Befreiungsschlag beim Sieg im Seederby

VfB Friedrichshafen 2 – USC Konstanz (23:25; 19:25; 25:23; 19:25; 11:15) – Nach dem letzten Punkt fiel der Jubel der Konstanzer Spieler dermaßen laut aus, dass man meinen könnte den Abstieg bereits erfolgreich verhindert zu haben. Nach sieben, teils auch sehr knappen, Niederlagen in Folge durften die Spieler endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern. „Das war schon ein besonderes Spiel nach dieser komplizierten Woche für den Verein und die Mannschaft“, sagte der neue alte Spielertrainer Philipp Sigmund. Unter der Woche hatte sich nämlich der Verein mit Trainer Agron Jakupi darauf geeinigt, die Zusammenarbeit zu beenden. Für Jakupi wurde der Aufwand letztlich deutlich zu hoch, weshalb die Aufstiegstrainer aus dem letzten Jahr, Philipp Sigmund und Philipp Röhl, kurzerhand das Ruder wieder übernehmen. „Für uns war es selbstverständlich, dass wir in dieser schwierigen organisatorischen und sportlichen Situation Verantwortung übernehmen und der Mannschaft helfen, das Ziel Klassenerhalt zu verwirklichen“, so Philipp Röhl.
Der USC Konstanz startete dann auch den ersten Satz wie die Feuerwehr. Mit extrem vielen guten Abwehraktionen und klugen Angriffen erarbeite man sich früh einen kleinen Vorsprung. Zum Ende des Satzes kamen die Häfler dann langsam ins Spiel, konnten den Satzverlust aber nicht mehr verhindern. Nun legte Konstanz auch noch mal im Block eine Schippe drauf und Friedrichshafen tat dem USC den Gefallen, viele eigene Fehler zu produzieren. Spiegelbildlich für die Saison konnte der USC Konstanz zwar auch den zweiten Satz für sich entscheiden, aber gleich zum Start des dritten Durchgangs machte sich wieder allgemeine Unsicherheit breit. Die Annahme um Libero Jonathan Rodler stand nicht mehr so sicher wie in den ersten zwei Sätzen und auch im Angriff brachte man sich häufig um den eigenen Lohn. Auch mehrere Wechsel auf der Zuspiel- und Außenangreiferposition brachte nicht den gewünschten Erfolg. Folgerichtig wurde der USC Konstanz von immer stärker werdenen Häflern in den Tiebreak gezwungen. Doch hier bäumten sich alle Konstanzer noch mal gegen eine erneute Niederlage auf. „Unser Siegeswille war einfach deutlich größer als beim Gastgeber“, war sich Sigmund direkt nach dem Spiel sicher. Und somit gewann der USC also endlich wieder ein Spiel und damit zwei extrem wichtige Punkte gegen den Abstieg. Am kommenden Wochenende geht es dann direkt wieder gegen einen Abstiegskandidaten – der USC Konstanz wird dann bei der SG U.N.S. Rheinhessen zu Gast sein.
USC Konstanz: Rodler, Hammer, Kaltenmark, Sigmund, L.Weber, Berger, Petry, Schlag, Engelmann, Heckel, Scheller, Röhl

Damen 2 und Herren 2 laden zum Heimspieltag ein

USC Konstanz II – FT Freiburg, USC Konstanz II – SG Litzelstetten-Radolfzell (13.01.2018, 14:00, Pestalozzihalle). Nach der erholsamen Winterpause und einem guten Vorbereitungsturnier am vergangenen Wochenende möchten die zweiten Damen zum Start der Rückrunde die ersten Punkte der Saison sammeln. Nachdem sich die Mannschaftsleistung in der Hinrunde von Spiel zu Spiel verbesserte, ist Trainer Marc Mundt guter Dinge, dass bald ein erster Sieg erzielt werden kann.
Zudem bekommen die Mädels in der zweiten Saisonhälfte schlagkräftige Unterstützung: Franka Welsch, ehemalige Spielerin aus Rottenburg, wird das Team unter anderem auf der Außen-Annahmeposition mit platzierten Bällen und viel Spielübersicht verstärken.
Da Trainer Marc wieder einmal in der 3. Liga für den USC unterwegs ist, konnte für den ersten Heimspieltag der Rückrunde mit Regina Schilliger eine erfahrene Spielerin und Trainingskollegin gewonnen werden. Das Team bedankt sich für die Unterstützung und freut sich über lautstarke Unterstützung von den Zuschauerrängen.

