Starker Auftakt nicht mit Sieg belohnt

SV Sinsheim – USC Konstanz 3:2 (23-25, 25-16, 31-29, 14-25, 15-9) – Die 3.Liga-Aufsteiger vom USC Konstanz konnten sich trotz guter Leistung und hartem Kampf nicht mit einem Sieg beim Vorjahresdritten SV Sinsheim belohnen. Der Saisonauftakt ist trotzdem gelungen und das Team hat auswärts einen Punkt entführt.

Die 3.Liga-Aufsteiger des USC Konstanz starteten ihre Saison am vergangenen Samstag gegen den starken Vorjahresdritten SV Sinsheim. Auf Seiten des USC Konstanz fehlten jedoch zwei wichtige Spielerinnen. Mittelblockerin Marie Bertschinger, die auch als Co-Trainerin agiert, konnte aufgrund beruflicher Verpflichtungen nicht ins Kraichgau reisen. Auch die erst kürzlich verpflichtete Profi-Beachvolleyballerin Leonie Welsch weilte noch im Urlaub, da sie erst vor einer Woche noch die Deutschen Beachvolleyballmeisterschaften in Timmendorf gespielt hatte. „Das war genau so abgesprochen und wir wollen, dass unsere Spielerinnen sowohl körperlich als auch mental voll da sind“, sagte der neue Trainer der USC-Mädels Philipp Röhl.

Trotzdem startete die Mannschaft um Mannschaftsführerin Lina Hummel druckvoll in den ersten Satz. Obwohl man beiden Mannschaften noch etwas den Rost der Sommerpause anmerkte, konnte man gleich mehrere spektakuläre Ballwechsel beobachten. Am Ende des Satzes behielt der USC die Nerven und konnte diesen somit mit 25:23 für sich entscheiden. Im zweiten Satz „haben wir leider sehr schlecht aufgeschlagen und gleichzeitig zu viele Fehler im Angriff gemacht“, gab Röhl nach der Partie zu Protokoll. Der SV Sinsheim hatte also leichtes Spiel und gewann somit locker mit 25:16. Auch im folgenden Satz fand der USC nicht wie gewohnt zu seinem druckvollen Spiel. Bis kurz vor Ende des Satzes rannte man einem kleinen Rückstand hinterher. „Da haben wir dann jedoch eine gute Moral gezeigt und uns zurück in den Satz gekämpft, welcher dann äußerst knapp mit 31:29 verloren ging. Im 4. Satz lief dann nahezu alles perfekt für die Konstanzer Damen. Insbesondere eine stabile Block-Abwehr und eine gute Aufschlagsserie von Lina Hummel sorgten früh für eine Entscheidung. Der Tiebreak musste also her und darüber entscheiden, wer sein Auftaktspiel gewinnen sollte. Hier spielten die Sinsheimer ihre ganze 3.Liga-Erfahrung aus und gewannen letztlich verdient. Trotzdem zeigte sich Philipp Röhl nach dem Spiel zufrieden mit seiner Mannschaft: „Wir stehen noch am Anfang der Saison und können noch um einiges besser werden“. Das ist auch schon für das nächste Spiel in zwei Wochen beim SSC Bad Vilbel das erklärte Ziel.

USC Konstanz: Hummel, Schuh, Steffens, Zametica, Wanner, Welsch, Lovric, Kabalak, Piossek, Slowik, Maurmann, Kyshkova, Kwapil

MVP des Spiels: Lina Hummel

Neues altes Trainerteam übernimmt die Aufsteiger in die 3.Liga

Am 12. März 2020 muss Harald Schuster, Vorstand des USC Konstanz, die Nachricht an die
Mannschaftsverantwortlichen weiterleiten: Mit sofortiger Wirkung wird der Trainings- und
Spielbetrieb eingestellt. Die Saison ist beendet, in allen Ligen, für alle Mannschaften.

Glück im Unglück: Zu diesem Zeitpunkt ist die erste Damenmannschaft des USC bereits
ungeschlagener Meister der Regionalliga Süd – ganze drei Spieltage vor dem eigentlich
geplanten Saisonende. Das lässt also hoffen, denn zunächst ist nicht klar, wie der
Volleyballverband Auf- und Abstiege regeln wird. Nur kurze Zeit später erreicht die
Mannschaft die Meldung, dass es in die 3. Liga geht. Große Freude, wenn auch bei jedem
privat zuhause. Denn zu diesem Zeitpunkt ist nicht an Teamsitzungen, geschweige denn an
Aufstiegs- oder Meisterfeiern zu denken. Wieder Glück: Die Planungen für die kommende
Saison sind schon weit fortgeschritten. Der Verein und Meistertrainerin Alina Lupu haben
bereits einvernehmlich entschieden, sich trotz erfolgreicher Zusammenarbeit zum
Saisonende zu trennen.

