Herren II: Schwieriges Auswärtsspiel in Sindelfingen

VfL Sindelfingen – USC Konstanz (Samstag, 19.10.19, 20 Uhr, Sindelfingen) – Am kommenden Samstag geht es für die Regionalliga-Volleyballer des USC Konstanz zu einem ganz schwierigen Auswärtsspiel beim VfL Sindelfingen. Die Sindelfinger haben sich zwar erst einen Punkt mehr als die Jungs vom Bodensee erspielt, jedoch ist die Mannschaft „vom Kader her deutlich stärker, als es die Tabellensituation aussagt“ urteilt USC-Trainer Uwe Schneider vor der Partie. So spielt zum Beispiel mit Sven Metzger ein bundesligaerfahrener Spieler in den Reihen des VfL Sindelfingen. Der 1.95m-Hühne spielte fünf Jahre für den TV Rottenburg in der 1. Bundesliga und kehrte vor einigen Jahren zu seinem Heimatverein nach Sindelfingen zurück.

Für das USC-Trainer-Duo Röhl und Schneider ist derweil klar, „dass wir ihm das Leben so schwer wie möglich machen müssen“. Personell muss der USC Konstanz wieder mit einigen Ausfällen umgehen. Der erfahrene Außenangreifer Lukas Hölzl wird aus beruflichen Gründen die Reise nach Stuttgart nicht mitmachen können. Auch bei Steffen Iberl ist noch unklar, ob er sich rechtzeitig von einer Grippe wieder erholt.

„Die Jungs sind heiß auf den ersten Sieg – das merken wir in jeder Trainingseinheit“, sagte Philipp Röhl unter der Woche. Jetzt müsse man sich endlich mal für „die harte Arbeit belohnen“. Auch aufgrund der bisherigen Ergebnisse geht der USC Konstanz trotzdem als klarer Außenseiter in die Partie.

Regionalliga-Volleyballer erkämpfen sich den ersten Punkt

USC Konstanz – SG MADS Ostalb 2:3 (25:21, 25:20, 16:25, 18:25, 11:15) – Für die Regionalliga-Volleyballer des USC Konstanz hingen die Köpfe nach der erneuten Niederlage tief. Mit 2:3 musste man sich der SG MADS Ostalb geschlagen geben, obwohl man zwischendurch mit 2:0 geführt hatte. «Diese Niederlage tut schon sehr weh» zeigte sich das Trainerduo um Uwe Schneider und Philipp Röhl niedergeschlagen nach der Partie.

In den ersten beiden Sätzen hatte der USC Konstanz noch alles im Griff. Durch eine saubere Annahme und ein starkes Angriffsspiel ließ man die Aalener kaum zur Entfaltung kommen und setzte sich somit immer zum Ende des Satzes mit einigen Punkten ab.

«Was dann passiert ist, kann ich nicht wirklich in Worte fassen», sagte Trainer Uwe Schneider nach dem Spiel. Denn auf einmal gelang den Konstanzern um Kapitän Matthias Dittrich nichts mehr. Sowohl einige Ungenauigkeiten in der Annahme, als auch unnötige Fehler im Angriff bescherten der SG MADS Ostalb eine sichere Führung in den Sätzen drei und vier. Auch viele Wechsel auf allen Positionen brachte für den USC Konstanz keine Besserung.

Nach drei Niederlagen zum Auftakt und den Rückschlägen in den Sätzen drei und vier «hatten wir einfach nicht mehr das Selbstvertrauen, um das Spiel umzubiegen», sagte Spielertrainer Philipp Röhl nach der Partie. Der entscheidende fünfte Satz begann nämlich abermals mit zaghaften Angriffen oder sogar mit direkten Fehlern auf Seiten des USC.

«Wir müssen den Blick einfach wieder nach vorne richten und an unseren Schwächen arbeiten» gibt Schneider die Marschroute vor. Viel Zeit bleibt dem USC Konstanz dabei nicht, denn schon am kommenden Samstag steht das nächste schwierige Auswärtsspiel an, wo es dann endlich mit den ersten drei Punkten klappen soll.

USC Konstanz: Berger, Hölzl, Dittrich, Fauser, Iberl, Ardelt, Schenk, Schlag, Kuritz, Petry, Rass, Röhl

USC-Damen entscheiden Geschwisterduell mit 3:0 für sich

USC Konstanz – Tübinger Modell 3:0 (25:17, 26:24, 25:13) – Einen fulminanten 3:0 Sieg konnten die USC-Damen am vergangenen Samstag vor heimischer Kulisse gegen Ligakonkurrenten Tübinger Modell feiern und rücken somit sogar auf Tabellenplatz eins vor.