USC Konstanz II – SV Litzelstetten, USC Konstanz II – Untersee Volleys Radolfzell II (13.01.2018, 14:00, Pestalozzihalle). Auch die zweite Herrenmannschaft, momentan auf Tabellenplatz vier der Verbandsliga, möchte zum Start der Rückrunde zwei Siege einfahren. Im Hinspiel erkämpfte sich der SV Litzelstetten nach einer starken Leistung in einem Fünfsatz-Krimi einen Punkt gegen die Konstanzer. „Dieses Mal wollen wir möglichst keine Punkte liegen lassen“, so Trainer Uwe Schneider, „ich bin sicher, dass die Jungs hoch motiviert in die beiden Derbys starten werden“. Dabei helfen sollte auch, dass die Mannschaft beim Dreikönigsturnier vergangenes Wochenende gegen zwei Oberligamannschaften antreten konnte und somit nicht ganz unvorbereitet in das erste Heimspiel des Jahres startet. Zum Rückrundenstart muss das Team jedoch verletzungsbedingt auf einige durchschlagskräftige Aussenangreifer verzichten: Lauch Reichel muss aufgrund eines Rippenbruchs für mehrere Wochen pausieren, Thomas Gmeiner plagen Knieprobleme und Domenic Geiger fällt aufgrund verschiedener Verletzungen langfristig aus.

Neuanfang im Seederby ohne Trainer Jakupi

VfB Friedrichshafen 2 – USC Konstanz (13.01.18; 15.30 Uhr, ZF-Arena) – Nach der unnötigen 2:3-Niederlage gegen den SV Fellbach erreichte die Spieler des USC Konstanz erneut eine Hiobs-Nachricht. Agron Jakupi, der erst im Sommer das Traineramt übernommen hatte, wird in der Rückrunde nicht mehr beim USC Konstanz an der Seitenlinie stehen. Nach intensiven Gesprächen in den vergangenen Wochen hat der USC Konstanz dem Wunsch von Jakupi entsprochen, die Zusammenarbeit zu beenden. Hintergrund ist in erster Linie, „dass die zeitliche Belastung durch das intensive Training, hauptsächlich aber die sehr langen An- und Abreisezeiten für Jakupi auf Dauer nicht mehr zu leisten waren“, sagte Vorstandsvorsitzender Harald Schuster. „Wir wünschen Agron Jakupi aber weiterhin viel Erfolg und bedanken uns sehr für seine Tätigkeit“. Wie bereits im Aufstiegsjahr vergangene Saison übernimmt nun das erprobte Spielertrainer-Duo Philipp Sigmund und Philipp Röhl die Mannschaft bis zum Saisonende. Für Sigmund war es nur logisch für seinen Verein und für sein Team in die Verantwortung zu gehen. „Wir sind in einer sehr schwierigen Situation, das bedeutet aber auch, dass wir enger zusammenstehen müssen“. Denn schon am Samstag geht es mit dem Seederby in der ZF Arena zum starken VfB Friedrichshafen. „Die Mannschaften kennen sich in- und auswendig, aber wenn wir unsere Leistung abliefern, können wir auch hier wieder Punkte zurück nach Konstanz mitnehmen“, ist sich Philipp Röhl sicher.
Für die beiden neuen Trainer geht es nun in dieser Trainingswoche darum, nicht allzu viel zu verändern und einfach die Köpfe der Spieler wieder frei zu bekommen. Das Ziel Klassenerhalt steht nun beim USC Konstanz über allem und „das werden wir der Mannschaft auch sehr deutlich klar machen“, so Sigmund. Hilfreich dabei ist sicherlich, dass nun alle Spieler wieder fit und einsatzbereit sind.

