Ein Spieltag mit Höhen und Tiefen

Sechs Richtige – USC Kaboom 3:2 (22:25; 25:23; 15:25; 25:20; 21:19). Beim dritten Spieltag der Mixed-Landesliga des Schwarzwald-Bodensee-Kreises musste der amtierende Meister und Pokalsieger USC Kaboom Konstanz die ersten Punktverluste hinnehmen. Nachdem die eingespielte Mannschaft um Spielertrainer Johannes bisher alle Spiele gewonnen hatte und souverän auf Tabellenplatz eins stand, hatte sie vergangenes Wochenende von Anfang an mit Problemen zu kämpfen. Besonders zu schaffen machten die ungewöhnlich vielen Aufschlagfehler, welche sich wie ein roter Faden durch das Spiel gegen die Villinger Mannschaft „Sechs Richtige“ zog. Nach einem deutlichen 7-Punkte Rückstand im ersten Satz konnte die Mannschaft zum Ende hin ihre Stärken ausspielen und den Satz mit 25:22 für sich entscheiden. Anstatt den Schwung in den zweiten Satz mitzunehmen, beförderte man sich anfangs direkt mit diversen Aufschlagfehlern wieder ins Hintertreffen. Zwar konnte das Team noch bis zum 23:23 ausgleichen, verlor den Satz jedoch knapp mit zwei Punkten. Im dritten Satz zeigte das Team Moral und siegte deutlich mit 25:15, musste den vierten Satz dann aufgrund vieler Eigenfehler und einer guten Feldabwehr der Gegner jedoch mit 25:20 an die Villinger abgeben. So ging es in den entscheidenden fünften Satz, für den die Marschroute für Spielertrainer Johannes von Anfang an klar war: „Konzentriert euch auf die Aufschläge! Dann gewinnen wir hier auch“. Gesagt, getan…oder doch nicht. Beim Spielstand von 4:5 standen schon wieder vier eigene Aufschlagfehler zu Buche. Dennoch entwickelte sich ein spannender Satz, in dem sich kein Team entscheidend absetzen konnte. Nachdem das Team des USC einen Matchball abwehren und drei eigene Matchbälle nicht verwandeln konnte, wurde der Satz in einer dramatischen Endphase durch einen Angriffsschlag ins Netz der Konstanzer zugunsten des Villinger Teams entschieden (19:21). „Beim letzten Spieltag haben wir super aufgeschlagen, aber heute haben wir doch bestimmt 30 Fehlaufschläge in den fünf Sätzen gehabt, das hab‘ ich so auch noch nicht erlebt“, so ein Spieler der Kabooms.

Seehasen – USC Kaboom 2:3 (17:25; 25:23; 26:24; 18:25; 7:15). Tatsächlich griff man im Vorlauf zum darauffolgenden Lokalduell gegen den Konstanzer Aufsteiger Seehasen zu drastischen Maßnahmen. So sollte jeder verschlagene Aufschlag mit einer Runde Strafschnaps beim anschließenden Mannschaftsessen belegt werden. Wie gewöhnlich wurden alle Spieler eingesetzt und so gab es einige Wechsel in der Aufstellung. Angespornt durch die drohenden Strafschnäpse konnte die Mannschaft den ersten Satz deutlich mit 25:17 gewinnen. Jedoch legte sich die Nervosität und Hektik aus dem ersten Spiel nicht ganz, sodass das normalerweise nervenstarke Team die Sätze zwei und drei knapp mit 23:25 und 24:26 verlor. Im vierten Satz kämpften sich die Kabooms zurück ins Spiel, angetrieben durch die stark aufspielende Außenangreiferin Madda, welche dem Mannschaftsnamen alle Ehre machte und den einen oder anderen Ball wuchtig im gegnerischen Feld unterbrachte. Auch eine leichte Verletzung von Spielertrainer Johannes, welcher den Ball bei einem Block Ende des dritten Satzes auf das Auge bekam, konnte das Team nun nicht mehr stoppen. Durch kluge taktische Wechsel konnte das Team Satz vier letztendlich mit 25:18 gewinnen und auch im entscheidenden Tie-Break ließen die Kabooms nun nichts mehr anbrennen und beendeten diesen Spieltag dann am Ende doch noch versöhnlich mit einem 15:7-Erfolg im fünften Satz.
„Das war heute sicherlich nicht unsere beste Leistung. Jetzt müssen wir schauen, dass wir uns bis zum Pokalspiel am Dienstag regenerieren und es dort besser machen, es wartet nämlich mit den Prim Bulls aus Spaichingen erneut ein harter Gegner auf uns“, so ein am Ende doch etwas erleichterter Johannes. „Wir müssen es positiv sehen, immerhin haben wir noch 3 Punkte mitgenommen und können uns nun auf sieben Schnapsrunden freuen“, schloss Jan mit einem Augenzwinkern.
Für den USC spielten: Johannes, Maike, Maike, Madda, Didi, Markus, Dominik und Jan