Neu an der Seitenlinie werden zur kommenden Saison zwei alte Bekannte stehen. Mit Marie
Bertschinger (geb. Dinkelacker) und Philipp Röhl übernimmt das Trainerteam, welches die
Mannschaft bereits vor einigen Jahren, damals noch in der Oberliga, begleitet hat. Während
Röhl zwischenzeitlich sowohl als Trainer, als auch als Spieler in der 3. Liga und Regionalliga
der Herren aktiv war, machte Bertschinger nach der Geburt ihres Sohnes 2019 Babypause.
Beide sind seit vielen Jahren beim USC Konstanz, kennen die Strukturen und die
Spielerinnen. Erste Ideen für den neuen Kader sind bereits durchdacht, sogar ein
Probetrainingstag ist in Planung, der jedoch ebenfalls dem Virus zum Opfer fällt. Trotzdem
bleibt Röhl dran, hält Kontakt zu den Spielerinnen, auch zu den neuen. Das soll sich
auszahlen. Als im Juli endlich wieder ein Training möglich ist, finden sich regelmäßig 12 bis
14 Spielerinnen in der Halle ein. Fast alle geplanten Neuzugänge sagen zu, der Kader steht
trotz des schwierigen Sommers bereits Anfang August. Das muss er auch, denn schon am
12. September steht das erste Spiel auf dem Plan. Zuspielerin Franka Welsch ist
optimistisch: „Es geht ja allen Teams gleich. Wir müssen uns jetzt erstmal finden und dann
werden wir Schritt für Schritt vorangehen und an uns arbeiten. Es sind acht Spielerinnen aus
der letzten Saison an Bord, das erleichtert Vieles.“ Apropos Welsch. Ein namhafter
Neuzugang trägt eben diesen Namen und ist die Schwester von Franka. Leonie Welsch, die
am vergangenen Wochenende bei den deutschen Beachvolleyball Meisterschaften im
Timmendorf startete, wird in der kommenden Saison in Konstanz studieren und das Team in
der 3. Liga verstärken. Neben Nadine Kwapil und Kim Maurmann, die beide aus der
Konstanzer Jugend stammen, werden außerdem Hande Kabalak (Vfb Friedrichshafen) und
Maja Wanner (SV Bohlingen) das Team unterstützen. Erfreulich ist außerdem, dass auch
Britta Steffens und Johanna Slowik der Mannschaft als wichtige Stützen erhalten bleiben,
was zum Ende der vergangenen Saison noch unklar war.

Neben einem großen Kader, hat Philipp Röhl noch weiteren Grund zur Freude: Nicht nur,
dass die erfahrene Spielerin Marie Bertschinger ihn als Co-Trainerin unterstützen wird –
auch Andreas Glas und Marc Pfeiffer werden in der kommenden Saison, neben ihrer
Trainertätigkeit in Mimmenhausen, das Damenteam in der 3.Liga als Co-Trainer begleiten.

„Für mich als Head-Coach ist das eine absolute Luxussituation, die ich so auch noch nicht
kannte. Wir sprechen uns viel ab und ich kann nur hoffen, dass die Mädels die Situation
nutzen und möglichst viel lernen!“, fasst Röhl zusammen.

Nach einem Trainingsspiel gegen den VC Kanti Schaffhausen (Nationalliga A) am
vergangenen Dienstag, wird das Team um Mannschaftsführerin Lina Hummel bereits am
kommenden Wochenende in die neue Saison starten. Am Samstag, 12.9. um 20 Uhr geht
es in Sinsheim gegen den Tabellendritten der letzten Saison (Stand März 2019) ans Netz.
Die Außenangreiferin freut sich auf die Begegnung: „Wir haben sicherlich noch einige
Baustellen, an denen wir arbeiten müssen. Aber die Chemie stimmt und das ist erstmal das
wichtigste. Das ist noch keine Standortbestimmung für uns. Wir wollen erstmal Wettkampfluft schnuppern und uns auf dem Feld finden. Gewinnen wollen wir natürlich trotzdem, sonst könnten wir uns den Weg auch sparen.“

Dabei muss Röhl zunächst auf Bertschinger und Welsch verzichten, die aus beruflichen
Gründen bei diesem ersten Spieltag noch fehlen werden.

