USC-Damen beweisen Klasse

USC Konstanz – Heidelberger TV 3:1 (25:22, 25:18, 23:25, 25:21). Eine hochklassige Partie mit langen Ballwechseln konnten die Zuschauer am vergangenen Samstag in der Schänzlehalle erleben, als die erste Damenmannschaft des USC den Heidelberger TV nach rund 90 Minuten mit 3:1 bezwang. Die körperlich deutlich überlegenen Heidelbergerinnen zeigten eine stabile und kämpferische Leistung und verlangten den Gastgeberinnen einiges ab. Trainerin Alina Lupu konnte bis auf Leonie Stapel, die aufgrund ihres Studiums verhindert war, auf den gesamten Kader zurückgreifen. „Wir sind dieses Mal richtig gut in das Spiel gestartet. Leider konnten wir das Tempo nicht ganz halten. Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Die Mädels haben auch in schwächeren Phasen gut reagiert und sich immer wieder zusammen gerissen.“, fasst die gebürtige Rumänin das Spiel zusammen.

Der Spielverlauf zeigte eben dieses Auf und Ab. 5:0 steht es gleich zu Beginn des ersten Satzes für den USC. Doch Heidelberg schüttelt die anfängliche Unsicherheit schnell ab und bleibt bis 19:18 immer in Schlagdistanz. Dank eines variablen und klugen Spielaufbaus durch Zuspielerin Britta Steffens auf Konstanzer Seite geht der erste Satz trotzdem mit 25:22 an den Tabellenführer. Der zweite Durchgang startet ebenfalls ausgeglichen, die Gäste aus Heidelberg haben Schwierigkeiten mit den starken Aufschlägen der Konstanzerinnen, machen dies jedoch durch clevere und druckvolle Angriffe über die Außenpositionen wett. Vor allem die junge Konstanzerin Johanna Slowik, die an diesem Wochenende in die Startformation gerückt ist, fällt nun immer wieder durch harte Angriffe und starke Blockaktionen über die Mitte auf. Libera Tena Lovric organisiert die Annahme und ermöglicht so ein konzentriertes Spiel in allen Bereichen. Das trägt Früchte – der Satz geht klar mit 25:18 an die Damen vom See.

Nun zeigt sich jedoch, was Trainerin Lupu andeutete: Es schleichen sich leichtsinnige Fehler ein, die langen Ballwechsel der letzten zwei Sätze fordern ihren Tribut. Ein Rückstand von 3:11 ist die Folge. Die Mannschaft um Spielführerin Lina Hummel kämpft sich auf 12:12 ran, führt sogar kurz mit 17:16, muss sich am Ende von Durchgang drei jedoch trotzdem mit 23:25 geschlagen geben. Im vierten Satz zeigen sich die Konzilstädterinnen jedoch wieder gewohnt kämpferisch und positiv und bleiben trotz erneutem Rückstand von 0:5 ruhig und konzentriert. Schon bei 6:6 sind die Teams wieder auf Augenhöhe, bis zum 16:17 bleibt es eine Partie auf Augenhöhe, bevor Außenangreiferin Lena Schuh mit mehreren klugen und variablen Angriffen ihrer Mannschaft den entscheidenden Vorteil zum 25:21 verschafft. „Das Spiel war teilweise auf richtig gutem Niveau. Der hohe Block der Heidelbergerinnen hat uns anfangs vor eine Herausforderung gestellt. Da mussten wir erstmal eine Lösung finden.“, resümiert sie nach dem Spiel. Auch Johanna Slowik, die ihre bisher beste Saisonleistung gezeigt hat, ist zufrieden: „Es war wichtig, dass wir nach dem verlorenen Satz wieder zurück zu unserem Spiel gefunden haben. Wir haben jetzt zwei Wochen Spielpause, die tut uns sicher allen gut.“ Erst am 29.2. müssen die Damen zum vorletzten Auswärtsspiel beim MTV Ludwigsburg wieder ran.

