Herren 2: Siegesserie hält an

Auch im dritten Spiel der Rückrunde in der Verbandsliga Südbaden behielten die Männer vom USC Konstanz 2 die Oberhand und nahmen vom Auswärtsspiel in Tuttlingen drei Punkte mit an den Bodensee (13:25; 22:2528:26; 16:25). Damit rangiert das Team um Trainer Uwe Schneider aktuell auf dem dritten Tabellenplatz und hat zwei Punkte Rückstand auf den Zweitplatzierten Offenburg.

Trotz kurzfristigem Ausfall von vier Spielern begann der USC mit einem tollen Start. Sofort wurden die Tuttlinger mit harten Aufschlägen unter Druck gesetzt. Mit etlichen direkten Blockpunkten in den ersten Minuten konnte man schon früh im Spiel einen Vorsprung herausarbeiten und gelangte so letztlich zum schnellen Satzgewinn (13:25).

Auch den zweiten Satz konnten die Konstanzer gewinnen, allerdings kamen die Tuttlinger langsam in Fahrt und konnten mit ihren Außenangreifern einige Punkte machen. Konstanz spielte aber clever und kam so schlussendlich zum verdienten Satzgewinn (22:25).

Im dritten Satz kamen die Konstanzer plötzlich aus dem Tritt. Die Tuttlinger zeigten nun die erwartete Qualität ihrer Angreifer und erkämpften sich Punk um Punkt. Ein umkämpfter Satz endete schließlich 28:26 für Tuttlingen und auch das Publikum erwachte nun und unterstützte das Heimteam lautstark. So stand es nur noch 2:1 für Konstanz.

Im vierten Satz kam es dann zunächst noch dicker: Nichts klappte mehr beim Team um Trainer Uwe Schneider. Dieser musste bereits beim Stand von 6:2 für Tuttlingen eine Auszeit nehmen. Zwar zogen die Tuttlinger noch auf 9:3 davon, aber eine fulminante Aufschlagserie von Diagonalangreifer Daniel Berger brachte die Wende. Erst nach elf Aufschlägen zeigte er ein Erbarmen, neuer Spielstand 15:9 für Konstanz, der Satz war gedreht! Nun klappte alles bei den Jungs vom Bodensee, die Angreifer agierten nach Belieben, der Block entschärfte die Angriffe des Gegners und mit 25:16 wurde Satz und Spiel gewonnen.

Besonders freute sich der Trainer für den 17-jährigen Mittelblocker Paul Leib: „Er musste heute aufgrund der Ausfälle durchspielen und hat dabei sein bestes Spiel der Saison gezeigt. Für ihn freut es mich am allermeisten, er hatte bisher noch wenig Spielzeit in dieser Saison, heute hat er alles richtig gemacht.“

Trotzdem bricht in Konstanz kein großer Jubel aus, die letzten Siege errang man gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel. Das Saisonziel lautet weiterhin Klassenerhalt, nachdem man im letzten Sommer den Abgang von fünf Stammspielern verschmerzen musste. Sollte die Siegesserie aber anhalten, wird der Trainer wohl über eine neue Zielsetzung nachdenken müssen.

USC Konstanz 2: Louis Baur, Daniel Berger, Matthias Dittrich, Domenic Geiger, Philipp Keckeis, Paul Leib, Christoph Petry, Alexander Reichel, Uwe Schneider, Julian Vill

Klare Niederlage gegen Tabellenführer

Volleyball, 3. Liga: USC Konstanz – TGM Mainz-Gonsenheim 0:3. – Der USC Konstanz stemmte sich zwar aufopferungsvoll gegen eine Niederlage gegen überlegenen Tabellenführer aus Mainz-Gonsenheim, aber letztlich reichte es nicht einmal für einen Satzgewinn. Die Gäste agierten einfach zu souverän und hatten zu jeder Zeit die Partie im Griff. Dennoch war USC-Trainer Jürgen Eck mit der Leistung seines Teams zufrieden: „Es war klar, dass jeder über sich hinaus hätte wachsen müssen, um überhaupt eine Chance auf einen Punkt zu haben.“

