Damen II erobern Tabellenspitze zurück

TV Kappelrodeck – USC Konstanz II 0:3 (18:25, 18:25, 15:25). Für die zweite Damenmannschaft des USC ist der Start ins neue Jahr und in die Rückrunde definitiv geglückt: Nach nur einer Stunde Spielzeit durfte sich das Team am vergangenen Samstag über den ersten 3:0-Sieg der Saison und die damit verbundene Rückkehr an die Tabellenspitze der Verbandsliga Baden freuen.

Der USC startete von Beginn an konzentriert ins Spiel und ließ dem Gegner durch eine starke Leistung im Aufschlag und Block kaum eine Chance, viel Druck im Angriff aufzubauen. Der USC selbst machte wenig Eigenfehler, auch wenn zu Beginn die Präzision im ersten Ballkontakt noch etwas fehlte. Über den ersten Satz hinweg stellte sich die Abwehr jedoch immer besser auf die Angriffe der Gegner ein, sodass im Zuspiel zunehmend mehr Optionen entstanden. Das Resultat: ein klarer Satzgewinn für den USC (25:18).

So sollte es auch im zweiten Satz weiter gehen: Der USC spielte variabel und die Wechseloptionen wurden von Coach Hüther taktisch optimal genutzt. «Heute haben sich die Auswechselspielerinnen alle sehr gut ins Spiel eingefügt und waren direkt voll da», zeigte sich Hüther nach dem Spiel sichtlich zufrieden, «man hat gemerkt, dass die Mannschaft an einem Strang zieht und alle sich gegenseitig geholfen haben». Bei Kappelrodeck hingegen lief nicht viel rund, vor allem zahlreiche Eigenfehler beim Aufschlag machten es dem USC leicht, druckfrei aufzuspielen und den Vorsprung nach und nach auszubauen. Entsprechend ging auch der zweite Satz zugunsten des USC aus (25:18).

Auch der dritte Durchgang wurde von den USC-Damen klar dominiert. Vor allem die Mittelblockerinnen des USC Konstanz waren in Höchstform und das Team konnte viele spektakuläre Block- und Angriffspunkte bejubeln – so gab es allein 10 erfolgreiche Blocks von Julia Keller. «Heute haben wir so gut angenommen und abgewehrt, dass wir im Zuspiel häufig über die Mitte spielen konnten» freute sich Kapitänin und Zuspielerin Mona Reichmann, «die Gegner haben kein Mittel dagegen gefunden – darauf können wir in den folgenden Spielen definitiv aufbauen». Der USC ließ nichts mehr anbrennen und sicherte sich mit dem Satz- (25:15) und Spielgewinn die nächsten drei Punkte. Da der USC Freiburg II zu Hause patzte, steht der USC nun wieder mit einem Punkt Vorsprung vor dem TB Bad Krozingen, dem SV Waltershofen und dem USC Freiburg II auf Platz 1 der Tabelle.

Für die USC-Mädels geht es jetzt nochmal in eine intensive Trainingswoche, bevor am kommenden Sonntag der nächste Heimspieltag stattfindet. Dann sind mit dem TB Bad Krozingen und dem USC Freiburg II zwei der stärksten Teams der Liga zu Gast, die mit dem USC um die vorderen Tabellenränge konkurrieren – für ausreichend Spannung dürfte also gesorgt sein.

USC Konstanz: Brehm, Dröge, Gregorc, Holweger, Keller, Kornblum, Mühlhäußer, Narr, Nöh, Reichmann, Skrinjar

Drittliga-Volleyballer vor Prestigeduell

TV Rottenburg II – USC Konstanz (Samstag, 18.01.20., 19.30 Uhr, Volksbank Arena Rottenburg) – Am Samstag geht es für die Drittliga-Volleyballer des USC Konstanz zum Prestigeduell nach Rottenburg. Bereits seit vielen Jahren spielen beide Mannschaften in der Dritten Liga und es gab immer wieder heiße Duelle. Auch in diesem Jahr verspricht das Spiel Spannung pur. Im Hinspiel ging die Partie der beiden Kontrahenten bereits über die volle Distanz – mit einem besseren Ende für die Rottenburger. Aktuell liegen beide Teams gleich auf. Die Domstädter wie auch das Team vom Bodensee haben 13 Punkte auf ihrem Konto und stehen auf Platz acht bzw. neun der Liga. Für beide Teams wären daher drei Punkte extrem wichtig um sich Luft nach unten zu verschaffen und den Anschluss an das Tabellenmittelfeld zu halten.

