Im Pokalkracher nur Außenseiterchancen für den USC Konstanz

Am kommenden Sonntag steht ein ganz besonderer Pflichttermin für die zweite Mannschaft des USC Konstanz auf dem Terminplan. In der heimischen Schänzlehalle duellieren sich nämlich insgesamt acht Mannschaften um den Titel des Südbadenpokalsiegers. «Für uns ist das schon eine hervorragende Leistung dort überhaupt dabei zu sein» zeigte sich Trainer Uwe Schneider voller Vorfreude. So werden nämlich unter anderem die Zweitligisten FT Freiburg, sowie der TSV Mimmenhausen am Sonntag an den Start gehen. Auf dem Papier hat der Regionalligist aus Konstanz also eigentlich keine Chance, aber Trainerkollege Philipp Röhl meint selbstbewusst, dass man «diese für sich nutzen wolle».

In der Gruppenphase muss der USC Konstanz also gleich beweisen, wie ernst es der Mannschaft mit solch selbstbewussten Aussagen ist. Erster Gegner ist nämlich direkt der Seenachbar aus Mimmenhausen. «Nominell müssten wir das Spiel ganz klar verlieren», ist sich Röhl sicher, jedoch werde man das Spiel nutzen um sich richtig einzuspielen. Danach folgen zwei Spiele gegen die Bad Säckinger Wölfe (Verbandsliga) und den VC Haslach (Landesliga), wo der USC Konstanz unbedingt seine höhere spielerische Klasse ausspielen möchte.

Personell sieht es bei den Konstanzern nicht ganz so gut aus, da einige Spieler im Urlaub weilen. Nichtsdestotrotz will man sich gut verkaufen und die Pflichtsiege gegen die unterklassigen Mannschaften einfahren und die zwei höherklassigen Mannschaften ärgern. «Wir werden das ganze Turnier als hervorragenden Test für unsere künftigen Aufgaben in der Liga nutzen», sagte Uwe Schneider vor dem Pokalwochenende. Um 10 Uhr ist Spielbeginn in der Schänzlehalle und der USC Konstanz freut sich über viele Zuschauer.

Damen II startet mit neuem Trainer beim Pokalspieltag

Auch für die zweite Damenmannschaft beginnt nun die heiße Phase der Saisonvorbereitung. Am kommenden Sonntag tritt das Team um die beiden Kapitäninnen Eva Nöh und Mona Reichmann beim südbadischen Pokalspieltag in Offenburg an, für den man sich im Juli mit einem 3:1 gegen den TV Staufen qualifiziert hatte. Der Pokalspieltag bietet eine optimale Möglichkeit, sich nach dem direkten Wiederaufstieg aus der Landesliga mit anderen Teams aus der Verbandsliga zu messen. Denn mit dem SV Kirchzarten, dem TB Bad Dürrheim und dem TB Bad Krozingen sind gleich drei Mannschaften dabei, die auch direkte Ligakonkurrenten der USC-Mädels sind.

Personell hat sich für das eingespielte Team einiges verändert. Besonders erfreulich ist, dass mit Kolja Hüther ein erfahrener Volleyballer als Coach für die Mädels gewonnen werden konnte. Hüther stand vor einigen Jahren schon für die erste Herrenmannschaft des USC auf dem Feld und spielte vergangene Saison noch als Diagonalangreifer für den TSV Mimmenhausen in der zweiten Liga. In der kommenden Saison ist er nun nicht mehr selbst als Spieler aktiv, sondern wird die USC-Mädels von der Seitenlinie anleiten. Hüther freut sich auf die neue Herausforderung: „Volleyball ist meine Leidenschaft und als Trainer möchte ich mich nun weiterentwickeln und mein Erlerntes weitergeben, um anderen den Spaß am Volleyball zu vermitteln.“

