Reißt die Siegesserie für die zweite Herrenmannschaft?

Improvisieren, so lautete schon am vergangenen Spieltag das Erfolgsrezept von Trainer Uwe Schneider. Gleich mehrere Spieler fielen aufgrund von Verletzungen aus. Dass unter der Woche sich die ohnehin schon schwierige Personalsituation sich noch weiter verschärfen sollte, war nicht geplant.

Vor dem Auswärtsspiel gegen Breisach-Gündlingen fällt Mittelblocker Gabriel Mayer aufgrund einer Rückenverletzung vier Wochen aus. Auch für den Libero Johannes Ardelt kommt die Reise ins Breisgau nach nur einem Training deutlich zu früh. Außerdem fehlen dem Coach Stamm-Libero Philipp Keckeis, sowie der am vergangenen Spieltag stark aufspielenden Alex Reichel. Zwar ist Kapitän Matthias Dittrich wieder an Board, doch mehrere Erkältungen in der Mannschaft machen das Spiel zu einer hohen Hürde.

Das Team aus Konstanz hat im Jahr 2015 noch kein Pflichtspiel verloren, aber ob diese Serie nach dem Spiel gegen Breisach-Gündlingen noch Bestand hat ist wohl eine Frage der Moral. „Wir müssen das Spiel über unseren Kampfgeist gestalten, der Gegner wird uns alles abverlangen.“ ist sich Uwe Schneider sicher. Im Angesicht der Personalsituation kann man beim USC Konstanz jedoch mehr als zufrieden sein. Mit bereits sechs gesammelten Punkten gegen den Abstieg verlief der Auftakt in der Oberliga doch überraschend gut. Und im Breisgau erwartet die „Zwote“ nicht nur ein lautstarkes Publikum, sondern auch ein paar alte Konstanzer Bekannte, auf die man sich schon freut.

Schwere Aufgabe und ein Wiedersehen für Herren I

Volleyball, 3. Liga: TV Waldgirmes – USC Konstanz (Samstag, 20 Uhr, Sporthalle Lahntalschule Atzbach). – Am Samstag gibt es für die Konstanzer ein Wiedersehen mit Max Müller. Noch im Sommer haben einige aus dem USC-Team mit ihm zusammen bei der Studenten-Europameisterschaft die Bronzemedaille geholt. Jetzt sind sie allerdings Gegner. „Wir werden mit neun Spielern antreten und haben nichts zu verschenken“, sagt USC-Trainer Thomas Vogt. „Ich bin davon überzeugt, dass, wenn alles zusammenpasst, wir jeden Gegner schlagen können.“

Allerdings macht Vogt auch klar, dass er ein ganz junges Team hat und sich die Spieler erst noch zusammenfinden müssen. „Die Entwicklung passt“, so der Trainer. „Und das ist momentan das Wichtigste.“ Für ihn zählen vor allem die Ergebnisse in der Rückrunde. „Alles, was wir in der Vorrunde sammeln können, ist Zugabe“, so Vogt. Die Tabelle jedenfalls sagt, dass der Tabellenletzte, also Konstanz, nur sechs Zähler, also zwei Siege, hinter dem Tabellenzweiten, also Waldgirmes, steht. Mit einem Sieg ist jedenfalls vieles möglich.

Waldgirmes hat sich nach dem etwas überraschenden Sieg in Rottenburg auf die zweite Position vorgekämpft. Allerdings waren bislang alle Spiele sehr knapp. Der Heimvorteil und die lange Anreise sprechen sicher für die Gastgeber, doch Konstanz sollte als Außenseiter keinesfalls unterschätzt werden.

Erfolgreicher Heimauftakt für Damen I

Neun Sätze und zwei Siege sind das Ergebnis des ersten Heimspieltags der Konstanzer Verbandsligadamen.

Noch etwas verschlafen gelang ein nur mühsamer Start in das erste Spiel gegen den USC Freiburg II. Die bis dahin noch sieglose Mannschaft konnte dem Konstanzer Team die ersten beiden Sätze mit 20:25 und 13:25 abringen. Eine Vielzahl an Aufschlagfehlern und fehlende Kommunikation und Bewegung auf dem Feld bremsten den konstanzer Spielaufbau. „Da müsst ihr euch jetzt selber rausziehen“, so Coach Röhl. Gesagt, getan: Mit 25:16 kam im dritten Satz die Wendung und auch Satz Nr. 4 ging mit 25:20 an die Heimmannschaft. Mit platzierten, druckvollen Aufschlägen und einer Aufschlagserie von Saskia Hemm konnte der Gegner aus Freiburg unter Druck gesetzt werden. Ein souveräner fünfter Satz (15:11) zeigte den Siegeswillen des Teams und verschaffte den Damen des USC Konstanz den ersten Heimsieg der Saison.