Phasenweise schafften es die Gastgeber, dem Gegner Paroli zu bieten. Allerdings machte die Konstanz den Unterschied. Bei den USC’lern schlichen immer wieder Unkonzentriertheiten, die Mainz-Gonsenheim gnadenlos ausnutzte. „Es war wirklich bemerkenswert, wie souverän der Tabellenführer agierte“, gab auch Eck zu. „Man hat gesehen, dass die Mannschaft schon mehrere Jahre in der zweiten Liga gespielt hat.“

Den ersten Satz verloren die Konstanzer mit 21:25. Im zweiten Durchgang hielten die lange dagegen. In der entscheidenden Phase allerdings kassierten sie eine kleine Punkte-Serie und unterlagen schließlich 18:25. Im dritten Satz wurde es dann noch einmal spannend, aber Mainz-Gonsenheim ließ mit 25:22 nichts mehr anbrennen.

„Stellenweise spielten wir eine sehr gute Abwehr“, so Eck. „Vor allem Libero Jonathan Rodler holte teilweise unglaubliche Bälle.“ Aber auch Claudio Kriech erhielt vom USC-Trainer in Sachen Angriff ein Sonderlob. Letztlich war allerdings die Abgeklärtheit der Spieler aus Mainz-Gonsenheim ausschlaggebend für den Ausgang der Partie. Vor allem der holländische Diagonalspieler Frank Manenschijn brachte die Konstanzer ein ums andere Mal in Bedrängnis.

Diese Niederlage war sicherlich kein Beinbruch für die Konstanzer. Allerdings punkteten fast alle direkten Konkurrenten. Dies hat zur Folge, dass der vermeintlich beruhigende Vorsprung schon wieder aufgebraucht ist. Zum Tabellenletzten sind es lediglich noch drei Punkte.

„Jetzt kommen die Wochen der Wahrheit“, sagt Eck. „Dieses Wochenende hat eindrucksvoll gezeigt, wie schnell es gehen kann.“ Konstanz ist zwar immer noch Vierter, aber die folgenden Spiele in Rüsselsheim, Rottenburg und gegen Rodheim in eigener Halle werden zeigen, wohin der Weg des USC Konstanz geht.

USC Konstanz: Sigmund, Weinert, Scheller, Reichert, Rodler, Mundt, Kriech, Weber, Röhl.

 

Tabellenführer zu Gast in der Schänzlehalle

Volleyball, 3. Liga: USC Konstanz – TGM Mainz Gonsenheim (19:30 Uhr, Schänzlehalle) – Im Topspiel der 3. Liga Süd trifft die erste Mannschaft des USC Konstanz auf den Tabellenführer und Favoriten aus Mainz, der bislang erst eine Niederlage einstecken musste.

Trainer Jürgen Eck freut sich auf die Herausforderung und hofft auf viele Zuschauer: „Das könnte mal wieder ein richtig gutes Spiel für die Zuschauer werden. Die Mainzer konnten ihren Kader im Vergleich zur vergangenen Zweitliga-Saison noch mal verstärken und stehen nun auch zu Recht auf dem ersten Tabellenplatz. “ Und nicht nur der Trainer erwartet Spitzenvolleyball in der Schänzlehalle, auch die Spieler um Kapitän Philipp Sigmund sind schon ganz heiß auf das Duell.

Im Hinspiel konnte man den Mainzern über einen langen Zeitraum Paroli bieten und verlor letztlich knapper als das Ergebnis es vermuten lässt (3:1 für Mainz). Außerdem liegt es der Konstanzer Mannschaft gegen höher eingeschätzte Gegner zu agieren. So brachte man zum Beispiel mit dem Heimpublikum im Rücken die TuS Durmersheim an den Rand einer Niederlage.

Personell gesehen kann Trainer Jürgen Eck fast wieder aus dem Vollen schöpfen. Annahme-Außen Spieler Lukas Hölzl kehrt am Wochenende wieder zurück ins Team. Nur hinter Kolja Hüther steht noch ein kleines Fragezeichen. Außerdem konnte Trainer Jürgen Eck im Verlauf der Trainingswoche noch einige taktische Varianten ausprobieren. Eck gibt auch die Richtung für das Spiel vor: „Wir haben noch einmal vermehrt den Aufschlag trainiert, da wir bei der 3:2 Niederlage gegen Bliesen zu ängstlich agiert haben. Wenn wir die Mainzer schlagen wollen, müssen wir hier ein höheres Risiko gehen und im besten Fall eine geringere Fehlerquote erreichen.“

Zweite Herrenmannschaft will noch mal angreifen

Am Samstag, 24.02. wird die Verbandsligamannschaft des USC Konstanz bei der TG Tuttlingen erwartet. Die Gegner sind altbekannt und geschätzt, da man sich schon des Öfteren in den vergangenen Jahren duelliert hat.