Für den USC spielten: Schuh, Piossek, Hummel, Steffens, Welsch, Zametica, Slowik, Lovric, Ambrosius

Damen II verpasst Auswärtssieg

SV Kirchzarten – USC Konstanz II 3:2 (25:19, 27:29, 25:22, 25:27, 15:13). Nach etwa 2.5 Stunden Spielzeit am vergangenen Samstag stand es fest: Die zweite Damenmannschaft musste sich auswärts gegen den Siebplatzierten SV Kirchzarten geschlagen geben und blieb damit hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Dabei war das Team optimal mit einer 5:0-Führung nach starken Aufschlägen von Mona Reichmann ins Spiel gestartet. Der SV Kirchzarten war jedoch hoch motiviert, gegen den Zweitplatzierten vom Bodensee alles zu geben und kämpfte sich Punkt für Punkt zurück ins Spiel. Auf Seite des USC hingegen schien gar nichts von dem zu klappen, was man sich vorgenommen hatte: Mangelnde Präzision in den ersten Bällen, Eigenfehler im Angriff und eine schwache Abwehrleistung ermöglichten viele Breaks auf Seite der Gegner und den relativ klaren Satzverlust für den USC (25:19). «Es ist wirklich ärgerlich, dass wir wieder so lange gebraucht haben, uns auf das Spiel des Gegners einzustellen» gab sich Kapitänin Reichmann zerknirscht, «daran müssen wir wirklich arbeiten».

Im zweiten Durchgang hatten sich die USC-Mädels dann etwas gefangen und es entwickelte sich ein ausgeglichener Satz, der nach einer spannenden Schlussphase mit dem 29:27 das bessere Ende für den USC hatte. Doch auch jetzt konnte das Team den Schwung nicht so richtig in den dritten Satz mitnehmen und rannte ab der Mitte des Satzes einem Rückstand von drei Punkten hinterher. Coach Hüther, der aufgrund einiger krankheitsbedingter Abwesenheiten nur relativ wenige Wechseloptionen zur Verfügung hatte, stellte auf einigen Positionen um, jedoch war der Rückstand nicht mehr aufzuholen (22:25). Auch in Durchgang vier sah es lange so aus, als würden die USC-Damen die Kurve nicht mehr bekommen, doch zum Ende des Satzes gelang dem Team erneut der knappe Satzgewinn (27:25).

Nun musste die Entscheidung wie bereits beim vergangenen Spieltag gegen den TB Bad Krozingen also wieder im Tiebreak fallen. Der entscheidende Durchgang verlief erneut sehr ausgeglichen, bis eine Serie von fünf erfolgreichen Aufschlägen in Folge dem Gegner wieder Satzbälle bescherte. Beim Stand von 11:14 gelang es Mittelblockerin Caroline Holweger zwar noch, durch druckvolle Aufschläge den Satzverlust hinauszuzögern, ein Angriffsfehler setzte der Aufholjagd des USC dann jedoch ein abruptes Ende (13:15). «Es ist schade, dass die Mädels heute nicht das gezeigt haben, was sie eigentlich können – auch wenn ich froh, bin dass wir wenigstens noch einen Punkt mitgenommen haben», so Coach Hüther nach dem Spiel, «ich hoffe, wir können diese Niederlage möglichst schnell abhaken und uns dann intensiv auf das nächste Spiel vorbereiten». Am 29. Februar ist der USC dann nämlich zu Gast beim SV Waltershofen, der mit nur einem Punkt Abstand hinter dem USC auf dem dritten Tabellenplatz lauert. Gegen Waltershofen hat der USC nach einer bitteren 0:3 Niederlage in der heimischen Schänzlehalle definitiv noch eine Rechnung offen – die Motivation des Teams sollte als trotz des Rückschlages vom vergangenen Wochenende weiterhin hoch sein.

USC Konstanz: Dröge, Ehrlinspiel, Gregorc, Haug, Holweger, Kornblum, Martersteig, Mühlhäusser, Nöh, Reichmann

Es geht in den Endspurt

USC Konstanz – Heidelberger TV (Samstag, 08.02.2020, 17.00 Uhr, Schänzlehalle) – Am großen „Triple“-Samstag bestreiten die Regionalliga-Volleyballerinnen des USC Konstanz das mittlere Spiel um 17 Uhr. Eigentlich sollte das eine klare Sache sein, denn nach dem aktuellen Tabellenstand rangiert der Gast aus Heidelberg auf Platz sieben der Regionalligatabelle. Doch im Hinspiel präsentierte sich die Heidelberger Mannschaft stark in Aufschlag und Angriff: „Wir mussten ordentlich Gas geben und einige Rückstände drehen“, erinnert sich Mittelblockerin Carla Ambrosius. Zudem kann Trainerin Alina Lupu in der Trainingswoche noch immer nicht wieder auf den gesamten Kader zurückgreifen. „Wir laborieren immer noch einige Krankheitsfälle aus. Es ist zum Glück nichts Ernstes dabei, aber wir wollen auch bei Erkältungen kein Risiko eingehen. Es geht zur Zeit einfach viel rum. Ich bin aber optimistisch, dass bis zum Wochenende alle wieder fit sind“, hofft Lupu. Auch Heidelberg hatte offenbar in den letzten Wochen mit einer Krankheitswelle zu kämpfen – das letzte Spiel gegen den Tabellenvorletzten TSV Burladingen wurde im ersten Satz beim Spielstand von 23:12 für Heidelberg abgebrochen. Das Team von Trainer Bertram Beierlein war nur zu sechst plus Libera angereist. Nach einer Verletzung war die Mannschaft nicht mehr spielfähig und Satz zwei und drei gingen mit 25:0, 25:0 an Burladingen. So sieht es das Regelwerk vor.

