Herren II verpassen die nächsten Punkte im Abstiegskampf

TG Bad Waldsee – USC Konstanz 3:0 (25:22, 25:23, 25:16) – Am Wochenende ging es für die Drittliga-Reserve des USC Konstanz um Kapitän Matthias Dittrich zur TG Bad Waldsee. Diese sitzt seit Anfang November gefestigt auf Tabellenposition Vier mit Blickrichtung nach oben und galt in diesem Spiel als klarer Favorit. Hinzu kam, dass der etatmäßige USC-Zuspieler Tobias Schenk, wie auch bereits im Hinspiel, aus persönlichen Gründen nicht dabei sein konnte. Des Weiteren fehlten beruflich auf Außen Alex Reichel und als Libero Sebastian Schöne. Auf der Mittelposition wird Arvid Kuritz, nach seiner Bänderverletzung und der nun doch notwendigen OP wohl bis zum Ende der Saison ausfallen. Zu guter Letzt half Spielertrainer Philipp Röhl bei der ersten Mannschaft aus, weil auch diese mit Personalproblemen zu kämpfen hatte. Eine knappe halbe Stunde vor Hallenöffnung erreichten die verbleibenden Spieler dennoch hochmotiviert die Eugen Bolz Halle in Bad Waldsee.

Im ersten Satz merkte man sofort, dass der USC viel lockerer aufspielte als noch im Hinspiel. Druckvolle Aufschläge und eine sehr stabile Annahme machten es dem Zuspieler Nico Reichert recht einfach, die Bälle zu verteilen. Schnell setzte man sich mit 8:4 aus Konstanzer Sicht ab und zwang die TG zur ersten Auszeit. Die gegnerische Trainerin, Eva Müllerschön, schien dort jedoch die richtigen Worte gefunden zu haben. Die TG egalisierte den kleinen Vorsprung der Konstanzer in kürzester Zeit. Danach war es ein Satz auf Augenhöhe, keine Mannschaft konnte sich mehr als zwei Punkte absetzen. Gegen Ende des Satzes legten die physisch überlegenen Gastgeber, angetrieben durch ihre Fans noch eine Schippe drauf und machten in den wichtigen Situationen die Breaks durch direkte Blockpunkte. Leider nutzten die Auszeiten von Trainer Uwe Schneider beim 18:20 und 21:24 nichts mehr.

Die Stimmung der „Zwoten“ war nur kurz getrübt. Man hatte ja sehr gut mitgehalten. Dennoch konnte sich die TG zu Beginn des zweiten Satzes einen kleinen Vorsprung erspielen. Grund dafür war das fehlende Durchsetzungsvermögen im Angriff. Dem USC stand immer wieder, aus einer nicht ganz perfekten Annahme, mindestens ein Doppelblock entgegen. Beim Stand von 6:10 wechselte der Konstanzer Diagonalangreifer Daniel Berger gegen Zuspieler Jochen Schlag, um im Vorderfeld mehr Angriffsmöglichkeiten zu haben. Dieser Wechsel schien auch zu fruchten, denn Konstanz kämpfte sich wieder auf 9:10 ran. Nach diesem kurzen Aufbäumen zeigte die TG jedoch, warum sie zu Recht zu den Top Vier der aktuellen Saison gehören. Vor allem das gute Block-Abwehrverhalten der Oberschwaben zeigte den Unterschied und machte es den Außenangreifern Matthias Dittrich, Sebastian Fauser und später auch Steffen Iberl fast unmöglich direkte Angriffspunkte zu erzielen. Beim Spielstand von 16:22 verkürzte der USC den Abstand noch einmal durch gute platzierte Aufschläge von Mittelblocker Christoph Petry, konnte den zweiten Satzverlust allerdings nicht mehr abwenden.

Fest entschlossen, noch einmal alles zu geben startete man gut in den dritten Satz. Bis zum Spielstand von 9:9 hielt man dem Druck der TG stand. Die Vorentscheidung fiel dann aber mit einer sehr starken Aufschlagserie vom gegnerischen Außenangreifer Lucas Romer. Mehrere Fehler in der Annahme und im Angriff zwangen Uwe Schneider dann dazu, beide Auszeiten zu nehmen. Zudem wurde Sebastian Fauser eingewechselt, um die Annahme wieder zu stabilisieren . Beim Spielstand von 10:19 wusste man dann jedoch leider bereits, dass es erneut keine Punkte zu holen gab.

„Wir haben, wie so oft, phasenweise sehr gut mitgespielt und dem Gegner ordentlich Paroli geboten“ so Uwe Schneider nach dem Spiel. „Leider hat man aber auch gemerkt, dass die fehlenden Wechseloptionen uns schwer zu schaffen machten. Ich wünsche meinen Jungs, dass sie trotzdem als Team weiter so gut miteinander umgehen. Mit solchen Leistungen wie heute und dieser Teamchemie, glaube ich immer noch fest an einen möglichen Nichtabstieg.“

USC Konstanz: Ardelt, Berger, Dittrich, Fauser, Iberl, Petry, Raß, Reichert, Schlag