Welche Mannschaft aber Tuttlingen tatsächlich auf die Beine stellt, ist – zumindest für die Konstanzer – eine Wundertüte: Selten spielt die TG mit der Stammmannschaft, immer wieder fehlten auswärts wichtige Spieler. „Wenn aber alle dabei sind, wird es schwer, gerade daheim sollte eigentlich der Tuttlinger Kader komplett sein.“ erwartet Trainer Uwe Schneider einen starken und motivierten Gegner. Dann schlägt der aktuell Vorletzte aber auch mal die sehr starken Offenburger, so wie in der Hinrunde geschehen. Konstanz dagegen muss krankheitsbedingt auf vier Spieler verzichten und reist mit nur zwei Mittelblockern an.

Auf die leichte Schulter nimmt der USC die Tuttlinger also auf keinen Fall. Sollte man aber wieder so stark wie im Hinspiel spielen und den Gegner mit harten Aufschlägen unter Druck setzen, könnte der Sieg aus der Hinrunde wiederholt werden und die Serie des Teams vom Bodensee in der Rückrunde um weitere Punkte ergänzt werden. So würden dann auch die Aufstiegsplätze wieder in greifbare Nähe rücken.

USC nimmt einen Punkt in Bliesen mit

Volleyball, 3. Liga: USC Konstanz – TV Bliesen 2:3. – In einem hartumkämpften Spiel zieht die erste Herren Mannschaft des USC Konstanz leider den Kürzeren gegen die heimstarken Bliesener. Trotz des letzten Sieges gegen Eintracht Frankfurt, gelang es den Konstanzern nicht ihre Leistung konstant abzurufen. Vor einer stimmungsvollen Zuschauerkulisse kam es letztendlich zu einem offenen Schlagabtausch zwischen den beiden Aufsteigern.

Im ersten Satz konnten die Jungs um Trainer Jürgen Eck ihre Leistung noch nicht zu 100% abrufen und gaben diesen somit relativ kampflos ab. Im zweiten Satz zeigten sich die USC´ler jedoch von ihrer guten Seite und machten ordentlich Druck durch einen guten Annahme-Abwehrriegel und daraus resultierende einfache Punkte im Angriff. Das Ergebnis war der Satzgewinn und somit das 1:1.

Doch im dritten Satz kam es wieder ganz anders. Der USC Konstanz blieb im Laufe des Satzes zwar immer mit zwei bis drei Punkten vorne, doch gegen Ende des Satzes brachten sie durch zu viele Eigenfehler den TV Bliesen wieder ins Spiel. Das nutzen die Bliesener, mit ihrer Fankultur im Rücken, eiskalt aus und entschieden den dritten Satz mit 26:24 für sich.

Das Wechselspiel der Gefühle zog sich auch durch den vierten Satz. Die wieder erstarkten USC Jungs fanden wieder zu gewohnter Form. Diagnoal-Spieler Kohlja Hüther glänzte durch starke Angriffsaktionen und zog damit das ganze Team mit sich. Das Ergebnis dieser Euphorie war ein 25:20.

Im fünften Satz war wieder alles völlig offen. Doch der Wille des Heimteams TV Bliesen war im Endeffekt größer. Die Jungs vom Bodensee hatten in der Annahme einige Schwächen, weiterhin war der Angriff der Gäste sehr effektiv und schwierig zu verteidigen. Das Heimteam siegte somit mit deutlich mit 15:10.

Trainer Jürgen nannte als entscheidenden Faktor vor allem den fehlenden Kampfgeist seiner Mannschaft.  Dennoch war es ein sehr spannendes vor einer Bundesliga angemessenen Kulisse.

Ein kurzer Blick auf die Tabelle verrät, dass diese Niederlage im USC Herzen zwar wehtat, aber der USC durch den Punktgewinn trotzdem auf Platz 3. klettert. Ein Teilerfolg also auf dem Weg zur Mission Klassenerhalt.