Trotz gravierender personeller Ausfälle auf Spieler- und Trainerseite ging das Team nach einer guten Trainingswoche optimistisch und konzentriert ins Spiel. Mannschaftsführerin Britta Steffens konnte nach einer Verletzung im letzten Auswärtsspiel nicht eingesetzt werden. Besonderer Druck lastete somit auf Zuspielerin Franka Welsch, die nun ohne Wechselmöglichkeit die Zuspielposition ausfüllen und gleichzeitig im Geschwisterduell gegen ihre Schwester, Leonie Welsch, die für Tübingen auf dem Feld stand, antreten musste. Ein großes Lob sprach nach dem Spiel Kapitänin Lina Hummel für Welsch aus: „Franka hat das bravourös gelöst. Sie hat unglaublich konzentriert gespielt und mit viel Ruhe und Qualität die Pässe verteilt.“ Den krankheitsbedingten Ausfall von Trainerin Alina Lupu kompensierte das Team durch eine personalstarke Vertretung auf der Trainerbank: Marie Bertschinger und das Trainerduo der ersten Herrenmannschaft Timo Messmer und Marcus Hornikel übernahmen das Coaching an diesem Samstag.

Mit starken Aufschlägen (Welsch, Hummel, Ambrosius) gelang gleich zu Beginn ein 7:3 Vorsprung, der bis zum Ende des Satzes weiter auf 19:11 ausgebaut werden konnte. Eine konsequente Umsetzung der Aufschlagtaktik setzte die gegnerische Annahme stark unter Druck, sodass deren großgewachsene Angreiferinnen nicht ins Spiel finden konnten. Mit 25:17 ging der erste Satz deutlich an den USC.

Auch in Satz zwei starteten die Spielerinnen vom See mit großem Vorsprung (5:0) ins Spiel. Nun fanden jedoch auch die Tübingerinnen zu ihrer Form und forderten den Konstanzer Annahme- und Abwehrriegel mit starken Aufschlägen und platzierten Angriffen von der Mittel- und Diagonalposition (Hieber, Otto) bis nahe zum Ausgleich (14:13 und 16:15). Ein weiterer 3-Punkte-Vorsprung konnte erarbeitet, aber nicht gehalten werden und so kämpften beide Mannschaften um einen Sieg in einem knappen zweiten Satz. Den zweiten Satzball zum 26:24 verwandelte letztlich eine stark aufspielende Lina Hummel aus dem Rückraum, die über alle drei Sätze ihre Erfahrung und überlegene Spielstärke mit klugen Lobs, harten Diagonalschlägen und druckvollen Aufschlägen unter Beweis stellte.

Eine gelungene Mannschaftsleistung zeigte das Team auch in Satz drei. Nicht zuletzt durch eine stabile Annahme um Libera Tena Lovrić, die auch immer wieder die wuchtigen Angriffe der Tübingerinnen in spektakulären Abwehraktionen entschärfte, gelang es, über 5:0, 8:1 und 17:5 die Gegnerinnen zu dominieren. Eine konsequente Arbeit der Mittelblockerinnen ermöglichte ein variables Angriffsspiel auf allen Positionen. Den Sack zu machte Lena Schuh mit einem Aufschlagass zum 25:13.

„Es war einfach, das Team heute zu coachen“, fasst Interimstrainerin Bertschinger nach dem Spiel zusammen, „das Scouting auf der Trainerbank half enorm, taktische Entscheidungen zu treffen und alle Spielerinnen haben auf ihrer Position die Vorgaben konsequent umgesetzt.“ Auch die abwesende Lupu ist stolz auf ihr Team: „Die Arbeit der letzten Wochen zahlt sich aus. Es ist toll, dass die Mädels ihre Leistung abrufen konnten.“

Mit Selbstvertrauen können nun die nächsten zwei Trainingswochen bis zum Auswärtsspiel am 26.10.2019 in Dettingen bei Stuttgart angegangen werden. „Es gibt natürlich immer noch viele Baustellen, an denen wir arbeiten müssen“, motiviert Steffens ihr Team zu weiterhin engagierter Trainingsleistung und hofft gleichzeitig, die Spielpause zur Genesung nutzen zu können, um in zwei Wochen das Team wieder vom Feld aus unterstützen zu können.