Auftakt in die Rückrunde misslingt dem USC Konstanz

USC Konstanz – SV Fellbach (25:22; 20:25; 25:21; 22:25; 12:15) – In einem packenden Spiel vor ungefähr 200 Zuschauern ist der Rückrundenstart für die Konstanzer Volleyballer vorerst misslungen. Mit 2:3 muss man sich dem Tabellenletzten Fellbach geschlagen geben. Somit gelang den Stuttgartern die Revanche für die knappe Hinspiel-Niederlage. Im ersten Satz startet der USC Konstanz mit viel Power und gezielten Angriffen über die Außenangreifer Kaltenmark und Röhl. Damit konnte sich der USC auch schnell einen kleinen Vorsprung sichern. Auch die Annahme um Libero Jonathan Rodler stand deutlich besser als noch vor wenigen Wochen. Folgerichtig ging der Satz dann auch an die Volleyballer vom See. Der zweite Satz war dann ein Spiegelbild der Hinrunde – der USC verfiel wieder in alte Muster und machten Eigenfehler um Eigenfehler. Zwischenzeitlich wuchs der Rückstand sogar auf acht Punkte an. Mit einer tollen Moral und dem Publikum im Rücken kämpfte sich Konstanz jedoch noch mal heran. Zum Satzgewinn reichte das jedoch nicht mehr. „Da gab es ein kleines Zwischentief in unserem Spiel“ gibt Chef-Trainer Agron Jakupi zu, „doch wir haben uns da toll wieder rausgekämpft“. Die Konstanzer nahmen nämlich den Schwung mit in den nächsten Durchgang und konnten diesen dann auch dank guter Aufschläge und vor allem starker Abwehr durch Libero Rodler mit 25:21 gewinnen. Der vierte Satz war dann ein einziges Auf und Ab mit viel Drama am Ende. Viele Führungswechsel im Laufe des Satzes und teils hochklassige Ballwechsel spitzten sich dann zum Ende des Satzes zu. Beim Spielstand von 22:23 aus Sicht der Konstanzer sah sich das Heimteam in einer Schiedsrichterentscheidung benachteiligt. Das Schiedsgericht ließ sich jedoch nicht beirren und entschied auf Punktgewinn zum Satzball für den SV Fellbach. Paul Kaltenmark, der in der Annahme für den Rückkehrer Heiko Schlag ausgewechselt wurde, sah in Folge eines Protestes auf der banksitzend die Rote Karte, was zu einem weiteren Punktverlust führte und somit den Gästen den Satzgewinn bescherte. Der Tiebreak startete für die Konstanzer psychologisch deutlich ungünstig. Fellbach führte schnell mit 3:0. Doch Konstanz kämpfte sich zurück in den Satz und führte beim Seitenwechsel mit 8:7. „Letztlich sind wir da noch nicht abgezockt genug“ stellte Jakupi fest, „da müssen wir weiter hart an uns arbeiten“. Denn der USC Konstanz gab die Führung noch her und verlor daher äußerst unglücklich mit 12:15. „Wir hätten hier mindestens zwei Punkte verdient, eigentlich eher drei“, sagte der sichtlich enttäuschte Kapitän Marvin Scheller. Nun stehen zwei weitere Wochen der Wahrheit an. Zunächst ist man beim VfB Friedrichshafen zu Gast, bevor es zu der SG U.N.S Rheinhessen geht.
USC Konstanz: Rodler, Hammer, J. Weber, Kaltenmark, Sigmund, L.Weber, Schlag, Berger, Petry, Kuhn, Scheller, Röhl

Wochen der Wahrheit liegen vor dem USC Konstanz

USC Konstanz – SV Fellbach II (06.01.18; 19.30 Uhr, Schänzlehalle) – Direkt nach der kurzen Weihnachtspause stehen für die Volleyballer des USC Konstanz die Wochen der Wahrheit an. In den kommenden Wochen spielt der USC nicht nur gegen den Tabellenletzten Fellbach, sondern auch gegen den 5. aus Friedrichshafen, sowie den Tabellenvorletzten SG U.N.S. Rheinhessen. „In diesen Spielen haben wir in der Hinrunde einen Großteil unserer Punkte geholt – das wollen wir diesmal wieder tun“, gibt sich Cheftrainer Agron Jakupi kämpferisch. Da den USC Konstanz nur ein Punkt von den Abstiegsrängen trennt, steht nun die wichtigste Phase der Saison an. In der Hinrunde gab es für die Volleyballer vom See nur zwei Siege aus neun Spielen zu bejubeln, jedoch wurden auch drei Spiele knapp im Tiebreak verloren. „Wir haben nicht alle Punkte geholt, die möglich gewesen wären“, ist sich Jakupi sicher, „da müssen wir in der Rückrunde einfach kaltschnäuziger werden“.