Foto: Felix Graf

Foto: Felix Graf

Mit viel Selbstvertrauen durch diesen Arbeitssieg starteten die USC-Damen ins Spiel gegen den starken Oberliga-Absteiger aus Hüfingen. Die Startschwierigkeiten zeigten sich wie beim ersten Spiel, konnten aber dieses Mal schneller nivelliert werden. Musste der erste Satz 25:17 abgegeben werden, gelang es diesmal bereits im zweiten Satz die taktischen Vorgaben umzusetzen und erneut durch starke Aufschläge den Angriffsaufbau der Gegnerinnen zu behindern. Gute Blockaktionen der Mittelblockerinnen Shirin Weber und Julia Keller und eine konstante Annahmeleistung führten zu einem deutlichen Satzgewinn im zweiten Satz (25:16). Durch viele und effektive Spielerwechsel konnten wie beim letzten Spieltag die Vorteile des großen und homogenen Kaders genutzt und das Spielniveau durchgehend hochgehalten werden. Knappe und kräftezehrende dritte (27:25) und vierte Sätze (25:20) konnten ebenfalls für den USC entschieden werden und waren das Ergebnis einer starken Mannschaftsleistung.

Foto: Felix Graf

Nach diesem siegreichen Spieltag befindet sich der USC Konstanz auf dem zweiten Platz in der Verbandsliga Damen. Das Team hat nun zwei Wochen Zeit, sich von dem langen Spieltag zu erholen und sich dann auf die nächsten Spiele gegen den VC Offenburg II und den SV Waldkirch am 8.11.2015, ebenfalls in Konstanz (Schänzlehalle), vorzubereiten.

Auch die anderen Damenmannschaften des USC fuhren Siege ein. So gewann die zweite Mannschaft um Spielertrainerin Brigitte Winkler in der Bezirksliga deutlich mit 3:0 gegen den SV Bohlingen II und mit 3:2 gegen den SV Litzelstetten II und auch die dritte Damenmannschaft konnte mit einem 3:2 gegen den TV Radolfzell II den ersten Sieg verzeichnen.

USC Konstanz: Hemm, Delcourt, Kornblum, Beck, Lorenz, Keller, Pfeuffer, Dinkelacker, Reichmann, Weber, Grieble, Schillinger

Sahnetag für Herren II beim zweiten Heimspiel

Unter denkbar schlechten Vorbedingungen startete am vergangenen Samstag das Oberligaspiel zwischen der zweiten Herrenmannschaft des USC Konstanz und dem TV Eberbach aus Nordbaden. Ein angeschlagener Mittelblocker und ein Verletzter auf der Libero-Position, wenig Abstimmung der Zuspieler mit der Angriffsreihe und vor allem der Ausfall der beiden Stamm-Außenangreifer der letzten Meistersaison ließen nichts Gutes erwarten. Zumal Trainer Uwe Schneider den Gegner spielerisch überhaupt nicht einordnen konnte und auch im Vorfeld keine Informationen über die Eberbacher erhalten hatte.

Foto: Alexandra Kohler

Foto: Alexandra Kohler

Und der Start der USCler bestätigte zuerst alle Befürchtungen. Unkonzentriert begann das Team und lag schnell 3:7 zurück. Wer aber gedachte hatte, nun würde aufgesteckt, sah sich getäuscht. Mit einer Reihe von Sprungaufschlägen brachte Philipp Röhl den USC wieder in Front. Erst beim Stand von 10:8 beendete er eine erste Serie und hinterließ einen ratlosen Annahmeriegel bei den Eberbachern. Diesen Vorsprung bauten die Spieler nun konsequent aus und beharrlich wurde ein Breakpoint nach dem anderen gesammelt. Am Ende hieß es 25:15 und Trainer Schneider konnte durchatmen.

