Eintracht Frankfurt zu Gast am Bodensee

Volleyball, 3. Liga: USC Konstanz – Eintracht Frankfurt (Sonntag, 16 Uhr, Wollmatinger Sporthalle). – An den 4. Oktober des vergangenen Jahres erinnern sich die Spieler des USC Konstanz mit Sicherheit sehr gerne zurück. Damals absolvierten sie zum ersten Mal überhaupt ein Spiel in der 3. Liga. Aber nicht nur das, der Auftritt bei Eintracht Frankfurt wurde zu einem Auftakt nach Maß, denn nach einem 0:2-Rückstand drehte das Team von USC-Trainer Jürgen Eck die Partie doch noch völlig überraschend und gewann mit einem 15:13 im fünften Satz das Spiel.

Des einen Freud, des anderen Leid: die Frankfurter brennen am Sonntagnachmittag in der Wollmatinger Sporthalle auf Wiedergutmachung. Die Volley-Adler, wie die Hessen auch genannt werden, werden alles daran setzen, um sich für die bittere Auftaktniederlage zu revanchieren. „Im Laufe der Vorrunde haben sich die Frankfurter sehr gut eingespielt und sind nicht zu Unrecht auf einem dritten Tabellenplatz“, sagt Eck.

Das Spiel der Gäste konzentriert sich häufig auf Johann Löwen, der bereits in der 1. Bundesliga spielte. Aber auch Zuspieler Fabian Däke sei nicht zu unterschätzen, so der USC-Trainer: „Er ist sehr groß und spielt einen tollen Ball.“ Beim Auftakt hatten die Konstanzer den Vorteil, dass Eintracht Frankfurt noch nicht ganz eingespielt war. „Das ist jetzt anders“, betont Eck. „Wir gehen ganz klar als Außenseiter in dieses Spiel.“

Hinzu kommt, dass die personelle Lage nicht gerade luxuriös ist. Philipp Röhl und Rafael Dürr fallen sicher aus. Hinter den Einsätzen von Nico Reichert und Jens Weber stehen Fragezeichen. Außerdem war es in der Winterpause ganz schwer, gut zu trainieren, weil die meisten Spieler gar nicht in Konstanz waren. „Das ist normal, wenn man viele Studenten in der Mannschaft hat“, weiß Eck. „Ich hoffe, dass das den Frankfurtern ähnlich erging.“

Deshalb heißt das Motto beim USC Konstanz: „Nach der Pause so schnell wie möglich in den Rhythmus zu kommen.“ In der Vergangenheit hat sich oft gezeigt, dass, wenn der USC in der Außenseiterrolle ist, dass Vieles möglich ist. Auch wenn die Gastgeber beim Rückrunden-Auftakt kaum unter Druck stehen, müssen sich aufpassen, nicht in die Gefahrenzone zu geraten. Auch wenn der USC auf Platz fünf steht, bis zum vorletzten Tabellenplatz sind es lediglich drei Punkte – so ausgeglichen ist die 3. Liga.