Oberliga: Sieg gegen den Tabellenführer!

Der USC Konstanz empfing am vergangenen Samstag den Oberliga-Tabellenführer aus Heidelberg. Das Team der SG HTV/USC Heidelberg hatte bislang nur ein Spiel abgeben müssen. Die Spieler um Trainer Rüdiger Bauer gelten als Aufstiegskandidat in die Regionalliga und unterstrichen diese Ambitionen bislang durch Tabellenplatz Eins.

Die Oberliga-Neulinge des USC Konstanz hingegen mussten in der laufenden Saison bereits zwei Spiele auswärts abgeben, jedoch sind sie 2015 in der heimischen „Schänzlehölle“ seit 12 Spielen ungeschlagen. Unter diesen spannenden Vorzeichen und mit einem gut gefüllten Spielerkader startete das Auftaktmatch am USC-Gameday (Oberliga 16.00 Uhr, Dritte Liga 19.30 Uhr).

USC-Trainer Uwe Schneider strahlte bei der Mannschaftsbesprechung Zuversicht aus: „Die Heidelberger spielen ähnlich Volleyball wie wir. Das liegt uns, da können wir mit guten Aufschlägen und unserem schnellen Spielsystem heute etwas holen. Wichtig dabei: gleich zu Satzbeginn sehr konzentriert starten. In den vergangenen Spielen mussten wir immer zuerst den Gegner davonziehen lassen. Zwar holen wir das meist wieder auf, aber es kostet eben Körner. Und gegen den Tabellenführer wäre das sicher fatal!“

Mit dieser Ansage im Hinterkopf startete das Bodensee-Team, lautstark unterstützt von trommelnden Fans und den Mannschaftskollegen der Ersten Mannschaft auf den Rängen. Und es lief alles für den USC im ersten Satz: Zuspieler Julian Vill zog aus einer stabilen Annahme ein sehr variables Spiel auf und brachte seine Angreifer permanent in gute Position. Heidelberg konnte in dieser Anfangsphase meist nur mit einem Einer-Block dagegenhalten und ermöglichte dadurch den Konstanzer Außenangreifern Philipp Röhl und Matthias Dittrich alle Möglichkeiten. Auch die beiden Mittelangreifer sammelten zunehmend Angriffspunkte während die Heidelberger im gesamten ersten Satz keinen einzigen direkten Angriffsball im Konstanzer Feld unterbringen konnten. Hier zeigte Libero Philipp Keckeis seine Reaktionsschnelligkeit und kratzte mehrere „Unmögliche“ aus der Abwehr. Die Nordbadener wechselten bei 23:15 für Konstanz den Zuspieler, konnten aber letztlich den Satzverlust dadurch nicht mehr verhindern (25:21).

Danach starteten die Heidelberger besser, der zweite Satz bot entsprechend spielerisch ein höheres Niveau. Beide Seiten setzten nun ihre Angreifer gut in Szene und die Zuschauer sahen ein kurzweiliges Spiel. Während die Heidelberger aber bei eigenem Aufschlag kaum weitere Punkte erzielen konnten, sammelten die Konstanzer Aufschläger meist noch ein oder zwei Break-Points mehr. In der entscheidenden Satzphase erhöhte dann Mittelangreifer Chris Petry mit einer Aufschlag-Serie den Spielstand auf 19:14 und brachte damit sein Team in eine komfortable Position. Der Gegner zeigte Nerven und setzte mehrere Angriffe ins Aus und verspielte dadurch die Möglichkeit, nochmals zu den USClern aufzuschließen. Beim Stand von 24:21 beendete dann der Konstanzer Julian Vill mit einer sehenswerten Blockfinte gegen den Heidelberger Mittelangreifer auch diesen Satz erfolgreich (25:21).