Leonie Welsch hat „große Lust auf den USC Konstanz“

Nach zwei Aufstiegen in Folge sind die Volleyballerinnen des USC Konstanz mitten in der Vorbereitung auf die 3.Liga. Mit dabei ist Leonie Welsch. Die erfolgreiche deutsche Außen- und Diagonalangreiferin spielt am kommenden Wochenende die Deutsche Meisterschaft im Beachvolleyball in Timmendorf, bevor sie Mitte September zur Mannschaft stößt.

Warum hast du dich für die Uni Konstanz als Studienplatz und für den USC Konstanz entschieden?

Ich habe mich unter anderem für Konstanz als neuen Lebensmittelpunkt entschieden, weil ich die Stadt immer schon wunderschön fand. Ich kann hier meinen favorisierten Master in Psychologie machen und das Studium mit Volleyball auf hohem Niveau in der 3. Liga kombinieren.

Meine Schwester (Franka Welsch) studiert bereits in Konstanz und ist Zuspielerin in der neuen Mannschaft. Durch sie habe ich im Vorfeld einiges mitbekommen und den Verein schon aus der Ferne schätzen gelernt. Durch das neu formierte Trainer-Duo und die Spielerinnen, die ich schon kannte, habe ich große Lust auf die Saison mit dem USC in der 3. Liga bekommen. Konstanz hat für mich alles zu bieten und darüber hinaus ist man schnell in den Bergen und an wunderschönen Ecken am Bodensee.

Wie schätzt du deine neue Mannschaft ein?

Ich schätze die neue Mannschaft mitsamt des Trainerteams vor allem als motiviert ein. Bei einem gemeinsamen Trainingswochenende wurde klar, wie sehr sich alle Beteiligten auf die Saison freuen und, dass jeder bereit ist, alles zu geben. Durch die Mischung aus tollen erfahrenen Spielerinnen wie Lina Hummel und jüngeren Spielerinnen bilden wir meiner Meinung nach ein spannendes Team. Ich schätze die Mannschaft mindestens im Mittelfeld der 3. Liga ein und hoffe, zu einer solchen Platzierung beitragen zu können. Ich glaube, ein großer Gewinn in diesem Jahr ist die Neuformierung des Trainerteams mit Philipp Röhl und Marie Dinkelacker sowie Andreas Glas und Marc Pfeiffer in der Co-Trainer-Rolle. Auf und neben dem Feld stecken alle mit Leidenschaft viel Arbeit in das Team und bringen somit jeden einzelnen und uns als Team voran.

Der USC hat in den vergangenen 2.5 Jahren kein Spiel mehr verloren. Was sind deine Ziele mit dem USC Konstanz in der kommenden 3.Liga-Saison?

Natürlich eine weitere Saison kein einziges Spiel zu verlieren. Spaß beiseite, diese Statistik ist natürlich der absolute Wahnsinn. Mein Ziel wäre es, mindestens so viele Spiele zu gewinnen, wie wir verlieren und damit auch mindestens im Mittelfeld der 3. Liga zu landen. Ich denke, für die Mannschaft könnte es wichtig werden zu lernen, mit Niederlagen umzugehen. Weitere Ziele für mich sind, mich individuell zu verbessern, etwas mehr Schlaghärte und eine bessere Angriffstechnik zu bekommen und mich in der Annahme zu stabilisieren. Mit am wichtigsten ist für mich jedoch der Spaß auf dem Feld und eine tolle Mannschaftsatmosphäre neben dem Feld. Ein Verein ist die perfekte Möglichkeit, seine Freizeit zu gestalten und in einer neuen Stadt Leute kennenzulernen. Ich bin mittlerweile schon überzeugt, dass es beim USC sehr viele nette Leute sind!

Du bereitest dich gerade auf die Deutschen Meisterschaften im Beachvolleyball in Timmendorf vor, wie siehst du den Unterschied zwischen Halle und Sand?

Der Unterschied zwischen Halle und Sand ist in meinen Augen groß. Die Feldaufteilung ist natürlich komplett unterschiedlich mit zwei im Gegensatz zu sechs Spielerinnen auf dem Feld. Auch die Techniken unterscheiden sich stark. Ich brauch vom Sand in die Halle meist nur wenige Trainings, bis ich in der Annahme und im Angriff zurechtkomme, aber Pritschen sollte ich lieber gar nicht erst versuchen. Während man im Sand nur über kurze Entfernungen zuspielen muss und den Ball deutlich länger begleitet, ist in der Halle ein kurzer Kontakt und ein langer Weg beim Pritschen entscheidend. Ich freue mich riesig, dieses Jahr die Deutschen Meisterschaften trotz Corona-Pandemie spielen zu können und dann in die Hallensaison zu starten, die hoffentlich auch wie geplant stattfinden kann. Den Sprung vom Sand in die Halle mag ich eigentlich sehr gern, weil ich mich nach der Beachvolleyballsaison immer recht fit fühle und höher springen kann.

