USC Konstanz empfängt den TSV G.A. Stuttgart

USC Konstanz – TSV G.A. Stuttgart (Samstag, 25.01.20, 19.30 Uhr, Schänzlehalle). Nach einer deutlichen Auswärtsniederlage gegen den TV Rottenburg II sind die Drittliga-Volleyballer des USC Konstanz nun zu Hause gegen den TSV G.A. Stuttgart gefragt. In der Tabelle steht der USC Konstanz derzeit nur auf Platz neun, mit zwei Punkten Abstand auf den Siebtplatzierten Stuttgart. Bei einem klaren Sieg könnten die Konstanzer die Stuttgarter also überholen und damit die Abstiegsränge verlassen.

Genau deswegen hoffen die Mannschaft und der ganze Verein auf viel Stimmung und Unterstützung der Zuschauer. Co-Trainer Marcus Hornikel ist gespannt auf das Duell und sagt: „Das wird ein schwieriges Spiel, wenn wir allerdings konzentriert unser Spiel durchziehen, können wir einiges am Samstag holen.“

Personell sind beim USC Konstanz alle Spieler mit an Bord, obwohl sich zum Beispiel Außenangreifer Paul Kaltenmark noch nicht gänzlich von seiner Knöchelverletzung erholt hat. Das Trainerteam um Timo Meßmer und Marcus Hornikel hat das Augenmerk im Training vermehrt auf die Taktik gelegt, um das Spiel gegen Stuttgart erfolgreich gestalten zu können.

Auf Seiten der Stuttgarter stellt sich für den USC Konstanz die Frage, ob Malte Stiel mit von der Partie sein wird. Der ehemalige Erst- und Zweitligaspieler nimmt nicht an allen Spielen der Landeshauptstädter teil, jedoch mit großer Wirkung, wenn er denn mal dabei ist. «Malte ist einfach ein herausragender Volleyballer und seine Anwesenheit würde die Stuttgarter definitiv in allen Elementen verstärken», so USC-Trainer Meßmer.

Trotz der unklaren Kader-Situation des Gegners möchte man beim USC Konstanz vor allem auf sich selbst schauen und die Leistung aus dem letzten Spiel gegen den TV Rottenburg II korrigieren.

Damen I: Keine Zeit zum Durchatmen

USC Konstanz – TTV Dettingen (Samstag, 17:00 Uhr, Schänzlehalle). Wenn am Samstag um 17 Uhr die Damen 1 des USC in der Halle IV der Schänzlehalle aufschlagen, wird es nochmal spannend, denn es steht erneut ein Spitzenspiel an. Diesmal ist der Tabellendritte TTV Dettingen zu Gast. Die zweite Mannschaft – neben Villingen – der es in der Hinrunde gelang, den Damen vom See einen Punkt zu nehmen. Der USC reiste damals stark dezimiert nach Dettingen und spielte sogar ohne Libera. Trotzdem gelang nach einem intensiven und umkämpften Spiel ein 3:2-Sieg. Wenn es nach Trainerin Alina Lupu geht, dann darf das Ergebnis dieses Mal gerne etwas deutlicher ausfallen: „Wir sind sehr heimstark und haben uns natürlich seither auch gesteigert.“ Sie weiß aber auch, dass das Spiel kein leichtes wird: „Das ist das dritte „Spitzenspiel“ in Folge. Das geht an den Mädels auch nicht spurlos vorüber. Schon gegen Tübingen haben wir gesehen, dass es schwer ist, über mehrere Wochen die Spannung oben zu halten. Wir werden aber nochmal richtig Gas geben.“ Lupu wird voraussichtlich auf alle Spielerinnen zählen können, allein der Einsatz von Britta Steffens ist noch fragwürdig.