Die Konstanzer lagen nun 2:0 nach Sätzen gegen den Tabellenführer vor, eine entsprechende Reaktion der Gäste wurde erwartet. Doch zunächst setzte der Konstanzer Philipp Röhl mit harten Sprungaufschlägen das erste Ausrufezeichen. Der Heidelberger Trainer nahm beim Stand von 5:1 für den USC schon früh eine Auszeit um den Aufschlag-Rhythmus zu unterbrechen. Und das zeigte die erwünschte Wirkung. Jetzt erspielten sich die Heidelberger die Break-Points und der gut aufgelegte Zuspieler „spendierte“ noch ein paar gekonnte Ableger ins Konstanzer Feld. Die Konstanzer Annahme wackelte jetzt erheblich, viele einfache Angriffsfehler schlossen sich an und ermöglichten so die Gästeführung (14:21). Mit einem Doppelwechsel stellte Trainer Uwe Schneider taktisch um, dies brachte zwar noch ein paar Punkte ein, aber es konnte den Heidelberger Satzgewinn letztlich nicht mehr gefährden (19:25).

Mit dem 2:1 Spielstand im Rücken drohte ein Aufbäumen der SG Heidelberg, das Spiel noch zu drehen. Das Team vom Bodensee musste jetzt dagegenhalten und zeigte auch die gewünschte Reaktion. Während hinten Philipp Röhl mehrmals die Angriffe der Heidelberger abwehrte, zeigte vorne Kapitän Matthias Dittrich Improvisationskunst: Mit „links“ versenkte er zuerst den Ball im gegnerischen Feld und ließ anschließend eine Serie Aufschläge folgen. Auch der Konstanzer Block stand wieder zuverlässig und so erspielte sich der USC eine beruhigende 12:6 –Führung. Und der USC ließ auch kein Wiedererstarken des Gegners zu. Die Führung wurde sicher bis zum Satzende ausgebaut und der Tabellenführer aus Heidelberg konnte die Niederlage nicht mehr abwenden (25:22).

Nach diesem Erfolg startet der USC Konstanz nun in die heiße Phase der Hinrunde: Drei Auswärtsspiele und ein Heimspiel in der Konstanzer Schänzlehalle stehen bis Weihnachten im Kalender. Sollten die Konstanzer dabei noch ein paar Punkte holen, hätte das Team wohl kaum noch etwas mit dem Abstieg zu tun. Das Saisonziel der „Zwoten“ ist also durchaus in Reichweite.

USC Konstanz: Johannes Ardelt, Daniel Berger, Timo Dimitriadis, Matthias Dittrich (C), Philipp Keckeis, Arvid Kuritz, Gabriel Mayer, Christoph Petry, Johannes Reisch, Philipp Röhl, Julian Vill, Christian Weber, Trainer Uwe Schneider

Manchmal gibt es Wichtigeres…

Der Vorbericht der eigentlich ein Nachbericht wäre…

…wenn die Ereignisse in Paris unsere Lust auf einen Bericht unserer Niederlage nicht eliminiert hätten. Dass man in Karlsruhe mit 1:3 verloren hat geriet in Anbetracht der Vorkommnisse im Herzen der französischen Metropole am vergangenen Freitag in den Hintergrund. Manchmal gibt es Wichtigeres als Volleyball…

Nun ist es ein Vorbericht geworden, der doch noch kurz die Lage schildert:

Die Personalbestände des USC Konstanz 2 in der Oberliga füllen sich langsam wieder, Erkältungen und Infektionen nehmen ab, sodass man am Samstag mit einer vollen Spielerliste rechnen kann. Auch Kapitän Matthias Dittrich, der sich am letzten Wochenende nur mühsam durch zwei Sätze schleppen konnte (oder musste), wird wieder dabei sein. Weiterhin fehlen allerdings die verletzten Außenangreifer Alexander Reichel und Domenic Geiger. Letzterer fällt nun wohl doch für die komplette Hinrunde aus, ein herber Schlag für den USC, der damit lange auf einen Garanten des Aufstiegs aus der Verbandsliga verzichten muss.

Entwarnung gibt es aber in der Mitte, alle Angreifer haben sich spielbereit gemeldet, ebenso die Spieler auf den restlichen Positionen.

Somit erwarten die Jungs vom Bodensee die Spielvereinigung aus Heidelberg um 16.00 Uhr in der Schänzlehalle. Dass die Heidelberger keine Punkte in Konstanz lassen wollen, erkennt man an der Tabellensituation: Die Nordbadener führen derzeit mit 13 Punkten die Oberliga an und haben erst ein Spiel in der laufenden Saison verloren. Die Konstanzer hingegen rangieren auf Platz vier, sind aber 2015 zuhause noch ungeschlagen und wollen diese Serie natürlich weiterführen. Ein spannender Schlagabtausch darf also erwartet werden, ebenso wie zahlreiche Zuschauer.

