Siegesserie des USC gerissen

USC Konstanz-TV Rottenburg II (25:21, 22:25, 23:25, 23:25). In einem packenden und emotionalen Fasnachtsderby gegen den TV Rottenburg II konnten die Konstanzer trotz frenetischer Zuschauerunterstützung leider keine Punkte am Bodensee lassen. Der Start in das Spiel hätte aus Konstanzer Sicht nicht besser verlaufen können. «Wir blockten alles runter, was in unsere Feldnähe kam», meinte Johannes Becker zum ersten Satz, der mit elf direkten Blockpunkten zu überzeugen wusste. Da auch die Annahme und dadurch das Side-out Spiel sehr gut funktionierte, konnten die Konstanzer schnell auf 19:11 davonziehen und den Satz schlussendlich sicher nach Hause bringen.
Die Konzilstädter konnten den Schwung des ersten Durchganges nicht in den weiteren Spielverlauf mitnehmen. Immer wieder spielten sie schöne Punkte heraus, machten aber auch ebenso viele Eigenfehler. Die Rottenburger ihrerseits bestachen durch ein sehr konstantes Spiel, stellten ihre Verteidigung immer besser auf die Angriffe des Heimteams ein und erspielten sich so einen kleinen Vorsprung und schlussendlich auch den Satzausgleich. Der dritte Satz war ein Ebenbild des Zweiten. «Auf einen stark erkämpften Punkt kam direkt ein Eigenfehler – da müssen wir in der nächsten Woche nochmals über die Bücher», so Hornikel. Vor allem in den entscheidenden Phasen blieben die Konzilstädter immer wieder an der stark aufspielenden Verteidigung der Rottenburger hängen, die den Ball dann ihrerseits irgendwie im Feld der Heimmannschaft unterbrachten. So ging auch der dritte Satz mit 23:25 an das Gästeteam.
Zu Beginn des vierten Durchgangs konnten die TVR-Boys gleich einige Punkte zwischen sich und den USC legen. Der Vorsprung wurde aber, zur Freude des heißblütigen Publikums, gegen Satzmitte wieder kleiner und die Punkte umkämpfter. Genau als es nochmals etwas spannender wurde, musste Lars Hammer verletzungsbedingt das Feld verlassen, was wiederum zu einem kleinen, aber entscheidenden Bruch im Spiel der Konstanzer führte. So konnte der TV Rottenburg auch den vierten und entscheidenden Satz mit 23:25 für sich entscheiden.
«Es war eine sehr ärgerliche und unnötige Niederlage. Dass sich auch noch unser Hauptangreifer verletzt hat ist doppelt bitter. Wir hoffen nun, dass sich Lars schnell erholen und bald wieder mittun kann», so Sigmund. Nächsten Samstag geht es in die Landeshauptstadt nach Stuttgart. «Gegen einen direkten Tabellennachbarn, mit dem wir noch eine Rechnung aus der Hinrunde offen haben!», so der ziemlich motivierte Kapitän Philipp Sigmund, der nach dem verlorenen Derby auf Wiedergutmachung aus ist.
USC Konstanz: Sigmund, Weber, Hornikel, Mundt, Kaltenmark, Hölzl, Kriech, Rodler, Kempe, Kordić, Becker, Scheller, Bischof, Hammer