„Wir müssen uns wieder mehr auf uns selber konzentrieren und vom ersten Punkt an 100% geben“, fordert Mannschaftsführerin Lina Hummel. „Nicht abwarten, was der Gegner macht, sondern gleich Vollgas geben. Wir legen oft mit 70% los und starten erst Mitte des Satzes richtig durch, wenn wir schon hinten liegen. Das ist auch mental für alle ziemlich anstrengend. Wir können das besser!“

Dettingen spielte zuletzt eher gegen die Schlusslichter der Tabelle und geht mit zwei Siegen in die Partie. „Dettingen hat nichts zu verlieren, sie werden sicher mutig spielen. Darauf müssen wir vorbereitet sein“ prophezeit Mittelblockerin Carla Ambrosius. Der bisherige Verlauf der Saison lässt die Mannschaft selbstbewusst auf den Samstag blicken. Dennoch – die Liga wartet darauf, dass sich die Konstanzerinnen irgendwann mal einen Ausrutscher leisten. „Das haben wir aber eigentlich nicht vor!“ betont Außenangreiferin Lena Schuh und ergänzt mit einem Augenzwinkern: „Dafür macht uns das Gewinnen einfach zu viel Spaß.“

Regionalliga-Volleyballer vor richtungsweisendem Spiel

USC Konstanz – TSG HD-Rohrbach (Samstag, 25.01.20, 15.00 Uhr, Schänzlehalle) – Für die Regionalliga-Volleyballer des USC Konstanz geht es am kommenden Samstag bereits um alles. Als Tabellenletzter und mit vier Punkten Rückstand auf das rettende Ufer stehen die Vorzeichen vor der Partie gegen die TSG HD-Rohrbach denkbar schlecht. Einzig die Kadersituation lässt das Trainerduo Uwe Schneider und Philipp Röhl optimistisch auf das Spiel vorausschauen. «Es ist gut, dass endlich wieder alle dabei sind», so Schneider. «Das eröffnet uns deutlich mehr Wechselmöglichkeiten und Chancen», ergänzt Röhl vor dem Spiel.

Im Hinspiel setzte es für den USC Konstanz in Heidelberg eine klare 1:3-Niederlage. Diese wollen die Volleyballer um Kapitän Matthias Dittrich möglichst vergessen machen. Die Heidelberger werden auf jeden Fall mit einer gesunden Portion Selbstvertrauen an den Bodensee kommen, da sie aktuell auf einem gesicherten fünften Tabellenplatz stehen und weder mit dem Abstieg noch mit den oberen Plätzen etwas zu tun haben werden im Endspurt der Saison. Unklar ist daher jedoch, mit wie vielen Spielern die Heidelberger den weiten Weg nach Konstanz machen werden.

Für Philipp Röhl ist klar, dass «nur eine herausragende Leistung unsererseits und ein etwas schwächerer Tag der Heidelberger» Punkte für den USC Konstanz bedeuten würden. Im Training wurde deshalb noch mal verstärkt der Fokus auf die Annahme und das eigene Side-Out gelegt.

Damen II freuen sich auf zwei Heimspiel-Kracher

USC Konstanz II – USC Freiburg II und USC Konstanz II – TB Bad Krozingen (Sonntag, 26.01.2020, 12:00 Uhr, Schänzlehalle). Am kommenden Sonntag stehen für die zweite Damenmannschaft des USC gleich zwei spannende Heimspiel-Kracher auf dem Plan. Alle drei Teams – Konstanz, Freiburg und Bad Krozingen – befinden sich mit nur einem Punkt Abstand voneinander in der hart umkämpften Tabellenspitze der Verbandsliga Baden. Gleichzeitig hat auch der momentan Drittplatzierte SV Waltershofen am Samstag zwei Heimspiele und könnte bei zwei Siegen die Tabellenführung übernehmen. Die Tabellenkonstellation verspricht also für den USC auf jeden Fall spannende Spiele vor heimischem Publikum.