Die beiden USC-Coaches Meßmer und Hornikel sind sich sicher: „ Die Jungs sind bis in die Haarspitzen motiviert“. Im Abschlusstraining am Donnerstag wird zudem in einem Training gegen das Regionalligateam des USC am Feinschliff gearbeitet. Trainer Hornikel: „Wir sind sehr fokussiert auf das Spiel und die Jungs haben zuletzt sehr gut gearbeitet“.

Personell sieht es bei den Konstanzern bisher nicht allzu gut aus. Immer noch sind einige Kräfte angeschlagen oder gar nicht erst spielbereit. Für die Trainer ist es daher wichtig, „dass die Spieler eng zusammenrücken und hoffentlich den Ernst der Lage verstanden haben“.

USC-Damen haben an Tübingen nichts zu verschenken

FV Tübinger Modell – USC Konstanz (Samstag, 18.01.20, 19.30 Uhr, Uhlandhalle Tübingen). Am kommenden Samstag gastiert der USC Konstanz als Primus der Regionalliga Süd in Tübingen und möchte drei Punkte mit an den See bringen.

Das Hinspiel konnten die USC Damen noch klar mit 3:0 für sich entscheiden. Tübingen hat sich jedoch im Verlauf der Saison stark verbessert und befindet sich aktuell auf dem zweiten Platz (vier Punkte Rückstand auf den USC Konstanz, bei einem Spiel mehr) und konnte die letzten sieben Spiele für sich entscheiden- zuletzt gegen den TSV Burladingen klar mit 3:0. Die Gastgeberinnen werden die Konstanzerinnen also mit reichlich Selbstbewusstsein empfangen.

„Wir müssen von der ersten Sekunde an hellwach sein und Tübingen gleich mit unseren Aufschlägen unter Druck setzen. Gegen Villingen hat uns das zuletzt sehr geholfen und dies wird auch hier der Schlüssel zum Erfolg sein.“, gibt Trainerin Alina Lupu die Richtung vor. Sie wird am Samstag auf ihren gesamten Kader zurückgreifen können und hat somit die Möglichkeit für taktische Wechsel, vor allem im Aufschlag und im Block. „Ich erinnere mich noch sehr gut an die starken Angriffe über die Mittelposition der Tübinger. Da werden wir Mittelblockerinnen ganz schön gefordert sein.“, erklärt Carla Ambrosius. Das Team um Spielführerin Lina Hummel zeichnete sich am vergangenen Samstag gegen Villingen vor allem durch Stabilität und Kampfstärke aus. „Wir müssen uns einfach auf unser Spiel konzentrieren. Es wird eine spannende Partie werden, bei dem es vor allem auch darauf ankommt, die Eigenfehlerquote so niedrig wie möglich zu halten.“, plädiert Hummel.

Eine besondere Begegnung wird es auch für Zuspielerin Franka Welsch werden. Ihre Schwester Leonie Welsch wird ihr am Samstag am Netz gegenüberstehen und sich für die Niederlage im Oktober revanchieren wollen. Immerhin: Einen Sieg wird es im Hause Welsch in jedem Fall geben. Mit einem Sieg würde der USC Konstanz seine Tabellenführung weiter ausbauen. Besonders im Hinblick auf das Duell mit dem Drittplatzierten TTV Dettingen wären drei Punkte ein weiteres Ausrufezeichen im Titelkampf.

