Bundespokal: Bayern ist das Maß aller Dinge

Sowohl bei den U-15-Volleyballerinnen als auch bei den U-16-Volleyballern siegen beim Bundespokal Süd in Konstanz die Bayern. Die weibliche Vertretung aus Südbaden erreicht den 3. Platz. Die Deutsche Volleyball Jugend ist voll des Lobes über die Turnierausrichtung.

Spannender hätte das letzte Spiel kaum sein können. Bei den U-16-Volleyballern standen sich Bayern und Thüringen gegenüber. Letztere gewannen den ersten Satz, doch Bayern drehte ein fast schon verloren geglaubtes Spiel. Thüringen lag auch im zweiten Satz sehr lange vorne, doch Bayern nutzte den zweiten Satzball zum 26:24. Im Tie Break hatte Thüringen dann keine Chance mehr und unterlagen 12:15.

Auf der Tribüne wurde dieser Sieg von zahlreichen Dirndlträgerinnen bejubelt. Dies waren die U-15-Volleyballerinnen Bayerns, die nur knapp zwei Stunden zuvor das gleiche Kunststück fertig brachten wie ihre U-16-Kollegen. Allerdings gewannen sie den Bundespokal Süd durch einen klaren und nicht gefährdeten 2:0-Sieg gegen die Mannschaft aus Sachsen. Die Konstanzer Schänzlesporthalle war also fest in bayrischer Hand.

Sportlich bekamen die Zuschauer drei Tage lang enorm hochklassigen Volleyball zu bieten. „Ich war vor allem von Bayern und Sachsen überrascht, wie weit die Spielerinnen schon sind“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Jens Tietböhl, der etwa 25 Spielerinnen für den nächsten Sichtungslehrgang für die neue Jugend-Nationalmannschaft weiblich nominierte. „Das Niveau war im Vergleich zu den anderen Bundespokalen extrem hoch.“ Es seien tolle Talente dabei gewesen und habe sich gezeigt, dass in Deutschland eine verheißungsvolle Generation heranwachse. Den Sprung in die Vorauswahl der Nationalmannschaft haben auch drei Spielerinnen aus Südbaden geschafft. Die Mannschaft vom gastgebenden Landesverband wurde letztlich Dritter.

Beim männlichen Nachwuchs kam mit dem Mimmenhausener Jonas Marosczyk ein Südbadener in die Vorauswahl zum Nationalteam. „Es gab viele gute individuelle Leistungen“, sagte Matus Kalmy, der für die neue Jugend-Nationalmannschaft männlich zuständig ist. „Das gute Niveau hat sich nach wie vor gehalten.“ In Kienbaum bei Berlin kommen Mitte November die etwa 60 besten Nachwuchsspielerinnen und etwa 60 Nachwuchsspieler Deutschlands zusammen, um letztlich die Jugend-Nationalmannschaften zu bilden.

Beide Bundestrainer waren sich einig, dass der Bundespokal eine perfekt organisierte Veranstaltung war. „Es herrschte eine super Stimmung, die einerseits familiär, aber auch absolut professionell war“, lobte Tietböhl. Auch der Vorsitzende der Deutschen Volleyball-Jugend, Andreas Burkard sprach von einem „herrlichen Ambiente, einer perfekten Infrastruktur und erfahrenen und immer freundlichen Helfern“. Außerdem hob er den Vorsitzenden des USC Konstanz, Harald Schuster, als „sehr unkomplizierten“ Partner als Ausrichter hervor. Das sei mit ein Grund gewesen, warum im Mai 2015 die deutsche Meisterschaft der U-14-Volleyballer erneut in Konstanz stattfinden wird.

Etwa 250 der besten U-15-Volleyballerinnen und U-16-Volleyballer aus dem südlichen Teil Deutschlands haben sich in Konstanz sichtlich wohl gefühlt. „Das wäre nicht möglich gewesen ohne meine knapp 100 Helfer, die wirklich sehr engagiert dabei gewesen sind“, lobte ein sichtlich zufriedener Harald Schuster. „Sportlich war es absolut hochklassig und für Konstanz selbst eine perfekte Werbung.

Die Ergebnisse:

Bundespokal Süd U15 weiblich: 1. Bayern, 2. Sachsen, 3. Südbaden und Thüringen, 5. Hessen, 6. Württemberg, 7. Saarland, 8. Rheinland-Pfalz, 9. Nordbaden.

Bundespokal Süd U16 männlich: 1. Bayern, 2. Thüringen, 3. Hessen und Sachsen, 5. Nordbaden, 6. Südbaden, 7. Württemberg, 8. Rheinland-Pfalz, 9. Saarland.