Trainer Kolja Hüther

Trainer Kolja Hüther

Der Großteil des Teams bleibt wie in der letzten Saison bestehen, dennoch gibt es auch beim Kader einige Änderungen. Verabschieden musste sich das Team von Libera Nadine Kimmich, die Konstanz für einen Auslandsaufenthalt verlassen hat. Dafür freut sich das Team über die Rückkehr einiger alter Bekannter: Mona Reichmann und Lea Ehrlinspiel, die in Konstanz aufgewachsen sind und in der Jugend des USC ausgebildet wurden, sind nach ihrem Studium an den See zurückgekehrt und verteilen in der kommenden Saison gemeinsam mit Verena Brehm die Bälle im Zuspiel. Auch Mittelblockerin Julia Keller kehrt nach einiger verletzungsbedingter Abwesenheit zum USC zurück, und Libera Angelika Kornblum wechselt von der ersten in die zweite Mannschaft, um das Team in Annahme und Abwehr zu unterstützen. Zudem freut sich das Team über die Aufnahme von Alexandra Narr, die auf der Außen-Annahme und Libera-Position zum Einsatz kommen wird.

Somit steht Coach Hüther für die Saison ein breit aufgestellter und sehr gut gefüllter Kader von insgesamt 18 Spielerinnen zur Verfügung. „Unser Saisonziel ist ganz klar der Klassenerhalt“ so Hüther, „den Pokalspieltag am kommenden Sonntag werden wir vor allem dafür nutzen, viel auszuprobieren und als Team zueinander zu finden“. Bevor dann am 13 .Oktober der erste reguläre Spieltag der Saison beim USC Freiburg II stattfindet, hat das Team noch einige Wochen intensives Training vor sich, in denen sich die Mannschaft auf die Herausforderung Verbandsliga vorbereiten wird.

Auftaktniederlage für den USC Konstanz II in der Regionalliga

USC Konstanz II – VfB Friedrichshafen II 0:3 (23:25, 19:25, 20:25). Zum Regionalliga-Debüt der zweiten Mannschaft des USC Konstanz begab sich am vergangenen Samstag direkt ein alter Bekannter in die Schänzlehalle. Der VfB Friedrichshafen II war in den vergangenen Jahren häufig zu Gast in Konstanz – durfte da jedoch noch gegen die erste Vertretung des USC in der dritten Liga ran. Nach dem Aufstieg der Konstanzer und dem Abstieg der Häfler kam es nun zu einem Kräftemessen, was ungleicher fast nicht sein könnte. Beim USC Konstanz gaben gleich mehrere Spieler ihr Debüt in Deutschlands vierthöchster Spielklasse, wohingegen beim VfB Friedrichshafen geballte Erstliga-Erfahrung in Dritan Cuko und Jovan Markovic auf dem Feld standen.

Im ersten Satz sahen die Zuschauer in der Schänzlehalle ein umkämpftes Spiel mit vielen sehenswerten Szenen in der Verteidigung und im Block. Kurz vor Satzende konnten sich die Konstanzer auf 23:21 ein kleines bisschen absetzen. Doch Nachlässigkeiten in der Annahme und Schwächen im eigenen Angriff machten den Satzgewinn zunichte. «Das war wahrscheinlich der Knackpunkt für unser Spiel» mutmaßte Uwe Schneider nach dem Spiel. Denn im zweiten Satz war von der Konstanzer Leichtigkeit nichts mehr zu sehen. Der VfB Friedrichshafen erarbeitete sich gleich zu Satzbeginn einen kleinen Vorsprung, den die Häfler dann bis zum Ende des Satzes nicht mehr abgaben.

«Wir haben einfach keine gute Lösungen im Angriff gefunden», monierte Uwe Schneider nach dem Spiel. Das ist besonders den erfahrenen Friedrichshafener «mehr zugute gekommen», so Schneider weiter. Trainer Philipp Röhl pflichtete Schneider bei, dass «man eine ansehende Leistung gezeigt hat, die jedoch gegen ein so abgezocktes Team aus Friedrichshafen einfach nicht reicht».

Auch im dritten Satz ließen die Häfler dem USC Konstanz keine Chance und gewannen diesen Satz auch deutlich mit 25:20. Für die Trainer des USC Konstanz gab es jedoch auch ein paar Lichtblicke. So spielte zum Beispiel Libero Sebastian Schöne bei seinem Regionalliga-Debüt «einfach nur überragend», sagte Philipp Röhl im Anschluss an die Partie.

In der kommenden Trainingswoche wird beim USC Konstanz also fokussiert gearbeitet, um bereits am Sonntag beim heimischen Pokalturnier unter anderem gegen den TSV Mimmenhausen und die FT Freiburg (beide 2. Bundesliga) bestehen zu können.