USC-Mädels machen Meisterschaft perfekt

MTV Ludwigsburg vs. USC Konstanz 0:3 (20:25, 18:25, 16:25)- Es ist vollbracht! Einmal mehr demonstrierte die erste Damenmannschaft des USC Konstanz ihre Stärke und bezwang die Gastgeberinnen aus Ludwigsburg mit einem klaren 3:0. Die Konstanzerinnen konnten mit den gewonnenen drei Punkten ihr Meisterstück drei Spiele vor Saisonende vollenden und krönen mit diesem Titel ihre bärenstarke Saisonleistung.

In Ludwigsburg begann das Team von Trainerin Alina Lupu mutig und aggressiv im Aufschlag und setzte somit die großgewachsenen Nordstuttgarterinnen von Beginn an unter Druck (8:6). Durch eine konzentrierte Leistung in allen Elementen hielten die USC Damen den MTV immer auf Distanz und sicherten sich den ersten Durchgang mit 25:20.

Den Beginn des zweiten Satzes dominierten die Bodenseemädels dank starker Aufschläge von Britta Steffens (5:1). Davon jedoch wachgerüttelt kämpften sich die Gastgeberinnen mit guten Abwehraktionen und guten Angriffen über die Mitte zurück und die zahlreichen Zuschauer sahen an tolles Spiel auf Augenhöhe (7:8, 14:13, 16:14). Danach jedoch legten die Konzilstädterinnen eine Schippe drauf und entschieden auch diesen Durchgang für sich (25:18).

Für den dritten Satz forderte Trainerin Lupu wieder mehr Konsequenz in den Angriffen und die Reduzierung der Eigenfehler. Diese Ansage zeigte Wirkung und über 8:2, 11:3 und 16:7 ließen die Damen vom Bodensee dem MTV wenig Raum für ihr Spiel. Klasse Aufschlagserien von Kapitänin Lina Hummel und Zuspielerin Britta Steffens störten immer wieder den gegnerischen Spielaufbau. Und besonders durch die hervorragende Blockarbeit von Johanna Slowik, Felicitas Piossek und Interimsdiagonalspielerin Carla Ambrosius gab es für die Angriffe der Lokalmatadorinnen kaum ein Durchkommen. Somit gewannen die Gäste auch den dritten Satz klar mit 16:25.

Mit diesem Sieg sind die Konstanzerinnen seit 34 Spielen (aus der Oberligasaison 2018/19 und der Regionalligasaison 2019/20) ungeschlagen und feiern die zweite Meisterschaft und den zweiten Aufstieg in Folge.

In der kommenden Woche haben die Damen noch einmal eine Verschnaufpause, bevor es ab dem 13. März dem Saisonfinale entgegen geht. Auch da möchte die Hummel-Truppe ihre weiße Weste verteidigen und als ungeschlagener Meister die Saison beenden.

USC Konstanz: Ambrosius, Hummel, Lovric, Piossek, Schuh, Slowik, Stapel, Steffens

USC-Mädels stehen vor Meisterschaft

MTV Ludwigsburg – USC Konstanz (29.02.20, 16 Uhr, Ludwigsburg) – Am Samstag um 16 Uhr melden sich die Damen 1 des USC Konstanz nach zweiwöchiger Fasnachts-Spielpause zurück zum Dienst. Es geht auswärts gegen den Tabellensechsten MTV Ludwigsburg. Wie bereits im Hinspiel wird es ein Doppelspieltag sein, im Anschluss an das Damenspiel muss die erste Herrenmannschaft des USC um weitere Punkte im Klassenerhalt kämpfen.

Die Situation bei den Damen sieht dagegen gänzlich anders aus. „Wir wollen jetzt natürlich keine Punkte mehr abgeben. Die Spielpause hat gut getan, aber jetzt wollen wir nochmal alle Kräfte für den Endspurt mobilisieren! Wir haben nur noch vier Spiele!“, so Mittelblockerin Carla Ambrosius, die noch an einer Schulterverletzung laboriert, am Samstag aber trotzdem dabei sein wird. Auch Felicitas Piossek musste das erste Training der Woche noch krankheitsbedingt absagen, ist aber ebenfalls guter Dinge, dass sie am Wochenende wieder fit ist: „Es ist halb so schlimm, ich freue mich darauf mit den Mädels noch die restlichen Spiele durchzuziehen. Ich hoffe wir finde schnell wieder in unseren Rhythmus.“ Denn der Gegner ist nicht zu unterschätzen. Zuletzt gewannen die Schwäbinnen vier Spiele in Folge, sie können unbeschwert aufspielen und werden sicherlich hoch motiviert sein, dem ungeschlagenen Tabellenführer vom See das Leben so schwer wie möglich zu machen.