Am kommenden Samstag kommt niemand geringeres als der Spitzenreiter TSG Mainz-Gonsenheim. Es bleibt also abzuwarten wie es weitergeht im Abenteuer 3. Bundesliga.

USC Konstanz: Hüthers, Sigmund, Weinert, Scheller, Kriech, Mundt, Röhl, Rodler, Weber, Reichert

Vorbereitungsstrapazen zahlen sich aus – Die „Zweite“: zwei Spiele, zwei Siege!

Mit einer erfolgreichen Bilanz startete am Wochenende die zweite Herrenmannschaft in die Rückrunde der Verbandsliga. Trotz des Ausfalls von Libero Philipp Keckeis konnten beide Spiele in der ungewohnten Halle der Geschwister-Scholl-Schule gewonnen werden.

Im ersten Spiel gegen den FT Freiburg benötigte die Konstanzer vier Sätze (25:22, 22:25, 25:18, 25:18) um die Punkte einzufahren. Starke Aufschläge und Druck über die Mittelangreifer brachten den Erfolg gegen den Tabellenletzten, der lediglich mit einem Ersatzspieler angereist war. Trotz des vermeintlich leichten Gegners war es wichtig, gleich zu Beginn keine Unkonzentriertheit zuzulassen.

Trainer Uwe Schneider: „Der Start in die Rückrunde ist für uns immer schwierig. Die wenigen Trainingseinheiten über die Feiertage sind für ein junges Team sehr problematisch. Dieses Jahr sind wir aber extra an Heilige Drei Könige zu einem Turnier nach Esslingen gefahren um schneller in den Spiel-Rhythmus zu kommen, das hat sich heute ausgezahlt.“ Zwar verlor das Team den zweiten Satz knapp, aber mit zwei Umstellungen im Angriff stellte sich auch wieder der Erfolg ein. Satz drei und vier gingen dann deutlich jeweils mit 25:18 an die USCler.IMG_1743

Im zweiten Spiel ging es gegen den TV Denzlingen, einen ambitionierter Aufsteiger mit vielen jungen Spielern. Diese zeigten sogleich ihr Können und ließen den Konstanzer Block ein ums andere Mal schlecht aussehen. 18:25 nach dem ersten Satz aus Sicht der Konstanzer, kein Auftakt nach Maß für die Spieler um Mannschaftskapitän Matthias Dittrich. Aber so einfach wollten es die Konstanzer den Gästen dann doch nicht machen.

Der zweite Satz war von Beginn an sehr ausgeglichen, ehe sich die „Zwote“ dann zu Satzende um zwei Punkte absetzen konnte. Die daraus resultierenden Satzbälle konnte aber nicht verwandelt werden und auf einmal hieß es Satzball für Denzlingen! Doch die Jungs rissen sich wieder zusammen, und erspielten sich ein schlussendlich verdientes 31:29. Die Zuschauer sahen zu diesem Zeitpunkt tolle Ballwechsel in einem packenden Spiel, das so auch bis zum allerletzten Satz andauern sollte. Der dritte Satz ging nämlich wiederum an die Denzlinger, die wieder besser ins Spiel kamen und immer öfter ihre Angriffe am Block der Konstanzer vorbeischlugen (23:25).

Ein erneuter Wechsel im vierten Satz brachte die Entscheidung: Alexander Reichel kam in die Start-Sechs und stellte sofort mit Aufschlägen und Angriffen die Gäste vor schier unlösbare Probleme. Hinzu kam nun auch noch die lautstarke Unterstützung der Konstanzer Bank, die den jungen Gegnern den Mut zu nehmen schien. Mit 25:16 ging es dann in den Tiebreak. Und hier zeigten die Denzlinger Nerven: mit 15:5 gewann der USC Konstanz auch diesen Satz und damit das Spiel.

“Das Ergebnis der letzten beiden Sätze spiegelt nicht unbedingt das Können des Gegners wieder. Wir hatten auch ein paar glückliche Situationen auf unserer Seite.“ konstatierte der Trainer anschließend. Vor allem der 16jährige Louis Baur vertrat den abwesenden Libero hervorragend.