Oberliga Baden: Die Heimserie hält!

Mit einem weiteren Heimsieg bestätigt die zweite Herrenmannschaft des USC Konstanz ihre gute Frühform und gewinnt verdient mit 3:1 gegen die VSG Mannheim.

Mit 9 Punkten steht der USC weiterhin auf dem 3. Platz der Liga, die VSG Mannheim findet sich nun auf dem 7. Platz und damit dicht vor den Abstiegsrängen. Die Tabellensituation spiegelt aber nicht den Spielverlauf, denn die Mannheimer konnten spielerisch sehr gut mithalten und gestalteten die Partie über weite Strecken offen. Den Ausschlag zugunsten der Konstanzer gaben dann auch zumeist gelungene Einzelaktionen und die stabilere Annahme.

Das von personellen Sorgen ohnehin gebeutelte USC-Team musste auch wieder am Samstagmorgen einen Rückschlag hinnehmen: Kurzfristig musste auf den gesetzten Libero Philipp Keckeis verzichtet werden, der sich mit schwerer Erkältung abmeldete. Somit kam Neuling Johannes Ardelt zu seinem Debut in den Konstanzer Farben. Eigentlich sollte er nach seinem Bänderriss im September noch geschont werden, letztlich meisterte er aber seine Aufgabe mit zunehmender Spieldauer immer sicherer und war ein starker Rückhalt im Konstanzer Annahmeriegel.

Der war zunächst auch wenig gefordert, denn im ersten Satz dominierten Konstanzer Aufschläge das Spielgeschehen. Mit viel Risiko setzte man die Quadratstädter unter Druck, die Fehlerquote war zwar hoch, trotzdem wurde in beinahe jeder Rotation ein Breakpoint erzielt, so dass dieser Satz mit 25:22 an Konstanz ging.

Im zweiten Durchgang kamen die Konstanzer zunächst überhaupt nicht ins Spiel, schnell lag man nach mehreren Eigenfehlern mit 1:6 Bällen hinten. Diagonalangreifer Daniel Berger war es dann aber, der mit einer Serie von Float-Aufschlägen die Annahmeformation der Mannheimer vor große Probleme stellte und damit sein Team wieder zurück ins Spiel brachte (7:8). Und während der Gegner aus seinen Sideout-Situationen keine Vorteile ziehen konnte, sammelten das Heimteam Punkte, beim Stand von 24:23 vollstreckte dann schließlich Kapitän Matthias Dittrich persönlich den Satzball -die Aufholjagd war geglückt, neuer Spielstand 2:0 für den USC.

Der Beginn von Satz drei geriet zum Spiegelbild von Satz zwei: Die Mannheimer starteten konzentriert und gingen rasch mit 10:3 in Front. Genau diese Situation wollten die Konstanzer eigentlich vermeiden, doch Annahme, Zuspiel und Angriff liefen in dieser Situation nicht zusammen. Trainer Uwe Schneider musste reagieren und wechselte Außenangreifer Alexander Reichel ein. Und der Wechsel brachte zunächst auch den gewünschten Effekt, der Rückstand schmolz zunächst auf einen Punkt, ehe Mannheim aber wieder in die Erfolgsspur fand und erneut davonzog: 12:18 aus Konstanzer Sicht. Nun folgte ein echter Krimi. Der USC gab nicht auf, die Mannheimer ließen etliche Chancen liegen und so stand es dann schließlich 23:23, kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Mehrere Satzbälle wehrten die Konstanzer ab -ebenso die Mannheimer- ehe ein Netzroller-Aufschlag den Satz unglücklich für den USC mit 28:30 beendete.

Nach dieser Pleite wollte das Heimteam nun in Durchgang vier von Beginn an dominieren, aber erneut waren es die Mannheimer, die zum Satzanfang das Geschehen kontrollierten (3:6). Doch das USC-Team setzte nun konsequent die Vorgaben von Trainer Schneider um: Erneut Daniel Berger mit gut platzierten Aufschlägen und der stark spielenden Christoph Petry im Mittelblock drehten den Spieß um. Nachdem innerhalb kurzer Zeit die Mannheimer Angriffe mehrmals entschärft wurden, sank auch der Wille der Nordbadener spürbar. Mit einem Aufschlagfehler zugunsten des USC Konstanz endete das Spiel 3:1, weitere drei Punkte gegen den Abstieg waren eingefahren.

