Kabooms belegen den 10. Platz bei den Süddeutschen Meisterschaften

Durch eine fast perfekte vergangene Saison mit Titelverteidigung in der Landesliga und dem erneuten Gewinn der südbadischen Meisterschaft hatten sich die Kabooms zum zweiten Mal in Folge für die Süddeutsche Meisterschaft der Mixed-Volleyballer qualifiziert, welche vom 14.-15.09. in Saarbrücken beim TV Holz ausgetragen wurde.

Aufgrund der Ansetzung des Turniers so kurz nach der Sommerpause verlief die Vorbereitung recht kurz. Zudem war der Kader der anreisenden Spieler des USC aufgrund terminlicher Kollisionen verhältnismäßig klein, so musste die Mannschaft unter anderem auf Kapitän und Trainer Johannes Fuchs verzichten, der zu Hause auf Nachwuchs wartete. Hinzu kam auch noch der verletzungsbedingte Ausfall von Zuspielerin Anna und am Tag der Anreise musste sich leider auch noch Angreifer Domi wegen Krankheit abmelden. So machten sich letztendlich lediglich neun Spieler und Spielerinnen auf den Weg ins Saarland.

Der Turniermodus sah vor, dass die 18 teilnehmenden Mannschaften zunächst in fünf Dreier- und Vierergruppen aufeinandertrafen, wobei sich jeweils die Gruppenersten und -zweiten für die Zwischenrunde um die Plätze 1-10 qualifizierten. Alle Spiele begannen beim Stand von 5:5 und wurden über zwei Sätze ausgetragen. Im Gegensatz zu den Liga-Spielen müssen bei den überregionalen Meisterschaften zudem drei Damen auf dem Spielfeld stehen.

Am Samstagmorgen musste das Team vom Bodensee sich mit dem amtierenden Deutschen Meister, dem SV Vaihingen 1, und dem TuS Usseln, dem Vizemeister aus Hessen, messen. Das ausgegebene Ziel hier war den Sieg gegen die Hessen einzufahren, um sich somit für die Spiele um die Plätze 1-10 zu qualifizieren. Das erste Spiel gegen die deutschen Meister sah das Team vom Bodensee als Chance sich für das wichtige Match gegen die Hessen schon mal einzuspielen. Auch wenn die Kabooms das Spiel gegen Vaihingen verloren, so gelang es ihnen aufgrund einer guten Leistung trotzdem Selbstvertrauen zu tanken. Dieses konnten sie im nächsten Spiel nutzen und die Hessen souverän 2:0 schlagen. Das Minimalziel war somit erreicht.

In der nun folgenden Zwischenrunde wurden zwei Fünfergruppen gebildet, in denen entsprechend des Abschneidens die Gegner für die finalen Platzierungsspiele ermittelt wurden. Das Team aus Konstanz erwischte hierbei die deutlich stärkere Fünfergruppe mit dem letztjährigen süddeutschen Meister aus Vaterstetten sowie den Teams aus Palling und Bleicherode, welche man bereits von den süddeutschen und deutschen Meisterschaften aus dem letzten Jahr kannte. Abgeschlossen wurde die Gruppe durch den ebenfalls sehr stark eingeschätzten SC Baden-Baden. Den Konstanzern konnte in dieser Gruppe nur eine Außenseiterrolle zugeschrieben werden.

Noch am Samstagnachmittag spielte der USC gegen die bekannten Gesichter aus Palling. Leider schlichen sich bei den Konstanzern ein paar leichte Unkonzentriertheiten ein, und auch die Abwesenheit des Trainers war zu spüren. Folglich spielten die Kabooms unter ihren Möglichkeiten und so gelang es dem Team aus Bayern sich den Sieg mit 2:0 zu sichern.

Zum anschließenden Abendprogramm gehörte das Spiel der 2. Bundesliga der Damenmannschaft des TV Holz, welches einen Fünfsatzkrimi bot, leider mit dem schlechteren Ende für die Heimmannschaft. Vielleicht lag es mitunter auch an dieser Niederlage, dass den Saarländern die Partylaune vergangen war und die übliche und ersehnte Playersparty fast im Keim erstickte. Aber nur fast, da die Kabooms nun das Zepter in die Hand nahmen und die Tanzfläche eröffneten. Nach und nach gesellten sich dann nach dieser Initiative doch die ein oder anderen Spieler/innen hinzu und es wurde gemeinsam gefeiert, gelacht und neue Freundschaften geschlossen. Wie auch im Vorjahr konnte es jedoch keine Mannschaft mit der Feierlaune der Kabooms aufnehmen und so ging auch der diesjährige Partytitel eindeutig an den Bodensee.