Auch die beiden Hinspiele waren bereits hart umkämpft. Im ersten Saisonspiel nach dem Aufstieg aus der Landesliga gelang es den USC-Mädels gegen Freiburg, einen Rückstand von 0:2 Sätzen wieder aufzuholen und das Spiel im Tie-Break für sich zu entscheiden. Auch gegen den Oberliga-Absteiger aus Bad Krozingen ging der USC eher als Außenseiter ins Spiel und schaffte es, die starken und athletischen Angreiferinnen über weite Phasen durch ein beherztes Auftreten im Block und in der Abwehr in den Griff zu bekommen. Das Endresultat damals: 3:1 für den USC.

«Die Gegner werden jetzt sicherlich nicht mehr den Fehler machen, uns zu unterschätzen» so Coach Hüther vor dem Spiel, «wir haben uns seit November in vielen Spielelementen weiterentwickelt und können nach dem deutlichen Sieg gegen Kappelrodeck vom vergangenen Wochenende mit viel Selbstvertrauen in die beiden Partien gehen.» Besonderes Augenmerk lag in den letzten Trainingseinheiten vor allem auf dem Block, «denn Freiburg und Bad Krozingen haben mit die besten Angreiferinnen in der Liga», so Hüther weiter. Entscheidend wird außerdem sein, dass eine stabile Annahme und Abwehr den variablen Einsatz aller Konstanzer Angreiferinnen ermöglicht.

«Wir haben uns viel vorgenommen für das kommende Wochenende» gibt sich Kapitänin Mona Reichmann kämpferisch, «wichtig ist, dass wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und unser Spiel durchziehen.» Das Team wird dabei erneut mit einem vollen Kader von 12 Spielerinnen antreten, was viele variable Wechseloptionen ermöglicht. Auch die erfahrenen Spielerinnen Lea Ehrlinspiel (Zuspiel) sowie Leonie Martersteig (Außen-Annahme), auf die Hüther im vergangenen Spiel verzichten musste, werden wieder einsatzbereit sein. Der USC ist also bestens gerüstet für die anstehenden Heimspiele und freut sich am Sonntag ab 12:00 Uhr in der Schänzlehalle auf viele Zuschauer.

Rückschlag für Drittliga-Volleyballer

TV Rottenburg II – USC Konstanz 3:0 (25:16, 25:22, 25:20) – Mit dem Ziel, den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle aufrecht zu erhalten, wollten die Männer des USC Konstanz in Rottenburg wichtige Punkte im Abstiegskampf einfahren. Leider mussten sie jedoch die Heimreise mit leeren Händen antreten.

Das Spiel begann hektisch und beide Mannschaften profitierten von den Fehlern des Gegners, die besonders im Aufschlagspiel deutlich wurden. Rottenburg gelang es aber plötzlich, das Spiel stabiler zu gestalten als die Gäste vom Bodensee, sodass sie von 7:7 auf 16:8 davon eilten. „Wir haben es nicht geschafft, die Rottenburger Angriffe mit unserem Block zu entschärfen“, so Trainer Timo Meßmer nach dem Spiel. „Das zog sich aus unserer Sicht leider durch das ganze Spiel, sodass wir hier keinen Zugriff bekommen haben“.  Der erste Satz ging somit verdient mit 25:16 an die Hausherren.

Im zweiten Satz gelang es den Konstanzern aber gleich von Beginn an, die Annahme und Abwehr zu stabilisieren, was dazu führte, dass einige spektakuläre Ballwechsel zugunsten des USC gewonnen werden konnten. „Was wir besonders ab dem zweiten Satz in der Annahme geleistet haben, war wirklich gut. Jedoch ist es uns heute einfach nicht gelungen, daraus Druck auf die Gegner zu entwickeln“, so Co-Trainer Marcus Hornikel. Das Rottenburger Angriffsspiel hingegen wurde immer konstanter und effektiver, sodass sie abermals mit mehreren Punkteserien davon zogen und letztlich den Satz mit 25:22 für sich entscheiden konnten.