„Ein gutes und spannendes Spiel, das wir letztlich wohl auch wegen unseres Heimvorteils gewonnen haben“ konstatierte Trainer Uwe Schneider anschließend. “Es ist für uns wichtig zu sehen, dass wir auch mit spielerisch guten Teams in der Liga mithalten können. Aber wir müssen jetzt dringend unsere Konzentrationsschwäche zu Beginn der Sätze ablegen. Auf die Dauer immer einem Rückstand hinterher zu laufen kostet einfach viel zu viel Substanz.“

Am kommenden Samstag trifft der USC Konstanz dann auswärts auf den Fünftplatzierten SSC Karlsruhe 2. Die Karlsruher unterlagen zuletzt dem unangefochtenen Spitzenreiter Heidelberg nur knapp mit 1:3. Man darf also gespannt sein, ob das Team die Vorgabe des Trainers dann umsetzt.

USC Konstanz: Johannes Ardelt, Daniel Berger, Timo Dimitriadis, Matthias Dittrich (C), Arvid Kuritz, Christoph Petry, Alexander Reichel, Johannes Reisch, Philipp Röhl, Julian Vill, Christian Weber

Erster Saisonsieg für Herren I

Volleyball, 3. Liga: USC Konstanz – VfB Friedrichshafen II 3:2. – Im Duell Letzter gegen Vorletzter ging es um mehr als nur das Prestige eines Bodensee-Derbys. Konstanz war die Nervosität anfangs deutlich anzumerken, wobei die Gastgeber sehr gut mithalten konnten. Erst gegen Ende des Satzes machte der VfB Ernst und führte schließlich mit 25:22. Im zweiten Durchgang schien es, als ob das Spiel eine klare Sache werden würde. Friedrichshafen lag bereits mit acht Punkten vorne. Dann wechselte USC-Trainer den bislang verletzten Jonathan Rodler ein, was die Wende brachte. „Es war wahnsinnig, was Jonathan alles herausgeholt hat“, sagte Vogt – und das Unglaubliche gelang, denn der USC glich nach einer famosen Aufholjagd mit 28:26 doch noch aus.

„Das war sicher mit spielentscheidend“, resümierte Vogt. „Danach haben wir nicht nur gut, hochmotiviert, sondern auch erfolgreich gespielt.“ Der dritte Satz war mit 25:22 relativ klar für die Konstanzer, die danach die Chance sahen, mit einem klaren Sieg sogar drei Punkte zu holen. Aber wie das so ist: Die USC’ler verloren ihre Linie, versuchten es sozusagen mit der Brechstange und haben die taktischen Vorgaben des Trainers nicht mehr so konsequent umgesetzt. Die Folge: 25:21 für den VfB und Tie Break, der schnell erzählt ist. Der USC startete furios, führte 4:0 und ließ Friedrichshafen keine Chance. Mit 15:7 feierten die Konstanzer ihren ersten Saisonsieg.

„Es war ein Wechselbad der Gefühle“, sagte der Trainer nach dem Spiel. „Es war ein ganz wichtiger Sieg und ein positives Signal, dass wir auf Augenhöhe sind.“ Es sei eine Abwehrschlacht auf beiden Seiten gewesen, so Vogt, der außerdem froh war, dass sein Co-Trainer Jürgen Eck sowie elf Spieler mit dabei waren. „Alle haben gespielt“, so Vogt. „Man hat einfach gesehen, wie wichtig die Ersatzspieler sind.“ Trotz des Sieges bleibt der USC Konstanz am Tabellenende. Allerdings hat das Team jetzt wieder Anschluss an das Mittelfeld.

USC Konstanz: Muntwyler, Fürst, Neuffer, Mundt, Hammer, Weinert, Reichert, Scheller, Weber, Rodler, Keckeis.

