, Martersteig, Schuh, Stapel, Steffens, Weber