Der dritte Satz begann verheißungsvoll und den Volleyballern vom Bodensee gelang ein Start nach Maß, der in einer stetigen Führung bis zum Stand von 19:18 aus Sicht der Konstanzer verlief. Wieder streuten sich dann aber Ungenauigkeiten im Spielaufbau und im Angriff ein, was dazu führte, dass dem USC Konstanz in diesem Satz nur noch ein Punkt gelang. Währenddessen fand der TV Rottenburg ein ums andere Mal den Weg durch den Konstanzer Block und entschied schließlich mit 25:20 auch den dritten Satz für sich.

„Das war leider ein schwaches Spiel von uns zu einem ärgerlichen Zeitpunkt. Wir blicken aber nach vorne und wissen, dass die Saison noch lange ist und wir unsere Chancen weiterhin bekommen werden“, so Trainer Meßmer. Die nächste Gelegenheit bietet sich am kommenden Samstag, wenn um 19.30 Uhr der TSV G.A. Stuttgart in der Schänzlehalle zu Gast sein wird.

Es spielten: Rodler, Kempe, Kordic, Büchner, Scheller, Martin, Hornikel, E. Hammer, L. Hammer, Mundt, Röhl, Kaltenmark

Kleines Wunder: USC-Damen gewinnen schon verloren geglaubtes Spiel

FV Tübinger Modell – USC Konstanz 1:3 (25:13, 23:25, 21:25, 20:25) – Am vergangenen Samstagabend bestritten die Regionalliga-Damen des USC Konstanz ihr wohl unglaublichstes Spiel der Saison. Auch wenn es das Endergebnis von 3:1 aus Sicht der Konstanzer nicht gleich vermuten lässt, so war durchaus ein kleines Wunder für diesen Sieg nötig.

Die Partie begann ausgeglichen und Konstanz führte zu Beginn des ersten Satzes mit 5:4. Doch das Blatt sollte sich wenden. Die Tübingerinnen wollten um jeden Preis gewinnen, schalteten gleich drei Gänge höher und ließen die USC Damen keine Sekunde ins Spiel kommen. Tübingen schlug mit unheimlich viel Druck auf, so dass kein variables Zuspiel möglich war und die Angreiferinnen um Spielführerin Lina Hummel ein ums andere Mal im Tübinger Block hängen blieben. Beim Spielstand von 6:17 aus Sicht des USC nahm Trainerin Alina Lupu ihre zweite Auszeit und appellierte an ihre Mädels, sich auf ihre spielerischen Stärken und Kreativität zu besinnen. Sie mussten es irgendwie schaffen, den Rhythmus wieder zu finden, um nicht unterzugehen. Immerhin fruchtete diese Ansage und es konnten noch sieben weitere Punkte erzielt werden, bevor die starken Gastgeberinnen den Sack zumachten (25:13).

Der zweite Satz sollte so beginnen, wie der erste endete. Immer wieder scheiterten die Bodenseemädels an dem schier unüberwindbaren Block und konnten somit keinerlei Druck auf die Tübingerinnen ausüben. Kontinuierlich liefen die Gäste einem Rückstand nach (3:8, 10:16, 15:19). Dann brachte Lupu Camilla Zametica im Aufschlag, die den Gastgeberinnen gleich ein Ass servierte. Damit schien die Wende eingeleitet. Die Lokalmatadorinnen kamen ins Straucheln, Fehler schlichen sich ein und USC-Spielführerin Hummel peitschte ihre Mädels an, genau jetzt die Chance zu nutzen. Die zahlreichen Zuschauer sahen einen unglaublichen Kampf, der diesmal das glücklichere Ende für Konstanz fand (25:23).