Herren I weiter ohne Punkte am Tabellenende

Volleyball, 3. Liga: TV Waldgirmes – USC Konstanz 3:0. – Auch im vierten Spiel gelang Konstanz nicht der erhoffte Befreiungsschlag. In Waldgirmes unterlag der USC letztlich chancenlos mit 0:3. „Wir hatten eigentlich nie eine Chance“, resümierte auch USC-Trainer Thomas Vogt. „Wir führten nur ein einziges Mal. Und das war beim 4:2 im zweiten Satz.“

Von Beginn an schlugen die Gastgeber sehr druckvoll auf und setzten den USC damit enorm unter Druck. Die sonst recht sichere Annahme der Konstanzer geriet immer wieder ins Wanken. Damit war ein geordneter Spielaufbau sehr schwer. In den ersten beiden Sätzen hatten die Gäste beim 25:15 und 25:14 nicht den Hauch einer Chance.

Im dritten Satz stellte Thomas Vogt dann komplett um. Selbst das System wurde ein klein wenig geändert. Dies zeigte wenigstens ein bisschen Wirkung und Konstanz hielt etwas besser mit. Doch mehr als ein 20:25 sprang trotzdem nicht heraus. Mit dieser erneuten klaren Niederlage bleibt der USC Konstanz weiter ohne Punkt am Tabellenende. Es ist die einzige Mannschaft, die noch keinen Sieg erspielen konnte.

„Auch wenn wir wieder verloren haben, die Einstellung der Mannschaft gefällt mir“, so Vogt. „Meine Spieler kämpfen, geben nicht auf und versuchen das Beste, das gegen Waldgirmes einfach nicht gereicht hat.“ Dem USC-Trainer fehle vor allem in den Auswärtsspielen die Wechselmöglichkeiten auf der Bank, sagt er und fügt hinzu: „Ich hoffe, dass ich ab jetzt bei dem einen oder anderen Spiel Unterstützung von unseren hoffnungsvollen Jugendspielern bekomme.“ Als wertvollster Spieler wurde auf Seiten des USC Libero Bernd Neuffer ausgezeichnet.

USC Konstanz: Muntwyler, Fürst, Neuffer, Mundt, Hammer, Weinert, Reichert, Scheller, Weber.

Kalte Dusche in der Oberliga

Mit der ersten Niederlage in der Oberliga im Gepäck kehrte Aufsteiger USC Konstanz II aus dem Breisgau wieder zurück. Mit 3:1 (28:26, 18:25, 25:20, 25:16) konnte das Team der SG Breisach-Gündlingen das Duell für sich entscheiden. Konstanz rutschte infolgedessen auf Rang drei zurück, während die Breisacher nun auf Platz zwei kletterten.

Schon im Vorfeld war klar, dass den Konstanzer nichts geschenkt werden würde. Hatte unter der Woche die Mannschaft noch mit Erkältungen zu kämpfen, musste Coach Uwe Schneider dann am Samstag die beiden Liberos sowie Mittelblocker Gabriel Mayer und zwei Außenangreifer daheim lassen und hatte infolgedessen nur wenige Wechseloptionen. Frostig dann auch der Empfang am Kaiserstuhl, denn die Hallenheizung – wie sich später herausstellen sollte auch die Duschen nur kaltes Wasser ausspucken – funktionierte nur spärlich. Hitziger wurde es dann aber zum Spiel, auch die Zuschauer zeigten Sportsgeist und mit Trommeln und Tröten wurden den Konstanzer von der Tribüne eingeheizt.

Das Team vom Bodensee zeigte sich dann auch leicht verunsichert und konnte trotz guter Angriffsleistung sich nicht entscheidend absetzen. Und nachdem auch ein Satzball nicht verwandelt wurde, gewann zuletzt der Gastgeber die Oberhand und beendete den Satz mit 28:26.

Verärgert durch diesen Satzverlust zeigte sich das Konstanzer Team dann in Durchgang zwei konzentrierter. Mit gutem Blockspiel und gefährlichen Aufschlägen von Zuspieler Julian Vill und Mittelangreifer Arvid Kuritz konnte man die entscheidenden Akzente setzen und zum 1:1 nach Sätzen ausgleichen.

Doch die Breisacher hatten sich im dritten Satz besser auf das Konstanzer Spiel eingestellt und zeigten nun die besseren Einzelaktionen. Auf Seite der Konstanzer erleichterten viele Annahmefehler und eine schlechte Aufschlagquote den Gastgebern dann vollends den Satzgewinn zum 25:20.

