Mit Glück zum nächsten Sieg

USC Freiburg – USC Konstanz (2:3- 21:25, 25:20, 21:25, 25:18, 14:16). Im Duell gegen die Volleyballerinnen aus Freiburg konnten die USC Damen am Sonntagnachmittag mit etwas Glück nach einem packenden 5 Satz-Spiel ihren sechsten Sieg in der aktuellen Oberligasaison an den Bodensee holen. Mit einem vollen Kader von 12 Spielerinnen und Trainer Philipp Röhl reisten die Volleyballerinnen durch widrige Wetterverhältnisse vom Bodensee nach Freiburg. Dabei erhielt das Team Unterstützung von gleich zwei Co-Trainern: Henrik Galonska, der das Team auch beim Auswärtsspiel in Heidelberg coachen wird, und der verletzten Zuspielerin Britta Steffens.
Trotz frostigen Temperaturen in der Freiburger Sporthalle schafften es die USC Damen im ersten Satz zunächst, die Freiburgerinnen mit guten Aufschlägen und konsequenten Angriffen aus einem wachen Abwehrspiel heraus unter Druck zu setzten und gingen zu Beginn mit einigen Punkten in Führung. Obwohl die Freiburgerinnen im Laufe des Satzes besser ins Spiel kamen und mehr Druck im Aufschlag aufbauten, konnten sich die Außenangreiferinnen Alina Hösch und Lena Schuh ein ums andere Mal mit harten Angriffsschlägen gegen den Freiburger Block durchsetzen und somit behielten die USC Damen am Ende die Überhand.
In den zweiten Satz starteten die USC Damen ähnlich präsent und dominierten die Gegnerinnen bis zu einem Punktestand von 4:1. Nun drehten die Freiburgerinnen jedoch auf und erhöhten den Druck im Aufschlag, sodass die Konstanzerinnen massive Probleme im Spielaufbau bekamen. Auch in der Abwehr brach teilweise Hektik aus, sodass einige unnötige Bälle in die Feldhälfte des USC fielen. Die USC-Damen fanden nicht mehr richtig in ihren Spielrhythmus und mussten den Satz aufgrund viele Eigenfehler und Unkonzentriertheiten mit 21:25 an den USC Freiburg abgeben.
Im dritten Satz änderte Coach Röhl die Startaufstellung: Marie Dinkelacker wechselte vom Mittelangriff auf die Diagonalposition, um einen stärkeren Block gegen die Freiburger Außenangreiferinnen zu stellen. Diese taktische Umstellung schien sich schnell auszuzahlen, so konnten die USC-Damen einige direkte Blockpunkte feiern und auch durch eine stabilere Annahme zunächst zurück ins Spiel finden. Der Satz verlief insgesamt dennoch sehr ausgeglichen und die Konstanzer konnten sich nie recht absetzen. Bei einem Punktestand von 23:21 wurde Diagonalangreiferin Leonie Stapel dann für den Aufschlag eingewechselt und besiegelte mit zwei Aufschlagpunkten den Satzgewinn für den USC.
Voller Euphorie durch den gewonnen dritten Satz sah der vierte Satz zunächst klar nach einem Sieg der Konstanzer Damen aus, jedoch hatten diese die Rechnung ohne die routinierten Freiburgerinnen gemacht. Nach einem kleinen Vorsprung für Konstanz schafften es die Freiburgerinnen, durch variable Float-Aufschläge die Konstanzer Annahme so unter Druck zu setzen, dass Zuspielerin Jana Lorenz Schwierigkeiten hatte, die Angreiferinnen variabel einzusetzen. Nach einigen unglücklichen Bällen waren die Konstanzer Damen dann endgültig aus dem Konzept gebracht und auch vermeintlich einfache Bälle bereiteten plötzlich Probleme, womit der Satz schlussendlich mit 18:25 an den USC Freiburg ging.
Nach diesem Hin und Her sollte der fünfte Satz nun zur Entscheidung führen. Im Tiebreak erarbeiteten sich die Konstanzer schnell eine kleine Führung, die sie dann jedoch nach einer guten Aufschlagserie der Freiburger direkt wieder abgeben mussten. Beim Stand von 11:13 aus Konstanzer Sicht kam dann Mittelangreiferin Saskia Hemm an den Aufschlag und brachte die Freiburger Annahme durch druckvolle Aufschläge so aus dem Konzept, dass nun auf Seite der Gegner kein Spielaufbau mehr möglich war und der Satz schlussendlich mit 16:14 an den USC Konstanz ging.
Der Jubel war nach diesem nervlich und körperlich anstrengenden Spiel übergroß und die Erleichterung war sowohl den Konstanzer Spielerinnen als auch der Trainerbank anzumerken. „Heute mussten wir uns den Sieg wirklich hart erarbeiten“, resümierte Spielertrainerin Dinkelacker nach dem Spiel „die Freiburgerinnen haben nicht nachgelassen und uns mit ihren Aufschlägen teilweise so unter Druck gesetzt, dass wir unser Angriffsspiel nicht wie gewohnt umsetzen konnten“. „Ich bin froh, dass das Team nach diesem anstrengenden Spiel am Ende die Nerven behalten hat und mit etwas Glück am Ende die zwei Punkte gesichert hat“, fügt Röhl hinzu, „in der kommenden Woche müssen wir jetzt nochmal intensiv an der Abstimmung auf dem Feld arbeiten“.
Die Konstanzerinnen stehen mit 16 Punkten aus 6 Spielen nun vorläufig auf Tabellenplatz 1, jedoch kann sich dies nächste Woche durch einen Sieg des direkten Konkurrenten TV Heidelberg wieder ändern. Die USC Damen müssen also am nächsten Sonntag um 13:00 in der Schänzlehalle tatkräftig von den Fans unterstützt werden, um gegen den momentanen Tabellendritten VSG Mannheim weitere Punkte für den Kampf um die Tabellenspitze zu sammeln.
Für den USC spielten: Ambrosius, Dinkelacker, Dubbins, Hemm, Hösch, Kornblum, Lorenz, Martersteig, Weber, Schuh, Slowik, Stapel