Kleines Wunder: USC-Damen gewinnen schon verloren geglaubtes Spiel

FV Tübinger Modell – USC Konstanz 1:3 (25:13, 23:25, 21:25, 20:25) – Am vergangenen Samstagabend bestritten die Regionalliga-Damen des USC Konstanz ihr wohl unglaublichstes Spiel der Saison. Auch wenn es das Endergebnis von 3:1 aus Sicht der Konstanzer nicht gleich vermuten lässt, so war durchaus ein kleines Wunder für diesen Sieg nötig.

Die Partie begann ausgeglichen und Konstanz führte zu Beginn des ersten Satzes mit 5:4. Doch das Blatt sollte sich wenden. Die Tübingerinnen wollten um jeden Preis gewinnen, schalteten gleich drei Gänge höher und ließen die USC Damen keine Sekunde ins Spiel kommen. Tübingen schlug mit unheimlich viel Druck auf, so dass kein variables Zuspiel möglich war und die Angreiferinnen um Spielführerin Lina Hummel ein ums andere Mal im Tübinger Block hängen blieben. Beim Spielstand von 6:17 aus Sicht des USC nahm Trainerin Alina Lupu ihre zweite Auszeit und appellierte an ihre Mädels, sich auf ihre spielerischen Stärken und Kreativität zu besinnen. Sie mussten es irgendwie schaffen, den Rhythmus wieder zu finden, um nicht unterzugehen. Immerhin fruchtete diese Ansage und es konnten noch sieben weitere Punkte erzielt werden, bevor die starken Gastgeberinnen den Sack zumachten (25:13).

Der zweite Satz sollte so beginnen, wie der erste endete. Immer wieder scheiterten die Bodenseemädels an dem schier unüberwindbaren Block und konnten somit keinerlei Druck auf die Tübingerinnen ausüben. Kontinuierlich liefen die Gäste einem Rückstand nach (3:8, 10:16, 15:19). Dann brachte Lupu Camilla Zametica im Aufschlag, die den Gastgeberinnen gleich ein Ass servierte. Damit schien die Wende eingeleitet. Die Lokalmatadorinnen kamen ins Straucheln, Fehler schlichen sich ein und USC-Spielführerin Hummel peitschte ihre Mädels an, genau jetzt die Chance zu nutzen. Die zahlreichen Zuschauer sahen einen unglaublichen Kampf, der diesmal das glücklichere Ende für Konstanz fand (25:23).

Doch der Tübinger Siegeswille war ungebrochen. Der dritte Durchgang begann wie der zweite für die Konzilstädterinnen. Beim Stand von 11:15 aus Konstanzer Sicht nahm Lupu erneut eine Auszeit: „Wir müssen jetzt Punkt für Punkt denken, und für jede noch so schwierige Situation eine Lösung finden. Fehler schnell abhaken und immer weiter um jeden Ball kämpfen!“ Mit vollem Risiko im Aufschlag und in den Angriffen kämpften sich die Konstanzerinnen Punkt für Punkt heran und nutzen den Überraschungsmoment für sich für den Gewinn des dritten Durchgangs (25:21). Diese Aufholjagden schlauchten das Lupu-Team psychisch wie auch physisch und sie wollten um jeden Preis einen Tiebreak vermeiden. Jedoch sah dies im vierten Satz alles keineswegs danach aus. Die TüMo Damen feuerten den Gästen die Bälle um die Ohren und über 3:7, 4:10 und 10:17 sah es nicht gut aus für den Tabellenführer. Lupu nahm ihre zweite Auszeit, um ihr Team wieder auf Kurs zu bringen. Es ging nur noch alles oder nichts. Ein klasse Block von Felicitas Piossek, gefolgt von Aufschlagserien von Carla Ambrosius, Britta Steffens und Lena Schuh brachten die Gäste wieder in Spiel (16:17, 21:19). Endlich, der Widerstand der Tübinger war gebrochen und die Mädels vom Bodensee konnten mit 25:20 und damit 3:1 diese unglaubliche Partie für sich entscheiden.