Im vierten Satz wollten die USC´ler das Ruder herumreißen, drei Aufschlagserien der Breisacher beendeten die Gedankenspiele der Konstanzer aber recht schnell, als man mit 19:7 zurücklag und schlussendlich mit 25:16 den Satz und somit das Spiel verlor.

„Es war zu erwarten, dass wir nicht alle Ausfälle kompensieren können. Trotzdem Kompliment an unseren Zuspieler Timo, der heute spontan auf der Libero-Position ausgeholfen hat. Ärgerlich war natürlich der erste Satz, da hätten wir den Sack zu machen sollen. Aber als Aufsteiger sechs Punkten aus drei Spielen geholt zu haben, ist immer noch eine Leistung, die wir zu Beginn der Saison nicht erwartet hatten“ resümierte Trainer Uwe Schneider. „Natürlich hätten wir hier gerne gewonnen, aber wir hatten heute nicht genug Biss um das Spiel für uns zu entscheiden.“

Am kommenden Samstag gastiert die VSG Mannheim um 16.00 Uhr in der Konstanzer Schänzlehalle, dann sollten wieder (fast) alle Mann an Bord sein. Und warme Duschen gibt’s dann auch.

USC Konstanz: Daniel Berger, Timo Dimitriadis, Matthias Dittrich, Patrick Herr, Arvid Kuritz, Christoph Petry, Johannes Reisch, Philipp Röhl, Julian Vill, Christian Weber

Reißt die Siegesserie für die zweite Herrenmannschaft?

Improvisieren, so lautete schon am vergangenen Spieltag das Erfolgsrezept von Trainer Uwe Schneider. Gleich mehrere Spieler fielen aufgrund von Verletzungen aus. Dass unter der Woche sich die ohnehin schon schwierige Personalsituation sich noch weiter verschärfen sollte, war nicht geplant.

Vor dem Auswärtsspiel gegen Breisach-Gündlingen fällt Mittelblocker Gabriel Mayer aufgrund einer Rückenverletzung vier Wochen aus. Auch für den Libero Johannes Ardelt kommt die Reise ins Breisgau nach nur einem Training deutlich zu früh. Außerdem fehlen dem Coach Stamm-Libero Philipp Keckeis, sowie der am vergangenen Spieltag stark aufspielenden Alex Reichel. Zwar ist Kapitän Matthias Dittrich wieder an Board, doch mehrere Erkältungen in der Mannschaft machen das Spiel zu einer hohen Hürde.

Das Team aus Konstanz hat im Jahr 2015 noch kein Pflichtspiel verloren, aber ob diese Serie nach dem Spiel gegen Breisach-Gündlingen noch Bestand hat ist wohl eine Frage der Moral. „Wir müssen das Spiel über unseren Kampfgeist gestalten, der Gegner wird uns alles abverlangen.“ ist sich Uwe Schneider sicher. Im Angesicht der Personalsituation kann man beim USC Konstanz jedoch mehr als zufrieden sein. Mit bereits sechs gesammelten Punkten gegen den Abstieg verlief der Auftakt in der Oberliga doch überraschend gut. Und im Breisgau erwartet die „Zwote“ nicht nur ein lautstarkes Publikum, sondern auch ein paar alte Konstanzer Bekannte, auf die man sich schon freut.

Schwere Aufgabe und ein Wiedersehen für Herren I

Volleyball, 3. Liga: TV Waldgirmes – USC Konstanz (Samstag, 20 Uhr, Sporthalle Lahntalschule Atzbach). – Am Samstag gibt es für die Konstanzer ein Wiedersehen mit Max Müller. Noch im Sommer haben einige aus dem USC-Team mit ihm zusammen bei der Studenten-Europameisterschaft die Bronzemedaille geholt. Jetzt sind sie allerdings Gegner. „Wir werden mit neun Spielern antreten und haben nichts zu verschenken“, sagt USC-Trainer Thomas Vogt. „Ich bin davon überzeugt, dass, wenn alles zusammenpasst, wir jeden Gegner schlagen können.“

Allerdings macht Vogt auch klar, dass er ein ganz junges Team hat und sich die Spieler erst noch zusammenfinden müssen. „Die Entwicklung passt“, so der Trainer. „Und das ist momentan das Wichtigste.“ Für ihn zählen vor allem die Ergebnisse in der Rückrunde. „Alles, was wir in der Vorrunde sammeln können, ist Zugabe“, so Vogt. Die Tabelle jedenfalls sagt, dass der Tabellenletzte, also Konstanz, nur sechs Zähler, also zwei Siege, hinter dem Tabellenzweiten, also Waldgirmes, steht. Mit einem Sieg ist jedenfalls vieles möglich.