USC Konstanz: Ambrosius, Hummel, Lovrić, Piossek, Schuh, Slowik, Stapel, Steffens, Welsch, Zametica

Bittere Heimniederlage für Drittliga-Volleyballer

USC Konstanz – TV Rottenburg II 2:3 (18:25, 25:18, 22:25, 25:22, 15:17) – Nach zuletzt zwei Siegen muss der USC Konstanz nun seine erste Saisonniederlage gegen die Bundesligareserve aus Rottenburg hinnehmen. Denkbar knapp verlor man vor heimischem Publikum mit 2:3.

Zu Beginn des ersten Satzes spielten beide Mannschaften auf Augenhöhe und so konnte sich keines der beiden Teams so richtig absetzen. Folglich Stand es nach kurzer Zeit 8:7 für den USC. Was dann folgte war eine Reihe von Fehlern seitens der USC’ler, die mit den druckvollen Aufschlägen der Rottenburger nicht mehr klar kamen. Daraus resultierend legten die Rottenburger einen Lauf hin und plötzlich stand es aussichtslos 12:21 gegen die Mannen um Kapitän Kaltenmark. Man konnte sich zwischenzeitlich zwar noch auf 18:22 herankämpfen, allerdings war der Abstand zu groß und folgerichtig ging der erste Satz mit 25:18 an den TV Rottenburg II.

In Satz zwei entwickelte sich zu Beginn ein ähnliches Bild wie in Satz eins. Beim Stand von 8:7 für den USC blieb allerdings diesmal die Annahme stabil und die Angriffe fanden ihren Weg ins Ziel. So entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf Rennen, bei dem es dem USC gelang, sich auf 19:16 einen minimalen Vorsprung zu erspielen. Nach einem drei-Punkte Lauf der Konstanzer stand es nun 22:16. Diesen Vorsprung ließ man sich nicht mehr nehmen und glich mit 25:18 auf 1:1 in Sätzen aus. „Die Jungs haben hier eine tolle Moral gezeigt und den katastrophalen ersten Satz direkt abhaken können“, so Trainer Messmer.

In Satz drei konnten die Konstanzer leider nicht an den guten zweiten Satz anknüpfen und schnell stand es 5:8 gegen die Konzilstädter. Im weiteren Verlauf schaffte man es bis auf 8:9 wieder anzuschließen, allerdings zeigten die Rottenburger sich davon unbeeindruckt und setzten sich erneut auf 12:16 ab. Beim Stand von 14:19 schien es so, dass der Satz zugunsten der Bundesligareserve aus Rottenburg ausging. Doch Konstanz zeigte wiederum eine starke kämpferische Leistung und kam bis auf einen Zähler (20:21) heran. Die Konstanzer schafften es allerdings nicht, den Schwung in die sogenannte „Crunchtime“ mitzunehmen und mussten sich mit 22:25 geschlagen geben.

Der vierte Satz begann sehr zerfahren. Beim Stand von 3:5 bekam USC-Mittelblocker Marvin Scheller vom Schiedsrichter die rote Karte gezeigt, nachdem er lautstark seine Entscheidung angezweifelt hatte. Es schien aber, als hätte die rote Karte die Konstanzer zusätzlich angespornt, es unbedingt in den Tie-Break zu schaffen. Nach 3:6 Rückstand erspielte man sich eine Führung auf 11:10, 16:14 und 18:16. Die Rottenburger wollten unbedingt den Tie-Break verhindern und die drei Punkte vom Bodensee mitnehmen. So gelang es ihnen fünf der letzten sechs Punkte zu erspielen und Konstanz lag nun mit 19:21 hinten. Es begann ein hin und her in der Schlussphase mit besserem Ausgang für den USC. So sicherte man sich Durchgang vier mit 25:22.

Das Spiel musste nun durch den Tie-Break entschieden werden. Die Jungs vom Bodensee legten hier einen Blitzstart hin und führten nach wenigen Minuten bereits mit 7:2. Was dann passierte konnte man sich kaum erklären. Es häuften sich Leichtsinnsfehler und Unkonzentriertheiten seitens der Konstanzer und auf einmal stand es 9:12, nach weiterem Verlauf 12:14. Die Jungs vom Bodensee gaben nicht auf und konnten insgesamt drei Matchbälle abwehren, ehe man sich mit 15:17 geschlagen geben musste. „Wir haben es geschafft, nach zweimaligem Satzrückstand wieder zurück ins Spiel zu kommen,“ so Trainer Messmer, „daher bin ich trotz der bitteren Niederlage sehr stolz auf die Jungs, die nie aufgegeben haben zu kämpfen und somit immerhin einen Punkt für die Mission Klassenerhalt erspielt haben.“

Nächstens Wochenende ist spielfrei, somit hat der USC Konstanz zwei Wochen Zeit sich auf das nächste Spiel beim Zweitligaabsteiger TSV Georgii Allianz Stuttgart vorzubereiten.