Regionalliga-Volleyballer fahren ersatzgeschwächt nach Bad Waldsee

TG Bad Waldsee – USC Konstanz (Samstag, 18.01.20, 19.00 Uhr, Eugen Bolz Sporthalle, Bad Waldsee) – Die Regionalliga-Volleyballer des USC Konstanz stehen am Samstag erneut vor einer sehr schwierigen Aufgabe. Denn die Spieler um Kapitän Matthias Dittrich sind zu Gast bei der TG Bad Waldsee, wo es bereits im Hinspiel eine klare 0:3-Niederlage in der heimischen Schänzlehalle setzte. Auch personell sieht es aktuell beim USC nicht wirklich rosig aus. «Unsere erste Mannschaft hat ein paar kleinere Verletzungssorgen, da werden wir sicherlich mit dem ein oder anderen Spieler aushelfen», sagte Trainer Uwe Schneider vor dem Wochenende. Aber auch im eigenen Team fehlen wichtige Spieler wie Zuspieler Tobias Schenk und Außenangreifer Alexander Reichel im Kader der Konstanzer.

Darüber hinaus konnte die zweite Vertretung des SV Fellbach am vergangenen Wochenende punkten und schob sich damit vorbei am USC Konstanz, der nun wieder auf dem letzten Tabellenplatz steht. «Das ist natürlich schade, ändert aber nicht wirklich was an der aktuellen Situation», so Trainer Schneider. Man müsse nun «langsam einfach anfangen zu punkten, egal wie». Damit beginnen würden die Konstanzer gerne bereits am kommenden Wochenende. Der Gegner aus Bad Waldsee wird aber sicher was dagegen haben. Besonders die beiden Zweitligaerfahrenen Spieler Marc Moosheer und Jacob Elsässer haben im Hinspiel brilliert und die gilt es in den Griff zu bekommen.

Spielertrainer Philipp Röhl ist sich sicher, dass «mit einer Einstellung, nichts verlieren zu haben» man sich durchaus mit Punkten auf den Heimweg machen kann.

Damen II: Erster Gradmesser im neuen Jahr

TV Kappelrodeck – USC Konstanz II (Samstag, 18.01.2020, Kappelrodeck). Nach der überaus erfolgreichen Hinrunde und einer langen Spielpause von sechs Wochen steht für die zweite Damenmannschaft am kommenden Samstag der erste Gradmesser im neuen Jahr an. Das Team um Kapitänin Mona Reichmann tritt auswärts beim TV Kappelrodeck an, die im Verlauf der Saison bisher erst zwei Siege einfahren konnten und somit auf dem achten Tabellenrang logieren. Somit scheint die Favoritenrolle klar verteilt, denn der USC hat bisher erst ein Spiel verloren und steht mit nur einem Punkt Abstand auf den Tabellenersten momentan auf dem dritten Platz in der Verbandsliga Baden.

Coach Kolja Hüther mahnt jedoch zur Vorsicht: «Auch wenn die Tabelle sehr deutlich aussieht, ist in dieser Liga kein Spiel ein Selbstläufer. Wir müssen uns Punkt für Punkt erarbeiten und jede einzelne muss 100% geben». Denn bereits im Hinspiel hatte der USC vor heimischen Publikum trotz klarer Dominanz einen Satz gegen den TV Kappelrodeck abgegeben. Hinzu kommt, dass sich der große Kader der USC-Damen nach und nach etwas ausdünnt. So fallen auf der Diagonalposition mit Alexandra Kohler und Nathalie König gleich zwei erfahrene Spielerinnen für längere Zeit aus und auch Außenangreiferin Leonie Martersteig und Zuspielerin Lea Ehrlinspiel werden am kommenden Samstag nicht dabei sein können. Trotz dieser Abwesenheiten sind jedoch alle Positionen gut besetzt und es wird ein fast voller Kader von 11 Spielerinnen zum Auswärtsspiel aufbrechen.

