Derbykracher zum Jahresauftakt

USC Konstanz – TV Villingen (Samstag, 11.1.20, 16 Uhr, Schänzlehalle, Konstanz) – Am Samstag betreten die USC Damen um 16 Uhr in der Schänzlehalle wieder das Regionalliga-Parkett und laden zu einem heißen Tanz. Auf der anderen Netzseite wird niemand Geringerer als der Absteiger aus der 3. Liga stehen, der TV Villingen. Eine von nur zwei Mannschaften, der es in der Hinrunde gelang, dem USC einen Punkt abzunehmen – das Hinspiel ging denkbar knapp mit 3:2 an den Aufsteiger aus Konstanz. Zum Zeitpunkt der ersten Begegnung – das zweite Spiel – war jedoch noch nicht abzusehen, wie sich die Saison weiter entwickeln sollte. Dennoch war es bereits ein richtungsweisendes Spiel, bestätigt die gebürtige Villingerin Lena Schuh: „Als wir gegen Villingen gewonnen hatten war klar, dass wir vielleicht doch weiter oben mitspielen können als gedacht.“

Tatsächlich sind die Vorzeichen diesmal andere. Zwar trifft noch immer der Absteiger auf den Aufsteiger – diesmal starten die Damen vom See jedoch als Tabellenführer und Favoriten in das Spiel. „Das ist auch im Kopf eine andere Situation.“, mahnt Trainerin Alina Lupu zur Vorsicht. „Im Hinspiel waren wir die Underdogs, niemand wusste so genau, was von uns zu erwarten ist. Das hat sich natürlich jetzt geändert. Wir werden druckvolle Aufschläge und einen stabilen Block benötigen, um dem Gegner unser Spiel aufzwingen zu können.“ Villingen steht aktuell auf dem dritten Tabellenplatz, jedoch mit einem Spiel weniger als der Tabellenzweite Tübingen. Es wird also das erwartete Topspiel. „Ich glaube, dass es entscheidend sein wird, wie fit die Teams aus der Weihnachtspause kommen.“, prophezeit Mannschaftsführerin Lina Hummel. „Beide Mannschaften haben wenig trainiert und die Zeit zur Regeneration genutzt. Es wird sich zeigen, wie schnell wir unseren Rhythmus wieder finden. Villingen hat ebenfalls eine starke Hinrunde gespielt und schon im Hinspiel waren sie sehr gut auf uns eingestellt.“

Für Lena Schuh, Felicitas Piossek und Britta Steffens als ehemalige Villinger Spielerinnen wird es in zweifacher Hinsicht eine besondere Begegnung. Piossek freut sich darauf: „Da kribbelt es natürlich besonders. Diesmal in eigener Halle – das wird super. Ich hoffe, dass viele Zuschauer den Weg in die Halle finden und uns unterstützen!“ Rein rechnerisch könnte der USC sogar verlieren und wäre noch immer Tabellenführer. Den Freischuss würden sich die Konzilstädterinnen aber noch gerne etwas aufheben, da sind sich alle einig. Voraussichtlich kann Trainerin Alina Lupu beim Spitzenspiel auf den kompletten Kader setzen: „Deshalb wollen wir alles geben um drei  Punkte einzufahren. Die Rückrunde ist noch lang, wer weiß, ob wir den Vorsprung noch brauchen.“ Es verspricht also ein heißes Duell im kalten Januar zu werden.