Doch der Tübinger Siegeswille war ungebrochen. Der dritte Durchgang begann wie der zweite für die Konzilstädterinnen. Beim Stand von 11:15 aus Konstanzer Sicht nahm Lupu erneut eine Auszeit: „Wir müssen jetzt Punkt für Punkt denken, und für jede noch so schwierige Situation eine Lösung finden. Fehler schnell abhaken und immer weiter um jeden Ball kämpfen!“ Mit vollem Risiko im Aufschlag und in den Angriffen kämpften sich die Konstanzerinnen Punkt für Punkt heran und nutzen den Überraschungsmoment für sich für den Gewinn des dritten Durchgangs (25:21). Diese Aufholjagden schlauchten das Lupu-Team psychisch wie auch physisch und sie wollten um jeden Preis einen Tiebreak vermeiden. Jedoch sah dies im vierten Satz alles keineswegs danach aus. Die TüMo Damen feuerten den Gästen die Bälle um die Ohren und über 3:7, 4:10 und 10:17 sah es nicht gut aus für den Tabellenführer. Lupu nahm ihre zweite Auszeit, um ihr Team wieder auf Kurs zu bringen. Es ging nur noch alles oder nichts. Ein klasse Block von Felicitas Piossek, gefolgt von Aufschlagserien von Carla Ambrosius, Britta Steffens und Lena Schuh brachten die Gäste wieder in Spiel (16:17, 21:19). Endlich, der Widerstand der Tübinger war gebrochen und die Mädels vom Bodensee konnten mit 25:20 und damit 3:1 diese unglaubliche Partie für sich entscheiden.

„Tübingen ist mit 200% ins Spiel gestartet und wollte um jeden Preis gewinnen. Wir haben anfangs kein Rezept gegen diesen starken Block gefunden und viel mit uns selber gekämpft.“, resümiert Britta Steffens. Und auch Trainerin Alina Lupu ist froh über den Sieg, auch wenn sie nicht ganz zufrieden war mit der spielerischen Leistung ihrer Mannschaft: „Wir haben uns verunsichern lassen, haben uns nicht auf unser Spiel konzentriert und waren zu berechenbar bei unseren Angriffen. Aber ich ziehe meinen Hut vor den Mädels, dass sie zu keinem Zeitpunkt aufgegeben haben. Lina hat das Team auf dem Spielfeld permanent motiviert und die Mädels haben sich im letzten Satz in einen Rausch gespielt. Das war eine Wahnsinns Teamleistung.“ Für Franka Welsch war es darüber hinaus ein besonderes Spiel, da sie gegen ihre Schwester Leonie spielte: „Es ist toll, dass wir das Spiel gewonnen haben, auch wenn ich natürlich auch stolz war, wenn meine Schwester gute Punkte gemacht hat. Es waren viele Freunde und unsere Familie gekommen, da ist es etwas schade gewesen, dass ich heute nicht meine beste Leistung abrufen konnte.“

Zeit zum Durchatmen bleibt den USC-Damen jedoch nicht. Bereits am kommenden Samstag folgt eine weitere richtungsweisende Partie mit Blick auf die Meisterschaft. Da empfängt der USC den Tabellenvierten TTV Dettingen.

Herren II verpassen die nächsten Punkte im Abstiegskampf

TG Bad Waldsee – USC Konstanz 3:0 (25:22, 25:23, 25:16) – Am Wochenende ging es für die Drittliga-Reserve des USC Konstanz um Kapitän Matthias Dittrich zur TG Bad Waldsee. Diese sitzt seit Anfang November gefestigt auf Tabellenposition Vier mit Blickrichtung nach oben und galt in diesem Spiel als klarer Favorit. Hinzu kam, dass der etatmäßige USC-Zuspieler Tobias Schenk, wie auch bereits im Hinspiel, aus persönlichen Gründen nicht dabei sein konnte. Des Weiteren fehlten beruflich auf Außen Alex Reichel und als Libero Sebastian Schöne. Auf der Mittelposition wird Arvid Kuritz, nach seiner Bänderverletzung und der nun doch notwendigen OP wohl bis zum Ende der Saison ausfallen. Zu guter Letzt half Spielertrainer Philipp Röhl bei der ersten Mannschaft aus, weil auch diese mit Personalproblemen zu kämpfen hatte. Eine knappe halbe Stunde vor Hallenöffnung erreichten die verbleibenden Spieler dennoch hochmotiviert die Eugen Bolz Halle in Bad Waldsee.

