Knappe Niederlage gegen den Tabellenzweiten

USC Konstanz – TV Waldgirmes (18:25, 25:12, 19:25, 25:23, 11:15) – Mit einem Sieg gegen den TV Waldgirmes hätte der USC Konstanz am vergangenen Samstag mit einem Punkt Abstand zum Tabellenzweiten aufschließen können. «Auch wenn den Gästen die Favoritenrolle zugesprochen werden konnte, so rechneten wir uns dennoch gute Siegeschancen aus, da wir zu Hause jeweils von einem frenetischen Publikum angefeuert werden und der wieder genesene Hauptangreifer Lars Hammer in den Kader zurückkehren konnte», so Trainer Hornikel.
Der erste Durchgang startete dann auch sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften überzeugten mit einem soliden Sideout-Spiel. Bis zum Stande von 20:19 aus Sicht des USC Konstanz konnte sich kein Team mit mehr als zwei Punkten absetzen. Dann aber verloren die Konzilstädter die Geduld und versuchten, die Punkte mit waghalsigen Angriffsschlägen zu erzwingen, wodurch die Eigenfehlerquote des USC anstieg und der Satz schlussendlich mit 21:25 an den TV Waldgirmes ging.
Wie ein völlig ausgewechseltes Team starteten die Konstanzer in den zweiten Satz. «Durch präzise Aufschläge, ein sehr diszipliniertes Block- Abwehrspiel und eine tiefe Eigenfehlerquote konnten wir den Druck auf den Gegner während des ganzen Durchganges hochhalten. Dieser Satz war bestimmt einer der besten der ganzen Saison», so Kapitän Sigmund. Somit ging die zweite Runde hochverdient mit 25:12 an die Konstanzer.
Wie schon so oft in dieser Saison folgte auf einen hervorragenden Satz ein unerklärlicher Leistungseinbruch. Außenangreifer Lukas Hölzl fasste den dritten Durchgang folgendermaßen zusammen: «Uns unterliefen zwar eine Menge einfache Angriffs- oder Aufschlagfehler und dennoch konnten wir den Satz sehr ausgeglichen gestalten.» Schlussendlich entschied aber ein sehr konstant aufspielender TV Waldgirmes den dritten Satz mit 19:25 für sich. Dabei spielte vor allem der Diagonalangreifer Peter Schlecht ganz groß auf.
Um die Chancen auf einen Sieg zu wahren, mussten nun der USC den vierten Durchgang für sich entscheiden. Dabei kam den Konstanzern zugute, dass der gegnerische Außenangreifer René Martin vom Schiedsgericht nach mehrmaligen negativen Äußerungen für einen Satz vom Spiel ausgeschlossen wurde. Trotz des Ausschlusses eines wichtigen Angreifers auf Seiten der Gäste schien das Angriffsspiel der Konstanzer nur langsam wieder ins Rollen zu kommen. «Wir waren darauf konzentriert, den nun geschwächten Gegner mit präzisen Bällen zu Fehlern zu zwingen, haben aber dabei zu viel Druck aus den Angriffen genommen, sodass die Hessen dennoch gut mithalten konnten», so Sigmund. Erst als Bojan Kordić drei direkte Blockpunkte nacheinander vom Konstanzer Himmel pflückte, konnte sich der USC einen kleinen Vorsprung erarbeiten sich so ins Tie-Break retten.
Dort gelang den Konzilstädtern der bessere Start und führte schnell mit drei Punkten. Der TV Waldgirmes kämpfte sich aber wieder heran und profitierte dabei auch immer wieder von Unkonzentriertheiten der Gastgeber. Gegen Ende des Spieles zeigten die Hessen nochmals auf, weshalb sie zur Top drei der Liga gehören. Trotz teils spektakulären Angriffsbällen auf Seiten des USC Konstanz drehte Waldgirmes den Satz mit einem konstanten Sideout Spiel zu ihren Gunsten und entschied somit das Spiel mit 3:2 Sätzen für sich.
«Dieses Spiel war sinnbildlich für die ganze Saison. Wir zeigen immer wieder, dass wir mit den besten Teams der Liga gut mithalten können. Um aber ganz vorne mitspielen zu können, müssen wir als Team noch etwas reifen. Nichtsdestotrotz konnten wir dem hervorragenden Publikum wieder einmal zeigen, dass wir es gegen jeden aufnehmen können. Beim nächsten Spiel reicht es dann hoffentlich wieder für 3 Punkte!», so Außenangreifer Claudio Kriech. Schon am kommenden Samstag geht es für den USC Konstanz zu Hause um 19.30 Uhr gegen die TSG Blankenloch mit dem nächsten Meisterschaftsspiel weiter. Wir freuen uns dabei über jede Unterstützung!
USC Konstanz: Sigmund, Hornikel, Martin, Kriech, Mundt, Hölzl, Kaltenmark, Kempe, Rodler, Kordić, Becker, Bischof, Hammer, Schlag