„Wir müssen konzentriert ins Spiel gehen. Nach zwei Wochen Spielpause ist es nicht selbstverständlich, dass man einfach so an die Leistung anknüpfen kann. Nach der Weihnachtspause ist uns das gut gelungen, ich hoffe wir können das dieses Mal ähnlich gut machen.“, fasst Trainerin Alina Lupu zusammen. Für den USC Konstanz ist das Spiel tatsächlich ein ganz besonderes. Mit einem Sieg gegen die Heimmannschaft würden die Spielerinnen um Spielführerin Lina Hummel die Meisterschaft bereits drei Spieltage vor Schluss perfekt machen. Trotz einiger Blessuren ist der USC Konstanz daher mehr als motiviert drei weitere Punkte und damit den Aufstieg in die Dritte Liga perfekt zu machen.

USC-Damen beweisen Klasse

USC Konstanz – Heidelberger TV 3:1 (25:22, 25:18, 23:25, 25:21). Eine hochklassige Partie mit langen Ballwechseln konnten die Zuschauer am vergangenen Samstag in der Schänzlehalle erleben, als die erste Damenmannschaft des USC den Heidelberger TV nach rund 90 Minuten mit 3:1 bezwang. Die körperlich deutlich überlegenen Heidelbergerinnen zeigten eine stabile und kämpferische Leistung und verlangten den Gastgeberinnen einiges ab. Trainerin Alina Lupu konnte bis auf Leonie Stapel, die aufgrund ihres Studiums verhindert war, auf den gesamten Kader zurückgreifen. „Wir sind dieses Mal richtig gut in das Spiel gestartet. Leider konnten wir das Tempo nicht ganz halten. Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Die Mädels haben auch in schwächeren Phasen gut reagiert und sich immer wieder zusammen gerissen.“, fasst die gebürtige Rumänin das Spiel zusammen.

Der Spielverlauf zeigte eben dieses Auf und Ab. 5:0 steht es gleich zu Beginn des ersten Satzes für den USC. Doch Heidelberg schüttelt die anfängliche Unsicherheit schnell ab und bleibt bis 19:18 immer in Schlagdistanz. Dank eines variablen und klugen Spielaufbaus durch Zuspielerin Britta Steffens auf Konstanzer Seite geht der erste Satz trotzdem mit 25:22 an den Tabellenführer. Der zweite Durchgang startet ebenfalls ausgeglichen, die Gäste aus Heidelberg haben Schwierigkeiten mit den starken Aufschlägen der Konstanzerinnen, machen dies jedoch durch clevere und druckvolle Angriffe über die Außenpositionen wett. Vor allem die junge Konstanzerin Johanna Slowik, die an diesem Wochenende in die Startformation gerückt ist, fällt nun immer wieder durch harte Angriffe und starke Blockaktionen über die Mitte auf. Libera Tena Lovric organisiert die Annahme und ermöglicht so ein konzentriertes Spiel in allen Bereichen. Das trägt Früchte – der Satz geht klar mit 25:18 an die Damen vom See.

Nun zeigt sich jedoch, was Trainerin Lupu andeutete: Es schleichen sich leichtsinnige Fehler ein, die langen Ballwechsel der letzten zwei Sätze fordern ihren Tribut. Ein Rückstand von 3:11 ist die Folge. Die Mannschaft um Spielführerin Lina Hummel kämpft sich auf 12:12 ran, führt sogar kurz mit 17:16, muss sich am Ende von Durchgang drei jedoch trotzdem mit 23:25 geschlagen geben. Im vierten Satz zeigen sich die Konzilstädterinnen jedoch wieder gewohnt kämpferisch und positiv und bleiben trotz erneutem Rückstand von 0:5 ruhig und konzentriert. Schon bei 6:6 sind die Teams wieder auf Augenhöhe, bis zum 16:17 bleibt es eine Partie auf Augenhöhe, bevor Außenangreiferin Lena Schuh mit mehreren klugen und variablen Angriffen ihrer Mannschaft den entscheidenden Vorteil zum 25:21 verschafft. „Das Spiel war teilweise auf richtig gutem Niveau. Der hohe Block der Heidelbergerinnen hat uns anfangs vor eine Herausforderung gestellt. Da mussten wir erstmal eine Lösung finden.“, resümiert sie nach dem Spiel. Auch Johanna Slowik, die ihre bisher beste Saisonleistung gezeigt hat, ist zufrieden: „Es war wichtig, dass wir nach dem verlorenen Satz wieder zurück zu unserem Spiel gefunden haben. Wir haben jetzt zwei Wochen Spielpause, die tut uns sicher allen gut.“ Erst am 29.2. müssen die Damen zum vorletzten Auswärtsspiel beim MTV Ludwigsburg wieder ran.