USC Konstanz: Baur, Berger, Dittrich, Geiger, Herr, Leib, Mayer, Petry, Reichel, Reisch, Schneider, Vill

USC Konstanz hat in Bliesen viel vor

Volleyball, 3. Liga: TV Bliesen – USC Konstanz (Samstag, 20 Uhr, Sportzentrum St. Wedel). – An den TV Bliesen hat der USC Konstanz noch sehr gute Erinnerungen. Im ersten Heimspiel der Saison wurden die Saarländer klar mit 3:0 wieder nach Hause geschickt. Auch wenn die Gastgeber deshalb auf Revanche pochen werden, Konstanz reist mit dem Sieg gegen Eintracht Frankfurt im Gepäck mit breiter Brust nach St. Wedel. Hinzu kommt, dass der TV Bliesen am 22. November zum letzten Mal gewonnen hat und damit auch noch unter Druck steht, denn vom Tabellenletzten trennt den Gastgeber lediglich ein Pünktchen.

Deutlich befreiter können die Konstanzer aufspielen, auch wenn sie am Samstag unbedingt den Abstand nach hinten weiter vergrößern wollen. „Unser Blick geht ganz klar weiter nach hinten“, betont USC-Trainer Jürgen Eck. „Unser großes Ziel ist und bleibt der Klassenerhalt.“ Die Konstanzer sind momentan auf dem besten Weg dazu, „wobei es ganz schnell auch wieder anders aussehen kann“, weiß Eck.

Beim Aufeinandertreffen der beiden Regionalliga-Meister aus dem vergangenen Jahr am Samstag wird bei den USC’lern Philipp Röhl wieder dabei sein, der gegen Frankfurt noch fehlte. Unter der Woche wurde gut trainiert und Eck blickt zuversichtlich auf das Auswärtsspiel: „Wenn wir eine ähnliche Leistung abrufen können, wie am vergangenen Wochenende, dann sollte ein Sieg im Bereich des Möglichen sein.“ Damit hätte Konstanz dann auch das Aufsteigerduell klar für sich entschieden.

Bliesen gilt allerdings als große und athletische Mannschaft. Bei den Heimspielen ist im Sportzentrum St. Wedel in der Regel immer einiges los. Bleibt abzuwarten, wie die Konstanzer die lange Anreise ins Saarland verkraften. „Wir sind jedenfalls nicht chancenlos“, stapelt der Trainer etwas tief.

Starker Auftakt in die Hinrunde für Herren I

Volleyball, 3. Liga: USC Konstanz – Eintracht Frankfurt 3:0. – Schon vor dem Spiel war klar, dass die Chance auf einen Sieg für die Konstanzer enorm gestiegen sind, denn bei Eintracht Frankfurt fehlte der absolute Leistungsträger Johann Löwen, der schon in der ersten Liga im Einsatz war. Die Hausherren zeigten dann auch von Beginn an, dass sie das nutzen wollen. Mit guten Aufschlägen und einem sehr gut postierten Block brachten sie Frankfurt gehörig in Bedrängnis. Mit 25:19 ging dann der erste Satz folgerichtig an die Konstanzer.

Im zweiten Durchgang ein ähnliches Bild. Die Aufschläge blieben druckvoll und die Gäste hatten kein probates Mittel den USC ernsthaft in Gefahr zu bringen. Marvin Scheller, der zum ersten Mal von Beginn an auf der Mitte-Position spielte, machte seine Sache sehr gut wie auch Zuspieler Philipp Sigmund, der auch aus schwierigen Situationen sehr gute Bälle spielte, die dann von den Angreifern in Punkte umgewandelt wurden. Mit 25:21 ging Satz zwei an den USC.

Der dritte Satz kann als typischer Verlauf eines scheinbar klaren Spieles herhalten. Bei den Konstanzern ließ die Konzentration leicht nach und die Frankfurter versuchten dies zu nutzen, was anfangs auch gelang. Die Gastgeber rannten plötzlich einem 3:7-Rückstand hinterher. Eine mühsame Aufholjagd folgte. Doch die USC’ler kämpften sich Punkt um Punkt heran. Es wurde noch einmal spannend. Den Satzball beim 24:23 vergaben die Gäste mit einem Aufschlagfehler. Danach drehten die Hausherren den Spieß herum und erspielten sich ihrerseits Matchbälle. Den dritten verwandelten sie zum 28:26.

