„Darum spielen wir Volleyball!“ – USC-Damen jubeln sich zum Sieg

VSG Mannheim DJK/MVC – USC Konstanz 1:3 (26:24, 20:25, 23:25, 22:25). Nachdem der letzte Ball des Spiels vergangenen Samstag zu Gunsten des USC abgepfiffen war, tanzten die Spielerinnen des USC euphorisch im Kreis. Der Sieg fühlte sich an wie eine kleine Sensation, da das Team erneut unter schwierigsten Bedingungen in das Auswärtsspiel gegen den starken Konkurrenten, den Tabellennachbarn aus Mannheim gestartet war. Der durch die Grippewelle dezimierte Kader bestand aus sechs körperlich angeschlagenen Spielerinnen, Spielertrainerin Marie Dinkelacker und Neuzugang Julia Wid, die erst vor zwei Wochen zum Team gestoßen war. Eine tolle Teamleistung und besonders die starke Leistung von Sofia Grieble, die als gelernte Aussenangreiferin aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls der beiden Zuspielerinnen Lorenz und Steffens erneut die wichtige Zuspielposition übernahm, trug zum überraschenden Erfolg der Bodensee-Volleyballerinnen entscheidend bei.
Scheinbar umso motivierter von der schlechten Ausgangslage startete der USC engagiert, jedoch etwas hektisch in den ersten Satz. Nach und nach fand die Mannschaft immer besser ins Spiel und gewann an Sicherheit, musste den Satz allerdings trotzdem mit 24:26 an Mannheim abgeben. Dieses knappe Ergebnis spornte das Team jedoch umso mehr an, im zweiten Satz konsequenter und konzentrierter zu spielen und sich gegenseitig bei jeder Aktion anzutreiben. Eine durchweg gute Annahme der Annahmespielerinnen um Libera Kornblum sowie eine kluge Passverteilung ermöglichten ein variables Angriffsspiel über alle Positionen. Lautstark wurde jeder Punkt vom Team gefeiert, darunter ebenso viele direkte Aufschlag- und Blockpunkte wie spektakuläre Angriffe. Getragen von der guten Stimmung, die vor allem von Neuzugang Julia Wid das komplette Spiel über enorm untersützt wurde, gelang es dem USC, den Gegner immer besser in den Griff zu bekommen und entsprechend gingen die Sätze zwei und drei mit 25:20 und 25:23 an den USC.
Im vierten Satz offenbarten sich dann die Konsequenzen aus wenig Training, körperlicher Angeschlagenheit und dem kleinen Kader: Konzentrationsfehler in Annahme und Abwehr und eine fehlende Aggressivität im Angriff führten zu einem frühen Rückstand von 0:4 aus Konstanzer Sicht. In der anschließenden Auszeit motivierten sich die müden Spielerinnen gegenseitig, nun die letzten Kraftreserven zu mobilisieren, um das Ruder nochmal herum zu reißen. Durch eine starke Aufschlagserie von Aussenangreiferin Alina Hösch konnte der Rückstand wieder aufgeholt werden und nun schien es, als hätte die Heimmannschaft dem Siegeswillen der Konstanzer nicht mehr viel entgegen zu setzen. Platzierte Aufschläge von Schuh, Weber und Ambrosius führten immer wieder zu einem komfortablen Vorsprung, der durch gute Blockaktionen noch vergrößert wurde. Selbstbewusst spielte der USC den Satz mit 25:22 zu Ende und konnte sich nach diesem Kraftakt über weitere drei Punkte und die Behauptung des zweiten Tabellenplatzes freuen. „Genau darum spielen wir Volleyball! Das Team hat heute eine beeindruckende Leistung gezeigt“ zeigte sich Spielertrainerin Dinkelacker begeistert nach dem Spiel, „jede einzelne Spielerin hat Verantwortung übernommen, ihre Aufgabe im Team mit Bravour erfüllt und die taktischen Vorgaben konsequent umgesetzt“.
Am kommenden Wochenende haben die USC-Damen dann spielfrei, bevor am 10.3. zum Saison-Finale der bereits feststehende Meister aus Heidelberg zum letzten Heimspiel der Saison zu Gast in der Schänzlehalle ist.
Es spielten: Ambrosius, Dinkelacker, Grieble, Hösch, Kornblum, Schuh, Weber, Wid