Enttäuschung nach dem letzten Spiel des Jahres

USC Konstanz – TSG Wiesloch (2:3 – 20:25, 20:25, 25:20, 25:15, 15:17). Die Enttäuschung war den USC-Spielerinnen nach dem letzten Heimspiel des Jahres sichtlich anzumerken. Nachdem man sich in den letzten beiden Spielen gegen die Top-Teams aus Heidelberg und Mannheim geschlagen geben musste, wollte die Mannschaft gegen den Tabellenletzten Wiesloch wieder konsequenter aufspielen und drei Punkte sammeln. Dabei hatten die Spielerinnen des USC die Rechnung jedoch ohne die hoch motivierten und konzentriert aufspielenden Wieslocher gemacht.

Nach zwei spielfreien Wochenenden fiel es den USC-Damen sichtlich schwer, ins Spiel zu starten. Vor allem bereiteten die langen Float-Aufschläge dem Konstanzer Annahmeriegel sichtlich Probleme, was den Spielaufbau des USC von Grund auf stark beeinträchtigte und zu einem frühen Rückstand führte. Viele Leichtsinnsfehler, die man so aus den vergangenen Spielen nicht vom Konstanzer Team kannte, kamen dazu und somit musste der erste Satz mit 20:25 an die TSG Wiesloch abgegeben werden. Nach diesem Fehlstart wollten die USC-Damen es im zweiten Satz besser machen, doch auch hier gelang es ihnen nicht, konzentriert ins Spiel zu starten und somit erlangten die Wieslocher direkt eine komfortable Führung. «In den ersten beiden Sätzen haben wir wohl die schlechteste Leistung der Saison gezeigt», so Kapitänin Lorenz zerknirscht nach dem Spiel, «wir haben gespielt, als stünden wir das erste Mal gemeinsam auf dem Feld». Obwohl es zum Satzende gelang, noch einige Punkte aufzuholen, konnte der USC den Abstand nicht mehr aufholen und musste auch den zweiten Satz mit 20:25 an Wiesloch abgeben.

Zum dritten Satz wechselte das Trainerduo Röhl und Dinkelacker auf einigen Positionen. Carla Ambrosius, nach einer Schulterverletzung wieder voll im Angriff einsetzbar, wechselte vom Aussenangriff auf die Diagonalposition, und Sofia Grieble ersetzte die krankheitsbedingt ausfallende Angelika Kornblum als Libera. Nach einem wechselhaften Start gelang es den USC-Damen nun, durch einige Aufschlagserien ein Polster von einigen Punkten aufzubauen. Das Team erlangte von Punkt zu Punkt mehr Selbstvertrauen und sicherte sich den dritten Satz mit 25:20 Punkten.

Auch im vierten Satz konnten die USC-Damen konsequent ihr eigenes Spiel durchsetzen. Starke Angriffe über die Mitte ermöglichten es Zuspielerin Jana Lorenz, den Wieslocher Block vermehrt auszuspielen. Entsprechend ging Satz vier deutlich mit 25:15 an den USC und das Team schöpfte Hoffnung, das Spiel im Tie-Break doch noch für sich gewinnen zu können. Es entwickelte sich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, in dem sich keins der beiden Teams klar absetzen konnte. Die Wieslocher zeichneten sich durch eine starke Sicherungs- und Abwehrarbeit aus und machten es den Konstanzern schwer, ihre Angriffe in Punkte zu verwandeln. Nach einer spannenden Schlussphase, in der Konstanz sogar noch einen Matchball hatte, ging am Ende jedoch die Gastmannschaft aus Wiesloch verdient als Sieger vom Feld. «Ich bin froh, dass das Team Moral gezeigt hat und sich nach dem verkorksten Start noch zurück ins Spiel gekämpft hat», resümiert Trainer Röhl, «die Spielerinnen haben jetzt in der Trainingspause Zeit, die letzten Niederlagen abzuhaken und etwas Abstand zu gewinnen». Am 6.1. steht für die erste Damenmannschaft dann das vom USC ausgerichtete Vorbereitungsturnier auf dem Plan, bevor es am 13.01.2018 zum nächsten Auswärtsspiel gegen Kleinsteinbach geht.

Für den USC spielten: Ambrosius, Dubbins, Grieble, Hemm, Hösch, Kornblum, Lorenz, Schuh, Slowik, Stapel, Weber