Foto: Alexandra Kohler

Foto: Alexandra Kohler

Der Start in Durchgang zwei gelang da schon besser: Der USC war in Schwung und viele gute Aufschläge von Julian Vill und Philipp Röhl stellten den Annahmeriegel des Gegners des Öfteren vor unlösbare Probleme. Mit 9:4 im Rücken konnten dann auch leichte Annahme-Wackler kompensiert werden, zumal Angreifer Alexander Reichel nach Belieben die Bälle im gegnerischen Feld unterbrachte. Die berüchtigten Rollerstops wurden mit harten Schlägen kombiniert und schließlich ging auch dieser Satz mit 25:21 an den USC.

Im dritten Satz knüpfte die „Zwote“ an die bisherige Leistung an: Die Konstanzer Außenangreifer dominierten das Spielgeschehen während hinten Libero Philipp Keckeis sein bislang bestes Spiel für den USC zeigte. Perfekte Annahmen und schnelle Abwehraktionen ließen Eberbach nicht ins Spiel kommen. Beim Stand von 21:12 kamen dann Christian Weber und Gabriel Mayer ins Spiel. Einige Unkonzentriertheiten in der Annahme und leichte Angriffsfehler führten Eberbach beinahe zurück ins Spiel. Erst den 4. Matchball verwandelten die Männer zum umjubelten 25:21. Damit konnte der USC drei weitere Punkte gegen den Abstieg sammeln.

Foto: Alexandra Kohler

Foto: Alexandra Kohler

„Wir haben trotz all der Widrigkeiten heute einen Sahnetag erwischt. Die Außen und Daniel Berger auf Diagonal hatten traumhafte Angriffsquoten. Das war heute extrem wichtig um die Punkte zu sammeln die wir benötigen um die Liga zu halten“, freute sich Coach Uwe Schneider. „Die nächsten Gegner werden aber bedeutend stärker sein“ vermutet Schneider. Im nächsten Spiel erwartet den USC mit Breisach-Gündlingen dann ein schwieriger Gegner im erste Auswärtsspiel. Und damit auch neue Sorgen: Die  Außenangreifer Alex Reichel und Domenic Geiger werden die Reise in den Breisgau nicht antreten können und zudem fallen dann auch noch beiden Liberos aus. Trainer Uwe Schneider nimmt die gewohnt angespannte Personalsituation gelassen: „Dann müssen wir halt wieder improvisieren.“

USC Konstanz: Daniel Berger, Timo Dimitriadis, Patrick Herr, Philipp Keckeis, Arvid Kuritz, Gabriel Mayer, Christoph Petry, Alexander Reichel, Philipp Röhl, Dieter Schell, Julian Vill, Christian Weber

Herren I finden sich nach Niederlage am Tabellenende wieder

Volleyball, 3. Liga: USC Konstanz – LA Sinzig 0:3. – Mit einer weiteren Niederlage rutschte der USC Konstanz erneut an das Tabellenende der 3. Liga. „Wir haben eigentlich richtig gut gespielt“, sagte USC-Trainer Thomas Vogt nach dem Spiel. „Meine Spieler haben aufopferungsvoll gekämpft, aber Sinzig hatte meistens die bessere Antwort.“ Die Partie begann für den USC verheißungsvoll. Die Gastgeber erspielten sich eine Führung und sie lagen bis zum 18:14 klar vorne. Dann aber hatte Sinzig einen Lauf, verkürzte, zog sogar an Konstanz vorbei und ging etwas glücklich mit 25:22 in Führung.

Im zweiten Satz hielten die Gäste besser mit, es blieb aber auch hier bis zum Schluss spannend. Vor allem im taktischen Bereich agierte Sinzig keinesfalls wie ein Aufsteiger. Die zahlreichen Zuschauer feuerten den USC zwar an, doch am Ende stand es 25:23 für die Gäste. Im dritten Durchgang musste Konstanz noch eine Fingerverletzung eines Spielers verkraften, was der Aufsteiger gnadenlos nutzte. Mit 25:20 machte Sinzig den Sack zu und entführte die Punktevom Bodensee.

„Es war unterm Strich deprimierend, dass man eigentlich gut gespielt hat, hervorragend gekämpft hat und auf einem guten Weg ist, aber dennoch mit leer Händen dasteht“, resümierte Vogt. „Es war definitiv mehr drin.“ Vor allem der erste Satz mache ihm auf jeden Fall Hoffnung, so der der USC-Trainer, der froh war, dass mit Philipp Röhl, der aus der zweiten Mannschaft aushalf, ein erfahrener Mann mit auf dem Feld stand.