USC Konstanz: Hornikel, L.Hammer, Sailer, Rodler, Kempe, Kordic, Büchner, Scheller, Mundt, Kaltenmark, Lelle

Damen II erkämpfen sich die ersten Punkte in der Verbandsliga

USC Freiburg II – USC Konstanz II 2:3 (25:23, 25:17, 24:26, 19:25, 9:15). Am vergangenen Sonntag startete die zweite Damenmannschaft des USC in die neue Verbandsliga-Saison. In einem packenden Spiel über fast 2,5 Stunden zeigte der Aufsteiger dabei eine starke kämpferische Leistung, die letzten Endes mit dem ersten Sieg und zwei Punkten belohnt wurde.

Der USC startete konzentriert ins Spiel, schaffte es aber zunächst zu selten, sich gegen die stark aufspielenden Freiburgerinnen im Angriff durchzusetzen. Eine hohe Eigenfehlerquote auf Konstanzer Seite führte dazu, dass sich der favorisierte Gastgeber direkt mit einigen Punkten absetzen konnte, denen die USC-Damen den ganzen Satz über hinterherrennen mussten. Zwar kämpfte sich Konstanz zum Satzende nochmal ran, musste sich aber knapp mit 23:25 geschlagen geben.

Auch im zweiten Satz konnte sich Freiburg direkt zum Satzbeginn einen kleinen Vorsprung aufbauen, den sie zur Mitte des Satzes noch weiter ausbauten. Die USC-Damen fanden kein Mittel, sich durchzusetzen und so ging auch der zweite Satz mit 25:17 an Freiburg. «In den ersten beiden Sätzen waren wir zu inkonsequent», so die Analyse von Coach Kolja Hüther, «wir haben es Freiburg durch unsere vielen Eigenfehler zu leicht gemacht und uns deutlich unter Wert verkauft».

Doch so leicht wollten sich die USC-Damen nicht geschlagen geben, war man doch mit dem Ziel nach Freiburg gereist, direkt die ersten Punkte an den See zu holen. Entsprechend schalteten die USC-Damen im dritten Satz nochmal einen Gang höher und erarbeiteten sich eine deutliche Führung von zwischenzeitlich fünf Punkten. Durch den Wechsel auf der Zuspielposition im Konstanzer Team musste sich der Gegner auf eine veränderte Passverteilung einstellen, zudem machten die USC-Damen nun ordentlich Druck im Aufschlag und hatten sich in der Abwehr gut auf die Bälle des Gegners eingestellt. Zwar wurde es zum Satzende nochmals eng, doch Diagonalangreiferin Alexandra Kohler, die beim Stand von 24:24 zum Aufschlag kam, bewies Nerven und somit ging der dritte Satz mit 26:24 an den USC Konstanz.

Nun hatten die USC-Damen das Momentum deutlich auf ihrer Seite und das Team startete nahezu euphorisch in Satz Nummer vier. Nun ließ das Team nichts mehr anbrennen – eine stabile Annahmeleistung machte es Zuspielerin Lea Ehrlinspiel leicht, die Pässe variabel zu verteilen und die Angreiferinnen des USC versenkten einen Angriff nach dem anderen im gegnerischen Feld. Auch die gezielten und druckvollen Aufschläge von Außenangreiferin Leonie Martersteig brachten den Gegner ordentlich aus dem Tritt, und somit konnte der USC Konstanz den vierten Satz mit 25:19 deutlich für sich gewinnen. Nun musste die Entscheidung über den Sieg also im Tie-Break fallen.

Zunächst entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, gegen Mitte des Satzes schien die Kraft und der Wille der Freiburgerinnen, für die es aufgrund des Heimspieltages auch bereits das zweite Spiel war, jedoch deutlich nachzulassen. Der USC Konstanz spielte konzentriert und setzte den Gegner nach wie vor mit guten Aufschlägen und variablen Angriffen unter Druck und somit konnte sich das Team um Kapitänin Mona Reichmann am Ende über den deutlich gewonnenen Satz (15:9) und die ersten zwei Punkte in der Verbandsliga freuen. «Das war heute eine tolle Teamleistung» freut sich Reichmann, «wir haben uns nicht aufgegeben und haben nach und nach immer besser zu unserem eigenen Spiel gefunden.»