„Tübingen ist mit 200% ins Spiel gestartet und wollte um jeden Preis gewinnen. Wir haben anfangs kein Rezept gegen diesen starken Block gefunden und viel mit uns selber gekämpft.“, resümiert Britta Steffens. Und auch Trainerin Alina Lupu ist froh über den Sieg, auch wenn sie nicht ganz zufrieden war mit der spielerischen Leistung ihrer Mannschaft: „Wir haben uns verunsichern lassen, haben uns nicht auf unser Spiel konzentriert und waren zu berechenbar bei unseren Angriffen. Aber ich ziehe meinen Hut vor den Mädels, dass sie zu keinem Zeitpunkt aufgegeben haben. Lina hat das Team auf dem Spielfeld permanent motiviert und die Mädels haben sich im letzten Satz in einen Rausch gespielt. Das war eine Wahnsinns Teamleistung.“ Für Franka Welsch war es darüber hinaus ein besonderes Spiel, da sie gegen ihre Schwester Leonie spielte: „Es ist toll, dass wir das Spiel gewonnen haben, auch wenn ich natürlich auch stolz war, wenn meine Schwester gute Punkte gemacht hat. Es waren viele Freunde und unsere Familie gekommen, da ist es etwas schade gewesen, dass ich heute nicht meine beste Leistung abrufen konnte.“

Zeit zum Durchatmen bleibt den USC-Damen jedoch nicht. Bereits am kommenden Samstag folgt eine weitere richtungsweisende Partie mit Blick auf die Meisterschaft. Da empfängt der USC den Tabellenvierten TTV Dettingen.

USC-Damen haben an Tübingen nichts zu verschenken

FV Tübinger Modell – USC Konstanz (Samstag, 18.01.20, 19.30 Uhr, Uhlandhalle Tübingen). Am kommenden Samstag gastiert der USC Konstanz als Primus der Regionalliga Süd in Tübingen und möchte drei Punkte mit an den See bringen.

Das Hinspiel konnten die USC Damen noch klar mit 3:0 für sich entscheiden. Tübingen hat sich jedoch im Verlauf der Saison stark verbessert und befindet sich aktuell auf dem zweiten Platz (vier Punkte Rückstand auf den USC Konstanz, bei einem Spiel mehr) und konnte die letzten sieben Spiele für sich entscheiden- zuletzt gegen den TSV Burladingen klar mit 3:0. Die Gastgeberinnen werden die Konstanzerinnen also mit reichlich Selbstbewusstsein empfangen.

„Wir müssen von der ersten Sekunde an hellwach sein und Tübingen gleich mit unseren Aufschlägen unter Druck setzen. Gegen Villingen hat uns das zuletzt sehr geholfen und dies wird auch hier der Schlüssel zum Erfolg sein.“, gibt Trainerin Alina Lupu die Richtung vor. Sie wird am Samstag auf ihren gesamten Kader zurückgreifen können und hat somit die Möglichkeit für taktische Wechsel, vor allem im Aufschlag und im Block. „Ich erinnere mich noch sehr gut an die starken Angriffe über die Mittelposition der Tübinger. Da werden wir Mittelblockerinnen ganz schön gefordert sein.“, erklärt Carla Ambrosius. Das Team um Spielführerin Lina Hummel zeichnete sich am vergangenen Samstag gegen Villingen vor allem durch Stabilität und Kampfstärke aus. „Wir müssen uns einfach auf unser Spiel konzentrieren. Es wird eine spannende Partie werden, bei dem es vor allem auch darauf ankommt, die Eigenfehlerquote so niedrig wie möglich zu halten.“, plädiert Hummel.

Eine besondere Begegnung wird es auch für Zuspielerin Franka Welsch werden. Ihre Schwester Leonie Welsch wird ihr am Samstag am Netz gegenüberstehen und sich für die Niederlage im Oktober revanchieren wollen. Immerhin: Einen Sieg wird es im Hause Welsch in jedem Fall geben. Mit einem Sieg würde der USC Konstanz seine Tabellenführung weiter ausbauen. Besonders im Hinblick auf das Duell mit dem Drittplatzierten TTV Dettingen wären drei Punkte ein weiteres Ausrufezeichen im Titelkampf.

USC-Damen siegen in hochklassigem Spitzenspiel

USC Konstanz – TV Villingen 3:1 (27:25, 26:28, 15:16, 25:17) – Beim bisher wichtigsten Spiel der Saison zeigen die Konstanzerinnen einmal mehr starke Nerven und gewinnen das Derby trotz zunächst knappem Spielverlauf am Ende deutlich mit 3:1. „Wir haben eine ganze Weile gebraucht, um ins Spiel zu finden“, gibt Zuspielerin Britta Steffens zu „Villingen ist mit deutlich mehr Schwung in die Partie gestartet und hat von Anfang an Druck gemacht, vor allem im Aufschlag.“

Diese taktische Vorgabe wurde offenbar von beiden Trainern ausgegeben – Konstanz fiel die Umsetzung jedoch zunächst noch schwer. Eine wacklige Annahme, teils ungenaue Pässe und verhaltene Angriffe prägten die erste Hälfte des ersten Satzes. Über die Spielstände 14:17 und 18:22 liefen die USC-Damen ständig einem Rückstand hinterher, bevor die Handbremse endlich gelöst wurde und die alte Konstanzer Stärke zum Vorschein kam. Eine Chance zum Satzgewinn hatten die Villingerinnen, danach zog die Heimmannschaft, auch dank der hervorragenden Abwehrleistung von Libera Tena Lovric vorbei, und verwandelte den zweiten Satzball zum 27:25.