Für den USC spielten: Schuh, Piossek, Hummel, Steffens, Welsch, Zametica, Slowik, Lovric, Ambrosius

Es geht in den Endspurt

USC Konstanz – Heidelberger TV (Samstag, 08.02.2020, 17.00 Uhr, Schänzlehalle) – Am großen „Triple“-Samstag bestreiten die Regionalliga-Volleyballerinnen des USC Konstanz das mittlere Spiel um 17 Uhr. Eigentlich sollte das eine klare Sache sein, denn nach dem aktuellen Tabellenstand rangiert der Gast aus Heidelberg auf Platz sieben der Regionalligatabelle. Doch im Hinspiel präsentierte sich die Heidelberger Mannschaft stark in Aufschlag und Angriff: „Wir mussten ordentlich Gas geben und einige Rückstände drehen“, erinnert sich Mittelblockerin Carla Ambrosius. Zudem kann Trainerin Alina Lupu in der Trainingswoche noch immer nicht wieder auf den gesamten Kader zurückgreifen. „Wir laborieren immer noch einige Krankheitsfälle aus. Es ist zum Glück nichts Ernstes dabei, aber wir wollen auch bei Erkältungen kein Risiko eingehen. Es geht zur Zeit einfach viel rum. Ich bin aber optimistisch, dass bis zum Wochenende alle wieder fit sind“, hofft Lupu. Auch Heidelberg hatte offenbar in den letzten Wochen mit einer Krankheitswelle zu kämpfen – das letzte Spiel gegen den Tabellenvorletzten TSV Burladingen wurde im ersten Satz beim Spielstand von 23:12 für Heidelberg abgebrochen. Das Team von Trainer Bertram Beierlein war nur zu sechst plus Libera angereist. Nach einer Verletzung war die Mannschaft nicht mehr spielfähig und Satz zwei und drei gingen mit 25:0, 25:0 an Burladingen. So sieht es das Regelwerk vor.

Die USC-Damen wollen sich jedoch von alldem nicht beirren lassen. „Wir wollen unser Spiel aufziehen und den Heidelbergerinnen zeigen, dass wir bis zum letzten Spieltag alles geben – egal wie die Tabellensituation aussieht. Es wird gegen Ende der Saison immer schwer, weil man das Ziel schon vor Augen hat, aber doch noch fünf Spiele zu bestreiten sind.“, fasst Mannschaftsführerin Lina Hummel zusammen. Eine zusätzliche Motivation gibt es dennoch: sollte der Fall eintreten, dass die Damen vom See im Spiel am Samstag drei Punkte erzielen (also 3:1 oder 3:0 gewinnen) und der Verfolger TV Villingen gegen den TTV Dettingen ebenso 0:3 oder 1:3 verliert – so liegt die eben erst aufgestiegenen Mannschaft des USC Konstanz uneinholbar auf dem ersten Tabellenplatz und darf sich als Meister der Regionalliga feiern lassen.

USC-Damen machen kurzen Prozess im Rems-Murr-Kreis

TSG Backnang – USC Konstanz 0:3 (17:25, 18:25, 09:25). Die Regionalligavolleyballerinnen des USC Konstanz ließen am vergangenen Wochenende nichts anbrennen in Backnang und brachten weitere drei Punkte mit an den Bodensee.

Am vergangenen Samstagabend fuhr Trainerin Alina Lupu mit einem stark dezimierten Kader in den Norden Stuttgarts. Sowohl Diagonalangreiferin Camilla Zametica als auch Mittelblockerin Johanna Slowik mussten krankheitsbedingt, Leonie Stapel aus beruflichen Gründen, absagen. Glücklicherweise erklärte sich Kaja Gregorc aus der zweiten Damenmannschaft bereit, zur Unterstützung mit nach Backnang zu fahren.