Die Mannschaft scheint in jedem Fall gut vorbereitet. Bereits direkt nach Weihnachten standen drei Trainingseinheiten auf dem Programm, sowie ein Testspiel gegen die TG Bad Waldsee, welches jedoch knapp mit 2:3 verloren ging. „Man sieht, dass die Jungs wollen und Lust haben erfolgreich in die Rückrunde zu starten“, sagte Trainer Jakupi, der in jeder der sechs Einheiten seit Weihnachten mindestens 10 Spieler zur Verfügung hatte.

Beim Gegner Fellbach ist bisher noch unklar welche Spieler die Reise an den Bodensee mitmachen werden. „Bei Fellbach weiß man nie so genau, welcher ehemaliger Bundesliga-Spieler noch den Weg in den Kader findet“, sagte Jakupi. Im Hinspiel stand zum Beispiel überraschend der ehemalige U19 Beach-Weltmeister Marvin Klaas im Kader des SV Fellbach. In jedem Fall wird es jedoch ein spannendes und hochklassiges Spiel in der Schänzlehalle am Samstagabend.

Herren II: Vom unbedingten Siegeswillen

USC Konstanz II – VC Weil (25:10; 19:25; 25:17; 19:25; 15:8). Zum wiederholten Mal begab sich die zweite Herrenmannschaft am vergangenen Wochenende in eine Fünfsatz-Schlacht. Dass sie aber aus diesem Auswärtsspiel gegen den VC Weil erneut als Sieger hervorgehen würde, war nach der schmerzlichen ersten Saison-Niederlage gegen den TV Kippenheim am vergangenen Auswärtsspieltag alles andere als ausgemacht. „Das Spiel gegen den Tabellenzweiten Weil ist sicherlich entscheidend für den Kampf um die Tabellenspitze“ so Trainer Uwe Schneider vor dem Spiel, „obwohl sie Aufsteiger sind, darf man die Weiler nicht unterschätzen“.
Der unbedingte Siegeswille der Konstanzer war direkt zu spüren, denn die Mannschaft gewann den ersten Satz souverän mit 25:10. Denn schon ab der ersten Spielminute vereinnahmte die Mannschaft vom See die Sporthalle der Weiler sowohl auf als auch neben dem Spielfeld durch ihre lautstarke Präsenz. Hiervon wachgerüttelt, spielte der VC Weil im zweiten Satz wesentlich agiler und fand somit immer wieder eine Lücke durch den Konstanzer Block. Auch die Annahme der Konstanzer wackelte zunehmend aufgrund der konsequenten Aufschlagtaktik des Gegners, die es den Außenangreifern schwer machte, ihre gewohnte Sicherheit in der Annahme zu erlangen. Weder raffinierte Pritsch-Bälle von Alexander Reichel auf die zum Teil unerwartet gut verteidigte Feldposition 1, noch die imposanten Angriffsschläge von Diagonalangreifer Nico Reichert konnten den USC vor einem Satzverlust in diesem zweiten Durchgang schützen. Durch eine verbesserte Koordination der Annahme und Abwehr durch Libero Johannes Ardelt gelang es Zuspieler Julian Vill im dritten Satz jedoch immer besser, seine Pässe klug zu verteilen und den Angreifern dadurch Lücken im gegnerischen Block zu erspielen. Entsprechend ging der Satz mit 25:17 an den USC. Der vierte Satz war erneut durch Annahmeprobleme auf Seiten der Konstanzer geprägt und ging folgerichtig mit 25:19 an die Heimmannschaft – die Entscheidung sollte also im Tie-Break fallen. Mittlerweile erfahren im Umgang mit Fünfsatz-Spielen, konnte der USC Konstanz die Partie gegen den VC Weil – diesmal sogar mit einem nervenstarken Ergebnis von 15:8 – schließlich für sich entscheiden.
Nach inzwischen sieben von acht gewonnenen Spielen in der Hinrunde wartet die Rückrunde sogleich mit einem weiteren See-Derby auf. Gäste dieser Begegnung am 13.01.2018 um 14:00 Uhr in der Pestalozzi-Halle in Konstanz sind nämlich der SV Litzelstetten und die Untersee Volleys II aus Radolfzell.
Es spielten: Amann, Ardelt, Bischof, Dittrich, Iberl, Kuritz, Rass, Reichel, Reichert, Schlag, Vill