Jetzt war der Knoten geplatzt und die ca. 300 Zuschauer in der Schänzlehalle bekamen das versprochene heiße Duell zu sehen. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit langen Ballwechseln und starken Block- und Abwehraktionen auf beiden Seiten entwickelte sich, ehe der TV Villingen den zweiten Durchgang ebenso knapp wie zuvor die Gastgeberinnen, mit 28:26 für sich entscheiden konnte. Dieser inzwischen schon fast ungewohnte Satzverlust schien die Konstanzerinnen kurzzeitig aus dem Konzept zu bringen, denn der dritte Durchgang schien mit 3:6 und 5:8 zunächst dem ersten zu gleichen. Leonie Stapel verschaffte Lena Schuh über die Außenposition eine Verschnaufpause, es folgte der Ausgleich zum 8:8. Nun arbeitete der USC sich immer mehr an eine konstante Qualität in allen Bereichen heran. Die Aufschläge kamen sicherer und Serien von Britta Steffens, Felicitas Piossek und Franka Welsch ermöglichten eine souveräne Block-Abwehr-Arbeit, die immer öfter in direkten Punkten endeten. Vor allem Franka Welsch punktet ein ums andere Mal und so ging Satz drei folgerichtig mit 25:16 an die Konzilstädterinnen.

Im vierten und letzten Durchgang des Tages zeigten die Konstanzerinnen nun, warum sie zurecht auf dem ersten Tabellenplatz logieren. Britta Steffens verteilte die Bälle variabel, die Außenangreiferinnen Lina Hummel und – wieder aufs Feld zurückgekehrt – Lena Schuh überzeugten mit cleveren Angriffen und Carla Ambrosius und Felicitas Piossek lasen das Spiel der Villingerinnen nun so gut, dass die Angriffe der Gegner immer öfter direkt geblockt oder zumindest entschärft wurden. Gleich den ersten Matchball nutzte Lena Schuh und beendete das Spiel bezeichnenderweise mit einem Ass. „Villingen war sehr gut auf uns eingestellt und hat uns erstmal vor einige Probleme gestellt. Am Ende war ausschlaggebend, dass wir unsere Aufschlagstärke wieder gefunden haben und die Qualität in der Annahme konstanter wurde. Villingen hat das phasenweise ganz stark gemacht, konnte das Niveau aber nicht über das Spiel hinweg halten“, fasst Phillip Röhl zusammen, der Trainerin Alina Lupu an diesem Spieltag als Co-Trainer beiseite stand. Mannschaftsführerin Lina Hummel ist erleichtert: „Wir waren natürlich schon nervös vor dem Spiel. Ich bin froh, dass wir es im Laufe der Partie geschafft haben, unseren gewohnten Rhythmus zu finden. Das war wichtig, damit wir in Ruhe unser Spiel aufziehen konnten.“ Der USC rangiert nun mit einem komfortablen vier-Punkte-Vorsprung vor dem Tübinger Modell, die jedoch noch ein Spiel mehr auf ihrem Konto haben. Entsprechend bleibt den Damen vom See kaum Zeit zum Durchatmen, da eben jener Tabellenzweite am nächsten Samstag um 19:30 Uhr zum nächsten Spitzenspiel lädt.

USC Konstanz: Schuh, Stapel, Piossek, Ambrosius, Steffens, Hummel, Zametica, Welsch, Slowik, Lovric

Derbykracher zum Jahresauftakt

USC Konstanz – TV Villingen (Samstag, 11.1.20, 16 Uhr, Schänzlehalle, Konstanz) – Am Samstag betreten die USC Damen um 16 Uhr in der Schänzlehalle wieder das Regionalliga-Parkett und laden zu einem heißen Tanz. Auf der anderen Netzseite wird niemand Geringerer als der Absteiger aus der 3. Liga stehen, der TV Villingen. Eine von nur zwei Mannschaften, der es in der Hinrunde gelang, dem USC einen Punkt abzunehmen – das Hinspiel ging denkbar knapp mit 3:2 an den Aufsteiger aus Konstanz. Zum Zeitpunkt der ersten Begegnung – das zweite Spiel – war jedoch noch nicht abzusehen, wie sich die Saison weiter entwickeln sollte. Dennoch war es bereits ein richtungsweisendes Spiel, bestätigt die gebürtige Villingerin Lena Schuh: „Als wir gegen Villingen gewonnen hatten war klar, dass wir vielleicht doch weiter oben mitspielen können als gedacht.“