«Nach der langen Spielpause müssen wir sicher erstmal wieder zu unserem eigenen Spiel finden» so die Prognose von Kapitänin Reichmann, «da müssen wir geduldig mit uns selbst sein. Wir freuen uns aber darauf, im neuen Jahr wieder anzugreifen und zu zeigen, was wir können! Unser Saisonziel Klassenerhalt haben wir wohl schon erreicht, daher können wir in der Rückrunde befreit aufspielen.» Bei einem Sieg würde der USC den Anschluss an die Tabellenspitze erhalten, was vor allem vor dem Heimspiel am darauffolgenden Wochenende gegen die starken Gegner aus Freiburg und Bad Krozingen wichtiges Selbstvertrauen im Kampf um die vorderen Tabellenränge geben könnte.

Techniker Beach Tour findet 2020 in Konstanz statt

Der Stadt Konstanz und dem USC Konstanz ist zum Jahreswechsel ein echter Coup gelungen. Denn während die besten deutschen Beachvolleyball-Teams mitten im Wintertraining und damit in der Saisonvorbereitung sind, steht der Tourkalender der größten Beachvolleyball-Serie Europas fest. Vom 26.06.-28.06.20 feiert die Techniker Beach Tour ihre Premiere im schönen Konstanz. Die besten deutschen Beachvolleyball-Teams werden dann auf Klein Venedig um wichtige Punkte auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft in Timmendorf kämpfen. «Wir freuen uns sehr, dass die Techniker Beach Tour in Konstanz Halt macht», sagt Dr. Andreas Osner, Bürgermeister der Stadt Konstanz. Denn Konstanz sei «eine Sportstadt und kaum eine Sportart passt wohl besser zum sommerlichen Flair hier direkt am See, als Beachvolleyball» so Osner weiter. Wenn also Ende Juni die besten deutschen Beachvolleyballer am Bodensee aufschlagen, «ist ein Sportevent der Extraklasse garantiert».

Mit insgesamt acht Tourstops in ganz Deutschland lockt die Techniker Beach Tour auch zahlreiche Zuschauer in die Stadien. So waren insgesamt über 330.000 Besucher vor Ort und verfolgten Spitzensport auf höchstem Niveau. Im vergangenen Spätsommer hatte der USC Konstanz unter Führung des Vorstandsvorsitzenden Harald Schuster vorsichtig die Fühler bei der Techniker Beach Tour ausgestreckt, ob ein Tourstandort in Konstanz überhaupt in Frage käme. «Die Resonanz war tatsächlich durchweg positiv» erinnert sich Schuster. Die Tour-Organisatoren um Frank Mackerodt und Frank Ehrich waren sofort begeistert vom schönen Standort Konstanz. Letztlich ging dann alles sehr schnell. Besonders die Stadt Konstanz und Sportamtsleiter Frank Schädler haben sich für dieses Event eingesetzt. Für den USC Konstanz und Harald Schuster wäre «ohne die großartige Unterstützung der Stadt und insbesondere von Sportamtsleiter Frank Schädler» dieses Event nicht möglich gewesen.

Ende Juni erwarten die Veranstalter dann über 30.000 Zuschauer auf den Tribünen auf Klein Venedig und auch im Fernsehen können die Spiele dann verfolgt werden. «Wir freuen uns wirklich aufrichtig, dass das geklappt hat», sagte Schuster. Nun beginnt für den USC Konstanz eine anspruchsvolle Zeit der Vorbereitung. «Wir müssen da einige Dinge beachten, insbesondere was die Infrastruktur angeht, aber wir sind zuversichtlich, dass wir das wie immer mit unserem Verein und in Zusammenarbeit mit der Stadt Konstanz hervorragend abbilden können».

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USC holt wichtige Punkte im Abstiegskampf

TV Feldkirchen – USC Konstanz 1:3 (21:25, 24:26, 25:22, 23:25) – Für die Drittliga-Volleyballer des USC Konstanz hat sich die lange Auswärtsfahrt zum Tabellenletzten TV Feldkirchen gelohnt. Mit einer durchwachsenen Leistung bezwingen die Konstanzer den TV Feldkirchen mit 3:1 und verschaffen sich damit die wichtigen drei Punkte gegen den Abstieg.

