Aufopfernd kämpfende Konstanzer werden nicht für ihre Leistung belohnt

TSG Blankenloch – USC Konstanz 3:1 (25:21, 20:25, 25:22, 25:16) – Voller Vorfreude und Optimismus hat sich das ganze Team um das Trainergespann Zirk/Hornikel in Richtung Blankenloch aufgemacht. Verzichten musste das Team dabei auf Außenannahmespieler Heiko Schlag und den etatmäßigen Libero Jonathan Rodler. Blankenloch hatte sich nach dem Aufstieg in die 3. Liga direkt mit ein paar Hochkarätern verstärkt. Marko Kienast, Markus Wintergerst und Sayet Ahmat Seyar schlugen alle im vergangenen Jahr noch für die Zweitligavertretung des SSC Karlsruhe auf und machen damit den Aufstieger direkt zu einer ernstzunehmenden Größe in der neuen Liga. «Die Erfahrung aller Spieler auf Blankenlocher Seite ist schon enorm», gab Trainer Hornikel nach dem Spiel zu Protokoll, «deshalb mussten wir im ersten Spiel wohl etwas Lehrgeld zahlen». Der USC Konstanz stellt nämlich auch in dieser Saison einen der jüngsten Kader zusammen. So ersetzte zum Beispiel der 16-Jährige Yannick Kempe den verhinderten Libero Jonathan Rodler und machte laut Volleyball-Legende Helmut Zirk «seine Sache richtig gut».

Nach anfänglicher Nervosität fand der USC Konstanz im ersten Satz immer besser ins Spiel. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit mehreren Führungswechseln. Beide Teams zeigten im Verlauf des Satzes immer mehr spektakuläre Netzaktionen auf hohem Niveau. Schlussendlich entschieden aber kleine individuelle Fehler über den negativen Satzausgang aus Sicht der Gäste, der mit 22:25 verloren ging. Durch einige taktische Anpassungen in der Satzpause und einer fokussierten Aufschlag- Annahme Leistung konnte sich die Mannschaft um Kaptain Philipp Sigmund schnell einen Vorsprung von zwischenzeitlich acht Punkten herausspielen. Dieser Vorsprung schmolz zwar gegen Ende des zweiten Satzes – der USC liess sich den Satz aber nicht mehr nehmen und konnte so den ersten Satz der Saison mit 25:20 an den Bodensee holen.

Zu Beginn des dritten Satzes zeichnete sich, wie im ersten Satz, ein Spiel auf Augenhöhe ab. Die Konstanzer konnten die Aufschlagsleistung gegen Ende des Satzes leider nicht mehr konstant halten, wodurch der dritte Durchgang folgerichtig mit 22:25 an die Heimmannschaft ging. Die Konstanzer starteten sichtlich ungünstig in den darauffolgenden Satz, sodass sie schnell mit 6:2 in Rückstand gerieten. Die Heimmannschaft hielt darauf ihre Eigenfehlerquote so tief, sodass sie den Satz über weite Strecken kontrollieren konnten. In den nächsten Wochen steht nun für den USC Konstanz ein hartes Programm im Spielplan. Noch zwei weitere Auswärtsspiele gegen die heimstarken Mannschaften aus Friedrichshafen und Bliesen sind für den USC Konstanz eine hohe Hürde. «Für die nächsten Wochen ist es enorm wichtig unser Spielsystem zu verinnerlichen», sagte Zirk und war sich sicher, dass «die Ergebnisse dann definitiv folgen werden».

USC Konstanz: Kriech, Hölzl, Sigmund, Weber, Hornikel, Kempe, Mundt, Hammer, Bischof, Scheller, Kordic, Becker