Die USC-Damen wollen sich jedoch von alldem nicht beirren lassen. „Wir wollen unser Spiel aufziehen und den Heidelbergerinnen zeigen, dass wir bis zum letzten Spieltag alles geben – egal wie die Tabellensituation aussieht. Es wird gegen Ende der Saison immer schwer, weil man das Ziel schon vor Augen hat, aber doch noch fünf Spiele zu bestreiten sind.“, fasst Mannschaftsführerin Lina Hummel zusammen. Eine zusätzliche Motivation gibt es dennoch: sollte der Fall eintreten, dass die Damen vom See im Spiel am Samstag drei Punkte erzielen (also 3:1 oder 3:0 gewinnen) und der Verfolger TV Villingen gegen den TTV Dettingen ebenso 0:3 oder 1:3 verliert – so liegt die eben erst aufgestiegenen Mannschaft des USC Konstanz uneinholbar auf dem ersten Tabellenplatz und darf sich als Meister der Regionalliga feiern lassen.

Damen II wollen an der Tabellenspitze dran bleiben

SV Kirchzarten – USC Konstanz II (Samstag, 8. Februar 2020, Kirchzarten). Auch für die zweite Damenmannschaft geht es langsam aber sicher auf den Endspurt der Saison zu. Insgesamt sind noch fünf Spiele zu bestreiten, und die Situation an der Tabellenspitze der Verbandsliga Baden ist nach wie vor eng. Nach dem Sieg gegen den USC Freiburg II und die knappe 2:3 Niederlage gegen den TB Bad Krozingen beim vergangenen Heimspieltag steht der USC momentan hinter dem SV Waltershofen auf dem zweiten Tabellenplatz. Es zählt also jeder weitere Punkt und jeder gewonnene Satz – am kommenden Samstag wollen die USC-Mädels daher auswärts beim SV Kirchzarten unbedingt drei Punkte an den See holen.

«Es bleibt nach wie vor spannend in der Liga und es ist alles für uns drin» so Coach Hüther, «wenn wir aber wirklich um die Spitze mitspielen wollen, müssen wir jetzt nochmal eine Schippe drauflegen in den nächsten Wochen!» Das wird auch am kommenden Samstag entscheidend sein, denn beim Hinspiel gegen den SV Kirchzarten hatte der USC bereits Federn gelassen und trotz klarer Dominanz in den ersten beiden Sätzen einen Satz abgegeben. «Zu Beginn der Saison hat uns in diesen Momenten noch die Konzentration gefehlt» so Kapitänin Mona Reichmann, «am kommenden Samstag wollen wir selbstbewusst auftreten und dem Gegner über alle Sätze hinweg unser eigenes Spiel aufdrücken». Dabei wird es besonders darauf ankommen, die Eigenfehlerquote im Aufschlag niedrig zu halten und die eigenen Angriffe effektiv in Punkte zu verwandeln. Der Fokus im Training lang dementsprechend vor allem auf Aufschlag-Annahme und der Verteilung der Pässe durch die Zuspielerinnen.

Bei einigen Spielerinnen stand zu Beginn der Woche noch ein Fragezeichen hinter ihrem Einsatz am Wochenende, nun hat sich die Kadersituation jedoch entspannt und die USC-Mädels werden mit einem fast vollständigen Kader von elf Spielerinnen antreten – eine gute Ausgangslage für das Spiel gegen den Siebtplatzierten aus Kirchzarten, der bisher lediglich zwei Spiele für sich gewinnen konnte.