Tatsächlich sind die Vorzeichen diesmal andere. Zwar trifft noch immer der Absteiger auf den Aufsteiger – diesmal starten die Damen vom See jedoch als Tabellenführer und Favoriten in das Spiel. „Das ist auch im Kopf eine andere Situation.“, mahnt Trainerin Alina Lupu zur Vorsicht. „Im Hinspiel waren wir die Underdogs, niemand wusste so genau, was von uns zu erwarten ist. Das hat sich natürlich jetzt geändert. Wir werden druckvolle Aufschläge und einen stabilen Block benötigen, um dem Gegner unser Spiel aufzwingen zu können.“ Villingen steht aktuell auf dem dritten Tabellenplatz, jedoch mit einem Spiel weniger als der Tabellenzweite Tübingen. Es wird also das erwartete Topspiel. „Ich glaube, dass es entscheidend sein wird, wie fit die Teams aus der Weihnachtspause kommen.“, prophezeit Mannschaftsführerin Lina Hummel. „Beide Mannschaften haben wenig trainiert und die Zeit zur Regeneration genutzt. Es wird sich zeigen, wie schnell wir unseren Rhythmus wieder finden. Villingen hat ebenfalls eine starke Hinrunde gespielt und schon im Hinspiel waren sie sehr gut auf uns eingestellt.“

Für Lena Schuh, Felicitas Piossek und Britta Steffens als ehemalige Villinger Spielerinnen wird es in zweifacher Hinsicht eine besondere Begegnung. Piossek freut sich darauf: „Da kribbelt es natürlich besonders. Diesmal in eigener Halle – das wird super. Ich hoffe, dass viele Zuschauer den Weg in die Halle finden und uns unterstützen!“ Rein rechnerisch könnte der USC sogar verlieren und wäre noch immer Tabellenführer. Den Freischuss würden sich die Konzilstädterinnen aber noch gerne etwas aufheben, da sind sich alle einig. Voraussichtlich kann Trainerin Alina Lupu beim Spitzenspiel auf den kompletten Kader setzen: „Deshalb wollen wir alles geben um drei  Punkte einzufahren. Die Rückrunde ist noch lang, wer weiß, ob wir den Vorsprung noch brauchen.“ Es verspricht also ein heißes Duell im kalten Januar zu werden.

Vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für Regionalliga-Volleyballerinnen

DJK Schwäbisch Gmünd- USC Konstanz 0:3 (18:25, 24:26, 28:30). Sie haben es schon wieder getan! Mit einem hart erarbeiteten 3:0 Sieg gab es am vergangenen Sonntag eine vorzeitige Weihnachtsbescherung für die Regionalliga Damen des USC Konstanz.

Dabei lässt das Ergebnis nicht vermuten, dass dieser Sieg den USC’lerinnen sehr viel abverlangte, denn sie trafen auf reichlich Widerstand bei den Gastgeberinnen. Den Gmünder Mädels war der Respekt gegenüber dem Tabellenprimus im ersten Satz noch anzumerken. Konstanz spielte sehr souverän, machte viel Druck im Aufschlag, stand gut im Block und punktete mit klugen Angriffen. Somit ging dieser Durchgang klar mit 25:18 an den USC.

Im zweiten Satz sah die Sache schon anders aus: ein sehr spannendes Kopf-an-Kopf Rennen begann. Beide Teams schenkten sich nichts. Lange Ballwechsel ließen die knapp 100 Zuschauer staunen. Auf Konstanzer Seite glänzte besonders Libera Tena Lovric mit spektakulären Abwehraktionen. Bis zum Stand von 11:11 konnte sich kein Team absetzen. Dann schlichen sich bei den USC Damen einige Fehler ein. Man bekam die guten Aufschläge der Gmünder nicht so recht unter Kontrolle und war zu leichtfertig im Angriff. Trainerin Alina Lupu reagierte, nahm im richtigen Moment eine Auszeit und brachte die Mädels wieder auf Kurs. Die Konstanzerinnen kämpften sich zurück und gingen 23:20 in Führung. Allerdings hatten die Gastgeberinnen noch nicht aufgegeben und setzten einmal mehr ihre schlagkräftigen Außenspielerinnen in Szene, die der USC Block nicht so recht unter Kontrolle bekam. Mit viel Ruhe und Geduld entschieden die USC Mädels diesen Satz dennoch 26:24 für sich.

