Furioses Spiel mit besserem Ende für den USC

USC Konstanz – TTV Dettingen 3:2 (29:27, 23:25, 17:25, 25:23, 15:11). Konstanz gewinnt ein emotionales Spiel um die Tabellenführung und siegt somit als Aufsteiger zum vierten Mal in Folge. Das Spitzenspiel ist immer eine besondere Situation, erst Recht, wenn man nur mit sieben Spielerinnen und ohne Libera anreist. Trotzdem wollten die Damen des USC nichts unversucht lassen, um beim Auswärtsspiel gegen den TTV Dettingen Punkte mit nach Hause zu nehmen und die Tabellenführung zu wahren. Zu Beginn des ersten Satzes sah es jedoch ganz und gar nicht danach aus. Eine wacklige Annahme und zu zögerliche Angriffe bescherten dem Team einen Rückstand von 1:8 und später 10:16 Punkten. „Unsere Mittelblocker mussten hinten drin bleiben und sogar annehmen. Das ist schon eine ganz besondere Situation. Wir haben sehr lange gebraucht, um uns auf die Situation einzustellen“, beschreibt Trainerin Alina Lupu die ungewohnte Situation.

Doch nun sollte sich der unglaubliche Kampfeswille der Mannschaft zeigen, der schlussendlich auch zum Sieg beitrug. Endlich gelangen die starken Aufschläge, die sich das Team vor dem Spiel vorgenommen hatte und so kämpften sich die Konstanzerinnen zurück ins Spiel, kamen auf 17:18 ran und wehrten beim Spielstand von 23:24 sogar einen Satzball ab. Mit 29:27 ging der erste Satz dann tatsächlich an die Damen des USC. Der zweite Satz zeigte einen ähnlichen Verlauf. Konstanz lief den ganzen Satz über einem Rückstand hinterher, machte es dann zwar wieder knapp, musste aber den Durchgang dennoch verloren geben. Viele enge Situationen zugunsten der Gastgeber schienen die Konzilstädterinnen nun vollends aus dem Konzept gebracht zu haben – nur noch 17 Punkte konnten in Satz 3 erzielt werden. Von Aufgeben konnte jedoch keine Rede sein. Die Annahme um die Außenangreiferinnen Lena Schuh und Lina Hummel stabilisierte sich, Interimszuspielerin Franka Welsch verteilte die Bälle klug und die Angriffe auf allen Positionen wurden variantenreicher.

Entscheidend in dieser Phase schien außerdem, dass die Damen des USC ihre Emtionen besser in den Griff bekamen. Die Konzentration kehrte zurück und Satz vier ging mit 25:23 nach Konstanz. Der Entscheidungssatz unterstrich dann die Leistung von Durchgang vier und war zugleich der stärkste der ganzen Partie von Seiten des USC. Nur beim Stand von 7:8 wurde kurz die Führung abgegeben, bevor der zweite von vier Matchbällen zum 15:11 verwandelt werden konnte. „Ein großes Kompliment gilt vor allem den beiden Mittelblockerinnen. Carla hat zum Glück die letzen Jahre Außen/Annahme gespielt und fühlt sich sicher in Annahme und Abwehr. Das Spiel war mental und physisch bisher die größte Herausforderung für uns. Ich bin wahnsinnig stolz, dass wir das Spiel noch drehen und gewinnen konnten. Ich glaube damit haben auch die Dettingerinnen nicht gerechnet.“, fasst Mannschaftsführerin Lina Hummel zusammen. Die Tabellenführung ist zunächst gesichert, am kommenden Samstag geht es dann zu Hause weiter gegen den Siebten der Tabelle, TSG Backnang.

Für den USC spielten: Schuh, Ambrosius, Hummel, Stapel, Zametica, Slowik, Welsch