USC-Damen machen kurzen Prozess im Rems-Murr-Kreis

TSG Backnang – USC Konstanz 0:3 (17:25, 18:25, 09:25). Die Regionalligavolleyballerinnen des USC Konstanz ließen am vergangenen Wochenende nichts anbrennen in Backnang und brachten weitere drei Punkte mit an den Bodensee.

Am vergangenen Samstagabend fuhr Trainerin Alina Lupu mit einem stark dezimierten Kader in den Norden Stuttgarts. Sowohl Diagonalangreiferin Camilla Zametica als auch Mittelblockerin Johanna Slowik mussten krankheitsbedingt, Leonie Stapel aus beruflichen Gründen, absagen. Glücklicherweise erklärte sich Kaja Gregorc aus der zweiten Damenmannschaft bereit, zur Unterstützung mit nach Backnang zu fahren.

Die Konstanzerinnen gingen als klare Favoriten in die Partie und hielten eine konstante Führung über 9:6, 16:13 und 20:16, bevor sie den ersten Durchgang mit 25:17 für sich entschieden. Auch im zweiten Satz dominierten die Mädels vom Bodensee deutlich in allen Elementen (9:3, 16:8). Kaja Gregorc spielte für Britta Steffens und punktete ein ums andere mal mit starken Aufschlägen und platzieren Angriffen. In der zweiten Hälfte des zweiten Satzes schlichen sich jedoch leichtsinnige Fehler bei den Konzilstädterinnen ein, die die Lokalmatadorinnen nutzten, um den Rückstand zu verkürzen (13:17). Eine Auszeit von Trainerin Lupu brachte die Konzentration in der Annahme und die entsprechende Konsequenz im Angriff zurück und somit entschieden die USC’lerinnen auch den zweiten Satz für sich (25:18). Im dritten Satz machte der Tabellenführer kurzen Prozess: starke Aufschlagserien von Lena Schuh, Carla Ambrosius und Kaja Gregorc ließen die Backnangerinnen nicht ins Spiel kommen und somit gewann das Team um Kapitänin Lina Hummel den dritten Satz deutlich mit 25:9.

„Wir mussten uns zu Beginn auf Backnang und ihr Spiel einstellen. Wir haben dann das Risiko im Aufschlag erhöht und den Gegnerinnen unser Spiel aufgezwungen.“, fasst Mittelblockerin Felicitas Piossek zusammen. Kaja Gregorc freute sich über ihr Debüt in der Regionalliga: „Natürlich war ich ganz schön aufgeregt, als ich im zweiten Satz für Britta spielen durfte. Aber bereits nach den ersten Ballwechseln legte sich das und es hat mega Spaß gemacht!“

Die USC Damen haben somit ihrem Vorsprung an der Tabellenspitze weiter ausgebaut und liegen nun neun Punkte vor dem Tabellenzweiten TV Villingen. Am kommenden Samstag empfangen die Damen im Rahmen des „Triple Spieltages“ den Heidelberger TV in der Schänzlehalle.

USC Konstanz: Schuh, Lovric, Ambrosius, Hummel, Welsch, Steffens, Piossek, Gregorc

Damen I zu Gast beim Tabellenneunten TSG Backnang

TSG Backnang vs. USC Konstanz (Samstag 01.02.20, 19.30 Uhr, Backnang, Sporthalle Katharinenplaisir) – Die Regionalliga-Volleyballerinnen des USC Konstanz spielen am kommenden Wochenende in Backnang und wollen weitere drei Punkte mit an den Bodensee nehmen. Die Gastgeberinnen aus dem Rems-Murr-Kreis kassierten zuletzt eine 2:3 Niederlage gegen Tabellenschlusslicht TSV Burladingen.

Anfang November konnten die Konzilstädterinnen das Hinspiel klar mit 3:0 für sich entscheiden. Jedoch war der Beginn dieser Partie kein Alleingang. „Wir hatten damals einige Schwierigkeiten mit den starken Aufschlägen und Angriffen über die Außenposition“, erinnert sich USC Außenangreiferin Lena Schuh. Doch bereits in den zwei folgenden Sätzen hatte der USC die Backnangerinnen wieder im Griff und entschied das Match für sich. „Wir sind in den letzten Spielen ausgeglichener geworden und lassen uns auch von einem Rückstand nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Das ist ein großer Vorteil, denn gerade in schwierigen Situationen gilt es, sich auf sein eigenes Spiel zu konzentrieren, nicht den Kopf in den Sand zu stecken und aufzugeben.“, sieht Kapitänin Lina Hummel eine große Stärke in ihrem Team. Diese haben sie eindrucksvoll gegen die direkten Tabellenverfolger TV Villingen, FV Tübinger Modell und auch am vergangenen Wochenende gegen den TTV Dettingen unter Beweis gestellt.