Die Konstanzerinnen gingen als klare Favoriten in die Partie und hielten eine konstante Führung über 9:6, 16:13 und 20:16, bevor sie den ersten Durchgang mit 25:17 für sich entschieden. Auch im zweiten Satz dominierten die Mädels vom Bodensee deutlich in allen Elementen (9:3, 16:8). Kaja Gregorc spielte für Britta Steffens und punktete ein ums andere mal mit starken Aufschlägen und platzieren Angriffen. In der zweiten Hälfte des zweiten Satzes schlichen sich jedoch leichtsinnige Fehler bei den Konzilstädterinnen ein, die die Lokalmatadorinnen nutzten, um den Rückstand zu verkürzen (13:17). Eine Auszeit von Trainerin Lupu brachte die Konzentration in der Annahme und die entsprechende Konsequenz im Angriff zurück und somit entschieden die USC’lerinnen auch den zweiten Satz für sich (25:18). Im dritten Satz machte der Tabellenführer kurzen Prozess: starke Aufschlagserien von Lena Schuh, Carla Ambrosius und Kaja Gregorc ließen die Backnangerinnen nicht ins Spiel kommen und somit gewann das Team um Kapitänin Lina Hummel den dritten Satz deutlich mit 25:9.

„Wir mussten uns zu Beginn auf Backnang und ihr Spiel einstellen. Wir haben dann das Risiko im Aufschlag erhöht und den Gegnerinnen unser Spiel aufgezwungen.“, fasst Mittelblockerin Felicitas Piossek zusammen. Kaja Gregorc freute sich über ihr Debüt in der Regionalliga: „Natürlich war ich ganz schön aufgeregt, als ich im zweiten Satz für Britta spielen durfte. Aber bereits nach den ersten Ballwechseln legte sich das und es hat mega Spaß gemacht!“

Die USC Damen haben somit ihrem Vorsprung an der Tabellenspitze weiter ausgebaut und liegen nun neun Punkte vor dem Tabellenzweiten TV Villingen. Am kommenden Samstag empfangen die Damen im Rahmen des „Triple Spieltages“ den Heidelberger TV in der Schänzlehalle.

USC Konstanz: Schuh, Lovric, Ambrosius, Hummel, Welsch, Steffens, Piossek, Gregorc

Damen I zu Gast beim Tabellenneunten TSG Backnang

TSG Backnang vs. USC Konstanz (Samstag 01.02.20, 19.30 Uhr, Backnang, Sporthalle Katharinenplaisir) – Die Regionalliga-Volleyballerinnen des USC Konstanz spielen am kommenden Wochenende in Backnang und wollen weitere drei Punkte mit an den Bodensee nehmen. Die Gastgeberinnen aus dem Rems-Murr-Kreis kassierten zuletzt eine 2:3 Niederlage gegen Tabellenschlusslicht TSV Burladingen.

Anfang November konnten die Konzilstädterinnen das Hinspiel klar mit 3:0 für sich entscheiden. Jedoch war der Beginn dieser Partie kein Alleingang. „Wir hatten damals einige Schwierigkeiten mit den starken Aufschlägen und Angriffen über die Außenposition“, erinnert sich USC Außenangreiferin Lena Schuh. Doch bereits in den zwei folgenden Sätzen hatte der USC die Backnangerinnen wieder im Griff und entschied das Match für sich. „Wir sind in den letzten Spielen ausgeglichener geworden und lassen uns auch von einem Rückstand nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Das ist ein großer Vorteil, denn gerade in schwierigen Situationen gilt es, sich auf sein eigenes Spiel zu konzentrieren, nicht den Kopf in den Sand zu stecken und aufzugeben.“, sieht Kapitänin Lina Hummel eine große Stärke in ihrem Team. Diese haben sie eindrucksvoll gegen die direkten Tabellenverfolger TV Villingen, FV Tübinger Modell und auch am vergangenen Wochenende gegen den TTV Dettingen unter Beweis gestellt.

„Wir legen diese Woche im Training einen besonderen Schwerpunkt auf die Annahme und eine variable Passverteilung. Da müssen wir unsere Mittelblockerinnen noch mehr einbeziehen, um nicht so leicht berechenbar zu sein.“, verrät Trainerin Alina Lupu das Programm für die Spielvorbereitung. Allerdings hat Lupu mit einigen krankheitsbedingten Ausfällen zu kämpfen: „Ein paar der Mädels sind aktuell erkältet und können nicht an allen Trainingseinheiten teilnehmen. Ich hoffe jedoch, dass am Donnerstag im Abschlusstraining alle wieder soweit fit sind und am Samstag zur Verfügung stehen“.

Für die Konstanzerinnen geht es um weitere wichtige Punkte im Kampf um den Meistertitel und einen möglichen Aufstieg in die 3. Liga.

Zurück zu alter Stärke

USC Konstanz – TTV Dettingen 3:1 (25:20, 25:14, 19:25, 25:16) – Mit dem deutlichen 3:1 Sieg gegen den TTV Dettingen am vergangenen Samstag setzte sich die Damenmannschaft des USC Konstanz endgültig an der Spitze der Regionalligatabelle fest. Die drei Mannschaften, die Platz zwei bis vier belegen, wurden in den letzten drei Wochen geschlagen – eine zufällige Besonderheit des diesjährigen Spielplans, die diese Reihenfolge bescherte.

