3:2 Krimi-Sieg gegen TG Rüsselsheim II

Volleyball, 3. Liga: USC Konstanz – TG Rüsselsheim II 3:2 (23:25, 25:19, 21:25, 25:22, 15:12). – Das Ergebnis des Spiels war im Nachhinein völlig unwichtig. Da sich unser Außenangreifer Rafael Dürr wahrscheinlich die Achillessehne gerissen hat und damit die komplette Saison ausfallen wird und Zuspieler Philipp Sigmund kurz vor Spielende eine Knöchelverletzung zugezogen hat, hatte dieser Sieg einen ganz faden Beigeschmack. Bei Philipp Sigmund steht eine Diagnose noch aus, jedoch hoffen alle Beteiligten, dass der Mannschaftskapitän nicht so lange ausfällt.

Im ersten Satz entwickelte sich ein gutes Spiel auf beiden Seiten. Mit druckvollen Aufschlägen brachten die USC´ler die Rüsselsheimer Annahme ein ums andere Mal in Bedrängnis. Aber auch die Rüsselsheimer wussten sich zu wehren und konnten vor allem über ihre beiden Außenangreifer punkten. Zum Ende des Satzes konnte der Druck allerdings nicht mehr aufrecht erhalten werden und auch die Mittelblocker des USC kamen nicht richtig ins Spiel. So ging der Satz folgerichtig an die Gästemannschaft.

Im zweiten Satz zeigten sich die Spieler um Kapitän Philipp Sigmund von einer ganz anderen Seite. Die einfachen Fehler aus dem ersten Satz wurden abgestellt und auch die längeren Ballwechsel konnten durch eine starke Blockarbeit für sich entschieden werden. Der dritte Satz war dann wieder ein komplett anderes Spiel: Viele Aufschlagfehler und einige Unachtsamkeiten führten zu einem frühen zwei Punkte Rückstand. Als sich dann beim Stand von 10:12 Rafael Dürr ohne Fremdeinwirkung verletzte und vom Feld getragen werden musste, nutzen die Gäste den Schock der Konstanzer gnadenlos aus und gewannen den Satz mit 21:25.

Im vierten Satz drohte beim Stand von 17:21 schon die 3:1-Niederlage gegen die Gäste aus Rüsselsheim. Doch die Männer um Trainer Jürgen Eck kämpften sich durch starke Angriffe der Außenangreifer Lukas Hölzl und Claudio Kriech wieder zurück ins Spiel und beendeten den Satz mit einem 8:1-Lauf.

Damit sollte es schon zum zweiten Mal in dieser Saison in den Tiebreak gehen: Alle Spieler des USC waren nun hochkonzentriert und hatten sprichwörtlich Feuer gefangen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch gegen einen Gegner, der selbst keine Anzeichen macht aufzugeben. Folgerichtig wechselte man beim Stand von 8:7 die Seiten. Kurz vor Ende des Satzes konnte man durch einige gute Blockaktionen von Diagonalangreifer Kolja Hüther mit zwei Punkten sich ein Stück absetzen. Doch dann der Schock: Beim Stand von 14:12 landete Philipp Sigmund unglücklich auf dem Fuß des gegnerischen Angreifers und verletzte sich bei der Aktion. Kaum geschockt zeigte sich jedoch Claudio Kriech, der mit einem starken Aufschlag die Annahme der Rüsselsheimer so in Bedrängnis brachte, dass diese den Ball nicht mehr zurückspielen konnten.

Damit hat der USC Konstanz zwar das Spiel mit 3:2 gewonnen, allerdings dabei auch zwei ganz wichtige Spieler verloren. Wir wünschen beiden eine Gute Besserung und eine schnelle Genesung.