USC Konstanz vor Saisonstart: Erstes Auswärtsspiel gegen alte Bekannte

SV Fellbach 2 – USC Konstanz (30.09.17; 16.30 Uhr, Gäuackerhalle) – So langsam kribbelt es schon wieder in den Fingern bei den Volleyballern des USC Konstanz, wenn die Spieler an das erste Saisonspiel denken. Mit dem Auftakt in Fellbach weihen die Konstanzer ihre 3. Liga-Saison so richtig ein. Gegner ist die altbekannte Bundesliga-Reserve des SV Fellbach. In der letzten Saison standen sich beide Mannschaften noch in der Regionalliga gegenüber – beide profitierten davon, dass der Meister Ostalb sein Aufstiegsrecht nicht wahrgenommen hatte. Somit feierten sowohl Konstanz als auch Fellbach den Aufstieg und treffen nun direkt im ersten Saisonspiel aufeinander. Das erste Auswärtsspiel der Saison sieht der neue Trainer auf Konstanzer Seite Agron Jakupi nicht unbedingt als Nachteil: „Der Druck liegt schon eher bei Fellbach, die sicher auch die letzte deutliche Niederlage wiedergutmachen wollen“. Verzichten muss der USC allerdings auf einige Stammkräfte der letzten Saison. Während Außenangreifer Heiko Schlag aufgrund eines Auslandssemesters die gesamte Hinrunde ausfällt, sind auch Marc Mundt und Lars Hammer verletzungsbedingt fraglich. Da der Kader mit insgesamt 17 Spielern mehr als voll ist, hat der Trainer nun trotzdem die Qual der Wahl. „Es tut schon weh zu wissen, dass man vor jedem Spiel einige sehr gute Volleyballer zuhause lassen muss“, so der Coach. Nichtsdestotrotz scheint das Teamgefüge laut Jakupi „absolut in Ordnung“ und könne das „abfangen“.

Für die Spieler gilt es nun die neuen Vorgaben des Trainers schnellstmöglich umzusetzen. Nach der kurzen aber intensiven Vorbereitung zeigen sich die Konstanzer um Kapitän Marvin Scheller aber selbstbewusst: „Wir wollen natürlich in Fellbach gewinnen, sonst müssten wir ja gar nicht erst hinfahren.“

Diese Saison hält außerdem noch einige Highlights bereit. Mit dem TV Radolfzell, TSV Mimmenhausen und auch dem VfB Friedrichshafen stehen drei weitere Bodenseeteams in der Liga und versprechen ein paar heiße Derbys. Besonders gespannt dürfen die Zuschauer auch sein wie sich die jüngste Mannschaft der Liga – mit einem Altersschnitt von 21,5 Jahren – in der schweren 3. Liga schlägt und mit der erhöhten Belastung umgehen kann.

Erstes Auswärtsspiel in der Oberliga für Damen I

TSG Wiesloch – USC Konstanz (30.09.2017, 19:30, Helmut-Will-Halle). An diesem Samstag beginnt für die Volleyballerinnen des USC Konstanz die neue Hallensaison. Das erste Spiel der frisch in die Oberliga aufgestiegenen ersten Damen Mannschaft findet auswärts gegen die etablierte Oberliga-Mannschaft des TSG Wiesloch statt. Die Konstanzer Damen haben bereits eine intensive Saisonvorbereitung mit Trainingstagen und Vorbereitungsturnieren hinter sich und freuen sich nun darauf, ihr Können in der Oberliga unter Beweis zu stellen. Personell wird die Mannschaft in dieser Saison durch die Top-Beachvolleyballspielerin Britta Steffens vom Drittligisten TV Villingen, die ehemalige Drittliga-Außenangreiferin Lena Schuh, die vom VfR Umkirch nach Konstanz wechselt, sowie die Außenangreiferin Alina Hösch aus dem Schweizer Verein Pallavolo Kreuzlingen mit hochkarätigen Neuzugängen verstärkt. Das Trainergespann Marie Dinkelacker und Philipp Röhl kann somit mit einem gut aufgestelltem Kader von 14 Spielerinnen in die Saison starten. Am kommenden Wochenende wird es zunächst darum gehen, die gelernten Taktiken umzusetzen und sich als Team ins Spiel einzufinden, um an die Erfolge der letzten Saison anknüpfen zu können.

„Wir können sicher in der 3. Liga mitspielen“

Interview mit dem neuen USC-Trainer Agron Jakupi
Er ist neuer Trainer des Drittliga-Aufsteigers USC Konstanz: Agron Jakupi aus Ravensburg. Der 48-Jährige kennt die 3. Liga ziemlich gut und sieht sein neues Team absolut konkurrenzfähig. Wir haben mit ihm über seine neue Aufgabe und seine Aussichten gesprochen.