Nach diesem hart erkämpften Auswärtssieg steht der USC auf Platz 5 der Verbandsliga. Nun hat das Team noch zwei Wochen Zeit, bevor am 26.10. (14 Uhr, Schänzlehalle) der erste Heimspieltag gegen den TV Kappelrodeck und den SV Kirchzarten ansteht.

Es spielten: Ehrlinspiel, Gregorc, Keller, Kohler, Kornblum, Martersteig, Mühlhäusser, Nöh, Reichmann, Skrinjar

Kabooms belegen den 10. Platz bei den Süddeutschen Meisterschaften

Durch eine fast perfekte vergangene Saison mit Titelverteidigung in der Landesliga und dem erneuten Gewinn der südbadischen Meisterschaft hatten sich die Kabooms zum zweiten Mal in Folge für die Süddeutsche Meisterschaft der Mixed-Volleyballer qualifiziert, welche vom 14.-15.09. in Saarbrücken beim TV Holz ausgetragen wurde.

Aufgrund der Ansetzung des Turniers so kurz nach der Sommerpause verlief die Vorbereitung recht kurz. Zudem war der Kader der anreisenden Spieler des USC aufgrund terminlicher Kollisionen verhältnismäßig klein, so musste die Mannschaft unter anderem auf Kapitän und Trainer Johannes Fuchs verzichten, der zu Hause auf Nachwuchs wartete. Hinzu kam auch noch der verletzungsbedingte Ausfall von Zuspielerin Anna und am Tag der Anreise musste sich leider auch noch Angreifer Domi wegen Krankheit abmelden. So machten sich letztendlich lediglich neun Spieler und Spielerinnen auf den Weg ins Saarland.

Der Turniermodus sah vor, dass die 18 teilnehmenden Mannschaften zunächst in fünf Dreier- und Vierergruppen aufeinandertrafen, wobei sich jeweils die Gruppenersten und -zweiten für die Zwischenrunde um die Plätze 1-10 qualifizierten. Alle Spiele begannen beim Stand von 5:5 und wurden über zwei Sätze ausgetragen. Im Gegensatz zu den Liga-Spielen müssen bei den überregionalen Meisterschaften zudem drei Damen auf dem Spielfeld stehen.

Am Samstagmorgen musste das Team vom Bodensee sich mit dem amtierenden Deutschen Meister, dem SV Vaihingen 1, und dem TuS Usseln, dem Vizemeister aus Hessen, messen. Das ausgegebene Ziel hier war den Sieg gegen die Hessen einzufahren, um sich somit für die Spiele um die Plätze 1-10 zu qualifizieren. Das erste Spiel gegen die deutschen Meister sah das Team vom Bodensee als Chance sich für das wichtige Match gegen die Hessen schon mal einzuspielen. Auch wenn die Kabooms das Spiel gegen Vaihingen verloren, so gelang es ihnen aufgrund einer guten Leistung trotzdem Selbstvertrauen zu tanken. Dieses konnten sie im nächsten Spiel nutzen und die Hessen souverän 2:0 schlagen. Das Minimalziel war somit erreicht.

In der nun folgenden Zwischenrunde wurden zwei Fünfergruppen gebildet, in denen entsprechend des Abschneidens die Gegner für die finalen Platzierungsspiele ermittelt wurden. Das Team aus Konstanz erwischte hierbei die deutlich stärkere Fünfergruppe mit dem letztjährigen süddeutschen Meister aus Vaterstetten sowie den Teams aus Palling und Bleicherode, welche man bereits von den süddeutschen und deutschen Meisterschaften aus dem letzten Jahr kannte. Abgeschlossen wurde die Gruppe durch den ebenfalls sehr stark eingeschätzten SC Baden-Baden. Den Konstanzern konnte in dieser Gruppe nur eine Außenseiterrolle zugeschrieben werden.

Noch am Samstagnachmittag spielte der USC gegen die bekannten Gesichter aus Palling. Leider schlichen sich bei den Konstanzern ein paar leichte Unkonzentriertheiten ein, und auch die Abwesenheit des Trainers war zu spüren. Folglich spielten die Kabooms unter ihren Möglichkeiten und so gelang es dem Team aus Bayern sich den Sieg mit 2:0 zu sichern.