Trotz der dritten Niederlage im dritten Spiel und der Roten Laterne in der Tabelle bleibt Vogt zuversichtlich: „Wir müssen uns jetzt erst einmal durchbeißen und nach vorne schauen. Die Saison ist noch lange.“ Der USC Konstanz muss bereits nach dem dritten Spieltag einige Verletzte verzeichnen, so dass es keinesfalls leichter werden wird. Die nächste Chance auf Punkte gibt es am Samstag in Waldgirmes.

USC Konstanz: Weber, Muntwyler, Fürst, Neuffer, Mundt, Dürr, Hammer, Scheller, Weinert, Keckeis, Röhl.

Damen I vor erstem Heimspieltag

Am Sonntag startet die Damenmannschaft des USC Konstanz in den zweiten Spieltag der Saison, erstmals vor heimischer Kulisse in der Schänzle Halle. Als Gegner werden die zweite Mannschaft des USC Freiburg und der Mitabsteiger aus der Oberliga, TUS Hüfingen, erwartet.

Der USC Freiburg ist nach den ersten beiden Spielen der Saison noch ohne Punkte; für TUS Hüfingen ist es nach dem Abstieg aus der Oberliga der erste Auftritt in der Verbandsliga.

Die Konstanzerinnen wollen den Heimvorteil nutzen, um an den Sieg im letzten Spiel anzuknüpfen und die nächsten Punkte zu sammeln.

Wieder steht ein starker Kader mit 12 Spielerinnen zur Verfügung. Dies ermöglicht dem Trainerduo Philipp Röhl und Marie Dinkelacker komfortable Wechselmöglichkeiten auf allen Positionen. Der Trainingsschwerpunkt der letzten Einheiten lag vor allem auf Aufschlag und Annahme. Bereits beim letzten Spieltag konnte die Mannschaft von der Ruhe und Sicherheit der neuen Libera Mareike Pfeuffer profitieren. Kann diese Annahmeleistung am Sonntag abgerufen werden, darf man sich auf ein variantenreiches Angriffsspiel der USC Damen freuen.

Spielbeginn gegen den USC Freiburg 2 ist 12:00 Uhr in Schänzle Halle 4, das Spiel gegen Hüfingen findet direkt im Anschluss daran statt. Die Verbandsligadamen des USC Konstanz freuen sich auf lautstarke Unterstützung!

Schwere Aufgabe für Herren II

USC Konstanz II – TV Eberbach (Samstag, 16.00 Uhr, Schänzlehalle). – Der Saisonauftakt des USC Konstanz ist als Aufsteiger in die Oberliga mehr als geglückt. Am ersten Spieltag konnte man der Mannschaft aus Bühl mit 3:0 ihre Grenzen aufzeigen. Doch die Vorzeichen vor dem Spiel gegen Eberbach sind ganz andere. So kann Kapitän Matthias Dittrich aus persönlichen Gründen nicht am Spieltag teilnehmen, ebenso wie die Verletzten Johannes Ardelt und Domenic Geiger. Johannes Ardelt war erst neu aus der Regionalligamannschaft des USV Dresden nach Konstanz gewechselt und auch Domenic Geiger war in der letztjährigen Saison ein wichtiger Pfeiler im Team von Uwe Schneider.

Im Abschlusstraining verletzte sich dann noch Mittelblocker Arvid Kuritz am Finger. „Die Situation hätte kaum schlechter sein können“, klagt Uwe Schneider, „Unser anderer Mittelblocker Christoph Petry hat aus beruflichen Gründen in dieser Saison noch kein einziges Training mitmachen können. Jetzt kommt noch die Verletzung von Arvid dazu, da wird es mit einem fitten Spieler in der Mitte ganz schön eng“.

Auch auf den anderen Positionen hat der USC im Moment erhebliche Probleme. Der zweite Zuspieler Timo Dimitriadis war drei Wochen im Urlaub und auch Julian Vill konnte diese Woche nur ein mal mit der Mannschaft trainieren. „Ich erwarte doch erhebliche Abstimmungsprobleme im Angriff“, vermutet Uwe Schneider, „es hilft aber nichts, wir müssen trotzdem am Samstag Gas geben“. Ein Fragezeichen steht auch hinter dem Neuzugang aus der 3. Liga Philipp Röhl: „Aufgrund der Verletzungsmisere in der ersten Mannschaft, wird Philipp am selben Tag für uns und unsere erste Mannschaft spielen. Da kann es sein, dass er mit dem Kopf schon beim nächsten Spiel ist, wir müssen daher abwarten wie er mit der Situation umgeht, vielleicht müssen wir ihn auch für die erste Mannschaft schonen“, befürchtet Uwe Schneider.