Schon vor Spielbeginn stellte sich der gut geglaubte „volle Kader“ als halbvoller Kader heraus. Zuspieler Jens Weber konnte die weite Reise krankheitsbedingt nicht antreten. Und auch die beiden Außenangreifer Lukas Hölzl und Johannes Lelle waren verhindert. Somit hatte Trainer Timo Meßmer kaum Alternativen und die Mannschaft stellte sich quasi von selbst auf.

Beide Team begannen zunächst sehr nervös und leisteten sich viele Eigenfehler. Somit war Satz 1 stets ausgeglichen, keines der beiden Teams konnte sich so richtig absetzen. Gegen Ende des Satzes waren es aber die Konstanzer, die in allen Bereichen noch einen Zahn zulegen konnten und somit den ersten Durchgang mit 25:21 für sich entscheiden konnten.

Auch Durchgang zwei gestaltete sich ähnlich. Beim Stand von 25:24 für die Jungs vom Bodensee kam Marvin Scheller für Außenangreifer Marc Mundt zum Aufschlag. Diesen verwandelte er mit einem Ass zur 2:0 Satzführung. «Man hat einfach gemerkt, dass das Abstiegskampf pur ist», sagte USC-Trainer Meßmer nach der Partie.

Im dritten Satz legten die Gastgeber noch mal alles rein und konnten über weite Strecken die Konstanzer dominieren. Folgerichtig verloren die Konstanzer diesen, wenn auch knapp, mit 22:25. Im vierten Satz kämpfte sich der USC Konstanz jedoch zurück ins Spiel und schaffte es, die Konzentration über den gesamten Satz hochzuhalten. Durch starke Blockaktionen von Mittelblocker Julien Büchner und konzentriere Angriffe von Lars Hammer konnten die USC‘ler letztendlich die wichtigen drei Punkte einfahren. „Wir haben heute bestimmt nicht unsere beste Leistung gezeigt. Aber manchmal muss man einfach durch den Kampf seine Punkte holen. Abstiegskampf ist nicht leicht“, so Trainer Timo Meßmer nach dem Spiel.

Für die Konstanzer bleibt jetzt nicht viel Zeit zum durchatmen. Schon kommenden Samstag müssen sie das nächste Match auswärts gegen den punktgleichen TV Rottenburg bestreiten. Mit einem Sieg könnte der USC Konstanz dann die Abstiegsränge verlassen.

USC Konstanz: Mundt, L. Hammer, E. Hammer, Kaltenmark, Hornikel, Scheller, Rodler, Sailer, Büchner, Kordic

USC-Damen siegen in hochklassigem Spitzenspiel

USC Konstanz – TV Villingen 3:1 (27:25, 26:28, 15:16, 25:17) – Beim bisher wichtigsten Spiel der Saison zeigen die Konstanzerinnen einmal mehr starke Nerven und gewinnen das Derby trotz zunächst knappem Spielverlauf am Ende deutlich mit 3:1. „Wir haben eine ganze Weile gebraucht, um ins Spiel zu finden“, gibt Zuspielerin Britta Steffens zu „Villingen ist mit deutlich mehr Schwung in die Partie gestartet und hat von Anfang an Druck gemacht, vor allem im Aufschlag.“

Diese taktische Vorgabe wurde offenbar von beiden Trainern ausgegeben – Konstanz fiel die Umsetzung jedoch zunächst noch schwer. Eine wacklige Annahme, teils ungenaue Pässe und verhaltene Angriffe prägten die erste Hälfte des ersten Satzes. Über die Spielstände 14:17 und 18:22 liefen die USC-Damen ständig einem Rückstand hinterher, bevor die Handbremse endlich gelöst wurde und die alte Konstanzer Stärke zum Vorschein kam. Eine Chance zum Satzgewinn hatten die Villingerinnen, danach zog die Heimmannschaft, auch dank der hervorragenden Abwehrleistung von Libera Tena Lovric vorbei, und verwandelte den zweiten Satzball zum 27:25.