Waldgirmes hat sich nach dem etwas überraschenden Sieg in Rottenburg auf die zweite Position vorgekämpft. Allerdings waren bislang alle Spiele sehr knapp. Der Heimvorteil und die lange Anreise sprechen sicher für die Gastgeber, doch Konstanz sollte als Außenseiter keinesfalls unterschätzt werden.

Erfolgreicher Heimauftakt für Damen I

Neun Sätze und zwei Siege sind das Ergebnis des ersten Heimspieltags der Konstanzer Verbandsligadamen.

Noch etwas verschlafen gelang ein nur mühsamer Start in das erste Spiel gegen den USC Freiburg II. Die bis dahin noch sieglose Mannschaft konnte dem Konstanzer Team die ersten beiden Sätze mit 20:25 und 13:25 abringen. Eine Vielzahl an Aufschlagfehlern und fehlende Kommunikation und Bewegung auf dem Feld bremsten den konstanzer Spielaufbau. „Da müsst ihr euch jetzt selber rausziehen“, so Coach Röhl. Gesagt, getan: Mit 25:16 kam im dritten Satz die Wendung und auch Satz Nr. 4 ging mit 25:20 an die Heimmannschaft. Mit platzierten, druckvollen Aufschlägen und einer Aufschlagserie von Saskia Hemm konnte der Gegner aus Freiburg unter Druck gesetzt werden. Ein souveräner fünfter Satz (15:11) zeigte den Siegeswillen des Teams und verschaffte den Damen des USC Konstanz den ersten Heimsieg der Saison.

Foto: Felix Graf

Foto: Felix Graf

Mit viel Selbstvertrauen durch diesen Arbeitssieg starteten die USC-Damen ins Spiel gegen den starken Oberliga-Absteiger aus Hüfingen. Die Startschwierigkeiten zeigten sich wie beim ersten Spiel, konnten aber dieses Mal schneller nivelliert werden. Musste der erste Satz 25:17 abgegeben werden, gelang es diesmal bereits im zweiten Satz die taktischen Vorgaben umzusetzen und erneut durch starke Aufschläge den Angriffsaufbau der Gegnerinnen zu behindern. Gute Blockaktionen der Mittelblockerinnen Shirin Weber und Julia Keller und eine konstante Annahmeleistung führten zu einem deutlichen Satzgewinn im zweiten Satz (25:16). Durch viele und effektive Spielerwechsel konnten wie beim letzten Spieltag die Vorteile des großen und homogenen Kaders genutzt und das Spielniveau durchgehend hochgehalten werden. Knappe und kräftezehrende dritte (27:25) und vierte Sätze (25:20) konnten ebenfalls für den USC entschieden werden und waren das Ergebnis einer starken Mannschaftsleistung.

Foto: Felix Graf

Nach diesem siegreichen Spieltag befindet sich der USC Konstanz auf dem zweiten Platz in der Verbandsliga Damen. Das Team hat nun zwei Wochen Zeit, sich von dem langen Spieltag zu erholen und sich dann auf die nächsten Spiele gegen den VC Offenburg II und den SV Waldkirch am 8.11.2015, ebenfalls in Konstanz (Schänzlehalle), vorzubereiten.

Auch die anderen Damenmannschaften des USC fuhren Siege ein. So gewann die zweite Mannschaft um Spielertrainerin Brigitte Winkler in der Bezirksliga deutlich mit 3:0 gegen den SV Bohlingen II und mit 3:2 gegen den SV Litzelstetten II und auch die dritte Damenmannschaft konnte mit einem 3:2 gegen den TV Radolfzell II den ersten Sieg verzeichnen.