Der Partysieg hatte jedoch seinen Preis. Am Sonntagmorgen schien es im ersten Satz gegen das Team aus Vaterstetten fast so, als ob sich die meisten Spieler auf Konstanzer Seite noch im Tiefschlaf befanden. Kaum hatte der erste Satz gegen die starken Bayern begonnen, so war er auch schon wieder vorbei. Zum Glück wachte das Team in der Satzpause auf und zeigte sich im zweiten Satz von ganz anderer Seite. Hiervon war auch der hochfavorisierte Gegner überrascht und musste nun kräftig um den Satzgewinn kämpfen. Beinahe hätten die USCler die Überraschung nach langer Führung auch geschafft, jedoch mussten sie sich im zweiten Satz letztendlich dann doch ganz knapp mit 24:26 geschlagen geben.

Mit dem geschöpften Mut spielten die nun hochkonzentrierten Konzilstädter im anschließenden Spiel gegen den thüringischen Vertreter aus Bleicherode in beiden Sätzen auf Augenhöhe, mussten sich jedoch am Ende aufgrund von Nuancen leider doch geschlagen geben. Auch im letzten Gruppenspiel gegen den SC Baden-Baden konnten die Kabooms keinen Sieg einfahren, da der spätere Gruppensieger aus Baden im Angriff und Block einfach durchschlagkräftiger war.

Damit war entschieden, dass das Team vom Bodensee gegen den SV Esting aus Bayern um den 9. Platz spielen würde. Hoch entschlossen, das letzte Spiel des Turniers zu gewinnen, begannen die Kabooms mit starken Angriffsaktionen und zogen auf einige Punkte Vorsprung davon. Mit einer starken kämpferischen Leistung konnte dieser Vorteil auch bis zum Satzende verteidigt werden. Den Spielern war nun jedoch der lange und kräftezehrende Turnierverlauf und die mangelnden Wechseloptionen anzumerken und so konnte der SV Esting im zweiten Satz ausgleichen. Da das Verhältnis der Ballpunkte aus beiden Sätzen exakt gleich war, musste ein Mini-Tiebreak, startend bei 10:10, das Spiel entscheiden. Nachdem es 11:14 stand und der Gegner somit nur noch einen Punkt vom Sieg entfernt war, rappelten die Kabooms sich noch einmal auf und investierten auch die letzten Körner. Die Aufholjagd führte zum zwischenzeitlichen 14:14, am Ende ging dann aber doch leider die Luft aus und so gewann das Team aus Esting den Satz schlussendlich mit 16:14. Die Kabooms mussten sich also mit dem 10. Platz begnügen.

Nach einer kurzen Phase der Enttäuschung konnten die Kabooms aber bereits auf dem Heimweg ein positives Fazit unter dieses Turnier ziehen. Trotz der Umstände auf einige Stammkräfte sowie den Trainer verzichten zu müssen, konnte das selbstgesteckte Minimalziel erreicht werden. Auch als Erfolg zu werten ist, dass die Mannschaft vom USC sich schnell auf die Umstände einstellte und dennoch in vielen Phasen auch spielerisch mit den besten Mannschaften aus Süddeutschland mithalten konnte. „Wir haben wieder einen starken mannschaftlichen Zusammenhalt bewiesen und trotz der Ausfälle ein enormes Turnier gespielt und den besten Mannschaften zumindest phasenweise richtig Paroli bieten können. In Vollbesetzung ist hier sicherlich auch noch mehr für uns drin, das stimmt uns natürlich zuversichtlich für die Zukunft“, konstatiere Ersatz-Coach Jan nach dem Turnier.

Ein herzliches Dankeschön an den TV Holz für die Ausrichtung des Turniers und Glückwunsch an die ersten sechs Mannschaften, welche sich für die Deutsche Meisterschaft in Oelde qualifiziert haben.

Nun heißt es, sich voll auf die Saison zu konzentrieren, welche bereits am kommenden Wochenende in Villingen startet.

Es spielten: Andi, Anne, Carina, 2x Jan, Kathi, Kevin, Maike, Markus