USC Konstanz verliert vor herausragender Kulisse das See-Derby

USC Konstanz – TSV Mimmenhausen 0:3 (19:25, 21:25, 16:25) – Über 500 Zuschauer fanden den Weg an diesem eisigen Samstagabend in die gut gefüllte Schänzlehalle. Denn nicht nur das Derby, sondern auch das letzte Spiel der Rückrunde stand für beide Mannschaften vom Bodensee an. Das Team aus Mimmenhausen brachte jedoch nicht nur die eigenen Spieler mit, sondern gleich noch eine Vielzahl an Auswärtsfans, die die Stimmung zusätzlich anfachten. Ex-Nationalspieler Christian Pampel, seines Zeichens seit zwei Jahren Spielertrainer bei den Mimmenhausenern, musste vor der Partie keine Verletzten beklagen und konnte es sich damit leisten nicht selbst auf der Platte zu stehen. Viele Zuschauer hätten sich sicher über einen Einsatz des schlaksigen Ex-Profis gefreut – sahen aber nun den ehemaligen Konstanzer Kolja Hüther auf der Position des Diagonalangreifers glänzen. Immer wieder fand Hüther die Lücken im Konstanzer Block. Auch die langen Float-Aufschläge brachten den USC immer wieder in Bedrängnis, sodass der erste Satz folgerichtig an die Gäste aus Salem ging. „In den ersten zwei Sätzen waren wir eigentlich immer dran“, gab Chef-Trainer Agron Jakupi nach dem Spiel zu Protokoll. „Nur leider wurden wir besonders im zweiten Satz Opfer unserer eigenen Unsicherheit“. Der Trainer kritisierte dann auch das mangelnde Umsetzen einiger taktischer Anweisungen: „da müssen wir einfach besser werden“.
Nach der 10-Minuten-Pause verschliefen die Konstanzer den Start in den dritten Satz komplett. Der TSV Mimmenhausen setzte sich dank variablem Angriffsspiel und konsequentem Block schnell mit einigen Punkten ab. Auch einige Auszeiten und Einwechslungen brachten nicht den erhofften Schwung für die aktuell nicht gerade selbstbewussten Konstanzer. „Da kann ich meiner Mannschaft kaum einen Vorwurf machen“, so Jakupi, „Mimmenhausen steht völlig zurecht an der Tabellenspitze und das haben sie heute auch wieder bewiesen“. Trotz der Niederlage war der Heimspieltag mal wieder ein voller Erfolg. Vorstandsvorsitzender Harald Schuster freute sich über die vielen Zuschauer und die tolle Stimmung in der Halle: „So ein Derby ist für alle Beteiligten einfach ein einmaliges Erlebnis und ich bin froh, dass das so gut von den Zuschauern angenommen worden ist“. Für den USC Konstanz gibt es eine Woche vor Weihnachten noch mal eine kleine Trainingspause, bevor dann am 06.01. die Rückrunde direkt mit einem Heimspiel gegen den SV Fellbach startet.
USC Konstanz: Scheller, Petry, Heckel, Mundt, Rodler, Engelmann, Kaltenmark, Weisigk, Hammer, Sigmund, L.Weber, Röhl