Der dritte Durchgang sollte den vorherigen widerspiegeln. Lina Hummel, Lena Schuh und Leonie Stapel hatten auf der Außen- bzw. Diagonalposition ordentlich zu tun, punkteten jedoch eindrucksvoll gegen einen erstarkten Gmünder Block. Franka Welsch und Britta Steffens wechselten sich ab im Zuspiel und durch eine variable Passverteilung konnten sie auch die Mittelblockerinnen Carla Ambrosius und Felicitas Piossek/Johanna Slowik optimal anspielen. Es war das gesamte Spielrepertoire gefragt, um sich Punkt für Punkt nach vorn zu arbeiten. Die Lokalmatadorinnen bissen sich jedoch an den Konstanzer Fersen fest und erspielten sich beim Stand vom 24:23 sogar den ersten Satzball. Erneut war es Lupu die handelte, eine Auszeit nahm und zusammen mit Kapitänin Lina Hummel wurden die restlichen physischen und psychischen Kräfte mobilisiert und so wendeten die Bodensee Mädels das Blatt: Lina Hummel brachte durch einen fantastisch platzierten Angriff ihr Team zurück, durch ein pfiffiges Zuspiel ermöglichte Britta Steffens Felicitas Piossek einen ungehinderten Angriff über die Mitte und Franka Welsch lieferte den entscheidenden Blockpunkt zum Sieg beim Endstand von 30:28!

„Das war eines der spannendsten Spiele, die wir bisher hatten! Beide Teams haben sich nichts geschenkt. Der dritte Satz hätte auch an die Gmünder gehen können- sie haben sehr stark gespielt“, resümiert Diagonalangreiferin Leonie Stapel. Und auch Lena Schuh ist froh, dass diese Partie den besseren Ausgang für ihr Team hatte: „Lina appelliert immer an uns, dass wir geduldig sein sollen. Das motiviert sehr, auch in engen Situationen nicht den Kopf zu verlieren.“ Auch Alina Lupu ist stolz auf ihre Truppe: „Ich bin immer wieder beeindruckt, wie sich die Mädels in schwierigen Situationen zurückkämpfen können. Das haben sie toll gemacht!

Nun geht es erst einmal in die wohlverdiente Weihnachtspause, bevor bereits zu Beginn des neuen Jahres die Vorbereitung auf das Topspiel gegen Villingen am 11.01.20 in heimischer Halle ansteht. Die Mädels freuen sich über zahlreiche und lautstarke Unterstützung und wünschen allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Für den USC spielten: Ambrosius, Hummel, Lovric, Piossek, Schuh, Slowik, Stapel, Steffens, Welsch

Zehnter Sieg in Folge soll her – Rückrunde beginnt für USC-Damen in Schwäbisch Gmünd

DJK Schwäbisch Gmünd – USC Konstanz (Sonntag, 15.12.19, 14.30 Uhr, Schwäbisch Gmünd) – Zu Beginn der Rückrunde am dritten Adventssonntag gastieren die Regionalliga-Volleyballerinnen des USC Konstanz beim DJK Schwäbisch Gmünd.

Die Gmünderinnen sind den USC Damen noch in positiver Erinnerung, gewannen die Konstanzerinnen das Hinrundenspiel doch mit 3:1. Nach einer anfänglichen Findungsphase haben sich die Damen aus dem Remstal jedoch stabilisiert und konnten die letzten vier Spiele jeweils für sich entscheiden. „Wir haben nicht mehr das Überraschungsmoment als „unbekannter“ Aufsteiger auf unserer Seite. Die Gegner kennen uns nun und können sich gezielter im Training vorbereiten. Wir müssen also in jedem Spiel noch mal eine Schippe drauflegen. Es wird mit Sicherheit eine spannende Rückrunde werden“, erklärt Außenangreiferin Lena Schuh. „Wir haben bereits begonnen im Training einige neue Spielstrategien zu erarbeiten, um im Angriff variabler zu werden. Das werden wir auch über die spielfreie Zeit zwischen den Jahren noch mehr intensivieren. Wir haben gesehen, dass wir mit einem starken Aufschlag die Grundlage für unser gutes Spiel geschaffen haben. Das wollen wir gegen Schwäbisch Gmünd natürlich auch nutzen, um ihren Spielaufbau zu erschweren“, verrät Trainerin Alina Lupu.

Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg gegen Mannheim am vergangen Sonntag war der gute Konstanzer Block. Dieser wird auch gegen Gmünd gefragt sein, um vor allem die starke Außenangreiferin Lisa Denzinger in Schach zu halten. „Im Hinspiel hatten wir Lisa ganz gut unter Kontrolle, allerdings hat sie nicht ihr ganzes Potential ausspielen können. Wir müssen also darauf gefasst sein, dass es für uns deutlich schwieriger wird, als im ersten Aufeinandertreffen“, appelliert Mannschaftsführerin Lina Hummel an ihr Team.

Die Karten sind also neu gemischt und man darf gespannt sein, ob sich die Lupu-Mädels weiterhin unbeschadet an der Tabellenspitze halten können, bevor es in die Weihnachtspause geht. Als Ausblick für das neue Jahr: bereits am Samstag den 11.01.20 steht das Spitzenspiel gegen den TV Villingen um 16.00 Uhr in der Schänzlehalle an. Die Mädels freuen sich über jede lautstarke Unterstützung!

USC-Damen schaffen die Sensation

USC Konstanz – VSG Mannheim 3:0 (25:17, 25:13, 25:17) – Mit 3:0 siegen die Damen des USC Konstanz gegen den Mitaufsteiger VSG Mannheim und setzen hinter eine fantastische Hinrunde ein Ausrufezeichen.

Es ist der neunte Sieg im neunten Spiel für den Aufsteiger (!) aus der Oberliga. 27 Sätze wurden gewonnen, nur fünf verloren. Das liest sich gut und lässt eigentlich nicht vermuten, dass das Team von Trainerin Alina Lupu in der letzten Saison noch eine Liga tiefer aufgeschlagen hat. „Wir wussten tatsächlich vor der Saison nicht, wie gut wir in der Regionalliga mithalten können“, gibt Carla Ambrosius zu. „Wir kannten kein Team und wussten nicht, wie groß der Sprung sein würde. Dass wir jetzt nach der Hinrunde ungeschlagen ganz oben stehen, ist schon unglaublich!“ Das unterstrich der Tabellenführer in heimischer Halle gegen den VSG Mannheim mit einer souveränen Leistung. Obwohl es gleich zu Beginn des Spiels beim Spielstand von 3:0 zu einer Schrecksekunde kam, als Lina Hummel umknickte und ausgewechselt werden musste, blieb das Team ruhig. Leonie Stapel spielte die ungewohnte Außenposition, als würde sie nie etwas anderes tun und der USC zog schnell von 8:3 über 17:13 davon und beendete den ersten Durchgang klar mit 25:17.

Auch im zweiten Satz hieß es schon bald 9:5, bevor zu viele Eigenfehler dafür sorgten, dass die Mannschaft von Trainerin Kathrin Trübenbach nun doch auch ihren Rhythmus fand und auf 9:10 rankam. Auch der Rückwechsel von Hummel für Stapel konnte den Lauf der Mannheimerinnen zunächst nicht stoppen. Die Annahme wackelte, die Angriffe wurden zaghafter, das Zuspiel geriet ungenau – 11:16 war die logische Folge. Doch diese Situation kennen die Konstanzerinnen bereits und entsprechend geduldig kämpfte sich die Mannschaft zurück in den Satz und rangen der VSG den Durchgang sogar noch ab (25:23). Im letzten Durchgang stimmte dann wieder alles. Das variable Zuspiel von Franka Welsch und Britta Steffens ließ die Angreiferinnen glänzen und immer wieder sorgten die Mittelblockerinnen Felicitas Piossek, Carla Ambrosius und Johanna Slowik für Raunen unter den Zuschauern. Nun zeigten die Konzilstädterinnen, warum sie an der Tabellenspitze rangieren – ohne weitere Schwächephasen beendeten sie das Spiel mit 25:23 und feierten sich im Anschluss verdient für eine grandiose Hinrunde. Trainerin Lupu mahnt aber trotzdem zur Besonnenheit: „Wir wissen, dass wir in der Rückrunde hart arbeiten müssen, um da oben zu bleiben. Jetzt wissen alle, wer wir sind und was wir können. Es wird deutlich schwerer werden, den Platz an der Sonne zu verteidigen. Aber wir wollen alles versuchen um noch möglichst lange umgeschlagen zu bleiben.“ Besagte Rückrunde startet auch schon gleich nächste Woche, wenn die USC Damen am Sonntag um 14.30 Uhr in Schwäbisch Gmünd aufs Feld gehen.