„Wir legen diese Woche im Training einen besonderen Schwerpunkt auf die Annahme und eine variable Passverteilung. Da müssen wir unsere Mittelblockerinnen noch mehr einbeziehen, um nicht so leicht berechenbar zu sein.“, verrät Trainerin Alina Lupu das Programm für die Spielvorbereitung. Allerdings hat Lupu mit einigen krankheitsbedingten Ausfällen zu kämpfen: „Ein paar der Mädels sind aktuell erkältet und können nicht an allen Trainingseinheiten teilnehmen. Ich hoffe jedoch, dass am Donnerstag im Abschlusstraining alle wieder soweit fit sind und am Samstag zur Verfügung stehen“.

Für die Konstanzerinnen geht es um weitere wichtige Punkte im Kampf um den Meistertitel und einen möglichen Aufstieg in die 3. Liga.

Zurück zu alter Stärke

USC Konstanz – TTV Dettingen 3:1 (25:20, 25:14, 19:25, 25:16) – Mit dem deutlichen 3:1 Sieg gegen den TTV Dettingen am vergangenen Samstag setzte sich die Damenmannschaft des USC Konstanz endgültig an der Spitze der Regionalligatabelle fest. Die drei Mannschaften, die Platz zwei bis vier belegen, wurden in den letzten drei Wochen geschlagen – eine zufällige Besonderheit des diesjährigen Spielplans, die diese Reihenfolge bescherte.

Nun folgen noch die Mannschaften, die in der Tabelle die Plätze fünf bis elf belegen. Nicht zu unterschätzen, aber dennoch machbar, wenn die Mannschaft um Trainerin Alina Lupu die Konzentration hoch hält. Ähnlich wie am letzten Spieltag. Dort gelang es dem Team wieder über weite Phasen des Spiels konzentriert und druckvoll zu spielen.

Genau wie geplant startete die Heimmannschaft mit viel Druck in allen Bereichen, was sich auch gleich auszahlen sollte. Mit 6:2 und 8:4 gelang ein Start nach Maß. Doch Dettingen ließ sich nicht allzu sehr beeindrucken und blieb dran. Obwohl das Team um Mannschaftsführerin Lina Hummel immer wieder versuchte, sich mehr als drei Punkte abzusetzen, glichen die Gäste wieder aus. Erst nach einer Auszeit beim Stand von 18:18, in der Trainerin Alina Lupu und Co-Trainer Philipp Röhl der Mannschaft die entscheidenden Anweisungen mit aufs Feld geben konnten, setzte sich der USC zum 22:19 und schließlich 25:20 ab. „Es waren nur ein paar Hinweise zur Feinabstimmung nötig“, bestätigt Lupu „Im Aufschlag auf die Technik achten, in der Annahme gut bewegen – manchmal sind es nur Kleinigkeiten.“ Mit Erfolg: Leonie Stapel, die auf der Diagonalposition für die krankheitsbedingt fehlende Britta Steffens in die Stammformation gerückt war, beendete den Satz mit einem souveränen Linienangriff.

Im zweiten Satz wollte das Team an diese Endphase anknüpfen, lag nach einigen unkonzentrierten Aktionen jedoch schnell mit 0:3 im Rückstand. Eine Aufschlagserie von Franka Welsch, die auf der Zuspielposition agierte, brachte die Konstanzer Damen jedoch wieder auf Kurs und der Satz entwickelte sich ähnlich wie Durchgang eins. Nun gelang der Durchbruch etwas früher und vor allem Mittelblockerin Carla Ambrosius, die ihre beste Saisonleistung zeigte, brillierte in Bock und Angriff. Bereits beim 16:10 schien der Durchgang entschieden und tatsächlich konnte Lina Hummel nur wenig später mit einem starken Diagonalangriff den Punkt zum 25:14 machen.