Spiel des Jahres zum Abschluss der Hinrunde

USC Konstanz – TSV Mimmenhausen (09.12.17; 19.30 Uhr, Schänzlehalle) – Zum Abschluss der Hinrunde steht in der Konstanzer Schänzlehalle das Spiel des Jahres für den USC Konstanz an. Zu Gast ist der starke Tabellenführer TSV Mimmenhausen mit dem Ex-Nationalspieler Christian Pampel als Spielertrainer. „Man darf nicht den Fehler machen und Mimmenhausen nur auf Pampel reduzieren“, warnt der ehemalige Trainer des TSV Mimmenhausen Agron Jakupi. Jakupi hatte die Mannschaft über mehrere Jahre selbst entwickelt und das Team von der Verbandsliga bis in Liga drei geführt. Vor der Saison heuerte der Ravensburger nun beim USC Konstanz an. Doch das ist nicht die einzige Geschichte, die beide Mannschaften verbindet. Ein Großteil der Gästespieler studiert in Konstanz und so tritt regelmäßig ein Team aus USC und TSV Spielern bei Hochschulmeisterschaften an. „Die Mannschaften kennen sich beide sehr gut, daher wird es höchstwahrscheinlich auch keinerlei Überraschungen geben“, ist sich Jakupi sicher, „Mimmenhausen ist als Tabellenführer der klare Favorit, aber wir haben nichts zu verlieren und wollen ihnen das Leben zumindest schwer machen“, so der Konstanzer Trainer weiter.
Vor dem Duell meldeten sich auf Konstanzer Seite fast alle Spieler fit. Bis auf Außenangreifer Niklas Kuhn, der sich noch von seiner Knöchelverletzung erholt, sind alle Spieler einsatzbereit. Hinter Linus Engelmann steht aber ebenfalls noch ein kleines Fragezeichen, da er sich im Training einen Finger verletzte. Jakupi hat also abermals die Qual der Wahl was seinen Kader für das Spiel des Jahres angeht. Für gute Stimmung wird auf jeden Fall gesorgt sein, meint Vorstandsvorsitzender Harald Schuster: „Wir rechnen schon mit deutlich mehr Zuschauern bei diesem Kracher“.

„Macht beim Seederby gegen Mimmenhausen die Halle voll!“

Noch einmal schlafen! Dann steht das Bodenseederby der 3. Liga vor der Tür. Damit ihr uns noch ein bisschen besser kennen lernt, wollen wir die Gelegenheit nutzen und euch einen weiteren Neuling unseres Teams vorstellen. Paul Kaltenmark, 19 Jahre jung, ehemaliger Kaderspieler. Er kam vom TV Rottenburg zu uns an den Bodensee.

Paul, einige aus Konstanz kennen dich noch nicht so gut, erzähl uns doch ein bisschen was von deiner Volleyballvergangenheit und deinem Leben.
Ich bin im wunderschönen Tübingen aufgewachsen und zur Schule gegangen. Währenddessen habe ich alle Jugendmannschaften beim TV Rottenburg durchlaufen und hab die letzten Jahre bei der zweiten Herrenmannschaft in der 3. Liga bzw. Regionalliga gespielt. Nach dem Abi habe ich die klassische Australienreise gemacht. Schließlich bin ich in Konstanz gelandet, wo ich seit diesem Semester Wirtschaftswissenschaften studiere.
Wie gut bist du mittlerweile in Konstanz angekommen und wie wurdest du vom Team aufgenommen?
In Konstanz fühle ich mich seit dem ersten Tag sehr wohl und bereue es auf keinen Fall an den See gekommen zu sein. Zuvor kannte ich vom USC nur Philipp Sigmund. Ich wurde aber von allen anderen gut ins Team integriert. Ich wohne sogar mit Lars Hammer zusammen in einer 2-er WG.
Zwischen Rottenburg und Konstanz herrschte nicht immer das beste Klima, wie haben deine ehemaligen Mannschaftskollegen den Wechsel verkraftet?
Ja, für die Jungs war mein Wechsel natürlich ein herber Verlust, der nur schwer zu kompensieren ist (lacht). Als Trotzreaktion muss ich mir regelmäßig ein „Rottenburg 3, Kaltenmark 0“ anhören, denn Rottenburg hat nahezu alle Spiele gegen den USC gewonnen (Kommentar des Interviewers: Naja die unwichtigen halt). Da stehe ich allerdings drüber. Ansonsten habe ich immer noch guten Kontakt zu meinen alten Jungs.
Die Saison ist fast zur Hälfte vorbei. Dein Fazit und deine Vorstellungen zur Rückrunde?
Es hätte besser und schlechter laufen können. Bis auf die Spiele gegen Stuttgart und Kriftel bestand in jedem Spiel die Chance es zu gewinnen. Das sieht man auch an den vielen Tiebreakspielen. Wir sind, abgesehen von ein paar älteren Spielern ein sehr junges Team, was sich in der Regel im Saisonverlauf steigert. Für die Rückrunde ist also das Potential da, um mehr Spiele für sich zu entscheiden.
Was gefällt die als Schwabe in Baden am besten?
Wenn ich jetzt badisches Bier sage, würde ich lügen. Ich wusste nicht mal, dass Konstanz zu Baden gehört (lacht).
Berrys oder Theodor-Heuss?
Bei aller Liebe zum Berrys, vor allem montags hat die Theo doch ein bisschen mehr zu bieten.
Freibad Rottenburg oder See?
Ich war ehrlich gesagt noch nie im Rottenburger Freibad, deshalb sag ich mal See
Hast du noch etwas zu sagen?
Macht am 9.12 beim Seederby gegen Mimmenhausen die Halle voll!