Für den USC spielten Schuh, Welsch, Steffens, Hummel, Piossek, Slowik, Lovrić, Stapel, Zametica, Ambrosius

Herbstmeisterinnen wollen perfekte Hinrunde krönen

USC Konstanz – VSG Mannheim (Sonntag, 08.12.19, 13:00 Uhr, Schänzlehalle) – Am Sonntag um 13 Uhr könnten die Damen 1 des USC Konstanz im Heimspiel gegen die VSG Mannheim eine perfekte Hinrunde beenden. Sollte hier ein Sieg eingefahren werden, stünde das Aufsteigerteam um die Mannschaftsführer Steffens und Hummel tatsächlich ungeschlagen an der Tabellenspitze der Regionalliga. Ein weiterer Fakt: Das Team kann sich dank Schützenhilfe von Verfolger TV Villingen auf jeden Fall als Herbstmeister feiern lassen. Denn selbst im Falle einer Niederlage, wäre die Führung nicht verloren. Die Weste wäre dann aber eben nicht mehr weiß.

„Jetzt wollen wir natürlich auch das letzte Spiel der Hinrunde gewinnen, ist ja klar!“, bestätigt Trainerin Alina Lupu. „Mannheim ist aber nicht zu unterschätzen“, ergänzt Außenangreiferin Lena Schuh. Das Team von Trainerin Kathrin Trübenbach ist den Konstanzerinnen als Mitaufsteiger aus der Oberliga nämlich nicht unbekannt. Aktuell rangiert die Mannschaft aus Mannheim mit vier Siegen auf Tabellenplatz sechs, zuletzt hagelte es eine klare 0:3 Niederlage gegen den TTV Dettingen. In der letzten Saison setzte sich der USC zwar zweimal durch, „die Karten sind aber natürlich wieder neu gemischt.“, mahnt auch Mittelblockerin Felicitas Piossek, die ja in dieser Saison erst nach Konstanz wechselte. „Wir müssen absolut konzentriert zur Sache gehen und wollen endlich mal vom ersten Punkt an zeigen, was wir können.“ Immerhin sieht es so aus, als könnte Alina Lupu wieder auf fast alle Spielerinnen zählen. Einzig der Einsatz von Diagonalangreiferin Camilla Zametica ist aufgrund einer Knieverletzung fragwürdig. Trainerin Lupu ist entsprechend erleichtert: „Das gibt mir wieder ganz andere Möglichkeiten. Wir konnten durch Spielerwechsel zuletzt kaum reagieren, weil wir oft nur wenige Spielerinnen hatten. Das Team hat das toll gemacht, aber es ist natürlich für alle einfacher, wenn der Kader groß ist!“ Bleibt also abzuwarten, ob die Damen des USC dem Druck weiter standhalten und sich selbst für eine fantastische Hinrunde belohnen.

Herbstmeister nach nur 62 Minuten: USC-Damen weiter im Siegesrausch

TSV Burladingen- USC Konstanz 0:3 (20:25, 19:25, 6:25). Ein besseres Geschenk zum ersten Advent hätten sich die Regionalliga-Volleyballerinnen des USC nicht machen können: Sie siegten im Eiltempo gegen den TSV Burladingen und sicherten sich so vorzeitig den Titel des Herbstmeisters der Regionalliga Süd.

Dabei stießen die Mädels um Trainerin Alina Lupu anfänglich jedoch auf reichlich Burladinger Widerstand. Die Gastgeberinnen hatten sich fest vorgenommen, die Konstanzerinnen zu ärgern, was ihnen anfänglich auch gelang. Mit starken Aufschlägen und einer guten Feldverteidigung gingen die Fehlastädterinnen 9:5 in Führung und machten es den Mädels vom Bodensee schwer, zu punkten. Die erste frühe Auszeit von Lupu sollte die USC Damen jedoch wieder auf Kurs bringen und sie fanden zu alter Form zurück, kämpften sich Punkt um Punkt heran und sicherten sich letztlich den ersten Satz mit 25:20. Im zweiten Satz schalteten die Konstanzerinnen dann einen Gang höher. Trotz großer Kampfstärke und eine tollen Abwehrleistung, die es den Gästen erschwerte ihre Angriffe durchzubringen, erarbeiteten sich die USC-Mädels einen komfortablen Vorsprung über den gesamten Satz (6:9, 7:12, 12:17, 14:21) und sicherten sich auch dank eines variablen Aufschlagspiels den zweiten Durchgang mit 25:19.