Jetzt war der Knoten geplatzt und die ca. 300 Zuschauer in der Schänzlehalle bekamen das versprochene heiße Duell zu sehen. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit langen Ballwechseln und starken Block- und Abwehraktionen auf beiden Seiten entwickelte sich, ehe der TV Villingen den zweiten Durchgang ebenso knapp wie zuvor die Gastgeberinnen, mit 28:26 für sich entscheiden konnte. Dieser inzwischen schon fast ungewohnte Satzverlust schien die Konstanzerinnen kurzzeitig aus dem Konzept zu bringen, denn der dritte Durchgang schien mit 3:6 und 5:8 zunächst dem ersten zu gleichen. Leonie Stapel verschaffte Lena Schuh über die Außenposition eine Verschnaufpause, es folgte der Ausgleich zum 8:8. Nun arbeitete der USC sich immer mehr an eine konstante Qualität in allen Bereichen heran. Die Aufschläge kamen sicherer und Serien von Britta Steffens, Felicitas Piossek und Franka Welsch ermöglichten eine souveräne Block-Abwehr-Arbeit, die immer öfter in direkten Punkten endeten. Vor allem Franka Welsch punktet ein ums andere Mal und so ging Satz drei folgerichtig mit 25:16 an die Konzilstädterinnen.

Im vierten und letzten Durchgang des Tages zeigten die Konstanzerinnen nun, warum sie zurecht auf dem ersten Tabellenplatz logieren. Britta Steffens verteilte die Bälle variabel, die Außenangreiferinnen Lina Hummel und – wieder aufs Feld zurückgekehrt – Lena Schuh überzeugten mit cleveren Angriffen und Carla Ambrosius und Felicitas Piossek lasen das Spiel der Villingerinnen nun so gut, dass die Angriffe der Gegner immer öfter direkt geblockt oder zumindest entschärft wurden. Gleich den ersten Matchball nutzte Lena Schuh und beendete das Spiel bezeichnenderweise mit einem Ass. „Villingen war sehr gut auf uns eingestellt und hat uns erstmal vor einige Probleme gestellt. Am Ende war ausschlaggebend, dass wir unsere Aufschlagstärke wieder gefunden haben und die Qualität in der Annahme konstanter wurde. Villingen hat das phasenweise ganz stark gemacht, konnte das Niveau aber nicht über das Spiel hinweg halten“, fasst Phillip Röhl zusammen, der Trainerin Alina Lupu an diesem Spieltag als Co-Trainer beiseite stand. Mannschaftsführerin Lina Hummel ist erleichtert: „Wir waren natürlich schon nervös vor dem Spiel. Ich bin froh, dass wir es im Laufe der Partie geschafft haben, unseren gewohnten Rhythmus zu finden. Das war wichtig, damit wir in Ruhe unser Spiel aufziehen konnten.“ Der USC rangiert nun mit einem komfortablen vier-Punkte-Vorsprung vor dem Tübinger Modell, die jedoch noch ein Spiel mehr auf ihrem Konto haben. Entsprechend bleibt den Damen vom See kaum Zeit zum Durchatmen, da eben jener Tabellenzweite am nächsten Samstag um 19:30 Uhr zum nächsten Spitzenspiel lädt.

USC Konstanz: Schuh, Stapel, Piossek, Ambrosius, Steffens, Hummel, Zametica, Welsch, Slowik, Lovric

Regionalliga-Herren verlieren nach schwacher Leistung mit 0:3

USC Konstanz – VfL Sindelfingen 0:3 (21:25, 24:26, 17:25) – Für die Regionalliga-Volleyballer des USC Konstanz geht das neue Jahr genauso weiter wie das vergangene aufgehört hatte. Mit 0:3 musste sich der USC Konstanz gegen die starke Mannschaft des VfL Sindelfingen am Ende geschlagen geben.