Im ersten Satz merkte man sofort, dass der USC viel lockerer aufspielte als noch im Hinspiel. Druckvolle Aufschläge und eine sehr stabile Annahme machten es dem Zuspieler Nico Reichert recht einfach, die Bälle zu verteilen. Schnell setzte man sich mit 8:4 aus Konstanzer Sicht ab und zwang die TG zur ersten Auszeit. Die gegnerische Trainerin, Eva Müllerschön, schien dort jedoch die richtigen Worte gefunden zu haben. Die TG egalisierte den kleinen Vorsprung der Konstanzer in kürzester Zeit. Danach war es ein Satz auf Augenhöhe, keine Mannschaft konnte sich mehr als zwei Punkte absetzen. Gegen Ende des Satzes legten die physisch überlegenen Gastgeber, angetrieben durch ihre Fans noch eine Schippe drauf und machten in den wichtigen Situationen die Breaks durch direkte Blockpunkte. Leider nutzten die Auszeiten von Trainer Uwe Schneider beim 18:20 und 21:24 nichts mehr.

Die Stimmung der „Zwoten“ war nur kurz getrübt. Man hatte ja sehr gut mitgehalten. Dennoch konnte sich die TG zu Beginn des zweiten Satzes einen kleinen Vorsprung erspielen. Grund dafür war das fehlende Durchsetzungsvermögen im Angriff. Dem USC stand immer wieder, aus einer nicht ganz perfekten Annahme, mindestens ein Doppelblock entgegen. Beim Stand von 6:10 wechselte der Konstanzer Diagonalangreifer Daniel Berger gegen Zuspieler Jochen Schlag, um im Vorderfeld mehr Angriffsmöglichkeiten zu haben. Dieser Wechsel schien auch zu fruchten, denn Konstanz kämpfte sich wieder auf 9:10 ran. Nach diesem kurzen Aufbäumen zeigte die TG jedoch, warum sie zu Recht zu den Top Vier der aktuellen Saison gehören. Vor allem das gute Block-Abwehrverhalten der Oberschwaben zeigte den Unterschied und machte es den Außenangreifern Matthias Dittrich, Sebastian Fauser und später auch Steffen Iberl fast unmöglich direkte Angriffspunkte zu erzielen. Beim Spielstand von 16:22 verkürzte der USC den Abstand noch einmal durch gute platzierte Aufschläge von Mittelblocker Christoph Petry, konnte den zweiten Satzverlust allerdings nicht mehr abwenden.

Fest entschlossen, noch einmal alles zu geben startete man gut in den dritten Satz. Bis zum Spielstand von 9:9 hielt man dem Druck der TG stand. Die Vorentscheidung fiel dann aber mit einer sehr starken Aufschlagserie vom gegnerischen Außenangreifer Lucas Romer. Mehrere Fehler in der Annahme und im Angriff zwangen Uwe Schneider dann dazu, beide Auszeiten zu nehmen. Zudem wurde Sebastian Fauser eingewechselt, um die Annahme wieder zu stabilisieren . Beim Spielstand von 10:19 wusste man dann jedoch leider bereits, dass es erneut keine Punkte zu holen gab.

„Wir haben, wie so oft, phasenweise sehr gut mitgespielt und dem Gegner ordentlich Paroli geboten“ so Uwe Schneider nach dem Spiel. „Leider hat man aber auch gemerkt, dass die fehlenden Wechseloptionen uns schwer zu schaffen machten. Ich wünsche meinen Jungs, dass sie trotzdem als Team weiter so gut miteinander umgehen. Mit solchen Leistungen wie heute und dieser Teamchemie, glaube ich immer noch fest an einen möglichen Nichtabstieg.“

USC Konstanz: Ardelt, Berger, Dittrich, Fauser, Iberl, Petry, Raß, Reichert, Schlag

Damen II erobern Tabellenspitze zurück

TV Kappelrodeck – USC Konstanz II 0:3 (18:25, 18:25, 15:25). Für die zweite Damenmannschaft des USC ist der Start ins neue Jahr und in die Rückrunde definitiv geglückt: Nach nur einer Stunde Spielzeit durfte sich das Team am vergangenen Samstag über den ersten 3:0-Sieg der Saison und die damit verbundene Rückkehr an die Tabellenspitze der Verbandsliga Baden freuen.