Zum anschließenden Abendprogramm gehörte das Spiel der 2. Bundesliga der Damenmannschaft des TV Holz, welches einen Fünfsatzkrimi bot, leider mit dem schlechteren Ende für die Heimmannschaft. Vielleicht lag es mitunter auch an dieser Niederlage, dass den Saarländern die Partylaune vergangen war und die übliche und ersehnte Playersparty fast im Keim erstickte. Aber nur fast, da die Kabooms nun das Zepter in die Hand nahmen und die Tanzfläche eröffneten. Nach und nach gesellten sich dann nach dieser Initiative doch die ein oder anderen Spieler/innen hinzu und es wurde gemeinsam gefeiert, gelacht und neue Freundschaften geschlossen. Wie auch im Vorjahr konnte es jedoch keine Mannschaft mit der Feierlaune der Kabooms aufnehmen und so ging auch der diesjährige Partytitel eindeutig an den Bodensee.

Der Partysieg hatte jedoch seinen Preis. Am Sonntagmorgen schien es im ersten Satz gegen das Team aus Vaterstetten fast so, als ob sich die meisten Spieler auf Konstanzer Seite noch im Tiefschlaf befanden. Kaum hatte der erste Satz gegen die starken Bayern begonnen, so war er auch schon wieder vorbei. Zum Glück wachte das Team in der Satzpause auf und zeigte sich im zweiten Satz von ganz anderer Seite. Hiervon war auch der hochfavorisierte Gegner überrascht und musste nun kräftig um den Satzgewinn kämpfen. Beinahe hätten die USCler die Überraschung nach langer Führung auch geschafft, jedoch mussten sie sich im zweiten Satz letztendlich dann doch ganz knapp mit 24:26 geschlagen geben.

Mit dem geschöpften Mut spielten die nun hochkonzentrierten Konzilstädter im anschließenden Spiel gegen den thüringischen Vertreter aus Bleicherode in beiden Sätzen auf Augenhöhe, mussten sich jedoch am Ende aufgrund von Nuancen leider doch geschlagen geben. Auch im letzten Gruppenspiel gegen den SC Baden-Baden konnten die Kabooms keinen Sieg einfahren, da der spätere Gruppensieger aus Baden im Angriff und Block einfach durchschlagkräftiger war.

Damit war entschieden, dass das Team vom Bodensee gegen den SV Esting aus Bayern um den 9. Platz spielen würde. Hoch entschlossen, das letzte Spiel des Turniers zu gewinnen, begannen die Kabooms mit starken Angriffsaktionen und zogen auf einige Punkte Vorsprung davon. Mit einer starken kämpferischen Leistung konnte dieser Vorteil auch bis zum Satzende verteidigt werden. Den Spielern war nun jedoch der lange und kräftezehrende Turnierverlauf und die mangelnden Wechseloptionen anzumerken und so konnte der SV Esting im zweiten Satz ausgleichen. Da das Verhältnis der Ballpunkte aus beiden Sätzen exakt gleich war, musste ein Mini-Tiebreak, startend bei 10:10, das Spiel entscheiden. Nachdem es 11:14 stand und der Gegner somit nur noch einen Punkt vom Sieg entfernt war, rappelten die Kabooms sich noch einmal auf und investierten auch die letzten Körner. Die Aufholjagd führte zum zwischenzeitlichen 14:14, am Ende ging dann aber doch leider die Luft aus und so gewann das Team aus Esting den Satz schlussendlich mit 16:14. Die Kabooms mussten sich also mit dem 10. Platz begnügen.

Nach einer kurzen Phase der Enttäuschung konnten die Kabooms aber bereits auf dem Heimweg ein positives Fazit unter dieses Turnier ziehen. Trotz der Umstände auf einige Stammkräfte sowie den Trainer verzichten zu müssen, konnte das selbstgesteckte Minimalziel erreicht werden. Auch als Erfolg zu werten ist, dass die Mannschaft vom USC sich schnell auf die Umstände einstellte und dennoch in vielen Phasen auch spielerisch mit den besten Mannschaften aus Süddeutschland mithalten konnte. „Wir haben wieder einen starken mannschaftlichen Zusammenhalt bewiesen und trotz der Ausfälle ein enormes Turnier gespielt und den besten Mannschaften zumindest phasenweise richtig Paroli bieten können. In Vollbesetzung ist hier sicherlich auch noch mehr für uns drin, das stimmt uns natürlich zuversichtlich für die Zukunft“, konstatiere Ersatz-Coach Jan nach dem Turnier.

Ein herzliches Dankeschön an den TV Holz für die Ausrichtung des Turniers und Glückwunsch an die ersten sechs Mannschaften, welche sich für die Deutsche Meisterschaft in Oelde qualifiziert haben.