USC Konstanz: Hemm, Delcourt, Kornblum, Beck, Lorenz, Keller, Pfeuffer, Dinkelacker, Reichmann, Weber, Grieble, Schillinger

Sahnetag für Herren II beim zweiten Heimspiel

Unter denkbar schlechten Vorbedingungen startete am vergangenen Samstag das Oberligaspiel zwischen der zweiten Herrenmannschaft des USC Konstanz und dem TV Eberbach aus Nordbaden. Ein angeschlagener Mittelblocker und ein Verletzter auf der Libero-Position, wenig Abstimmung der Zuspieler mit der Angriffsreihe und vor allem der Ausfall der beiden Stamm-Außenangreifer der letzten Meistersaison ließen nichts Gutes erwarten. Zumal Trainer Uwe Schneider den Gegner spielerisch überhaupt nicht einordnen konnte und auch im Vorfeld keine Informationen über die Eberbacher erhalten hatte.

Foto: Alexandra Kohler

Foto: Alexandra Kohler

Und der Start der USCler bestätigte zuerst alle Befürchtungen. Unkonzentriert begann das Team und lag schnell 3:7 zurück. Wer aber gedachte hatte, nun würde aufgesteckt, sah sich getäuscht. Mit einer Reihe von Sprungaufschlägen brachte Philipp Röhl den USC wieder in Front. Erst beim Stand von 10:8 beendete er eine erste Serie und hinterließ einen ratlosen Annahmeriegel bei den Eberbachern. Diesen Vorsprung bauten die Spieler nun konsequent aus und beharrlich wurde ein Breakpoint nach dem anderen gesammelt. Am Ende hieß es 25:15 und Trainer Schneider konnte durchatmen.

Foto: Alexandra Kohler

Foto: Alexandra Kohler

Der Start in Durchgang zwei gelang da schon besser: Der USC war in Schwung und viele gute Aufschläge von Julian Vill und Philipp Röhl stellten den Annahmeriegel des Gegners des Öfteren vor unlösbare Probleme. Mit 9:4 im Rücken konnten dann auch leichte Annahme-Wackler kompensiert werden, zumal Angreifer Alexander Reichel nach Belieben die Bälle im gegnerischen Feld unterbrachte. Die berüchtigten Rollerstops wurden mit harten Schlägen kombiniert und schließlich ging auch dieser Satz mit 25:21 an den USC.

Im dritten Satz knüpfte die „Zwote“ an die bisherige Leistung an: Die Konstanzer Außenangreifer dominierten das Spielgeschehen während hinten Libero Philipp Keckeis sein bislang bestes Spiel für den USC zeigte. Perfekte Annahmen und schnelle Abwehraktionen ließen Eberbach nicht ins Spiel kommen. Beim Stand von 21:12 kamen dann Christian Weber und Gabriel Mayer ins Spiel. Einige Unkonzentriertheiten in der Annahme und leichte Angriffsfehler führten Eberbach beinahe zurück ins Spiel. Erst den 4. Matchball verwandelten die Männer zum umjubelten 25:21. Damit konnte der USC drei weitere Punkte gegen den Abstieg sammeln.

Foto: Alexandra Kohler

Foto: Alexandra Kohler

„Wir haben trotz all der Widrigkeiten heute einen Sahnetag erwischt. Die Außen und Daniel Berger auf Diagonal hatten traumhafte Angriffsquoten. Das war heute extrem wichtig um die Punkte zu sammeln die wir benötigen um die Liga zu halten“, freute sich Coach Uwe Schneider. „Die nächsten Gegner werden aber bedeutend stärker sein“ vermutet Schneider. Im nächsten Spiel erwartet den USC mit Breisach-Gündlingen dann ein schwieriger Gegner im erste Auswärtsspiel. Und damit auch neue Sorgen: Die  Außenangreifer Alex Reichel und Domenic Geiger werden die Reise in den Breisgau nicht antreten können und zudem fallen dann auch noch beiden Liberos aus. Trainer Uwe Schneider nimmt die gewohnt angespannte Personalsituation gelassen: „Dann müssen wir halt wieder improvisieren.“

USC Konstanz: Daniel Berger, Timo Dimitriadis, Patrick Herr, Philipp Keckeis, Arvid Kuritz, Gabriel Mayer, Christoph Petry, Alexander Reichel, Philipp Röhl, Dieter Schell, Julian Vill, Christian Weber