Der USC startete von Beginn an konzentriert ins Spiel und ließ dem Gegner durch eine starke Leistung im Aufschlag und Block kaum eine Chance, viel Druck im Angriff aufzubauen. Der USC selbst machte wenig Eigenfehler, auch wenn zu Beginn die Präzision im ersten Ballkontakt noch etwas fehlte. Über den ersten Satz hinweg stellte sich die Abwehr jedoch immer besser auf die Angriffe der Gegner ein, sodass im Zuspiel zunehmend mehr Optionen entstanden. Das Resultat: ein klarer Satzgewinn für den USC (25:18).

So sollte es auch im zweiten Satz weiter gehen: Der USC spielte variabel und die Wechseloptionen wurden von Coach Hüther taktisch optimal genutzt. «Heute haben sich die Auswechselspielerinnen alle sehr gut ins Spiel eingefügt und waren direkt voll da», zeigte sich Hüther nach dem Spiel sichtlich zufrieden, «man hat gemerkt, dass die Mannschaft an einem Strang zieht und alle sich gegenseitig geholfen haben». Bei Kappelrodeck hingegen lief nicht viel rund, vor allem zahlreiche Eigenfehler beim Aufschlag machten es dem USC leicht, druckfrei aufzuspielen und den Vorsprung nach und nach auszubauen. Entsprechend ging auch der zweite Satz zugunsten des USC aus (25:18).

Auch der dritte Durchgang wurde von den USC-Damen klar dominiert. Vor allem die Mittelblockerinnen des USC Konstanz waren in Höchstform und das Team konnte viele spektakuläre Block- und Angriffspunkte bejubeln – so gab es allein 10 erfolgreiche Blocks von Julia Keller. «Heute haben wir so gut angenommen und abgewehrt, dass wir im Zuspiel häufig über die Mitte spielen konnten» freute sich Kapitänin und Zuspielerin Mona Reichmann, «die Gegner haben kein Mittel dagegen gefunden – darauf können wir in den folgenden Spielen definitiv aufbauen». Der USC ließ nichts mehr anbrennen und sicherte sich mit dem Satz- (25:15) und Spielgewinn die nächsten drei Punkte. Da der USC Freiburg II zu Hause patzte, steht der USC nun wieder mit einem Punkt Vorsprung vor dem TB Bad Krozingen, dem SV Waltershofen und dem USC Freiburg II auf Platz 1 der Tabelle.

Für die USC-Mädels geht es jetzt nochmal in eine intensive Trainingswoche, bevor am kommenden Sonntag der nächste Heimspieltag stattfindet. Dann sind mit dem TB Bad Krozingen und dem USC Freiburg II zwei der stärksten Teams der Liga zu Gast, die mit dem USC um die vorderen Tabellenränge konkurrieren – für ausreichend Spannung dürfte also gesorgt sein.

USC Konstanz: Brehm, Dröge, Gregorc, Holweger, Keller, Kornblum, Mühlhäußer, Narr, Nöh, Reichmann, Skrinjar

Drittliga-Volleyballer vor Prestigeduell

TV Rottenburg II – USC Konstanz (Samstag, 18.01.20., 19.30 Uhr, Volksbank Arena Rottenburg) – Am Samstag geht es für die Drittliga-Volleyballer des USC Konstanz zum Prestigeduell nach Rottenburg. Bereits seit vielen Jahren spielen beide Mannschaften in der Dritten Liga und es gab immer wieder heiße Duelle. Auch in diesem Jahr verspricht das Spiel Spannung pur. Im Hinspiel ging die Partie der beiden Kontrahenten bereits über die volle Distanz – mit einem besseren Ende für die Rottenburger. Aktuell liegen beide Teams gleich auf. Die Domstädter wie auch das Team vom Bodensee haben 13 Punkte auf ihrem Konto und stehen auf Platz acht bzw. neun der Liga. Für beide Teams wären daher drei Punkte extrem wichtig um sich Luft nach unten zu verschaffen und den Anschluss an das Tabellenmittelfeld zu halten.