Herr Jakupi, Sie sind neuer Trainer des USC Konstanz. Was reizt Sie, bei der neuen Aufgabe den weiten Weg von Ravensburg nach Konstanz auf sich zu nehmen?
Agron Jakupi: Das Gesamtpaket. Ich kenne die Konstanzer schon länger. Wir haben eine sehr junge und hungrige Mannschaft. Außerdem stimmt das Umfeld nahezu perfekt. Der Verein kam mir in vielen Punkten entgegen und hat mir gezeigt, dass er mich möchte. Deshalb ist das für mich eine reizvolle Aufgabe.

Wie sieht das in der Praxis aus?
Agron Jakupi: Ich trainiere mit der Mannschaft zwei Mal die Woche und betreue sie auf den Spieltagen. Mit Philipp Sigmund habe ich einen sehr kompetenten Co-Trainer, der eine dritte Einheit in der Woche als Trainer übernimmt. Dann kommt es regelmäßig vor, dass einige Spieler am Samstagvormittag noch eigenständig eine Extraschicht einlegen.

Der USC Konstanz hat den direkten Wiederaufstieg in die 3. Liga geschafft. Wie gut schätzen Sie das Team ein?
Agron Jakupi: Ich bin sicher, dass wir auf jeden Fall mitspielen können. Die meisten Teams in der 3. Liga sind sehr eng zusammen, da kann fast jeder jeden schlagen.

Wie sehen Ihre Ziele aus?
Agron Jakupi: Natürlich ist der Klassenerhalt zunächst das große Ziel. Wir wollen die Neuzugänge möglichst schnell komplett integrieren. Dann ist es wichtig, wenn es geht, vom ersten Spieltag in den Spielrhythmus zu kommen.

Sie haben den TSV Mimmenhausen in die 3. Liga geführt und waren jetzt eine Saison im Frauenvolleyball aktiv. Wie intensiv haben Sie die 3. Liga verfolgt?
Agron Jakupi: Sehr intensiv. Ich habe mir einige Spiele angesehen. Ich freue mich schon jetzt auf die Derbys gegen Mimmenhausen, Friedrichshafen und Radolfzell. Ich denke, dass noch nie so viele Bodensee-Teams in der 3. Liga gespielt haben.

Worin sehen Sie die Stärken Ihrer Mannschaft?
Agron Jakupi: Ich denke, das ist die Ausgeglichenheit. Technisch gesehen haben wir eine sehr starke und sattelfeste Annahme und mit Sicherheit einen der besten Zuspieler der Liga. Und soweit ich das bis jetzt beurteilen kann, den Willen, an sich zu arbeiten und sich ständig zu verbessern.

Gibt es dann überhaupt Schwächen?
Agron Jakupi: Natürlich nicht (lacht). Sicherlich gibt es die. Jede Mannschaft hat die. Wir arbeiten momentan hart daran, dass wir genau diese Schwächen ablegen werden.

Welche sind das?
Agron Jakupi: Es ist so, wie mit jeder jungen Mannschaft. Meine Aufgabe ist es, die jungen Spieler zu motivieren und ihnen vor allem Selbstvertrauen zu geben, was im Volleyball ganz wichtig ist. Allerdings zählt es erst auf dem Feld, wenn Punkte vergeben werden. Und da weiß man im Vorfeld nie, wie die einzelnen Spieler reagieren. Ich bin aber sicher, dass wir eine gute Rolle in der 3. Liga spielen können.

Die Fragen stellte Reiner Jäckle


Agron Jakupi
Der 48-Jährige lebt in Ravensburg und ist bereits seit vielen Jahren im Volleyball als Trainer aktiv. Als Spieler schlug er unter anderem für den VfB Friedrichshafen auf. 2011 übernahm er als Trainer den TSV Mimmenhausen als Oberliga-Aufsteiger. In nur vier Jahren schaffte er den Sprung bis in die 3. Liga. Nach einer weiteren Saison verließ er den Verein und wechselte vergangenes Jahr als Coach nach Ravensburg und übernahm ein Frauenteam. Seit dieser Saison leitet Agron Jakupi die sportlichen Geschicke der ersten Herrenmannschaft des USC Konstanz.

Saisonstart nach Aufstieg steht bei Damen I bevor

Rückblick auf die Saison 2016/2017

„Drei zu Null! Drei zu Null! Drei zu Null!“ Immer wieder konnten sich die Mädels der ersten USC Damenmannschaft in der vergangenen Saison im Siegesjubel über gewonnene Spiele freuen. In fünfzehn gewonnenen aus sechzehn Spielen dominierte das erfolgreiche Team sechs Mal 3:0 und acht Mal 3:1. Bereits nach dem zweiten Spieltag führte der USC unter Trainerin Marie Dinkelacker die Tabelle an und gab den Platz bis zum Ende nicht mehr her. Bis Weihnachten lieferte man sich noch ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um die Tabellenspitze mit den Konkurrentinnen aus Villingen, die bis dahin ebenfalls keine Niederlage zu verzeichnen hatten. In einem sehr starken 3:0-Sieg zeigten die Spielerinnen vom See im Derby dann jedoch, wo sie hinwollen und sicherten sich damit den Herbsttitel sowie gleichzeitig einen komfortablen Abstand zu Platz 2. Mit dem klaren Ziel Aufstieg gelang dem Team um Kapitän Jana Lorenz auch in der Rückrunde ein ums andere Mal der Sieg und somit konnte bereits am vierten Spieltag vor Saisonende in Waltershofen der Aufstieg gefeiert werden. Glückwunsch!