Derbytime in der Schänzlehalle: USC Konstanz II startet in die Volleyball-Regionalliga

USC Konstanz II – VfB Friedrichshafen II (14.09.19, 19.30 Uhr, Schänzle Halle). Nach zwei Aufstiegen in den vergangenen beiden Jahren steht die zweite Mannschaft des USC Konstanz nun in der Regionalliga am Netz. Die neue Saison in höheren Gefilden startet gleich mal mit einem Kracher. Der VfB Friedichshafen II gibt sich mit vielen bekannten Gesichtern um 19.30 Uhr in der Schänzlehalle die Ehre.

Spannender hätte die Saison für die Konstanzer kaum starten können. Mit dem See-Derby gegen den Absteiger aus der Dritten Liga beginnt am kommenden Samstag die Regionalliga Süd für die zweite Mannschaft des USC Konstanz. Das Team um Kapitän Matthias Dittrich hat sich jedoch kaum verändert. Das Trainerteam um Uwe Schneider wurde mit Philipp Röhl erweitert, um den wachsenden Aufgaben in der Regionalliga auch gerecht zu werden. Auf der Spielerseite muss der USC Konstanz lediglich auf USC-Eigengewächs Julian Vill aus gesundheitlichen Gründen verzichten. „Julian reisst eine grosse Lücke, sowohl menschlich, als auch spielerisch – jedoch werden wir auch hierfür eine Lösung finden“, ist sich Uwe Schneider sicher. Neu dazu gestoßen ist dafür Angreifer Lukas Hölzl aus der ersten Mannschaft, der aufgrund beruflicher Gründe kürzer treten wollte. Mit ihm gewinnt das Team Sicherheit in Annahme und Angriff, was die Neulinge in der hochklassigen Liga gut gebrauchen können.

Um in der neuen Liga bestehen zu können, startete die Konstanzer Mannschaft dieses Jahr so früh wie noch nie in die Saisonvorbereitung. Bereits im Juli versammelte das Trainerteam die Spieler zu den ersten Einheiten in der Halle um sich. Zur Belohnung gewann der USC dann bereits die Pokalqualifikation für den Landespokal gegen die TG Schwenningen deutlich. Durch diesen Erfolg stehen die Konstanzer nun auch im Pokal in der Endrunde (22.09.19, Schänzlehalle).
Hinter der Form der Mannschaft steht aktuell jedoch noch ein Fragezeichen, da viele Spieler noch im wohlverdienten Urlaub weilten. „Das ist sicher alles andere als optimal“, so Neu-Trainer Philipp Röhl, „aber wir müssen jetzt einfach versuchen das Beste daraus zu machen“. Die Generalprobe, ein Vorbereitungsspiel gegen den TV Mimmenhausen II, verlor die Mannschaft allerdings am letzten Montag mit 2:3. Es liegen also noch harte Trainingseinheiten vor dem Team um das Trainergespann Uwe Schneider und Philipp Röhl.

Am Samstag dürften dann einige bekannte Gesichter aus der Zeppelinstadt anreisen, spielte die Mannschaft um Kapitän Lehle auch schon in den vergangenen Jahren regelmäßig in Konstanz auf, dann allerdings eine Liga höher. Mit dem Abstieg aus der Dritten Liga verließen einige Spieler den VfB, der nun mit einer anderen Mannschaft in Konstanz auftreten wird. „Wir wissen leider nicht genau was uns da erwartet“, sagte Uwe Schneider vor dem Spiel und ergänzt, „Friedrichshafen wird eine kleine Wundertüte sein, vom Kader und der Leistungsfähigkeit her“. Doch auch mit wenigen Spielern dürften die erfahrenen Friedrichshafener eine schwer knackbare Nuss sein. Sogar „Mr. Volleyball“ Burkhard Sude könnte am Samstag im Kader stehen, ebenso wie Fabian Feiri, der lange Zeit auch beim USC tätig war.

Ein spannendes Match ist also zu erwarten, denn beide Teams wollen möglichst mit drei Punkten in die Saison starten. Die Konstanzer spielen dabei um den Klassenverbleib. Und diese Aufgabe sollte am besten gleich am kommenden Samstag um 19.30 Uhr mit einem Sieg begonnen werden.