Was dann im dritten Durchgang geschah, ließ den ein oder anderen Zuschauer staunen: die USC Damen demonstrierten einmal mehr, weshalb sie derzeit an der Tabellenspitze logieren. Lena Schuh und Franka Welsch servierten perfekt platzierte Aufschläge, Libera Tena Lovric fischte nahezu jeden Ball heraus und taktisch kluge Zuspiele von Britta Steffens ermöglichten den Angreiferinnen, ein ums andere Mal zu punkten. „Es war toll den Mädels zuzusehen, wie konzentriert sie waren und die Schwerpunkte aus dem Training auch im Spiel umsetzen konnten. Ich bin sehr zufrieden“, freut sich Trainerin Lupu. Damit war der Widerstand der Burladinger gebrochen und nach insgesamt 62 Minuten Spielzeit hieß es 25:6 und damit 3:0 für die USC-Damen.

Da die direkten Verfolgerinnen des TV Villingen gegen den Heidelberger TV mit 2:3 verloren haben, konnten die USC-Damen ihren Vorsprung an der Tabellenspitze auf fünf Punkte ausbauen und sicherten sich damit vorzeitig die Herbstmeisterschaft, bevor am kommenden Sonntag  vor heimischer Kulisse das letzte Spiel der Hinrunde gegen die VSG Mannheim angepfiffen wird.

USC Konstanz: Ambrosius, Hummel, Lovric, Piossek, Schuh, Slowik, Stapel, Steffens, Welsch, Zametica

Weiterhin die Gejagten: USC-Damen zu Gast beim TSV Burladingen

TSV Burladingen vs. USC Konstanz (Sonntag 01.12.19, 15.00 Uhr, Trigema- Arena) – Am kommenden ersten Advent gastieren die Reginalliga-Volleyballerinnen des USC Konstanz beim TSV Burladingen. Die Fehlastädterinnen tragen aktuell die rote Laterne auf dem vorletzten Tabellenplatz, da Tabellenschlusslicht das Nachwuchsteam des BSP MTV Stuttgart ist, welches außerhalb der normalen Wertung läuft und nur die Rückrundenspiele bestreitet.

Auch wenn die Konstanzerinnen als klare Favoriten in die Partie gehen, so sind die Damen aus dem Zollernalbkreis keineswegs zu unterschätzen. Zwar konnte sie bisher noch keinen Sieg auf ihr Konto verbuchen, allerdings haben sie dem TTV Dettingen einen Punkt abgenommen (2:3), gegen den die USC Damen auch nur knapp mit 3:2 gewonnen haben. „Burladingen hat nichts zu verlieren. Sie können frei aufspielen und sie werden mit Sicherheit alles in die Waagschale legen, um uns Punkte abzuknüpfen. Wir müssen also von der ersten Sekunde an 100% wach sein und Vollgas geben“, mahnt Kapitänin Lina Hummel. Trainerin Alina Lupu gibt das Programm für die Spielvorbereitung vor: „Wir hatten in den vergangenen Spielen immer wieder kleine Schwächephasen in der Annahme, darum werde ich im Training hier noch mal einen Schwerpunkt setzen. Da müssen wir einfach konstanter werden. Eine andere Baustelle wird die Blockarbeit sein. Auch wenn vor allem im letzten Spiel unser Block ganz gut stand, so ist dieser noch ausbaufähig.“

Personaltechnisch kann Lupu auf den vollen Kader zurückgreifen. „Ich freue mich endlich wieder mit dabei zu sein. Hier und da macht sich das Knie zwar noch bemerkbar, aber ich hoffe, dass sich das bis Sonntag bessert“, liebäugelt auch Britta Steffens wieder mit Einsatzzeiten im Zuspiel.

Es bleibt also nach wie vor eng an der Tabellenspitze und dem Rennen um die Herbstmeisterschaft. Denn auch Tabellennachbar TV Villingen (3 Punkte Differenz) hat keine leichte Aufgabe vor sich. Sie gastieren beim Heidelberger TV. Sollten sie dort Punkte lassen, würde das den Abstand zu den USC Damen vergrößern. „Es ist eine ganz schön spannende Situation, „die Gejagten“ zu sein. Alle warten darauf, dass wir uns einen Fehler leisten und sie uns an der Tabellenspitze ablösen können. Das baut schon einen gewissen Druck auf und man braucht durchaus– ein bisschen mehr als sonst- einen kühlen Kopf auf dem Spielfeld. Aber das motiviert natürlich auch ungemein“, verrät Felicitas Piossek. Also: Daumen drücken für die USC Mädels!