Im ersten Satz startete der VfL Sindelfingen bereits sehr gut in die Partie. Besonders der Erstliga-Erfahrene Sven Metzger machte es der Konstanzer Annahme um Libero Johannes Ardelt schwer und schenkte dem USC gleich mehrere Asse ein. Trotz eines 4:10 Rückstandes kämpften sich die Konstanzer zurück in das Spiel – jedoch konnte der Satzverlust nicht mehr verhindert werden. „Da haben wir eindeutig eine gute Moral gezeigt“, zeigte sich Trainer Uwe Schneider erfreut von den Comeback-Qualitäten seines Teams. Im zweiten Satz nahmen die Konstanzer den Schwung aus dem ersten Satz mit und man erspielte sich bis Ende des Satzes eine kleine Führung von bis zu drei Punkten. Dass es am Ende nicht für den Satzgewinn gereicht hat, lag wieder an der Klasse der Sindelfinger, aber eben auch „an den individuellen, einfachen Fehlern, die wir immer noch zu häufig machen“, klagte Spielertrainer Philipp Röhl. Daran müsse man in den kommenden Wochen „dringend arbeiten“, so Röhl weiter.

Nach dem unglücklichen Verlust des zweiten Satzes kamen die Konstanzer nicht zurück in die Partie und somit musste man sich im letzten Durchgang deutlich geschlagen geben. In der kommenden Woche wartet für die Konstanzer dann gleich die schwere Auswärtspartie beim viertplatzierten TG Bad Waldsee.

USC Konstanz: Fauser, Reichelt, Dittrich, Iberl, Ardelt, Kuritz, Petry, Raβ, Berger, Reichert, Schlag, Röhl

USC-Herren starten mit wegweisendem Spiel ins neue Jahr

TV Feldkirchen – USC Konstanz (Sonntag, 12.01.20, 15.00 Uhr, Neuwied) – Kaum hat das neue Jahr angefangen, wird es schon wieder ernst für die Drittliga-Volleyballer des USC Konstanz. Kommenden Sonntag steht das vielleicht wichtigste Spiel der Saison an. Die Jungs vom Bodensee treten ihre längste Auswärtsfahrt zum Tabellenschlusslicht TV Feldkirchen an. Die USC-Jungs, selbst an vorletzter Stelle der Tabelle müssen also unbedingt punkten, um die Abstiegsränge so schnell wie möglich zu verlassen und den Abstand zum TV Feldkirchen zu vergrößern. Im Hinspiel konnte man den Gegner aus Neuwied noch souverän mit 3:0 schlagen. „Das heißt aber auf keinen Fall, dass es dieses Mal ein Selbstläufer wird“, so Kapitän Paul Kaltenmark.

Dennoch sind die Vorzeichen für den USC Konstanz gut. Nach anhaltenden Personalsorgen gegen Ende des letzten Jahres, kann das Trainergespann Meßmer und Hornikel wieder aus dem Vollen schöpfen. Die beiden verletzten Spieler Paul Kaltenmark und Nicolas Hornikel sind wieder genesen und voll einsatzfähig. Weiterhin wird das Team verstärkt durch den Außenangreifer Lukas Hölzl, der von der zweiten Mannschaft zum Jahreswechsel befördert wurde. Auch Ex-Kapitän Marvin Scheller ist nach einem längeren Auslandsaufenthalt wieder im Kader und wird den USC Konstanz auf der Mittelblockposition signifikant verstärken. „Wir haben für die Rückrunde einen absolut konkurrenzfähigen Kader und ich bin mir sicher, dass die Jungs alles dafür tun werden, um die Liga zu halten“, resümiert Trainer Meßmer. Tabellentechnisch ist noch viel Platz nach oben. Aktuell hält der USC, auf Platz 9, einen Fünf-Punkte Vorsprung auf den TV Feldkirchen, während es auf Platz 5 lediglich vier Zähler aufzuholen gilt.