Nun heißt es, sich voll auf die Saison zu konzentrieren, welche bereits am kommenden Wochenende in Villingen startet.

Es spielten: Andi, Anne, Carina, 2x Jan, Kathi, Kevin, Maike, Markus

Nächste Standortbestimmung für den USC Konstanz

USC Konstanz – TV Rottenburg II (Samstag, 12.10.19, 19.30 Uhr, Schänzlehalle) – Der Saisonstart ist geglückt und in den ersten beiden Begegnungen der Saison konnten die Drittliga-Volleyballer des USC Konstanz zwei wichtige Siege einfahren. Doch bereits am kommenden Samstag wartet die nächste schwere Partie in der heimischen Schänzlehalle. Mit der Bundesligareserve des TV Rottenburg steht ein Gegner auf der anderen Netzseite, der den Konstanzern schon in den letzten Jahren einiges abverlangt hat.

Trainer Timo Messmer versuchte daher, sein Team gezielt auf die Spielweise des Gegners einzustellen. „Die Rottenburger haben eine ausgewogene Mischung aus erfahrenen Leistungsträgern und hochveranlagten Talenten. Ebenso ist es eine klassische Stimmungsmannschaft, die sich schnell in einen Rausch spielen kann. Dem versuchen wir spielerisch entgegenzuwirken“, so der Trainer der Konstanzer. Mit einem Sieg gegen die Schwaben könnte sich der USC Konstanz vorerst in der oberen Tabellenhälfte festsetzen und den Schwung in die nächsten Partien mitnehmen.

Für Außenangreifer Paul Kaltenmark wird es ein ganz besonderes Spiel, denn er trifft nicht nur auf seinen Jugendverein, sondern auch auf einige Freunde, mit denen er noch vor drei Jahren gemeinsam das Trikot der Rottenburger getragen hat. „Für mich ist es immer schön, die Jungs wieder zu sehen und gegen sie zu spielen. Freundschaftlich geht es aber nur vor und nach dem Spiel zu“, fügt Kaltenmark hinzu.

Das Trainerteam um Timo Messmer und Marcus Hornikel konnte in der Trainingswoche einige taktische Akzente setzen, um das Spiel erfolgreich gestalten zu können. Personell können die Trainer auf ihren breiten Kader zurückgreifen. Lediglich hinter dem Einsatz von Zuspieler Jens Martin steht noch ein Fragezeichen.

Für den Verein wird es am Samstag ohnehin eine Besonderheit geben, denn die Begegnung der Drittligamannschaft ist erstmals Teil eines Dreifach-Spieltags. So können die Zuschauer mit den Partien von Damen 1 (15.00 Uhr) und Herren 2 (17.00 Uhr) schon im Vorfeld attraktive Regionalligaspiele besuchen.

Damen I wollen im Spitzenspiel punkten

USC Konstanz – Förderverein Tübinger Modell (Samstag, 12.10.19, 15.00 Uhr, Schänzlehalle) – Für die Regionalliga-Volleyballerinnen des USC Konstanz steht im dritten Saisonspiel ein ganz besonders schwerer Gegner auf dem Programm. Bevor um 17.00 Uhr und 19.30 Uhr die Herren ans Netz gehen, starten die Damen bereits um 15 Uhr gegen die bisher ungeschlagenen Damen des Tübinger Modell, die zurzeit auf dem zweiten Tabellenplatz rangieren.

Nach dem Erfolg am vergangenen Wochenende in Villingen steht der USC auf dem vierten Tabellenplatz und somit verspricht die Partie am Wochenende eine spannende Begegnung zu werden. Mittelblockerin Carla Ambrosius weiß, woran diese Woche gearbeitet wird: „Wir haben gegen Villingen über lange Strecken zu viele Fehler gemacht. Das wollen wir unbedingt abstellen. Außerdem arbeiten wir intensiv an der Abstimmung zwischen Zuspiel und Mittelblock. Hier wollen wir variabler werden, um noch unberechenbarer für den gegnerischen Block zu werden.“ Das Tübinger Modell steht seit vielen Jahren für gute und erfolgreiche Jugendarbeit und auch im Damenbereich wird seit Jahren eine konstante Leistung erbracht. In den letzten Spielen konnten die Tübingerinnen vor allem durch kämpferische Abwehrleistung und variables Zuspiel überzeugen. Hier gilt es also erneut Geduld zu zeigen und den eigenen Block zu stabilisieren.