Auch beim TV Eberbach läuft noch längst nicht alles rund. Die Gäste kommen mit zwei Niederlagen aus zwei Spielen im Gepäck an den Bodensee, doch Uwe Schneider warnt seine Spieler vor dem Gegner: „Gegen den Tabellenführer Heidelberg und gegen einen der Ligafavoriten Blankenloch zu verlieren ist keine Schande, das verzerrt natürlich das Leistungsbild etwas. Eberbach hat jetzt etwas gut zu machen und ich bin mir sicher, dass sie ihre ersten Punkte holen wollen“.

 

Herren I empfängt am Samstag Aufsteiger LAF Sinzig

USC Konstanz – LAF Sinzig (Samstag, 19.30 Uhr, Schänzlehalle). – Im zweiten Heimspiel innerhalb von sechs Tagen erwartet der USC Konstanz den Aufsteiger LAF Sinzig. Allerdings sind die Gastgeber vor einer außerordentlichen Starken Mannschaft gewarnt. Zum Saisonauftakt verloren die Gäste zwar 0:3 in Mimmenhausen, die Sache war aber deutlich knapper als das Ergebnis vermuten lässt. Am vergangenen Spieltag verwiesen die Sinziger im ersten Heimspiel Rottenburg in fünf Sätzen in die Schranken und feierten ihre ersten zwei Punkte in der 3. Liga.

Auch wenn Konstanz immer noch ohne Punkte ist, sieht Gästetrainer Gilbert Deurer seine Mannschaft als Außenseiter. Die Anfahrt an den Bodensee kennt der LAF Sinzig noch vom Spiel in Mimmenhausen, dennoch dürfte die etwa fünfstündige Anfahrt nicht unbedingt ein Vorteil sein. „Da wir den Gegner nicht kennen, macht gegnerbezogene taktische Vorbereitung gar keinen Sinn“, sagt Deurer. „Es wird entscheidend darauf ankommen, dass wir aus einer stabilen Annahme in unser Spiel finden.“

Dies sollte beim USC Konstanz kein Problem sein, denn in der Annahme und in der Abwehr haben sich die Gastgeber im Vergleich zum Vorjahr klar verstärkt. Allerdings war bislang das Manko noch im Angriff. Da sollte gegen Sinzig auch ein klein wenig taktisch agiert werden. „In diesem Punkt fehlt unserem jungen Team einfach noch ein wenig die Routine“, so USC-Trainer Thomas Vogt. „Deshalb wiegt der verletzungsbedingte Ausfall vom Bundesliga erfahrenen Rafael Dürr umso schwerer.“ Außerdem fehlen ebenfalls verletzungsbedingt Jonathan Rodler und Nico Reichert. Dafür wird Philipp Röhl aus der Oberliga-Mannschaft, der in der vergangenen Saison noch 3. Liga spielte und unter der Woche mit dem Drittliga-Team trainiert hat, als Ersatzmann auf der Bank sitzen.

„Für uns ist es ein ganz wichtiges Spiel“, sagt Vogt. „Wir sollten unbedingt die ersten Punkte holen.“ Allerdings warnt der USC-Trainer vor Überheblichkeit: „Sinzig ist sicher eine Nummer, das haben die bisherigen Ergebnissen bereits gezeigt.“ Es wird bei den Konstanzern darauf ankommen, dass mit dem Aufschlag genügend Druck aufgebaut wird und dass der Angriff noch variabler wird, vor allem in punkto Schnell- und Rückraumangriff.

Verletzung wirft Herren I aus der Bahn

Volleyball, 3. Liga: USC Konstanz – TG Rüsselsheim II 1:3. – Die Konstanzer Drittliga-Volleyballer haben sich innerhalb von zwei Wochen enorm gesteigert. Vor allem waren sie gegen den hohen Favorit Rüsselsheim von Beginn an sehr konzentriert am Werk. Selbst Trainer Thomas Vogt gab alles, um rechtzeitig direkt von seiner USA-Reise zum Spiel zu kommen.

