Damen II verpassen knapp die Herbstmeisterschaft

TSV Alemannia Zähringen – USC Konstanz II 2:3 (21:25, 25:21, 25:13, 13:25, 6:15). Das letzte Auswärtsspiel für die zweite Damenmannschaft des USC glich einer wahren Achterbahnfahrt der Gefühle. Gegen den bisher punktlosen Tabellenletzten aus Zähringen schafften es die USC-Mädels nach einer durchwachsenen Leistung nicht, drei Punkte an den See zu holen. Damit verpasste das Team die Sensation, als Aufsteiger die Herbstmeisterschaft in der Verbandsliga Baden an den See zu holen.

Das Spiel des Tabellenersten gegen den Tabellenletzten gestaltete sich von Beginn an ausgeglichener als erwartet. Zähringen baute ordentlich Druck im Aufschlag auf und kämpfte in der Abwehr um jeden Ball – mit so einer starken Leistung hatten die USC-Damen trotz aller Warnungen von Coach Kolja Hüther nicht gerechnet. Zwar gelang es, den ersten Satz mit einer konzentrierten Leistung am Satzende zu gewinnen (25:21), Zähringen gab jedoch nicht auf und spielte sich in den folgenden beiden Sätzen in einen regelrechten Rausch. Kein Ball wurde verloren gegeben und die Angriffe der Zähringerinnen fanden viel zu häufig direkt den Weg auf das Konstanzer Spielfeld. Die USC-Damen hingegen wirkten statisch und hatten starke Probleme, ihre Annahme zu etablieren und Druck im Angriff aufzubauen – zu viele Eigenfehler und zwei verlorene Sätze (21:25 und 13:25) waren das Resultat. «Damit haben wir den Gegner unnötigerweise aufgebaut» ärgerte sich Kapitänin Reichmann nach dem Spiel «nach dem gewonnenen ersten Satz hätten wir unser eigenes Spiel mit mehr Selbstvertrauen durchziehen müssen». So aber breitete sich nach und nach eine immer größere Ratlosigkeit bei den Konstanzerinnen aus, die ihre eigenen Angriffe gegen eine starke Block-Abwehr des Gegners immer seltener in Punkte verwandeln konnten.

Im vierten Satz regte sich nach einer emotionalen Ansprache von Coach Hüther bei den USC-Damen dann endlich der nötige Kampfgeist und jede einzelne Spielerin übernahm wieder mehr Verantwortung. Das Resultat: Die Stimmung auf dem Feld verbesserte sich schlagartig und plötzlich liefen all die Dinge, die das Spiel des USC in den vorherigen Wochen ausgezeichnet hatten, wieder rund. «Das war kein spielerisches, sondern ein rein mentales Problem» so Hüther, «den Mädels hat in den Sätzen zwei und drei das Selbstvertrauen gefehlt und sie waren in einer richtigen Negativspirale gefangen. Ich bin froh, dass sie sich daraus befreien konnten und das Spiel am Ende wieder drehen konnten!» In den Sätzen vier und fünf drehte der USC nun endlich auf und übte mehr Druck im Aufschlag aus. Auch in die Annahme und Abwehr kam nun endlich mehr Bewegung, was die Situation für die Angreiferinnen erleichterte. Entsprechend ging der vierte Satz sehr deutlich zugunsten des USC aus (25:13) und auch im Tie-Break ließ das Team nichts mehr anbrennen (15:6).

Durch die gewonnenen zwei Punkte steht die zweite Damenmannschaft nach dem Ende der Hinrunde nun auf dem dritten Tabellenplatz, vom Tabellenführer USC Freiburg II trennt das Team jedoch nur ein einziger Punkt. «Alles in allem muss ich dem Team ein großes Lob für diese Hinrunde aussprechen» so Hüther, «die Mädels haben als Aufsteiger eine tolle Leistung gezeigt und in einigen Spielen ihr Potenzial voll abgerufen. Wenn wir das so in der Rückrunde beibehalten, werden sicherlich noch einige spannende und schöne Spiele auf uns zukommen!» Das Team hat nun eine lange Pause über Weihnachten und Neujahr, bis am 18.01.2020 mit dem Auswärtsspiel gegen den TV Kappelrodeck die Rückrunde startet.

USC Konstanz: Dröge, Haug, Holweger, Keller, König, Kornblum, Martersteig, Mühlhäußer, Nöh, Reichmann, Skrinjar