Die beiden USC-Coaches Meßmer und Hornikel sind sich sicher: „ Die Jungs sind bis in die Haarspitzen motiviert“. Im Abschlusstraining am Donnerstag wird zudem in einem Training gegen das Regionalligateam des USC am Feinschliff gearbeitet. Trainer Hornikel: „Wir sind sehr fokussiert auf das Spiel und die Jungs haben zuletzt sehr gut gearbeitet“.

Personell sieht es bei den Konstanzern bisher nicht allzu gut aus. Immer noch sind einige Kräfte angeschlagen oder gar nicht erst spielbereit. Für die Trainer ist es daher wichtig, „dass die Spieler eng zusammenrücken und hoffentlich den Ernst der Lage verstanden haben“.

USC-Damen haben an Tübingen nichts zu verschenken

FV Tübinger Modell – USC Konstanz (Samstag, 18.01.20, 19.30 Uhr, Uhlandhalle Tübingen). Am kommenden Samstag gastiert der USC Konstanz als Primus der Regionalliga Süd in Tübingen und möchte drei Punkte mit an den See bringen.

Das Hinspiel konnten die USC Damen noch klar mit 3:0 für sich entscheiden. Tübingen hat sich jedoch im Verlauf der Saison stark verbessert und befindet sich aktuell auf dem zweiten Platz (vier Punkte Rückstand auf den USC Konstanz, bei einem Spiel mehr) und konnte die letzten sieben Spiele für sich entscheiden- zuletzt gegen den TSV Burladingen klar mit 3:0. Die Gastgeberinnen werden die Konstanzerinnen also mit reichlich Selbstbewusstsein empfangen.

„Wir müssen von der ersten Sekunde an hellwach sein und Tübingen gleich mit unseren Aufschlägen unter Druck setzen. Gegen Villingen hat uns das zuletzt sehr geholfen und dies wird auch hier der Schlüssel zum Erfolg sein.“, gibt Trainerin Alina Lupu die Richtung vor. Sie wird am Samstag auf ihren gesamten Kader zurückgreifen können und hat somit die Möglichkeit für taktische Wechsel, vor allem im Aufschlag und im Block. „Ich erinnere mich noch sehr gut an die starken Angriffe über die Mittelposition der Tübinger. Da werden wir Mittelblockerinnen ganz schön gefordert sein.“, erklärt Carla Ambrosius. Das Team um Spielführerin Lina Hummel zeichnete sich am vergangenen Samstag gegen Villingen vor allem durch Stabilität und Kampfstärke aus. „Wir müssen uns einfach auf unser Spiel konzentrieren. Es wird eine spannende Partie werden, bei dem es vor allem auch darauf ankommt, die Eigenfehlerquote so niedrig wie möglich zu halten.“, plädiert Hummel.

Eine besondere Begegnung wird es auch für Zuspielerin Franka Welsch werden. Ihre Schwester Leonie Welsch wird ihr am Samstag am Netz gegenüberstehen und sich für die Niederlage im Oktober revanchieren wollen. Immerhin: Einen Sieg wird es im Hause Welsch in jedem Fall geben. Mit einem Sieg würde der USC Konstanz seine Tabellenführung weiter ausbauen. Besonders im Hinblick auf das Duell mit dem Drittplatzierten TTV Dettingen wären drei Punkte ein weiteres Ausrufezeichen im Titelkampf.