Obwohl die Tabellenführer wieder konzentriert in den dritten Satz starteten, gab sich Dettingen noch immer nicht geschlagen und witterte im Gegenteil bei 6:10 aus Konstanzer Sicht eine Chance. Die USC-Damen blieben zwar dran, konnten aber ihre Leistung nicht genug stabilisieren um die nun stark spielenden Gäste wieder in den Griff zu kriegen. Johanna Slowik hielt die Mannschaft mit einer Reihe platzierter Sprungaufschläge im Spiel, trotzdem zogen die Gegner immer wieder davon. „Wir haben uns ein paar Fehler geleistet – das hat Dettingen ausgenutzt und uns mit einer richtig guten Leistung den Satz abgenommen.“, fasst Lina Hummel zusammen.

Das sollte es dann aber auch gewesen sein. Denn nun fand die Mannschaft wieder zu alter Stärke zurück. Franka Welsch glänzte mit starken Abwehraktionen und setzte ihre Angreifer gekonnt in Szene, Camilla Zametica zeigte spektakuläre Rettungsaktionen auf der Diagonalposition und Lena Schuh fiel durch clevere und abwechslungsreiche Angriffe auf. Die Annahme um Libera Tena Lovric kam nun wieder stabil, Lina Hummel sorgte mit einer Aufschlagserie für einen Vorsprung und ein weiterer Block der starken Mittelblockerin Johanna Slowik beendete den Satz und das Spiel zum 25:16 und 3:1. Carla Ambrosius freut sich über den Sieg: „Das hat sich richtig gut angefühlt. Wir hatten einen super Rhythmus und haben heute nochmal einen wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht. Ich hoffe wir können diese Leistung in den nächsten Wochen noch oft abrufen.“ Am kommenden Samstag können die Damen des USC in Backnang genau das versuchen.

Damit steht der USC Konstanz bereits sieben Punkte vor den Zweitplatzierten Tübingern, die jedoch bereits ein Spiel mehr absolviert haben.

Für den USC spielten: Schuh, Lovric, Slowik, Ambrosius, Stapel, Hummel, Welsch, Zametica

Damen I: Keine Zeit zum Durchatmen

USC Konstanz – TTV Dettingen (Samstag, 17:00 Uhr, Schänzlehalle). Wenn am Samstag um 17 Uhr die Damen 1 des USC in der Halle IV der Schänzlehalle aufschlagen, wird es nochmal spannend, denn es steht erneut ein Spitzenspiel an. Diesmal ist der Tabellendritte TTV Dettingen zu Gast. Die zweite Mannschaft – neben Villingen – der es in der Hinrunde gelang, den Damen vom See einen Punkt zu nehmen. Der USC reiste damals stark dezimiert nach Dettingen und spielte sogar ohne Libera. Trotzdem gelang nach einem intensiven und umkämpften Spiel ein 3:2-Sieg. Wenn es nach Trainerin Alina Lupu geht, dann darf das Ergebnis dieses Mal gerne etwas deutlicher ausfallen: „Wir sind sehr heimstark und haben uns natürlich seither auch gesteigert.“ Sie weiß aber auch, dass das Spiel kein leichtes wird: „Das ist das dritte „Spitzenspiel“ in Folge. Das geht an den Mädels auch nicht spurlos vorüber. Schon gegen Tübingen haben wir gesehen, dass es schwer ist, über mehrere Wochen die Spannung oben zu halten. Wir werden aber nochmal richtig Gas geben.“ Lupu wird voraussichtlich auf alle Spielerinnen zählen können, allein der Einsatz von Britta Steffens ist noch fragwürdig.

„Wir müssen uns wieder mehr auf uns selber konzentrieren und vom ersten Punkt an 100% geben“, fordert Mannschaftsführerin Lina Hummel. „Nicht abwarten, was der Gegner macht, sondern gleich Vollgas geben. Wir legen oft mit 70% los und starten erst Mitte des Satzes richtig durch, wenn wir schon hinten liegen. Das ist auch mental für alle ziemlich anstrengend. Wir können das besser!“

Dettingen spielte zuletzt eher gegen die Schlusslichter der Tabelle und geht mit zwei Siegen in die Partie. „Dettingen hat nichts zu verlieren, sie werden sicher mutig spielen. Darauf müssen wir vorbereitet sein“ prophezeit Mittelblockerin Carla Ambrosius. Der bisherige Verlauf der Saison lässt die Mannschaft selbstbewusst auf den Samstag blicken. Dennoch – die Liga wartet darauf, dass sich die Konstanzerinnen irgendwann mal einen Ausrutscher leisten. „Das haben wir aber eigentlich nicht vor!“ betont Außenangreiferin Lena Schuh und ergänzt mit einem Augenzwinkern: „Dafür macht uns das Gewinnen einfach zu viel Spaß.“