Nun folgen noch die Mannschaften, die in der Tabelle die Plätze fünf bis elf belegen. Nicht zu unterschätzen, aber dennoch machbar, wenn die Mannschaft um Trainerin Alina Lupu die Konzentration hoch hält. Ähnlich wie am letzten Spieltag. Dort gelang es dem Team wieder über weite Phasen des Spiels konzentriert und druckvoll zu spielen.

Genau wie geplant startete die Heimmannschaft mit viel Druck in allen Bereichen, was sich auch gleich auszahlen sollte. Mit 6:2 und 8:4 gelang ein Start nach Maß. Doch Dettingen ließ sich nicht allzu sehr beeindrucken und blieb dran. Obwohl das Team um Mannschaftsführerin Lina Hummel immer wieder versuchte, sich mehr als drei Punkte abzusetzen, glichen die Gäste wieder aus. Erst nach einer Auszeit beim Stand von 18:18, in der Trainerin Alina Lupu und Co-Trainer Philipp Röhl der Mannschaft die entscheidenden Anweisungen mit aufs Feld geben konnten, setzte sich der USC zum 22:19 und schließlich 25:20 ab. „Es waren nur ein paar Hinweise zur Feinabstimmung nötig“, bestätigt Lupu „Im Aufschlag auf die Technik achten, in der Annahme gut bewegen – manchmal sind es nur Kleinigkeiten.“ Mit Erfolg: Leonie Stapel, die auf der Diagonalposition für die krankheitsbedingt fehlende Britta Steffens in die Stammformation gerückt war, beendete den Satz mit einem souveränen Linienangriff.

Im zweiten Satz wollte das Team an diese Endphase anknüpfen, lag nach einigen unkonzentrierten Aktionen jedoch schnell mit 0:3 im Rückstand. Eine Aufschlagserie von Franka Welsch, die auf der Zuspielposition agierte, brachte die Konstanzer Damen jedoch wieder auf Kurs und der Satz entwickelte sich ähnlich wie Durchgang eins. Nun gelang der Durchbruch etwas früher und vor allem Mittelblockerin Carla Ambrosius, die ihre beste Saisonleistung zeigte, brillierte in Bock und Angriff. Bereits beim 16:10 schien der Durchgang entschieden und tatsächlich konnte Lina Hummel nur wenig später mit einem starken Diagonalangriff den Punkt zum 25:14 machen.

Obwohl die Tabellenführer wieder konzentriert in den dritten Satz starteten, gab sich Dettingen noch immer nicht geschlagen und witterte im Gegenteil bei 6:10 aus Konstanzer Sicht eine Chance. Die USC-Damen blieben zwar dran, konnten aber ihre Leistung nicht genug stabilisieren um die nun stark spielenden Gäste wieder in den Griff zu kriegen. Johanna Slowik hielt die Mannschaft mit einer Reihe platzierter Sprungaufschläge im Spiel, trotzdem zogen die Gegner immer wieder davon. „Wir haben uns ein paar Fehler geleistet – das hat Dettingen ausgenutzt und uns mit einer richtig guten Leistung den Satz abgenommen.“, fasst Lina Hummel zusammen.

Das sollte es dann aber auch gewesen sein. Denn nun fand die Mannschaft wieder zu alter Stärke zurück. Franka Welsch glänzte mit starken Abwehraktionen und setzte ihre Angreifer gekonnt in Szene, Camilla Zametica zeigte spektakuläre Rettungsaktionen auf der Diagonalposition und Lena Schuh fiel durch clevere und abwechslungsreiche Angriffe auf. Die Annahme um Libera Tena Lovric kam nun wieder stabil, Lina Hummel sorgte mit einer Aufschlagserie für einen Vorsprung und ein weiterer Block der starken Mittelblockerin Johanna Slowik beendete den Satz und das Spiel zum 25:16 und 3:1. Carla Ambrosius freut sich über den Sieg: „Das hat sich richtig gut angefühlt. Wir hatten einen super Rhythmus und haben heute nochmal einen wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht. Ich hoffe wir können diese Leistung in den nächsten Wochen noch oft abrufen.“ Am kommenden Samstag können die Damen des USC in Backnang genau das versuchen.

Damit steht der USC Konstanz bereits sieben Punkte vor den Zweitplatzierten Tübingern, die jedoch bereits ein Spiel mehr absolviert haben.

Für den USC spielten: Schuh, Lovric, Slowik, Ambrosius, Stapel, Hummel, Welsch, Zametica