„Es war aufgrund der Trainingssituation in der Weihnachtspause eine wirklich sehr ansprechende Leistung“, lobte USC-Trainer Jürgen Eck. „Es lief sicher noch nicht alle rund, es hat aber schon viel gepasst.“ Vor allem den Aufschlag und den Block hob der Trainer hervor. „Es war eine geschlossene Teamleistung, wobei die Spieler, die zum ersten Mal von Beginn an dabei waren, ihre Sache wirklich sehr gut gemacht haben.“ Im dritten Satz habe der Spannungsbogen zwar etwas nachgelassen, „aber im nötigen Moment haben wir es geschafft, noch einmal Druck zu machen“, so Eck.

Mit diesem Sieg, der in gerade einmal 66 Minuten eingefahren war, kletterten die Konstanzer auf den dritten Tabellenplatz und haben nun fünf Punkte Vorsprung auf den Drittletzten. Damit konnte sich das Eck-Team ein bisschen Luft mit Blick auf die hinteren Tabellenränge verschaffen.

USC Konstanz: Sigmund, Weinert, Scheller, Reichert, Hüther, Rodler, Mundt, Kriech, Hölzl, Weber, Petry.

Eintracht Frankfurt zu Gast am Bodensee

Volleyball, 3. Liga: USC Konstanz – Eintracht Frankfurt (Sonntag, 16 Uhr, Wollmatinger Sporthalle). – An den 4. Oktober des vergangenen Jahres erinnern sich die Spieler des USC Konstanz mit Sicherheit sehr gerne zurück. Damals absolvierten sie zum ersten Mal überhaupt ein Spiel in der 3. Liga. Aber nicht nur das, der Auftritt bei Eintracht Frankfurt wurde zu einem Auftakt nach Maß, denn nach einem 0:2-Rückstand drehte das Team von USC-Trainer Jürgen Eck die Partie doch noch völlig überraschend und gewann mit einem 15:13 im fünften Satz das Spiel.

Des einen Freud, des anderen Leid: die Frankfurter brennen am Sonntagnachmittag in der Wollmatinger Sporthalle auf Wiedergutmachung. Die Volley-Adler, wie die Hessen auch genannt werden, werden alles daran setzen, um sich für die bittere Auftaktniederlage zu revanchieren. „Im Laufe der Vorrunde haben sich die Frankfurter sehr gut eingespielt und sind nicht zu Unrecht auf einem dritten Tabellenplatz“, sagt Eck.

Das Spiel der Gäste konzentriert sich häufig auf Johann Löwen, der bereits in der 1. Bundesliga spielte. Aber auch Zuspieler Fabian Däke sei nicht zu unterschätzen, so der USC-Trainer: „Er ist sehr groß und spielt einen tollen Ball.“ Beim Auftakt hatten die Konstanzer den Vorteil, dass Eintracht Frankfurt noch nicht ganz eingespielt war. „Das ist jetzt anders“, betont Eck. „Wir gehen ganz klar als Außenseiter in dieses Spiel.“

Hinzu kommt, dass die personelle Lage nicht gerade luxuriös ist. Philipp Röhl und Rafael Dürr fallen sicher aus. Hinter den Einsätzen von Nico Reichert und Jens Weber stehen Fragezeichen. Außerdem war es in der Winterpause ganz schwer, gut zu trainieren, weil die meisten Spieler gar nicht in Konstanz waren. „Das ist normal, wenn man viele Studenten in der Mannschaft hat“, weiß Eck. „Ich hoffe, dass das den Frankfurtern ähnlich erging.“

Deshalb heißt das Motto beim USC Konstanz: „Nach der Pause so schnell wie möglich in den Rhythmus zu kommen.“ In der Vergangenheit hat sich oft gezeigt, dass, wenn der USC in der Außenseiterrolle ist, dass Vieles möglich ist. Auch wenn die Gastgeber beim Rückrunden-Auftakt kaum unter Druck stehen, müssen sich aufpassen, nicht in die Gefahrenzone zu geraten. Auch wenn der USC auf Platz fünf steht, bis zum vorletzten Tabellenplatz sind es lediglich drei Punkte – so ausgeglichen ist die 3. Liga.