So erspielten sich die Konstanzer sogar eine Führung in Durchgang eins. Gegen Ende des Satzes dann aber die Schrecksekunde des Nachmittags. Rafael Dürr, der sich in der vergangenen Saison ebenfalls bei einem Heimspiel die Achilles-Sehne riss, verletzte sich erneut schwer. Allerdings sei es wohl nicht der zunächst befürchtete Kreuzbrandriss, so Vogt. Mit diesem Schock hatten die Gastgeber enorm zu kämpfen. Mit 25:21 retteten sie den ersten Satz noch, aber dann fehlten die Konstanz und das Selbstbewusstsein.

„In dieser Situation hat man klar gesehen, dass die Mannschaft zwar einen Riesenschritt gemacht hat, den jungen Spielern aber klar die Erfahrung noch fehlt“, so der USC-Trainer. „Hinzu kommt, dass Rüsselsheim ab dem zweiten Satz noch deutlich zulegen konnte.“ Die Konstanzer waren richtig gut im Spiel gewesen, fanden nach der Verletzung aber nicht mehr in den Rhythmus. Mit 25:15, 25:12 und 25:15 entführten die Rüsselsheimer die Punkte.

„Es war wirklich schade, dass die Spieler für ihren großen Kampf nicht belohnt worden sind“, so Vogt. Wenigstens einen Punkt hätten sie verdient gehabt.“ Der Ausfall von Dürr wiegte allerdings zu schwer. Man habe gesehen, wie wichtig so ein erfahrener Spieler für die Mannschaft sei.

Nach der Niederlage konnten die Konstanzer die Halle mit erhobenem Haupt verlassen. Jetzt gilt es, die beiden Niederlagen gegen vermeintlich stärkere Gegner wegzustecken und sich unter der Woche ganz gezielt auf das Spiel in Sinzig zu konzentrieren. Dann geht es gegen einen Aufsteiger, der allerdings am Samstag gegen Rottenburg mit dem 3:2-Sieg ein Ausrufezeichen gesetzt hat.

USC Konstanz: Weber, Muntwyler, Fürst, Neuffer, Mundt, Dürr, Hammer, Scheller, Weinert, Keckeis.

Liga-Favorit aus Rüsselsheim kommt an den Bodensee

Volleyball, 3. Liga: USC Konstanz – TG Rüsselsheim II (Sonntag, 16 Uhr, Schänzlesporthalle). – Zum Saisonauftakt vor zwei Wochen lief es bei den Drittliga-Volleyballern des USC Konstanz noch nicht reibungslos. Zu groß waren die Umstellungen im Sommer, die erst einmal verkraftet werden müssen. Sieben Spieler haben die Mannschaft verlassen und drei Neuzugänge sind im Gegenzug gekommen.

Vor allem die Änderung auf der Position des Zuspielers wird wohl auch noch einige Zeit zu spüren sein. Trainer Thomas Vogt hält von Robin Muntwyler große Stücke, doch bis eine perfekte Abstimmung gefunden wird, dauert es eben seine Zeit. „Wir hatten in Rottenburg noch große Probleme im Schnellangriff“, blickt Vogt zurück. Und Jens Weber, der ja schon lange beim USC Konstanz spielt, war lange Zeit verletzt und benötigt ebenfalls noch seine Zeit.

Der dritte Satz von Rottenburg macht Vogt aber zuversichtlich, dass es zum einen nicht mehr lange geht, bis das erste Spiel gewonnen wird und vor allem bis der momentan letzte Tabellenplatz wieder abgegeben wird. Jetzt lautet das Motto für die Konstanzer, das Feld von hinten aufzurollen. Dazu erhoffen sich die USC’ler beim ersten Saisonspiel in eigener Halle auch lautstarke Unterstützung durch das Publikum.

Die Gastgeber können jedenfalls trotz der Tabellensituation völlig ohne Druck aufspielen, denn Zu Gast ist mit der TG Rüsselsheim II nicht nur der aktuelle Tabellenführer, sondern auch einer der heißesten Meisterschaftskandidaten. „Die Gäste sind nahezu komplett mit Bundesliga-Spielern besetzt“, weiß Vogt. Am vergangenen Wochenende setzte sich Rüsselsheim im Regionalpokal Südwest durch und erwartet nun den deutschen Vize-Meister Berlin Recycling Volleys. Und noch ein Novum: Rüsselsheim ist mit zwei Teams im Achtelfinale des DVV-Pokals vertreten. Alles andere als ein klarer Sieg der Gäste wäre in Konstanz eine Überraschung, aber genau das ist die Spezialität des USC.