Licht und Schatten beim Heimspieltag der Verbandsliga-Damen

Beim Doppelheimspieltag holte sich die zweite Damenmannschaft des USC mit einem 3:1 Sieg gegen den TB Bad Dürrheim weitere drei Punkte und konnte somit die Tabellenführung zurückerobern. Im zweiten Spiel musste sich das Team jedoch klar gegen den SV Waltershofen geschlagen geben und damit die erste Niederlage der Saison hinnehmen.

USC Konstanz II – TB Bad Dürrheim 3:1 (27:25, 21:25, 25:15, 25:21). Das erste Spiel war für die Zuschauer direkt sehenswert und nichts für schwache Nerven: beide Teams spielten auf einem guten Niveau und durch die starke Abwehrleistung auf beiden Seiten gab es einige spektakuläre lange Ballwechsel zu sehen. Im ersten Satz behielten die USC-Damen beim Satzball für die Gegner (22:24) wie gewohnt die Ruhe und konnten den Satz mit einer konzentrierten Mannschaftsleistung noch für sich gewinnen. Diesen Schwung nahm das Team mit in den zweiten Satz, was direkt zu einem komfortablen Vorsprung von vier Punkten führte. In der Satzmitte hatten die USC-Damen jedoch starke Probleme, aus der Annahme heraus die Gegner unter Druck zu setzen, was diese eiskalt ausnutzen. Die Folge: Eine uneinholbare Serie von 10 Punkten in Folge für Bad Dürrheim und der Satzausgleich (21:25). Im dritten Satz fanden die USC-Damen dann wieder zur eigenen Stärke zurück und schafften es, dem Gegner das eigenen Spiel aufzudrücken (25:15). Wer dachte, dass das Spiel nun entschieden wäre, hatte sich aber getäuscht: Im vierten Satz fand zwischen den beiden Teams ein Schlagabtausch auf Augenhöhe statt und kein Ball wurde verloren gegeben. Wiederum bewies der USC jedoch, dass er in der Crunchtime Nerven besitzt. Beim Stand von 17:21 aus Konstanzer Sicht versenkte Mittelblockerin Caroline Holweger einen Aufschlag nach dem anderen im gegnerischen Feld. Kombiniert mit der starken Blockarbeit von Mittelblockerin Alina Skrinjar ließ der USC dem Gegner so keine Chance mehr, ins Spiel zurück zu finden und konnte sich nach einem nervenaufreibendem ersten Spiel über den nächsten 3:1 Sieg freuen. «Das erste Spiel hat uns schon einiges an Kraft gekostet», so Kapitänin Mona Reichmann, «auch wenn der zweite Satz katastrophal war, bin ich bin stolz, dass wir uns davon nicht aus der Ruhe bringen lassen haben und in den knappen Situationen Nerven gezeigt haben!»

USC Konstanz II – SV Waltershofen 0:3 (14:25, 14:25, 24:26). Der Start ins zweite Spiel verlief aufgrund einiger Umstellungen zunächst recht chaotisch. Die Gegner spielten von Beginn an konzentriert und setzten den USC mit platzierten Aufschlägen und starken Angriffen unter Druck. In den ersten beiden Sätzen waren die USC-Damen dem Gegner in allen Spielelementen deutlich unterlegen, zudem kamen auch noch viele unnötige Eigenfehler auf Konstanzer Seite dazu. Somit gingen die ersten beiden Sätze mit 14:25 sehr deutlich an das Team aus Waltershofen. Gegen Ende des zweiten Satzes hatten sich die USC-Mädels dann etwas gefangen und wollten sich keinesfalls so unter Wert verkaufen. Dementsprechend arbeitete sich der USC im dritten Satz Punkt für Punkt ins Spiel. Es folgte ein enger Satz, in dem auch einige längere Ballwechsel die Kräfte der USC-Mädels nach und nach aufzehrten. Die USC-Damen erarbeiteten sich dann zwar einen Satzball (24:23), dieser konnte jedoch von Waltershofen abgewehrt werden und zwei schlechte Annahmen auf Konstanzer Seite besiegelten dann den knappen Satzverlust (24:26) und die erste Saisonniederlage für den bis dahin ungeschlagenen Aufsteiger. «Wir haben viel zu spät angefangen, uns auf den Gegner einzustellen» ärgert sich Coach Kolja Hüther, «das hätten wir taktisch besser lösen können, dann wäre das Spiel auch nicht so deutlich ausgegangen. Waltershofen hat verdient gewonnen und wir freuen uns schon auf die Revanche in der Rückrunde!»
Beim Auswärtsspiel gegen den Tabellenletzten TSV Alemannia Zähringen will das Team am kommenden Samstag alles geben, um die äußerst knappe Tabellenführung zu verteidigen und die Herbstmeisterschaft für sich zu entscheiden, bevor es dann in die lange Weihnachtspause geht.

USC Konstanz: Dröge, Ehrlinspiel, Gregorc, Holweger, Keller, Kohler, Kornblum, König, Martersteig, Mühlhäußer, Narr, Reichmann, Seiffert, Skrinjar