Damen II freuen sich auf zwei Heimspiel-Kracher

USC Konstanz II – USC Freiburg II und USC Konstanz II – TB Bad Krozingen (Sonntag, 26.01.2020, 12:00 Uhr, Schänzlehalle). Am kommenden Sonntag stehen für die zweite Damenmannschaft des USC gleich zwei spannende Heimspiel-Kracher auf dem Plan. Alle drei Teams – Konstanz, Freiburg und Bad Krozingen – befinden sich mit nur einem Punkt Abstand voneinander in der hart umkämpften Tabellenspitze der Verbandsliga Baden. Gleichzeitig hat auch der momentan Drittplatzierte SV Waltershofen am Samstag zwei Heimspiele und könnte bei zwei Siegen die Tabellenführung übernehmen. Die Tabellenkonstellation verspricht also für den USC auf jeden Fall spannende Spiele vor heimischem Publikum.

Auch die beiden Hinspiele waren bereits hart umkämpft. Im ersten Saisonspiel nach dem Aufstieg aus der Landesliga gelang es den USC-Mädels gegen Freiburg, einen Rückstand von 0:2 Sätzen wieder aufzuholen und das Spiel im Tie-Break für sich zu entscheiden. Auch gegen den Oberliga-Absteiger aus Bad Krozingen ging der USC eher als Außenseiter ins Spiel und schaffte es, die starken und athletischen Angreiferinnen über weite Phasen durch ein beherztes Auftreten im Block und in der Abwehr in den Griff zu bekommen. Das Endresultat damals: 3:1 für den USC.

«Die Gegner werden jetzt sicherlich nicht mehr den Fehler machen, uns zu unterschätzen» so Coach Hüther vor dem Spiel, «wir haben uns seit November in vielen Spielelementen weiterentwickelt und können nach dem deutlichen Sieg gegen Kappelrodeck vom vergangenen Wochenende mit viel Selbstvertrauen in die beiden Partien gehen.» Besonderes Augenmerk lag in den letzten Trainingseinheiten vor allem auf dem Block, «denn Freiburg und Bad Krozingen haben mit die besten Angreiferinnen in der Liga», so Hüther weiter. Entscheidend wird außerdem sein, dass eine stabile Annahme und Abwehr den variablen Einsatz aller Konstanzer Angreiferinnen ermöglicht.

«Wir haben uns viel vorgenommen für das kommende Wochenende» gibt sich Kapitänin Mona Reichmann kämpferisch, «wichtig ist, dass wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und unser Spiel durchziehen.» Das Team wird dabei erneut mit einem vollen Kader von 12 Spielerinnen antreten, was viele variable Wechseloptionen ermöglicht. Auch die erfahrenen Spielerinnen Lea Ehrlinspiel (Zuspiel) sowie Leonie Martersteig (Außen-Annahme), auf die Hüther im vergangenen Spiel verzichten musste, werden wieder einsatzbereit sein. Der USC ist also bestens gerüstet für die anstehenden Heimspiele und freut sich am Sonntag ab 12:00 Uhr in der Schänzlehalle auf viele Zuschauer.

Kleines Wunder: USC-Damen gewinnen schon verloren geglaubtes Spiel

FV Tübinger Modell – USC Konstanz 1:3 (25:13, 23:25, 21:25, 20:25) – Am vergangenen Samstagabend bestritten die Regionalliga-Damen des USC Konstanz ihr wohl unglaublichstes Spiel der Saison. Auch wenn es das Endergebnis von 3:1 aus Sicht der Konstanzer nicht gleich vermuten lässt, so war durchaus ein kleines Wunder für diesen Sieg nötig.

Die Partie begann ausgeglichen und Konstanz führte zu Beginn des ersten Satzes mit 5:4. Doch das Blatt sollte sich wenden. Die Tübingerinnen wollten um jeden Preis gewinnen, schalteten gleich drei Gänge höher und ließen die USC Damen keine Sekunde ins Spiel kommen. Tübingen schlug mit unheimlich viel Druck auf, so dass kein variables Zuspiel möglich war und die Angreiferinnen um Spielführerin Lina Hummel ein ums andere Mal im Tübinger Block hängen blieben. Beim Spielstand von 6:17 aus Sicht des USC nahm Trainerin Alina Lupu ihre zweite Auszeit und appellierte an ihre Mädels, sich auf ihre spielerischen Stärken und Kreativität zu besinnen. Sie mussten es irgendwie schaffen, den Rhythmus wieder zu finden, um nicht unterzugehen. Immerhin fruchtete diese Ansage und es konnten noch sieben weitere Punkte erzielt werden, bevor die starken Gastgeberinnen den Sack zumachten (25:13).