Ausblick auf die Saison 2017/2018

Mit viel Elan und großer Motivation starteten die USC Damen in die Vorbereitung der neuen Saison. Neben einigen personellen Veränderungen im Kader gibt es auch im Betreuerteam Neuigkeiten: wie schon in der Saison 15/16 bilden Philipp Röhl und Marie Dinkelacker in der kommenden Saison erneut ein Trainerduo. So können neben beruflicher Belastung und aktiver Teilnahme am Spielbetrieb der beiden Trainer, drei Trainingstermine und die Betreuung der Spieltage für das vielversprechende Damenteam ermöglicht werden.

Leider musste zum Saisonende der Abschied einiger Leistungsträgerinnen und emotionalen Stützen des Meisterteams gefeiert werden. Evelien Haaksman, die großgewachsene Linkshänderin, die mit variantenreichen und schnellen Pässen die Angreifer immer wieder optimal in Szene setzte, führt ihr Masterstudium in den Niederlanden weiter fort. Auch Eline Delcourt, die als athletische Allrounderin sowohl auf Außen als auch auf der Diagonalposition zum Einsatz kam und in Abwehr und Angriff von ihrer guten Übersicht profitieren konnte, zieht es aus beruflichen Gründen weg vom Bodensee. Ein großer Verlust für das Team ist auch Mittelblockerin Teresa Münst, die für ein Studium die Stadt verlässt. Mit ihrer enormen Handlungshöhe garantierte sie stets wichtige Blockpunkte und punktete mit schnellen Angriffen über den gegnerischen Block.

Einem hoffnungsvollen Blick auf die kommende Saison tut dies jedoch keinen Abbruch. So gelang es, für die Oberligasaison drei richtige „Granaten“ gewinnen. Über die Zusage einer Spielerin, die von 2006-2011 bereits viele Spiele für den USC Konstanz im Einsatz war und die letzten Jahre in der zweiten und dritten Bundesliga in Villingen und Offenburg die Bälle versenkte, freut sich das Trainerteam besonders: „Mit Britta Steffens haben wir eine der Topspielerinnen aus dem Bodenseeraum für das Team gewinnen können“, so Röhl begeistert. Die athletische Diagonalangreiferin hat in den vergangenen Jahren auch im Sand die landesweite Tour dominiert und konnte mit ihrer Partnerin Marie Dinkelacker zahlreiche A+ Turniersiege verzeichnen. In Konstanz versucht sich die viermalige und amtierende BaWü-Meisterin auf einer neuen Position, im Zuspiel. Ein weiterer Coup ist dem Verein mit der Aufnahme von Lena Schuh in den Kader der Damenmannschaft gelungen. Die sprunggewaltige Außenangreiferin spielte ebenfalls lange Jahre für den TV Villingen in der dritten Bundesliga, bis sie 2015 studiumsbedingt zum VfR Umkirch wechselte. „Lena bringt eine unglaubliche Ruhe und Erfahrung in den Annahmeriegel“ freut sich Dinkelacker über den Neuzugang. Eine alte Bekannte und riesige Verstärkung auf der Außenposition ist auch Alina Hösch, der dritte vielversprechende Neuzugang für 2017/18. Die Abiturientin kehrt nach mehreren Jahren beim Schweizer Erstligaverein Pallavolo Kreuzlingen zurück zum USC Konstanz, wo sie als Jugendspielerin aktiv war.

Röhl und Dinkelacker hoffen auf eine gute Platzierung in der Oberliga. Die Neuzugänge Lena Schuh und Alina Hösch verstärken die Außenposition neben Sofia Grieble und Leonie Martersteig als erfahrene und starke Angreiferinnen. Der Einsatz von Carla Ambrosius ist aufgrund einer Verletzung noch fraglich. Auch auf der Mitte ist das Team mit Shirin Weber, Saskia Hemm und den Jugendspielerinnen Johanna Slovik und Eva Dubbins stark besetzt. Mit Leonie Stapel (Diagonal), Angelika Kornblum (Libero) und dem Zuspielduo (Jana Lorenz und Britta Steffens) ist ein starker Kader für die Saison 2017/18 komplett.