Personell kann die USC-Trainerin Alina Lupu erneut auf den gesamten Kader zurückgreifen und damit in Bestbesetzung antreten. „Das wird erneut eine gute Standortbestimmung für uns“, sagte Alina Lupu vor dem Spiel. Wenn der USC Konstanz es erneut schaffen sollte eine gute Leistung zu zeigen, „dann können wir auch hier wieder Punkte mitnehmen und uns endgültig oben festsetzen“, so Lupu weiter.

Herren II: Regionalliga-Volleyballer wollen die ersten Punkte einfahren

USC Konstanz – SG MADS Ostalb (Samstag, 12.10.19, 17.00 Uhr, Schänzlehalle) – Die Regionalliga-Volleyballer des USC Konstanz sind denkbar schlecht in die neue Saison gestartet. Nach drei Niederlagen zum Auftakt steht nun das Kellerduell gegen die SG MADS Ostalb an, die ebenfalls ihre bisherigen drei Saisonspiele verloren haben. Für USC-Trainer Uwe Schneider ist die Ergebniskrise jedoch kein Grund zur Panik: «Die Stimmung in der Mannschaft ist immer noch gut und wir haben das ein oder andere Spiel auch zu deutlich verloren». Am kommenden Samstag gibt es also direkt die nächste Chance auf die ersten Punkte in der Regionalliga.

Unklar ist jedoch mit welcher Mannschaft die Gäste aus Aalen in Konstanz auftreten werden. Fünf langjährige Leistungsträger haben ihre Karrieren beendet, einzig Zuspieler Christian Kalwa ist von der ehemaligen Mannschaft noch übrig geblieben, mit der sich der USC Konstanz von 2013 bis 2015 in der Dritten Liga duellierte.

Personell kann das USC-Trainerduo Uwe Schneider und Philipp Röhl wieder auf einen vollen Kader setzen, nachdem man beim vergangenen Auswärtsspiel in Heidelberg nur neun Akteure dabei hatte. Philipp Röhl blickt auch zuversichtlich auf die Partie gegen die SG MADS Ostalb, denn «wir haben uns in der Annahme deutlich stabilisiert und müssen jetzt nur noch durchschlagskräftiger im Angriff werden». Daran hat die Mannschaft in der vergangenen Woche auch intensiv gearbeitet. Die Weichen für die ersten Punkte in der Regionalliga sind also gestellt.

Damen II starten mit schwierigem Auswärtsspiel in die Saison

USC Freiburg II vs. USC Konstanz II (Sonntag, 13.10.2019, Freiburg). Am kommenden Sonntag startet auch die zweite Damenmannschaft des USC in die aktuelle Saison. Dabei haben die Mädels mit dem Auswärtsspiel beim USC Freiburg II direkt eine harte Nuss vor sich. Während Konstanz nach dem direkten Wiederaufstieg aus der Landesliga als Saisonziel klar den Klassenerhalt anstrebt, spielte das gegnerische Team in der vergangenen Saison um die vorderen Tabellenplätze in der Verbandsliga mit und wurde am Ende Vizemeister. Die Favoritenrolle scheint also vor dem ersten Saisonspiel klar verteilt.

Doch das Team um Kapitänin Mona Reichmann will sein Licht keinesfalls unter den Scheffel stellen: «Spielerisch haben wir definitiv das Potential, auch die stärkeren Gegner aus der Liga zu schlagen» so Reichmann, «wir sind heiß auf die Saison und wollen direkt im ersten Spiel punkten!» Zugute kommen könnte dem Team, dass der Großteil der Mannschaft aus der letzten Saison bestehen bleibt und somit aufeinander eingespielt sein sollte. Zudem sind auf der Zuspiel- und Liberoposition erfahrene Spielerinnen zum Team hinzu gestoßen, die auch schon Spielpraxis aus höheren Ligen mitbringen.

Zwar fehlen beim Saisonauftakt einige Spielerinnen aus beruflichen und privaten Gründen, doch der große und breit aufgestellte Kader von insgesamt 18 Spielerinnen macht es Coach Kolja Hüther leicht, die Abwesenheiten zu kompensieren. In den vergangenen Trainingswochen wurde zudem viel an der Abstimmung in der Annahme und Abwehr gearbeitet und das Team konnte das Erlernte direkt in einigen Trainingsspielen umsetzen. Man darf also gespannt sein, wie sich die zweite Damenmannschaft am kommenden Wochenende in ihrem ersten Spiel auf Verbandsliga-Parkett schlagen wird.