Europameisterschaft: Auf dem Weg nach Camerino

Volleyball: Im Kalender von zwölf Konstanzer Studenten ist die Woche vom 19. bis 26. Juli bereits seit Monaten rot markiert. Dann nämlich findet im italienischen Camerino die Studenten-Europameisterschaft statt. Und als deutscher Vertreter mit dabei ist das Team der Universität Konstanz. Es hat sich mit dem überraschenden Sieg bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft in Paderborn im August vergangenen Jahres das Ticket für die Europameisterschaft erspielt.

Der Vorteil beim Konstanzer Team liegt ganz klar darin, dass sich alle Spieler aus dem Verein bestens kennen. Denn am Start ist nahezu der komplette Kader der Drittliga-Mannschaft des USC Konstanz. „Die Europameisterschaft ist für uns alle sportlich gesehen das absolute Highlight“, sagt Mannschaftskapitän Philipp Sigmund. „Wir sind bereits seit Wochen in der Vorbereitung und versuchen uns so teuer wie möglich zu verkaufen.“

Personell gibt es ein paar kleine Änderungen zur deutschen Hochschulmeisterschaft. Claudio Kriech, der damals verletzt war, kehrt in die Mannschaft zurück. Außerdem dabei sein wird Rafael Dürr, der nach einer Achillessehne-Verletzung ebenfalls wieder zurück ist. Dafür muss Lukas Hölzl verletzt passen und Jonathan Rodler wird in Sachen Beachvolleyball unterwegs sein.

Die Fußstapfen, in die die Konstanzer Studenten-Volleyballer treten, sind enorm groß, denn die deutsche Delegation der TU München gewann bei der vergangenen Europameisterschaft den Titel. „Wir sehen uns keinesfalls in der Rolle als Titelverteidiger“, betont Sigmund. „Dennoch dürfte unser Vorteil sein, dass wir eine sehr gut eingespielte Mannschaft sind.“ So habe man bereits bei der deutschen Hochschulmeisterschaft den einen oder anderen Gegner in die Knie zwingen können. „Wir lieben es einfach, in der Außenseiterrolle zu sein“, sagt der Mannschaftskapitän. „Wir haben schon oft bewiesen, dass wir dann über uns hinauswachsen können.“

Momentan trainiert die Mannschaft sehr intensiv auf die Europameisterschaft hin. „Hinzu kommt, dass einige von uns auch noch im Beachvolleyball im Einsatz sind“, ergänzt Sigmund. Somit dürfte es in Sachen Fitness keine Probleme geben. Allerdings steht organisatorisch noch einiges auf der To-Do-Liste, denn der ganze Trip wird nicht ganz billig sein. „Wir rechnen damit, dass wir mindestens 10.000 Euro benötigen, um die Woche in Camerino bestreiten zu können“, erklärt er. „Wir fahren mit zwei Bussen und einem Team um das Team nach Italien.“ Somit steht neben dem Training momentan auch noch die Suche nach Sponsoren auf dem Plan.