Erneut packendes Tiebreak-Spiel mit schlechterem Ende für den USC

USC Konstanz – VfB Friedrichshafen 2 (17:25; 21:25; 25:23; 25:21; 20:22) – Nach dem Spiel machte sich unter den Konstanzern Spielern eine seltsame Mischung von Unzufriedenheit und Freude über das Ergebnis breit. Die ersten zwei Sätze verschlief der Gastgeber nämlich komplett. Die Annahme von Friedrichshafen stand bombensicher und dadurch gelang es ihnen immer wieder die gefährlichen Außenangreifer Niklas Stooß und Jakob Elsässer einzusetzen. Außerdem funktionierte das Zusammenspiel auf Seiten des USC nicht ganz so wie gewünscht. Einfache Fehler in allen Mannschaftsteilen sorgten schließlich für den 0:2 Satzrückstand vor heimischer Kulisse. Auch im dritten Satz lief man konsequent immer wenige Punkte hinterher. Durch besser werdende Aufschläge des USC Konstanz ließ aber auch die Annahme und der Angriff des VfB langsam nach und somit konnte der Satz noch mit 25:23 gedreht werden. Spätestens jetzt hatte nicht nur das Publikum Feuer gefangen. Auch der USC Konstanz spielte sich nahezu in einen Rausch und gewann damit den vierten Satz sehr souverän. „Wenn wir die Leistung des 4. Satzes isoliert betrachten, dann hätten wir hier heute deutlich mehr holen können“, sagte ein leicht enttäuschter Trainer Agron Jakupi. Was dann der Tiebreak brachte war auf den Zuschauerrängen kaum auszuhalten. Der VfB Friedrichshafen startete sehr gut in den 5. Satz und lag beim Seitenwechsel mit 8:6 in Front. Doch der USC Konstanz kämpfte sich zurück und hatte beim Stand von 14:13 sogar seinen ersten Matchball. Was dann folgte war Volleyball-Wahnsinn pur. Selbst Trainer Agron Jakupi war nach dem Spiel sichtlich geschafft und ist „wahrscheinlich zehn Jahre gealtert“. Der USC Konstanz vergab nämlich vier Matchbälle hintereinander, besonders ärgerlich da man dabei drei Aufschläge verschlug. Am Ende hatte der VfB Friedrichshafen dann also das bessere Ende auf seiner Seite und gewann dieses packende Spiel mit 3:2. Trotzdem gab es nach dem Spiel minutenlang Standing Ovations für das Konstanzer Team und die Leistung, die man gezeigt hatte. Besonders eindrucksvoll war die kämpferische Leistung auch wenn volleyballerisch noch nicht alles passt. Mit drei Punkten nach zwei Spieltagen liegt man jedoch absolut im Soll. Am kommenden Sonntag steht dann bereits das nächste Heimspiel in der Schänzlehalle an. Zu Gast ist ebenfalls ein Aufsteiger – die Spielgemeinschaft U.N.S Rheinhessen.

USC Konstanz: Rodler, Hammer, Engelmann, Kaltenmark, Sigmund, L.Weber, Weisigk, Berger, Petry, Heckel, Scheller, Röhl