Der zweite Satz sollte so beginnen, wie der erste endete. Immer wieder scheiterten die Bodenseemädels an dem schier unüberwindbaren Block und konnten somit keinerlei Druck auf die Tübingerinnen ausüben. Kontinuierlich liefen die Gäste einem Rückstand nach (3:8, 10:16, 15:19). Dann brachte Lupu Camilla Zametica im Aufschlag, die den Gastgeberinnen gleich ein Ass servierte. Damit schien die Wende eingeleitet. Die Lokalmatadorinnen kamen ins Straucheln, Fehler schlichen sich ein und USC-Spielführerin Hummel peitschte ihre Mädels an, genau jetzt die Chance zu nutzen. Die zahlreichen Zuschauer sahen einen unglaublichen Kampf, der diesmal das glücklichere Ende für Konstanz fand (25:23).

Doch der Tübinger Siegeswille war ungebrochen. Der dritte Durchgang begann wie der zweite für die Konzilstädterinnen. Beim Stand von 11:15 aus Konstanzer Sicht nahm Lupu erneut eine Auszeit: „Wir müssen jetzt Punkt für Punkt denken, und für jede noch so schwierige Situation eine Lösung finden. Fehler schnell abhaken und immer weiter um jeden Ball kämpfen!“ Mit vollem Risiko im Aufschlag und in den Angriffen kämpften sich die Konstanzerinnen Punkt für Punkt heran und nutzen den Überraschungsmoment für sich für den Gewinn des dritten Durchgangs (25:21). Diese Aufholjagden schlauchten das Lupu-Team psychisch wie auch physisch und sie wollten um jeden Preis einen Tiebreak vermeiden. Jedoch sah dies im vierten Satz alles keineswegs danach aus. Die TüMo Damen feuerten den Gästen die Bälle um die Ohren und über 3:7, 4:10 und 10:17 sah es nicht gut aus für den Tabellenführer. Lupu nahm ihre zweite Auszeit, um ihr Team wieder auf Kurs zu bringen. Es ging nur noch alles oder nichts. Ein klasse Block von Felicitas Piossek, gefolgt von Aufschlagserien von Carla Ambrosius, Britta Steffens und Lena Schuh brachten die Gäste wieder in Spiel (16:17, 21:19). Endlich, der Widerstand der Tübinger war gebrochen und die Mädels vom Bodensee konnten mit 25:20 und damit 3:1 diese unglaubliche Partie für sich entscheiden.

„Tübingen ist mit 200% ins Spiel gestartet und wollte um jeden Preis gewinnen. Wir haben anfangs kein Rezept gegen diesen starken Block gefunden und viel mit uns selber gekämpft.“, resümiert Britta Steffens. Und auch Trainerin Alina Lupu ist froh über den Sieg, auch wenn sie nicht ganz zufrieden war mit der spielerischen Leistung ihrer Mannschaft: „Wir haben uns verunsichern lassen, haben uns nicht auf unser Spiel konzentriert und waren zu berechenbar bei unseren Angriffen. Aber ich ziehe meinen Hut vor den Mädels, dass sie zu keinem Zeitpunkt aufgegeben haben. Lina hat das Team auf dem Spielfeld permanent motiviert und die Mädels haben sich im letzten Satz in einen Rausch gespielt. Das war eine Wahnsinns Teamleistung.“ Für Franka Welsch war es darüber hinaus ein besonderes Spiel, da sie gegen ihre Schwester Leonie spielte: „Es ist toll, dass wir das Spiel gewonnen haben, auch wenn ich natürlich auch stolz war, wenn meine Schwester gute Punkte gemacht hat. Es waren viele Freunde und unsere Familie gekommen, da ist es etwas schade gewesen, dass ich heute nicht meine beste Leistung abrufen konnte.“

Zeit zum Durchatmen bleibt den USC-Damen jedoch nicht. Bereits am kommenden Samstag folgt eine weitere richtungsweisende Partie mit Blick auf die Meisterschaft. Da empfängt der USC den Tabellenvierten TTV Dettingen.