Oberliga Baden: Die Heimserie hält!

Mit einem weiteren Heimsieg bestätigt die zweite Herrenmannschaft des USC Konstanz ihre gute Frühform und gewinnt verdient mit 3:1 gegen die VSG Mannheim.

Mit 9 Punkten steht der USC weiterhin auf dem 3. Platz der Liga, die VSG Mannheim findet sich nun auf dem 7. Platz und damit dicht vor den Abstiegsrängen. Die Tabellensituation spiegelt aber nicht den Spielverlauf, denn die Mannheimer konnten spielerisch sehr gut mithalten und gestalteten die Partie über weite Strecken offen. Den Ausschlag zugunsten der Konstanzer gaben dann auch zumeist gelungene Einzelaktionen und die stabilere Annahme.

Das von personellen Sorgen ohnehin gebeutelte USC-Team musste auch wieder am Samstagmorgen einen Rückschlag hinnehmen: Kurzfristig musste auf den gesetzten Libero Philipp Keckeis verzichtet werden, der sich mit schwerer Erkältung abmeldete. Somit kam Neuling Johannes Ardelt zu seinem Debut in den Konstanzer Farben. Eigentlich sollte er nach seinem Bänderriss im September noch geschont werden, letztlich meisterte er aber seine Aufgabe mit zunehmender Spieldauer immer sicherer und war ein starker Rückhalt im Konstanzer Annahmeriegel.

Der war zunächst auch wenig gefordert, denn im ersten Satz dominierten Konstanzer Aufschläge das Spielgeschehen. Mit viel Risiko setzte man die Quadratstädter unter Druck, die Fehlerquote war zwar hoch, trotzdem wurde in beinahe jeder Rotation ein Breakpoint erzielt, so dass dieser Satz mit 25:22 an Konstanz ging.

Im zweiten Durchgang kamen die Konstanzer zunächst überhaupt nicht ins Spiel, schnell lag man nach mehreren Eigenfehlern mit 1:6 Bällen hinten. Diagonalangreifer Daniel Berger war es dann aber, der mit einer Serie von Float-Aufschlägen die Annahmeformation der Mannheimer vor große Probleme stellte und damit sein Team wieder zurück ins Spiel brachte (7:8). Und während der Gegner aus seinen Sideout-Situationen keine Vorteile ziehen konnte, sammelten das Heimteam Punkte, beim Stand von 24:23 vollstreckte dann schließlich Kapitän Matthias Dittrich persönlich den Satzball -die Aufholjagd war geglückt, neuer Spielstand 2:0 für den USC.

Der Beginn von Satz drei geriet zum Spiegelbild von Satz zwei: Die Mannheimer starteten konzentriert und gingen rasch mit 10:3 in Front. Genau diese Situation wollten die Konstanzer eigentlich vermeiden, doch Annahme, Zuspiel und Angriff liefen in dieser Situation nicht zusammen. Trainer Uwe Schneider musste reagieren und wechselte Außenangreifer Alexander Reichel ein. Und der Wechsel brachte zunächst auch den gewünschten Effekt, der Rückstand schmolz zunächst auf einen Punkt, ehe Mannheim aber wieder in die Erfolgsspur fand und erneut davonzog: 12:18 aus Konstanzer Sicht. Nun folgte ein echter Krimi. Der USC gab nicht auf, die Mannheimer ließen etliche Chancen liegen und so stand es dann schließlich 23:23, kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Mehrere Satzbälle wehrten die Konstanzer ab -ebenso die Mannheimer- ehe ein Netzroller-Aufschlag den Satz unglücklich für den USC mit 28:30 beendete.

Nach dieser Pleite wollte das Heimteam nun in Durchgang vier von Beginn an dominieren, aber erneut waren es die Mannheimer, die zum Satzanfang das Geschehen kontrollierten (3:6). Doch das USC-Team setzte nun konsequent die Vorgaben von Trainer Schneider um: Erneut Daniel Berger mit gut platzierten Aufschlägen und der stark spielenden Christoph Petry im Mittelblock drehten den Spieß um. Nachdem innerhalb kurzer Zeit die Mannheimer Angriffe mehrmals entschärft wurden, sank auch der Wille der Nordbadener spürbar. Mit einem Aufschlagfehler zugunsten des USC Konstanz endete das Spiel 3:1, weitere drei Punkte gegen den Abstieg waren eingefahren.

„Ein gutes und spannendes Spiel, das wir letztlich wohl auch wegen unseres Heimvorteils gewonnen haben“ konstatierte Trainer Uwe Schneider anschließend. “Es ist für uns wichtig zu sehen, dass wir auch mit spielerisch guten Teams in der Liga mithalten können. Aber wir müssen jetzt dringend unsere Konzentrationsschwäche zu Beginn der Sätze ablegen. Auf die Dauer immer einem Rückstand hinterher zu laufen kostet einfach viel zu viel Substanz.“

Am kommenden Samstag trifft der USC Konstanz dann auswärts auf den Fünftplatzierten SSC Karlsruhe 2. Die Karlsruher unterlagen zuletzt dem unangefochtenen Spitzenreiter Heidelberg nur knapp mit 1:3. Man darf also gespannt sein, ob das Team die Vorgabe des Trainers dann umsetzt.

USC Konstanz: Johannes Ardelt, Daniel Berger, Timo Dimitriadis, Matthias Dittrich (C), Arvid Kuritz, Christoph Petry, Alexander Reichel, Johannes Reisch, Philipp Röhl, Julian Vill, Christian Weber