Das Interview führte Marvin Scheller.

USC Konstanz verliert wichtiges Seederby unglücklich

TV Radolfzell – USC Konstanz 3:2 (31:29; 24:26; 25:15; 18:25; 15:12) – Das Treffen alter Bekannter wurde zu einem Volleyballkrimi sondergleichen. Auf Seiten des TV Radolfzell waren neben dem Trainer auch viele ehemalige Spieler des USC Konstanz beteiligt, unter anderem auch der Brasilianer Rafael Dürr, der noch im vergangenen Jahr in Konstanz spielte. Im ersten Satz war es neben Dürr auch Außenangreifer Waldemar Stier, der den Konstanzern das Leben schwer machte. Die Annahme von Radolfzell stand ungewohnt sicher und somit konnten die Gastgeber sich etwas absetzen. Beim Spielstand von 24:22 gab es die ersten Satzbälle aus Sicht von Radolfzell. Aber der USC bewies wieder mal Moral und kämpfte sich zurück in dieses Spiel. Einige unglückliche Entscheidungen und Spielsituationen später wurde die Aufholjagd der Konstanzer nicht belohnt und der Satz ging mit 31:29 an den TV Radolfzell. Auch im zweiten Satz war es lange ein Kopf an Kopf Rennen um den Satzgewinn, dieses Mal jedoch letztlich mit dem besseren Ende für die Gäste aus Konstanz. Vor allem die Unterstützung auf den Rängen machte das Spiel von der Atmosphäre her zu einem Heimspiel. „Das war schon großartig, wie wir schon wieder unterstützt wurden“, zeigte sich Chef-Trainer Agron Jakupi begeistert, „das hat meine Mannschaft sichtlich stabilisiert“. Im dritten Satz allerdings hat das überhaupt nicht geklappt, viele unnötige Eigenfehler im Angriff und im Aufschlag ließen den Vorsprung von Radolfzell schnell anwachsen und schon nach wenigen Minuten gab es kaum noch Hoffnung auf einen Satzerfolg. „In den vergangenen Wochen haben wir nach so einem Satz meist die Köpfe hängen gelassen und sind dann nicht mehr ins Spiel gekommen“ stellte Jakupi fest. „Das war heute deutlich besser“. Denn im vierten Satz bäumte sich der USC Konstanz noch mal gegen die drohende Niederlage auf und gewann den vierten Satz deutlich mit 25:18. Im Tiebreak verlor der USC Konstanz dann nach einigen Aufschlagfehlern etwas den Mut und man verlor letztlich sehr unglücklich mit 12:15. Damit konnten die Gäste das Kellerduell nicht für sich entscheiden, aber man vergrößerte trotzdem den Abstand auf die Abstiegsränge auf vier Punkte. „Wir hätten uns einen Sieg heute eindeutig verdient gehabt“, war sich Jakupi direkt nach dem Spiel sicher „doch die Radolfzeller haben das letztlich mit ihrer Erfahrung gut über die Bühne gebracht“. Als nächstes steht nun das größte Spiel des Jahres zuhause gegen den TSV Mimmenhausen an. Am 09.12. um 19 Uhr ist Anpfiff in der Schänzlehalle, wo eine Rekordkulisse erwartet wird.
USC Konstanz: Scheller, Petry, Weisigk, Mundt, Engelmann, Kaltenmark, Hammer, Berger, Rodler, J. Weber, L. Weber, Sigmund